Die Königin und ihre Töchter

Eine Betrachtung von Imker Oswald

Die Königin hilft den Bienen zusammen zu halten

Wie ist sie beschaffen, die Beziehung der Bienenkönigin zu Ihren Töchtern? Dies ist eine der spannenden Fragen der Bienenzucht. Die Königin hilft den Bienen durch ihr besonderes Pheromon zusammen zu halten und zusammen zu arbeiten, um den Nektar herbei zu bringen und in Honig zu verwandeln, zum Wohle der Bienen selbst, und auch zum Wohle des Bienen-Besitzers. Jeder Bienenstock besteht aus vielen Bienen. Und alle arbeiten zusammen mit Liebe, aber unter der “Direktion” der Königin. Die Königin ist aber nicht das Ziel der Bienen im Stock. Die Bienen arbeiten und sammeln emsig, aber nicht für die Königin. Sie fliegen aus für die Bestäubung der Pflanzen, die dadurch Früchte ausbilden können, die dem ganzen Kosmos das Bestehen ermöglicht. Sie bestäuben Milliarden von Blüten, um Mensch und Tier eine lebenswerte Umwelt zur erhalten, die wiederum die Nahrungsgrundlage für Mensch und Tier darstellt.

Die Königin zeigt den Bienen an, wo sie welchen Fleiß investieren müssen

Die Königin zeigt den Bienen durch Ihre Legetätigkeit an, wo sie welchen Fleiß investieren müssen, damit das Bienenvolk überleben kann. Die Bienen wiederum bringen von allen Blumen und Blüten den besten Nektar, um der Königin und Ihren Töchtern den schönsten Honig zu bereiten. Die Bienen und Ihr Nachwuchs erfreuen sich am Honig.

Die Königin ist ein Muster an Bescheidenheit und Uneigennützigkeit.

Die Königin ist jedoch ein Muster an Bescheidenheit, denn sie verzichtet als Biene auf den Genuss von Honig, Pollen und Ambrosia, sondern ernährt sich anstatt dessen ausschließlich von Bienen-Milch, dem sogenannten Gelée Royale, welches ihr vom Hofstaat gereicht wird. An den kostbaren Honig-, Pollen-, Propolis-, und Wachs-Schätzen lassen die Bienen glücklicherweise ihren Besitzer teilhaben, der das Bienenvolk im Gegenzug beschützt, hegt, pflegt, und für dessen Überleben in einer feindlichen Umwelt sorgt.

Unsere Bienen und wir sind Teil einer faszinierenden Natur-Gemeinschaft

Der Honig der Bienen ist eines jener Dinge, die uns aus dem verlorenem Paradies, dem Garten Eden, geblieben sind. Honig (althochdeutsch = der Goldfarbene) ist ein von den Bienen bereitetes, hochwertiges Lebensmittel mit Stimmung aufhellender und Nerven beruhigender Wirkung. Honig ist auch das ökologisch sauberste Nahrungsmittel, das es gibt. Unsere Bienen und wir sind Teil einer Natur-Gemeinschaft. Wir sind nicht nur den Honigbienen, sondern dem ganzen Geflecht der ganzen Natur-Gemeinschaft aus Boden, Blumen, Sträuchern und Bäumen und deren Bewohnern verbunden.

Zum Titelbild: Die Biene wünscht nicht immer das, was die Bienen-Besitzer sich gern wünschen. So wünschen sich die Bienen gerne die Aufstellung in einer Waldlichtung.

Bienen im Wald, in ihrem natürlichem Habitat.

Bienenschwärme von Imker Oswald im Wald, in ihrem natürlichem Habitat. Foto: Imker Oswalds Bienen im Frühjahr 2020.

Bienen geben der Landschaft ihre Würde zurück

Naturschützer, Imker, und deren Bienenvölker geben der Landschaft ihre Würde zurück. Die sogenannte konventionelle Landwirtschaft sollte allmählich, jedoch zügig durch die ökologische Wirtschaftsweise der Zukunft abgelöst werden, um dadurch tote Agrar-Steppen in nachhaltige Erholungslandschaften umzuwandeln. Allein die Biene ist dazu in der Lage, die bereits entstandenen ausgeräumten Landschaften zu heilen, und in stabile, artenreiche Pflanzengesellschaften zu verwandeln. In diesen artenreichen Landschaften wird viel frischer Sauerstoff und Humus gebildet, viel Regenwasser gespeichert und das Klima stabilisiert. Nur eine ausreichende Zahl von über die gesamte Fläche verteilten Bienenvölker garantiert die notwendige flächendeckende Bestäubung.

Bild: Blick in die Abendsonne vom Bienenhof der Imkerei Oswald zum Ende der Löwenzahn-Blüte im Mai 2020

Blick in die Abendsonne von der Kapellenwiese des Bienenhofes.

