Apis mellifera carnica (1879 erstmalig von Pollmann beschrieben; ursprüngliches Verbreitungsgebiet: südliche Österreichische Alpen, Slowenien und nördlicher Balkan (Ungarn, Rumänien, Kroatien, Bosnien, Herzegowina, Serbien); wird umgangssprachlich auch Kärntner Biene, Krainer Biene, Graue Biene oder
Bergbiene bezeichnet; mittelgroße, schlanke Biene mit grauen bis hellgrauen Filzbinden am Hinterleib; als Bergbiene ursprünglich angepasst an extreme Temperaturschwankungen mit späten, kurzen Sommern und langen Wintern; der Carnica ist ein starker Schwarmtrieb zu eigen, und eine gute Orientierungsleistung; nach der Sonnenwende bauen die Kolonien rasch ab; Verteidigungsverhalten und Putztrieb sind schwach ausgeprägt)
Apis mellifera LINNAEUS (Honigbienenart; Westliche Honigbiene)
Apis mellifica, var. Lehzeni (Nordwestdeutsche Heidebiene – eine an spärliche Sommertracht und Spättracht angepasste Rasse, die sich durch große Schwarmlust auszeichnete)
Apistische Gegenstände der Unterhaltung (Beim ländlichen Mahle im alten Rom sehr beliebter Gesprächsstoff)
Apothekerluft (Ameisensäure, Thymol, Kampfer etc.)
Apitourismus (Slowenien)
Aprilarbeiten bei den Honigbienen (Bei Beginn der Löwenzahnblüte Schwarmkontrolle, Gabe des ersten Honigraumes bei entsprechender Volksstärke. Gegebenenfalls Bildung erster Begattungsableger mit Schwarmzellen.)
Arbeiterinnenpuppen (entwickeln sich zu adulten, voll ausgebildeten Honigbienen in einer vollständigen Metamorphose)
Arbeitsgeist (Die Biene, Sinnbild für unermüdlichen, zielstrebigen Arbeitsgeist.)
Arbeitslust (Wesentliche Eigenschaft eines gesunden Bienenvolkes)
Arbeitsplatz in der Beute (Großraumbeuten wie 12er Dadant weisen innerhalb des Brutraums etwas Leerraum zum Rangieren der Waben auf.)
arbeitsschwer (Sommer)
Arbeitsvölker (Völker, die nicht mit sich selber und dem Überleben beschäftigt sind)
Arbeitswärme (entsteht durch Verzehren von Futter)
ari (Türkisch = Biene)
Aromatischer Honig (Der vielleicht aromatischste Honig Europas ist einerseits Norddeutscher Heidehonig, andererseits Rosmarinhonig aus Narbonne, Frankreich.)
Artenarmut (Der Verlust der Biodiversität führt zu einer Verringerung der Wertigkeit der Pollennahrung der Bienen.)
Artenreiche, mit Hecken eingefriedete Streuobst-Schaf- und Bienenweide (bestes Bienenweideland)
Artenverarmte Landschaft
Artenvielfalt (Große, stabile Pflanzengesellschaften die vielen Tierarten Lebensraum und Nahrung bieten)
Armbruster Imkerschule (Laudatio siehe Video-Link)
Armierte Mittelwände (enthalten schon vor dem Einsetzen ins Rähmchen eine Drahtarmierung. Diese vorarmierten MW werden mit Klemmleisten im Rähmchen befestigt.)
Arvenholz (Zirbelkiefernholz; Bergimker wählten einst mit Vorliebe Arvenholz für den Bau der Klotzbeuten)
Asa og Vana (Wikinger Grußformel, die an die Abstammung von zwei göttlichen Clans erinnert, den Asen und Wanen. Der Name „Wanen“ soll vom altnordischen Vanir – „die Glänzenden“ abgeleitet sein, und die Wanen sollen zuständig für Herdfeuer, Ackerbau und Viehzucht sein. Zu den Wanen zählen Njörd, Freyr und Freyja, welche höhere Wesen der Fruchtbarkeit, vor allem der Erde, des Reichtums und des Glücks darstellen. Zu den mehr kriegerisch gesinnten männlichen Asen gehören u.a.: Balder, Bör, Bragi, Buri, Dag, Delling, Forseti, Heimdall, Hermod, Höder, Hönir, Kvasir, Lodur, Loki, Magni und Modi, Odr, Odin, Rig, Skjöld, Thor, Tyr, Uller, Vali, Vé, Vili, und Vidar. Zu den ebenfalls mehr kriegerischen weiblichen Asen werden Bil, Eir, Frigg, Fulla, Gefjon, Gna, Hnoss, Idun, Jörd, Lin, Lofn, Nanna, Nott, Saga, Sif, Sigyn, Sjöfn, Snotra, Skadi, Sol, Syn, Thrud und Var/Vör gezählt.)
