Rückzüchtung der ursprünglichen Hallertauer Landbiene, einer Varietät der Dunklen Heimatbiene

Rückzüchtung der ursprünglichen Hallertauer Landbiene, einer Varietät der Dunklen Heimatbiene

Viele hochwertige Stämme der ursprünglichen Bayerischen Biene sind leider ausgestorben

Viele hochwertige Stämme der ursprünglichen Bayerischen Biene sind leider ausgestorben oder wurden verdrängt durch Carnica und andere  Importe.
Die ursprüngliche Heimatbiene war extrem vital, sparsam in der Brut, und angepasst an den Wald, also eher eine spät-sömmerige Biene, die Ihren Entwicklungshöhepunkt später als die Carnica Biene hatte.
Die Dunkle Heimat-Biene hatte um das Jahr 1950 noch 50% Anteil in der Landbiene, der wiederum 95% aller Bienen angehörte.
Die Bayerische Ur-Biene war angepasst an den Wald, und deshalb zur Tarnung von Dunklerer Farbe.
Diese Dunkle Farbe hatte im kühlerem Waldklima auch wärmetechnische Vorteile.
Außerdem zeichnete sich die Ur-Biene aus durch guten Beflug des Rotklees aus.
Wie bereits oben ausgeführt, wurde diese Ur-Biene in Bayern verdrängt und damit fast ausgerottet.

Auf meiner Suche nach Restbeständen der Genetik der ursprünglichen Bayerischen Biene stieß ich auf die Sklenar Biene, die seit 1939 auf der Belegstelle Hirschgrund von Guido Sklenar gezüchtet wurde (siehe Foto).

 Portraits eines Imkermeisters.

Guide Sklenar 1871 bis 1953
Ökonomie Rat, Imkermeister, Pionier der Österreichischen Königinnenzucht. Foto: https://www.sklenarbiene.com/sb/de/information/ueber-sklenar
Link zu Sklenar Biografie:
https://www.sklenarbiene.com/sb/de/information/ueber-sklenar

Guide Sklenar 1871 bis 1953
Ökonomie Rat, Imkermeister, Pionier der Österreichischen Königinnenzucht.

“Die Bienen als Sonnenkinder lassen sich nur durch die Sonne zu frohem Tun erwecken.”
Guido Sklenar

Ursprünglich eine Kreuzung aus Dunkler Biene, Carnica Biene und Italiener Biene

Die Sklenar Biene ist als Bienenstamm aus der Niederösterreichischen Biene hervorgegangen.

Laut Sklenar Königinnen variiert die Farbe der Königinnen von Lichtbraun bis zu Tiefschwarz, die Farbe der Drohnen ist schwarz.

Daraus lässt sich ersehen, dass die Sklenar Biene ursprünglich eine Kreuzung aus Dunklen Bienen, Carnica Bienen und Italiener Bienen war.

Interessant ist in diesem Zusammenhang der Anteil der Dunklen Biene, die es nun aus dem Sklenar-Stamm heraus zu züchten gilt.

Guido Sklenars Urvolk war von großem Sammelfleiß bis Sammelwut, Sanftmut, vornehmer Ruhe, Winter-Selbstversorgung, nicht verschwenderisch in der Brutnestanlage, im Herbst und Frühjahr mittelstark, danach alle anderen überholend, geringer Wintertotenfall, sehr gute Wetterfestigkeit, gut lenkbar, sehr schwarmträge bis schwarmfaul.

Es folgen Zitate von der Webseite ORIGINAL SKLENAR Urzucht vom Hirschgrund:

“Imkermeister Franz Obendorfer führt einen BIO-Imkerei Betrieb mit Sitz in Wilfersdorf bei Mistelbach in Niederösterreich.
Robert Beck führt ebenso einen BIO-Imkereibetrieb in Gerasdorf bei Wien.
Beide bilden eine Kooperation als Sklenar-Bienen-Zuchtgemeinschaft.
Beiden Betriebe bewirtschaften  250-300 Bienenvölker.

Eine Biene-Maya-Figur in Lebensgröße zwischen zwei gut gelaunten Imkern stehend, die Arme ausbreitend.

Robert Beck und Franz Obendorfer, ORIGINAL SKLENAR Urzucht vom Hirschgrund. Foto: https://www.sklenarbiene.com/sb/de/information/ueber-sklenar

 

Die Königinnen-Genetik der Zuchtgemeinschaft stammt vom Urzuchtbetrieb Imkermeister Schleining.

Seit 1985 wurde Herr Imkermeister Anton Schleining vom Niederösterreichischem Imkerverband mit der Betreuung der Belegstelle Hirschgrund betraut.

Er hatte seine Königinnen-Genetik noch von Hannerl Weber-Sklenar, der Tochter von Guido Sklenar.

IM Schleining leitete von 1985 bis 2014 selbst die Belegstelle Hirschgrund.

Zwei Bienenzüchter in einem Bienenhaus oder Bienenzüchtungsstation halten eine Zuchtwabe und einen Zuchtrahmen in Händen.

Imkermeister Schleining und Imkermeister Obendorfer halten eine Zuchtstoffwabe und einen Zuchtrahmen in Händen. Foto: https://www.sklenarbiene.com/sb/de/information/ueber-sklenar

 

Die Belegstelle Hirschgrund liegt im Wald von Mistelbach, der benachbarten Stadt des Betriebsstandortes der BIO-Imkerei Obendorfer in der Marktgemeinde Wilfersdorf.
Auch Guido Sklenar lebte um 1890 vier Jahre Lang in einem Ort dieser Gemeinde.
Ein großer Teil der züchterischen Produktionsstätten der Zuchtgemeinschaft befindet sich nur 7 Kilometer entfernt von der Belegstelle Hirschgrund, wo  der Pionier der Österreichischen Königinnenzucht Guido Sklenar unmittelbar nach der Eröffnung selbst als Belegstellenleiter tätig war.
Somit existiert eine geografische Kontinuität und tiefe Verbindung zu der weltbekannten Sklenar Biene.

2021 wurde Imkermeister Franz Obendorfer zum neuen Leiter der Belegstelle Hirschgrund ernannt.”
Erst wenn die Bestäuber auf breiter Fläche ausbleiben, wird man erkennen, was alles von ihnen und durch sie geschaffen wurde, und was kein Mensch, keine Maschine, und kein Geld der Welt jemals ersetzen kann. Jede einzelne vorhandene Biene ist für das Funktionieren des Ökosystems wichtig und von großer Bedeutung für die Gesellschaft als Ganzes.
Hans Georg Oswald
(Hallertauer Bienenhof Imkerei Oswald)

Fortsetzung folgt…

Schreibe einen Kommentar

0
    0
    Mein Warenkorb
    Warenkorb ist Leer!Im Shop Honig kaufen
      Versandkosten kalkulieren
      Gutschein einlösen

      Main Menu