Blick in die Abendsonne von der Kapellenwiese des Bienenhofes der Imkerei Oswald. Foto: H.G.Oswald 2020

Honig besitzt eine holistische Kraft, die genutzt werden will

Hals, Herz und Nerven brauchen jetzt Honig. Auf die Dauer liefern nur intakte Landschaften Honig erstklassiger ökologischer Qualität. Ganzheitlich betrachtet ist Honig die Quintessenz des Besten, was eine Landschaft zu bieten hat. Und genau darin liegt die holistische Kraft des Honigs. Die Bienen zeigen uns an -vergleichbar mit Kundschaftern- welche Pflanzen und welche pflanzliche Erzeugnisse uns gut tun. Nach diesem Ansatz sind dies in unserer Landschaft in erster Reihe: Haselnüsse, Löwenzahnblätter, Kirschen, Apfelsaft, Birnensaft, Himbeeren, Brombeeren, Brombeerblättertee, Holunder, Holundersaft, Holunderblütentee, Lindenblütentee. In zweiter Reihe lassen sich diese autochthonen Lebensmittel auch hervorragend mit Honig kombinieren: Geröstete Haselnüsse mit Honig, In Butter gebratene Äpfel mit Honig, Brat-Äpfel mit Haselnuss-Honig-Füllung, Himbeerblätter-Tee mit Sommerhonig, Brombeeren mit Waldhonig, Brombeerblätter-Tee mit Waldhonig, Heißer Holundersaft mit Waldhonig oder Lindenhonig, Lindenblütentee mit Sommerhonig oder Lindenhonig.

Schlussbild: What a wonderful life – Bienen in ihrem natürlichem Habitat – Faszinierend und Ehrfurcht erweckend zugleich.

Waldlichtung mit Sonne, die durch die Blätter und Zweige scheint, darunter zwei Bienenvölker.

Waldlichtung mit Sonne, die durch die Blätter und Zweige scheint, darunter zwei Bienenvölker in ihrem natürlichem Habitat. Foto: Imkerei Oswald 2020.

 

Empfehlungen für ein gutes Immunsystem

Empfehlung (1): Auf Ernährungsweise achten

Angesichts der aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus (COVID-19) möchte ich Freunden und Kundinnen nützliche Informationen zum Immunsystem weitergeben.
Diese persönlichen Ratschläge sind Tipps von Mensch zu Mensch.
Sie spiegeln nur meine persönliche Meinung wieder.

Die Qualität und Quantität von Lebensmitteln kann zur Verbesserung unserer Widerstands-Kraft bei einer Pandemie entscheidend beitragen.
Es ist bekannt, dass vor allem auf eine gute Vitamin-D und Zink Versorgung geachtet werden sollte.
Aber zur Bildung von Vitamin D als auch zur Aktivierung von Vitamin D ist Sonnenlicht erforderlich.

Neun sehr gute Vitamin D Lieferanten sind:

Champignon (Öko) 1,9 Mikrogramm* Vitamin D pro 100g
Butter (Aus Weidehaltung, Öko) 2,5 Mikrogramm Vitamin D pro 100g
Avocado (Öko) 3,7 Mikrogramm Vitamin D pro 100g
Steinpilz (Öko) 3,1 Mikrogramm Vitamin D pro 100g
Hühnerei (Freiland, Öko) 2,9 Mikrogramm Vitamin D pro 100g
Eigelb (Freiland, Öko) 5,6 Mikrogramm Vitamin D pro 100g
Hering** 25,0 bis 31,0 Mikrogramm Vitamin D pro 100g
Sardine** 11,0 Mikrogramm Vitamin D pro 100g
Emmentaler (Aus Heumilch, Öko) 1,1 Mikrogramm Vitamin D pro 100g

* Ein Mikrogramm ist ein Millionstel Gramm

** Greenpeace-Prinzipien für nachhaltige Fischerei

Zwölf sehr gute Zink-Lieferanten sind :

Kürbiskerne (Öko) 6,1 bis 7,0 Milligramm* Zink pro 100g
Haferflocken (Öko) 4 mg Zink pro 100g
Mohn-Samen (Öko) 8,0 mg Zink pro 100g
Sonnenblumenkerne (Öko) 5,7 mg Zink pro 100g
Leinsamen (Öko) 5,5 mg Zink pro 100g
Vollwert-Emmer-Getreideprodukte (Öko) 3,5 – 4,0 mg Zink pro 100g
Rindfleisch (Weidehaltung, Öko) 4,4 mg Zink pro 100g
Eigelb (Freilandhaltung, Öko) 3,8 mg Zink pro 100g
Emmentaler (Aus Heumilch, Öko) 3,0 bis 4,6 mg Zink pro 100g
Erdnüsse (Öko) 2,0 mg Zink pro 100g
Walnüsse (Öko) 2,7 mg Zink pro 100g
Mais (Öko) 3,5 mg Zink pro 100g

*Ein Milligramm ist ein Tausendstel Gramm

**Greepeace-Empfehlung für eine nachhaltige Fischerei

Empfehlung (2): Sonnenschein

Direktes Sonnenlicht: 1 Stunde Täglich auf Gesicht und Hände
Indirektes Sonnenlicht (Wolken): 2 Stunden täglich auf Gesicht und Hände

Empfehlung (3): Lorbeer-Seife

Lorbeerblätter-Öl Seife hat eine seit Jahrtausenden bewährte desinfizierende Wirkung
Das sorgfältige Trocknen der Hände ist von entscheidender Bedeutung
Kaltes Wasser zum Händewaschen schützt die Haut vor Austrocknung und Rissen

Empfehlung (4): Nachhaltige Desinfektion

Propolis Lösung mit 70% Alkohol bietet eine vollkommene und nachhaltig wirkende Desinfektion, die in die Tiefe wirkt.

Empfehlung (5): Wald-Baden

Unter “Wald-Baden” versteht man medizinisch gesehen nicht etwa Baden im Wald, sondern den gezielten Aufenthalt im Wald zur Aktivierung des Immunsystems. Dazu sucht man sich nicht eine öde Holzplantage aus Fichtenstangen, sondern einen  Natur-Mischwald aus Laubbäumen aller Alterstufen mit einer Bodendeckung aus Kräutern und Sträuchern. Eine Mindestaufenthaltsdauer von 2 Stunden wird empfohlen. Dabei sollte man das Trinken von mitgebrachten Quellwasser nicht vergessen. Die Wirkungsweise des Waldbadens basiert auf dem gleichen Wirk-Prinzip wie von Propolis oder Knospenharz, das ja die Bienen von den Knospen von Waldbäumen sammeln: Die Luft im Wald enthält neben Sauerstoff balsamische Baumharze, welche immun-stimulierend und Stress abbauend wirken.