Asiatische Hornisse (
Vespa verlutina nigrithorax; Bienenschädling, der sich seit 2022 in Bayern ausbreitet; schwarze Grundfärbung, feine gelbe Binde am ersten Hinterleibssegment, breite orangene Streifen am Hinterleib, gelbe Bein-Enden, Nest meist freihängend in Baumkronen; Sichtungen bitte mit Foto melden unter
www.beewarned.de )
Atavistische Erinnerung an vergangene Entwicklungsepochen der Bienen
Atemöffnung des Biens (Das Flugloch ist die Atemöffnung des BIENS.)
Atempause (Dem Bienenvolk eine Atempause geben durch Ausgleichen, Schröpfen oder Erweitern.)
Atmungsaktive Abdeckung (Eine gute atmungsaktive Abdeckung der Bienenwohnung ist ein Innendeckel bestehend aus einer horizontalen Vollholzplatte, die in einen vertikalen Vollholzrahmen eingenutet ist. Der Vollholzrahmen umschließt auch die auf der Vollholzplatte aufliegende leimfreie, atmungsaktive Pavatex-Holzfaserplatte. Auf dem Hollholzrahmen sind 8 kleine Abstandsklötze im beespace angebracht, damit die Luft unter dem Edelstahl-Überwurfdeckel zirkulieren kann, und keine Bienen beim Aufsetzen gequetscht werden.)
Aufbruchstimmung (ist in der Imkerszene weltweit zu bemerken)
Auffahren (Begattungskästchen wie Apideas und EWK’s werden zum Anpaarungsplatz oder Belegstelle „aufgefahren“, wie man in der Imkerfachsprache richtig sagt.)
Aufgeklärte Kunden (haben eine hohe Wertschätzung der Naturbelassenheit von Honig und anderen Bienenprodukten)
Aufzuchtbedingungen (Die Aufzuchtbedingungen für Bienenköniginnen sollten so beschaffen sein, dass die Bienen aus den Vollen schöpfen können, und dies ist in der Regel im Wonnemonat Mai gegeben. Bruder Adam meinte: „Eine Königin muss im Paradies geboren sein.“)
Auge (Der Kopf der Drohne ist beinahe ganz Auge.)
Augustarbeiten bie den Bienen (Im August wird entschieden, welche Völker überwintern sollen, und welche nicht. Hierzu wird eine sogenannte Augustschau vorgenommen. Ziel dieser Prüfung ist, dass nur junge, starke und vitale Völker über den Winter genommen werden. Alle anderen Völker werden aufgelöst, damit im nächsten Frühjahr wieder Platz für die Vermehrung der Völker ist. Fluglöcher verkleinern, um die Völker vor Mäusen und Räuberei zu schützen. Völker mit älteren Königinnen den jüngeren Völkern zuhängen. Jede Art von schwachen Völkern entweder auflösen oder verstärken. Wintervorräte gegebenenfalls vorsichtig mit Honigwaben auffüllen, nicht überfüttern. Überschüssige Völker an Überwinterungsstandorte mit guter Weidenblüte bringen. Zweite Ameisensäurebehandlung. Varroa-erkrankte Völker sanieren durch Brutdistanzierung.)
Augustgold (Langlebige Bienen, welche im August erbrütet werden)
Aufbewahren von losen Weiselzellen (Schlupfreife Weiselzellen sollten vor der Verschulung nur maximal wenige Stunden außerhalb des Stockes aufbewahrt werden. Die Aufbewahrung erfolgt einem weichen Styroporblock, der quer durchgeschitten wurden. In der unteren Hälfte wird für jede Weiselzelle eine Vertiefung hineingedrückt. Das ganze kommt in eine Kühltasche, die mit einer Wärmflasche auf ca. 30° Celsius vorgewärmt wurde. Es kommt auch ein feuchtes Handtuch mit hinein, damit die Zellen nicht austrocknen.)