Empfehlung (6): Kontrast-Duschen

Sogenanntes Kontrast-Duschen kann das Immunsystem so stark und schnell aktivieren, so dass eine leichte Ansteckung sofort wieder beendet wird. Dies geschieht so: Fünf Minuten so heiß wie möglich duschen, dann fünf Minuten so kalt wie möglich; dann wieder drei Minuten so heiß wie möglich, und wiederum 3 Minuten so kalt wie möglich. Anschließend sofort wieder ankleiden und viel Wasser trinken.

Empfehlung (7): Mit Bitterstoffen das Immunsystem stimulieren

Bitterstoffe kommen in der allgemeinen Zivilisations-Nahrung nur noch in geringen Maßen vor, da die Bittertoffe hauptsächlich in den Wildformen existieren, und durch Überzüchtung wegzüchtet wurden. Dadurch fehlen heute Bitterstoffe in der allgemeinen Ernährung. Bitterstoffe erfüllen aber eine wichtige Aufgabe. Bitterstoffe lösen Bitter-Reize in den 25 verschiedenen Bitter-Rezeptoren des ganzen Körpers aus und diese lösen eine Immunantwort aus, die wiederum auf den ganzen Körper wirkt. Vor allem in der Frühphase einer Infektion können durch geeignete Bitterstoffe die Immunzellen angestoßen und alarmiert werden. Bitterstoffe kommen in den Blättern der Löwenzahn-Pflanze vor. Diese können ganzjährig gepflückt werden; Rezept (I): 18 Blätter Löwenzahn pro Person pflücken und waschen. Die Blätter in feine Streifen schneiden, und über Kartoffelsalat oder Pasta streuen und genießen. Rezept (II): Ein Champagner-Glas zur Hälfte mit Bärenfang füllen, und anschließend mit Original Schwedenbitter (Erhältlich in der Apotheke) auffüllen und genießen. Die Süße des Honigs rundet den Schwedenbitter in idealer Weise ab.

Empfehlung (8): Gute-Laune und Gute-Taten

Bienenhonig sowie Honigwein sind bekanntermaßen gute Stimmungsaufheller
Das heilende Gold aus dem Bienenstock ist von Blumen gespeichertes, umgewandeltes Sonnenlicht
Die Erzeugnisse der Bienen tun unserem Gemüt, aber auch dem Gemeinwohl durch die Bestäubung der Pflanzen-Flora viel Gutes.

Eine gute Woche und gute Gesundheit wünscht Ihnen von Herzen Imker Oswald

Apfelblüte im Sonnenlicht.

Eine von Imkerei Oswalds Bienen auf einer Apfelblüte (Historische Apfel-Sorte). Foto: bio-honig.com

 

Verwendete Quellen:

Dr. Roger Seheult, MedCram – Medical Lectures Explained CLEARLY

Dr. med. univ. Walter Wührer – SonnenMoor.at

Die vier Reife Stufen von natürlichem Bienenhonig

Warum Honig kühl und dunkel aufbewahrt werden sollte.

Tipps von Imkermeister Hans Georg Oswald
Vorbemerkung
Die Honig-Optik zwischen erntefrischer Direktabfüllung und dem Genuss ist natürlichen Veränderungen unterworfen.
Was ist davon zu halten, bzw. wie lassen sich diese Veränderungen in der Honig-Optik interpretieren?
Was ist gereifter Honig, wann spricht man von weinigem Honig, und wann von entmischtem und wann von gärigem Honig?
Diese Fragen werden oft gestellt.
Um die Begriffe richtig zu benennen, habe ich sie in 4 Punkte gegliedert.

Die erste Reife Stufe:

Die Kristallisation

Wir füllen den noch rohen Honig frisch und ohne Verzögerung unmittelbar nach der Ernte in neue Gläser, ohne Erhitzung, ohne Sieben, ohne Filtern, ohne Rühren und ohne Vermischung.
Dieser frische Honig wird sogleich in unserem kühlen und dunklem Honig-Lager bis unmittelbar vor dem Verkauf gelagert.
Bis zur neuen Honig Ernte ist die Ernte des Vorjahres normalerweise schon verkauft.
Somit reift der Honig während dieser Zeitspanne, die zwischen 1 und 12 Monaten (Mittelwert 6 Monate) liegt, nach.
Dies geschieht in drei Phasen.

Kristallisation des Honigs im Glas

Die erste Phase ist die Kristallisation.
Dadurch wird der Honig meist innerhalb kurzer Zeit relativ fest bzw. hart.
Bei 15° Celsius findet die Kristallisation am schnellsten bzw. stärksten statt, oft innerhalb weniger Tage oder Wochen nach der Ernte.
Während der ersten Phase hat Honig eine gewisse Schärfe, welche von der Wirkstoffen im Honig kommt, und eine sehr hohe Geschmacksintensität.
Diese Phase findet im Sommer oder Spätsommer, manchmal Herbst, statt.

Eisblumen-Bildung

Die zweite Phase ist die Eisblumen-Bildung.
Sie findet statt, wenn der Honig sich stark abkühlt und zusammenzieht.
Dies geschieht meist in der Abkühlungsphase im Herbst oder zu Beginn des Winters, wenn der Honig sich unter 10° Celsius abgekühlt hat.
Durch die Kälte zieht sich der Honig ein bisschen zusammen, und zwischen Honigglas und der Wand des Honigglases entsteht ein kleiner Luft-Spalt, in dem sich eine natürliche Traubenzuckerkristall-Marmorierung bildet, ebenfalls an der Oberfläche des Honigs.
Diese Marmorierung wird auch als Eisblumenbildung bezeichnet.
Diese Eisblumenbildung ist ein biologisch-dynamisches Qualitätszeichen für rohen Honig ohne Hitze-Schädigung.
In dieser Phase ist der Honig am härtesten und besitzt die höchste Geschmacks-Reinheit.

 Milder und weicher werdender Bienenhonig

Im weiteren Verlauf des Winters bzw. Frühlings beginnen die dem Honig eigenen 12 Enzyme zu den Honig in Abhängigkeit von der Zeit verändern, was man unter dem Begriff Reife zusammenfasst.
Die Enzyme spalten den Traubenzucker auf.
Dadurch wird der Honig weicher und milder.
In der Ayurvedischen Ernährungslehre wird sogar empfohlen, Honig vor dem Verzehr 12 Monate zu lagern, was dem Honig teilweise die Geschmacks-Schärfe und Intensität nimmt.
Insofern hat diese Reifephase nichts Nachteiliges.
Manchmal gibt es Ausblühungen an der Oberfläche durch Aufspaltungen der Eisblumen.
Dies ist aber kein Verderb und beeinträchtigt die Genussfähigkeit des Honigs nicht.
Es ist lediglich ein kleiner Schönheitsfehler, der jedoch relativ selten vorkommt.
In dieser Phase ist der Geschmack sehr rund und bekömmlich.

Die zweite Reife Stufe:

Nach Wein oder weinig schmeckender Honig

Dieser Zustand kommt in unserer Imkerei normalerweise nicht vor.

Wann spricht man von weinigem Honig?
Wenn Honig einen leicht alkoholischen Geschmack aufweist, spricht man von weinigem Honig.
Ursachen können sein:

Zu hoher Wassergehalt bei der Ernte

 

Dies kommt auch sehr selten vor, zum Beispiel wenn durch Wetter-Kapriolen während der Ernte plötzlich strömender Regen oder Frost einsetzt oder ähnliches.

Überlagerter Honig

Eine zweite Ursache für weinigen Honig liegt darin, wenn Honig sehr lange, zum Beispiel 10 Jahre gelagert wurde, und gleichzeitig der Deckel nicht richtig schließt, und der Honig Wasser aus der Luft ziehen kann.
Auch dieser Fehler bei den Lagergefäßen kann zu weinigem, sehr weichem Honig führen.

 Zu warme Aufbewahrung der Honig-Gläser

Eine dritte Ursache kann eine falsche Lagerung beim Kunden sein, wenn der Honig entweder zu hell oder zu warm (>19° Celsius) gelagert wurde.
Auch starke Temperaturschwankungen können Taubildung und in Folge einen zu hohen Wassergehalt auslösen.
Anhaltende Wärme kann zur Ausdehenung des Honigs und infolgedessen zu Deckelwölbung führen.
Weiniger Honig ist nicht verdorben, sondern lediglich eine Qualitäts-Beeinträchtigung, die dazu führt, dass der Honig nur noch als Verarbeitungs-Honig oder Back-Honig gehandelt werden darf.
Allerdings kann weiniger Honig noch für Feinschmecker sehr lecker sein.
Denn er ist intensiver im Geschmack ähnlich einem Roquefort oder einem Sherry im Vergleich.
Weiniger Honig hat eine leicht herbe Note und ist auf Brot noch sehr lecker.

Die dritte Reife Stufe:

Entmischter Bienenhonig

Dabei unterscheidet man zwischen Entmischung durch unvollständige Kristallisation und Entmischung durch Überlagerung bzw Überwärmung.

Entmischung durch unvollständige Kristallisation

Wenn natürlicher Honig durch Erhitzung verflüssigt wurde, dann fängt er nach einiger Zeit wieder an zu kristallisieren.
Durch die Wärmeschädigung geschieht diese Kristallisation aber unvollständig.
Dadurch kann sich der Honig Entmischen.
Das bedeutet, dass der untere Teil des Glases kristallisierten Honig enthält, und die ober Hälfte flüssigen Honig.
Diese Honig ist genussfähig, aber nur als Honig zur Verarbeitung auszuloben.

 Wärmespitzen in der Aufbewahrung der Honig-Gläser

Wenn Honig im Glas großer Wärme (>25° Celsius) ausgesetzt wird, also zum Beispiel der Honig in einem zu warmen Regal neben einem Backofen steht, oder in einem überheizten Raum, dann beginnt sich der Honig langsam zu verflüssigen.
Dies beginnt mit einer nassen Oberfläche, geht weiter mit einer dünnen Schicht von 1 bis 2 Millimeter flüssigen Honigs, was man noch tolerieren kann.
Wenn aber die flüssige Schicht an der Oberfläche mehr als 5 mm beträgt, kann man von einem Qualtiätsmangel sprechen.

Die vierte Reife Stufe:

Gärender Honig

(Kommt in unserer Imkerei normalerweise nicht vor)

Man spricht von gärendem Honig, wenn Honig durch alkoholische Gärung überschäumt und aus dem Glas läuft.
Dies kenne ich selbst normalerweise nur von der Met-Bereitung bzw. Met-Kelterei.
Man kennt eine ähnliche Gärung auch vom Bier-Brauen.
Was die Genussfähigkeit anbelangt, gilt hier im Prinzip das Gleiche wie beim weinigen Honig, nur mit dem Unterschied, dass der Honig sehr viele Luftblasen und mehr Alkohol enthält.