Auflagebalken (Beutensockel)
Auflösung von Völkern (Kränkelnde oder angeschlagene Bienenvölker werden aufgelöst, indem sie zunöächst entweiselt werden. Gleichzeitig werden alle unbebrüteten Waben herausgenommen, und das Flugloch auf 12 mm Breite und 6 mm Höhe stark verkleinert. Nach Auslaufen der Brut – in der Regel 21-24 Tage, werden die Bienen dann mittels Oxalsäure-Sprühbehandlung von den aufsitzenden Varroamilben befreit. Wenn die Bienen bei der nächsten Nachschau nach weiteren 5 bis 10 Tagen kontrolliert werden, und keine legende neue Nachschaffungs-Königin vorhanden ist, dann wird die aufzulösende Beute mit den Bienen verstellt, also kommt an einen anderen Platz. Die Flugbienen fliegen dann ab. Die zurückgebliebenen Bienen auf den Waben werden dann bei warmen Bienenflugwetter um 12:00 Uhr mittags in ca. 10 Meter Abstand vor der Flugfront des Bienenstandes vollständig auf eine glatte Fläche gekehrt, das kann ein Stück Pappe oder eine Holzplatte sein. Bis zum Abend betteln sich dann die abgekehrten Bienen schön langsam bei den Bienenvölkern ohne große Aufregung ein. Der Kasten ist dann bienenleer mit lediglich brutfreien Altwaben, die dann eingeschmolzen oder weiter verwendet werden können, je nach Alter und Zustand.)
Aufsatzrähmchenmaß (normalerweise halbhohe Dickwaben)
Aufstieg zur Beute (Wer beim Aufstieg oder Abstieg von einem Beutenbaum der Zeidler ertappt wurde, mußte sowohl für den Aufstieg, als auch für den Abstieg je 10 Pfund Heller Strafe zahlen.)
Aufwärtslaufen an den Scheiben
Aufwärtstendenz (Angeborene Verhaltensweise, die Brut bis zum Entwicklungshöhepunkt vorzugsweise nach oben auszudehnen.)
Aufzuchtbienen (Langlebige Winterbienen sind die ersten Aufzuchtbienen)
Auseinanderklaffen von Wissenschaft und Praxis (Leider seit Ende des ersten Weltkrieges bittere Realität in Deutschland.)
Ausfärbungsstufen (des Farbenkleides der Honigbiene)
Ausgestorbene Bienenstände (bienenleere ehemalige Bienenstände)
Ausfangen der Königin
Ausflammen (der Beuten innen zur Desinfektion)
Ausglühen (Methode zum Desinfizieren metallischer Geräte und Werkzeuge)
Ausheilung des Mutterstockes (nach dem Schwarmauszug; Die Jungkönigin geht nach erfolgreichem Hochzeitsflug in Eilage und die Sammeltätigkeit wird wieder voll aufgenommen.)
Ausströmender Honigduft
Außenstand
Auserwähltes Geschöpf (Das auserwählte Geschöpf – die Honigbiene)
ausflugserregend
Ausgeglichenes Altersverhältnis der Bienen (Ein schlecht ausgeglichenes Altersverhältnis der Bienen verzögert die Volksentwicklung, und damit den Honigertrag.)
Ausklingende Schwarmzeit
Ausreiben (einer neu zu besetzenden Beute mit Zitronenmelisse oder Melissengeist)
Ausrottung der Feldbeikräuter (führte zur Pollenmangel in Deutschlands Feldbaugebieten und verlagerte die Bienenhaltung in dichter besiedelte Regionen mit gemischter Vegetation .)
Ausleseirrtum (des Imkers)
Autarkiebestrebungen (durch Ernährung aus eigener Scholle mit Kleintierzucht sind seit dem Russland-Ukrainekrieg weltweit im Aufschwung)
Aufmeißeln (Spechte klopfen an die Beutenwand und finden dünne Stellen, die sie aufmeißeln)
Avocadoblüten (In Avocadoplantagen sind Bienen unverzichtbar.)
Das ist schön zu erfahren, dass Ihnen das Lexikon etwas gebracht hat. Ebenso viele Grüße nach Marokko.
Echte Wnderbar, vielen danke.mich hat sehr gut geholfen.
Danke nochmal und viele viel liebe aus Marokko
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