Fazit

Echter regional-ökologischer Honig ist ein sensibles Naturprodukt, dass natürlichen Veränderungen durch Reife unterliegt, ähnlich wie das bei Käse, Wein oder Whiskey bekannt ist.

Deshalb ist es für den Honig-Geniesser bzw. Honig-Geniesserin gut zu wissen, dass diese Veränderungen des Honig normal sind, und seine Genussfähigkeit nicht beeinträchtigen.

Gerade diese Reaktionsfähigkeit des natürlichen Honigs unterscheidet Ihn von toten Supermarkt-Produkten.

Es sollte uns dankbar stimmen, dass es noch richtigen Honig gibt, und wir weiterhin wertvollen Honig ernten können.

 

Hoch lebe die Honigbiene !

 

Ein Bayerischer Imker.

Hans Georg Oswald, Imkermeister

Familie Oswalds kleine Flügel tragenden Bienen-Arbeiterinnen sind verantwortlich für die Bestäubung weiträumiger Landstriche von einheimischen Bäumen, Sträuchern, Stauden, Kräutern und Blumen.

Lokaler Honig-Kauf ist mehr als nur eine Transaktion zwischen Konsument und Produzent. Es ist ein persönliches Engagement beider Seiten in das vielfältige Beziehungsgeflecht artenreicher, wilder Lebensräume. Angefangen von der Fortpflanzung und Vermehrung der Wildpflanzen, bis zur Schaffung der Nahrungsgrundlagen für die gesamte Insekten-Fauna, Vogel-Faune, Kleinsäuger-Fauna und Säugetier-Fauna.

Öko-Gärtner und Öko-Bauern, welche die alte bäuerliche Kultur der Region zu erhalten versuchen, profitieren ebenfalls von der wertvollen Bestäubungsarbeit unserer großen Zahl von gestreiften fliegenden Bestäuberinnen.

Denn es ist immer Raum für ein bisschen mehr Süßigkeit in unserer Lebens-Realität. Hoch lebe die Honigbiene, und auch alle unsere Freunde und Unterstützer der Honigbiene!

Beste Wünsche für die kommenden Fest-Tage. Herzlichst Ihr Hans Georg Oswald (Imkermeister)

 

Die Imker-Hofstelle der Imkerei Oswald im Dezember 2019. Links ist das Imkerei-Gebäude in Blockbauweise zu sehen, in der Mitte das Bienenhaus aus Holz, und im Vordergrund sind die selbstgebauten Bienenkästen zu sehen.

Familie Oswalds Imker Hofstelle im Isar-Hügelland, aufgenommen im Dezember 2019. Wir betreiben Ökologische Bienenhaltung seit 1997. Foto: Hans Georg Oswald

 

Aktuelle Produktempfehlung:  Imkerei Oswalds Wald-Honig aus der Hallertau, https://bio-honig.com/shop/bio-wald-honig-aus-der-hallertau-500g/

Vorbemerkung

Dieses Rezept ist in unserer eigenen Imkerei entwickelt und langjährig erprobt worden. Es ist eine traditionelles Glühwein-Rezept mit sehr edlen Gewürzen, aber bewusst ohne Nelken. Es enthält auch bewusst keine Schale von Zitrusfrüchten, weil diese den Glühwein bitter machen. Es enthält das Rezept keinen Fruchtsaft, weil dieser zusammen mit Wein zu Kopfschmerzen führen kann. Aus dem selben Grunde ist auch kein Zucker zugesetzt nur reiner Bienenhonig.

Einfache Zubereitung des Glühweines

Ergibt ca. 1,7 Liter fertigen Glühwein ( ca. 8 Tassen).

Am Vortag den Glühwein ansetzen.
Die Gewürze haben dann Zeit zum Durchziehen.
Die Wein-Flasche öffnen und den Rotwein in einen Topf gießen.
Einen halben Liter gefiltertes (weiches) Wasser dazugeben.
Ein halbes Glas Imkerei Oswalds Wald-Honig aus der Hallertau dazugeben.
Alternativ passt auch Imkerei Oswalds Sommer-Honig aus dem Isar-Hügelland sehr gut.
Drei ganze Zimt-Stangen hineingeben.
Drei ganze Kardamom-Kapseln hineingeben.
Drei ganze Piment-Körner hineingeben.
Den Topf bei niedriger Flamme so lange erwärmen, bis sich der Honig vollständig verflüssigt hat.
Nicht über 50° Celsius erwärmen, und danach abkühlen lassen.
Am nächsten Tag einen Schuss echtes Kirschwasser (Kirschbrand) hinzufügen.
Vor dem Servieren auf Trinktemperatur erwärmen.
“Zum Wohle”
wünscht Ihnen Ihr Imker Oswald

Zutaten für die Zubereitung des Glühweines

1      Liter Rotwein,  würzige Rebensorte mit tiefdunklem Rot, z. Bsp. Syrah/Shiraz
0,5   Liter Wasser
250  Gramm Waldhonig oder Sommerhonig
3      Zimt-Stangen, ganz
3      Kardamom-Kapseln ganz
5      Piment-Körner, ganz
0,04 Liter Kirschwasser / Kirschbrand
“Gutes Gelingen”
wünscht Ihnen Imkermeister Oswald
Dampfende Glühwein-Becher.

Glühwein wird am besten in gläsernen Tassen mit Henkel serviert. Die auf dem Bild zu sehenden Glas-Becher sind aus bedrucktem gefrostetem Glas (sandgestrahlt bzw. geätzt).

Es hat sich vieles getan in unserer Bio-Imkerei seit meinem letzten Blog-Beitrag.

Vermehrungs-Jahr

Es ist Juni 2019, und wir sind gerade dabei, den Bio-Blüten-Honig aus dem Isar-Hügelland zu schleudern.

Die heißen, sonnigen Tage der letzten Woche konnten wir auch gut das eigene Bio-Bienenwachs mit der Sonne schmelzen.

Zuvor habe ich unsere Bienen dabei unterstützt, sich zu vermehren und zu verjüngen. Schon April erinnerte ich mich an eine alte Imker-Weisheit, nach der es in der Imkerei zwei Arten von Jahren gibt, nämlich Honig-Jahre, und Vermehrungs-Jahre. Honig-Jahre eignen sich nicht für die Vermehrung der Bienen, und in Vermehrungs-Jahre ist die Honig-Ernte schwierig bzw. zu gering.  Ich fühlte schon im April, dass 2019 ein Vermehrungs-Jahr werden würde.

Ein Imker mit blauem Hemd und Bart schmilzt Bienenwachs.
Der Biokreis-Imker (Hans Georg Oswald) beim Befüllen der vier Sonnen-Wachs-Schmelzers mit Stücken von Bio-Bienenwachs, die vom Einschmelzen eigener Honigwaben aus regionaler und ökologischer Bienenhaltung stammen. Die Besonderheit ist, dass dabei nur die natürliche Sonnenwärme genutzt wird, und das Bienenwachs nur mit flüssigen Honig in Berührung kommt, ohne Zugabe von Wasser.

Junge Bienenköniginnen und Bienenschwärme

Im Zuge des natürlichen Vermehrungs-Triebes der Bienen bildete ich viele Brut-Ableger, welche ich auf einen schönen leeren Bienenstand brachte, damit sich die Bienen dort ungestört selbst neue Königinnen heranziehen können. Diese von den Bienen selbst aufgezogenen Bienenköniginnen sind autochthone Landbienen mit maximaler Ursprünglichkeit, ohne Einflussname des Imkers.

Da nach meiner Auffassung das Wohl der Bienen immer an erster Stelle stehen sollte, habe ich mich dazu entschieden, der Vermehrung und Verjüngung der Bienenvölker oberste Priorität einzuräumen, auch wenn dies zu Lasten der Frühlings-Blütenhonig-Ernte geht.

Tausende Bienen sitzen auf einer Fangbeute.
Auf dem Bild sieht man gerade, wie ein Natur-Schwarm, den ich zuvor aus einem Kirschbaum geborgen habe, in seine neue Behausung hineinläuft. Die schwarzgoldenen Streifen sind das Erkennungszeichen der staatenbildenden Honigbienen. Auf dem dunkel abgeflammten Holz unserer selbstgebauten Beuten heben sich die Bienen farblich gut ab. Die Bienen lieben den Duft des Kiefernholzes und die Wärme, die das Holz abstrahlt. Die Bienen sind glücklich, endlich eine Behausung gefunden zu haben. Als Höhlenbrüter hängt ihr Leben davon ab, eine geeigneten Platz für die Errichtung des Bienennestes bzw. Wabenbaus zu finden. Foto: Imker Oswald

44 verschiedene blühende Wiesenkräuter

Eine Bienenwiese mit gelben, lila und weißen Blüten
Unsere Bienen-Kräuter-Mähweide am Bienenhof Oswald. Diese 3,6 Hektar große, artenreiche Wiese mit dem Flurnamen Schlachtfeld (Napoleonische Kriege) wurde bei der Wiesenmeisterschaft prämiert (siehe extra Blog-Beitrag). Diese Blumenwiese beeinhaltet 44 verschiedene Wiesenkräuter des Isar-Daonau-Hügellandes: Wiesen-Schafgarbe, Gänseblümchen, Wiesen-Glockenblume, Wiesen-Kümmel, Wiesen-Flockenblume, Gewöhnliches Hornkraut, Acker-Kratzdistel, Wilde Möhre, Acker-Schachtelhalm, Wiesen-Labkraut, Kleiner Storchschnabel, Riesen-Bärenklau, Wiesen-Bärenklau, Habichtskraut, Echtes Johanniskraut, Gewöhnliches Ferkelkraut, Rauher Löwenzahn, Magerwiesen-Margerite, Sumpf-Hornklee, Hopfenklee, Saat-Luzerne, Futter-Esparsette, Kleine Bibernelle, Spitz-Wegerich, Kleine Braunelle, Scharfer Hahnenfuß, Großer Sauerampfer, Krauser Ampfer, Stumpfblättriger Ampfer, Wiesen-Salbei, Kleiner Wiesenknopf, Bunte Kronwicke, Wiesen-Löwenzahn, Feld-Klee, Gewöhnlicher Kleiner Klee, Mittlerer Klee, Rot-Klee, Weiß-Klee, Große Brennnessel, Gamander Ehrenpreis, Thymian-Ehrenpreis, Gewöhnliche Vogel-Wicke, und Behaarte Wicke.

Unsere Bienenwiese, wie sie sich momentan farbenfroh und fein duftend präsentiert. Fotografiert am Sonntag, den 02.Juni 2019. Im Vordergrund sind gelbe Blumen, das ist das sogenannte Ferkelkraut (Hypochoeris radicata L.). Die violetten Blüten sind von der Glockenblume (Campanula patula L.). Im Hintergrund (weiß) sind Margeriten (Leucanthemum vulgare). Zur Zeit wird die Blühwiese stark von unseren Bienen beflogen, die aus dem gesammelten Nektar von ca. 44 verschiedenen Blütenpflanzen unseren Sommer-Honig bereiten.

Ein Bienenschwarm vor seiner neuen Behausung.
Ein stattlicher Schwarm mit ca. 10.000 bis 20.000 Bienen hängt an einem Kirschbaumast. Der Ast wurde von mir mit einer Handsäge vorsichtig abgesägt und auf der Leiter heruntergebracht zum leeren Bienenkasten. Als nächstes wurde der Schwarm von mir vor dem Flugloch abgeschüttelt, damit die Bienen in ihre neue Wohnung hineinlaufen bzw. diese beziehen können. Foto: Imker Oswald
Ein Schwarm läuft in den Bienenstock.
Die Bienen des Schwarmes laufen in die leere Beute (Imkersprache für Bienenwohnung) ein.

Bienenschwärme retten

Daneben gab es auch Anrufe von sehr netten und aufmerksamen Leuten aus nahen Ortschaften, die Bienenschwärme in Bäumen ihrer Gärten hatten. Ich fuhr dann jedesmal sogleich hin, und konnte 5 Bienenschwärme retten, 4 davon mit unbegatteten Jungköniginnen (siehe Fotos). Um die Bienenvölker aus den Bäumen (3x Apfelbaum, 1x Holunderbaum, 1x Kirschbaum) zu bergen, brauchte ich jedesmal Sägen und Leitern. Aber es ging alles sehr gut, alle Bienenschwärme konnte ich vor dem Kälteeinbruch, den sogenannten Eisheiligen, retten. Sie wären sonst verhungert und erstarrt.

Nun stehen sie im Rondell unseres Bienenhofes und erfreuen sich der Blütenpracht. Aktuell wird der Hartriegel-Strauch, die Robinie, die Waldhimbeere, der Wiesensalbei und der Wiesen-Weissklee beflogen.

Ein Imker bei der Bienen-Beobachtung.
Beim Schwarmfang trage ich immer einen Hut, ein Halstuch, ein Hemd aus einem etwas dickerem Stoff (Barchent). Ich nehme mir immer viel Zeit für die Tierbeobachtung. Vielleicht kann ich die Bienenkönigin erspähen und ihr helfen, in die neue Behausung zu finden, indem ich sie direkt vor das Flugloch der Beute setze. Foto: Imker Oswald

Ruth baute einen neuen Hühnerstall

Aber auf dem Bienenhof hat sich noch mehr getan. Ruth hat einen alten Bienen-Freiständer (eine Art Schutzhaus für zwei Bienenvölker) umgebaut zu einem kleinen Hühnerstall. Nachdem uns ja der Fuchs letzten Sommer alle Hühner getötet hat, wollten wir die Hühner näher am Haus haben. Es wohnen aktuell drei Hühner zur Selbstversorgung in dem neuen Hühnerstall.

Ein Huhn geht eine Hühnerleiter
Ruth hat einen alten Bienen-Freiständer umgebaut zu einem kleinen Hühnerstall. ein Huhn steigt gerade die Hühnerleiter hinauf. Der Stall beherbergt drei Legehennen zur Selbstversorgung. Foto: Bienenhof Imkerei Oswald

Zwillingslämmer

Dann gab es noch Zwillingslämmer als Nachzügler von einem Mutterschaf. Nach drei Tagen durften die Kleinen bereits auf die Margeriten Weide, was sehr nett anzusehen war, als die beiden weißen Lämmchen zwischen den weißen Margeriten-Blüten die Weide erkundeten

Lämmchen schaut in die Kamera
Lämmchen auf der Mageriten-Weide. Foto: Imkerei Oswald
Ein kleines Weißes Lamm darf zum ersten Mal auf die Weide.
Ein neugeborenes, nur drei Tage altes Lämmchen darf zum ersten mal auf die Weide.
www.bio-honig.com
Über 21 Jahre Erfahrung in Öko-Bienenhaltung!

Wiesenmeisterschaft 2018 - Donau-Isar-Hügelland -

Alle an den Bayerischen Wiesenmeisterschaften teilnehmenden Bauern und Bäuerinnen schaffen und schützen durch ihre Arbeit Wiesen und Weiden, die zu den wichtigsten Lebensräumen Bayerns gehören.  Mit einem Maximum von 89 Pflanzenarten auf einem Quadratmeter gehört extensives Grünland neben dem tropischen Regenwald zu den artenreichsten Biotopen im weltweiten Vergleich.

Eine Infotafel über die Wiese
Individuelle Informationstafel für die erstplazierten Gewinner-Wiesen 2018. Foto: Imkerei Oswald

Die Wiese “Schlachtfeld” wurde bei der Wiesenmeisterschaft 2018 mit dem dritten Platz gewürdigt.

Dritter Wiesenmeister 2018…
​…ist Familie Oswald, die diese Fläche für Ihre Bienen und Schafe nutzt. Der Betrieb zählt zu den Pionieren der ökologischen Berufsimkerei. Die Blumenwiesen mit Streuobstbestand werden mosaikartig von Mutterschafen beweidet und bieten so den Bienen ein permanentes Futterangebot. Sie sind im Kulturlandschaftsprogramm. Das Streuobst wird als Saft verarbeitet.

Altes Bienenhaus mit Bienen und Blumenwiesen.
Moderne ökologische Bienenzucht (2018) vor altem Bienenpavillon nach Berlepsch (1946). Altes Imkerwissen ökologisch neu zu interpretieren führt zu gesünderen und glücklicheren Bienen.

Unsere Bienenkräuter-Mähweide

Hier wurden 44 verschiedene Kräuter, darunter z.B. Flockenblume, Margerite, Wiesen-Salbei, Hornklee und Wiese-Glockenblume gefunden. Wenig intensiv bewirtschaftete Blumenwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen. So trägt auch diese Wiese dazu bei, den Artenreichtum unserer Kulturlandschaft zu erhalten, schützt Boden, Wasser und Klima und vermittelt uns ein Stück Lebensfreude.

Die Wiesenmeisterschaft wird gemeinsam von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und dem BUND Naturschutz in Bayern e.V. veranstaltet. Ausgezeichnet werden Landwirte, die den Aufwuchs bunt blühender, artenreicher Wiesen oder Weiden in ihrem Betrieb erfolgreich nutzen. Punkte gibt es in den Kategorien Naturschutz, Landwirtschaft und Kulturlandschaft.

Zeitungsauschnitt über die Blumenwiesen Wiesenmeisterschaft.

Wiesenmeister aus dem Landkreis

Zitate von einem Artikel in der Landshuter Zeitung vom 16. Juli 2018:

Gestern wurden die diesjährigen Preisträger vor 90 Gästen im Salzstadel geehrt.
In diesem Jahr konnten sich Betriebe aus den Landkreisen Landshut, Kelheim und Regensburg bewerben – jeweils südlich der Donau gelegene Gebiete wurden bewertet. Insgesamt hatten sich 25 Betriebe bei der “Wiesenmeisterschaft” mit ihren Blumenwiesen beworben.  Den ersten Platz belegte Landwirt And. Strasser aus Geisenhausen-Stützenbruck, der die siebenköpfige Fachjury am meisten überzeugte.

Aber auch Edeltraud MelzlButz, die in Rottenburg mit Milchviebetrieb und Ökolandwirtschaft samt eigener Vermarktung aktiv ist, kann sich über eine sehr gute Platzierung freuen – sie belegte Platz zwei.

Auf dem dritten Platz fanden sich Ruth und Hans Georg Oswald wieder. Oswalds sind eine der wenigen Haupterwerbs-Imker. Auch die Plätze vier bis sechs wurden für überzeugende Umsetzungen vergeben. Nur die besten sechs von 25 teilnehmenden Betrieben der diesjährigen “Wiesenmeisterschaften” wurden mit Sach- und Geldpreisen für ihr ökologisches Engagement für den Erhalt und Neuanlage von Blumenwiesen ausgezeichnet.

Die Wiese der Oswalds.
Bio Blütenhonig 500g im Glas von Imkerei Oswald - Hauptfoto 01
Apfelsaft Etikett von Tagwerk Bienenhof Imkerei Oswald.
Regionaler Bio-Apfelsaft von Tagwerk Bienenhof Imkerei Oswald.
Die Original Urkunde von der Wiesenmeisterschaft.

Die Preisträger

Platz eins: Betrieb A.  Strasser, Geisenhausen-Stützenbruck, Milchvieh im Vollerwerb für 0,93 Hektar große Wiese.
Platz zwei: Betrieb E. M.-Butz, Rottenburg, Milchvieh mit Biohofladen für 1,55 Hektar große zweischürige Kohldistel-Feuchtwiese.
Platz drei: Betrieb H.G.u.R. Oswald, Pfeffenhausen, Imkerei im Vollerwerb für 3,7 Hektar Mähweide.
    ”     vier: Betrieb Mar. Eichstätter, Elsendorf, Mutterkuhhaltung für 3,0 Hektar zweischürige Kohldistel-Feuchtwiese.
    ”     fünf: Betrieb M. Berger, Ebrantshausen, Streuobst und Bienen im Nebenwerwerb für 0,84 Hektar einschürige Wiese.
    ”   sechs: Betrieb Robert Maier: Altfraunhofen, Ackerbau- und Handwerksbetrieb für zweischürige Wiese.

Hier klicken, um zur Seite vom Bund Naturschutz weitergeleitet zu werden. Dort finden Sie eine Pressemitteilung mit einer detaillierten Beschreibung aller Preisträger, Betriebe und deren Blumenwiesen in dem Schlussabschnitt – “Details zu den Preisträgern und ihren Wiesen”.

Die Wiesen unserer Heimat

Die Blumenwiesen unserer Heimat sind vergleichbar mit dem tropischen Regenwald, was Ihre Bedeutung für den Erhalt der Artenvielfalt und der natürlichen Resourcen angeht. Das was in Südamerika der Regenwald ist, nämlich ein Refugium der Biodiversität, das sind die Kräuterwiesen für Deutschland. Möge es mehr und mehr Menschen geben, denen diese Erkenntnis zuteil wird, zum Wohle der oft unbeachteten natürlichen Tierwelt, die es nicht leicht hat in diesen Tagen immer größerer Maschinen und immer weniger mit der Landschaft verbundener und den Wildtieren mitfühlender Menschen.

Schwalbenschwanz Schmetterling auf lila Lavendelblüte.
Artikel über die rhetorische Frage: Wer hat die beste Wiese? Ein grüner Schatz zu unseren Füßen!
Artikel über den Hallertauer Bienenhof Familie Oswald mit Bildern von Schafen und Bienen.
Der Imker Oswald.

"glücksblatt" Nr. 29 vom 17. Juli 2018

Ein grüner Schatz zu unseren Füßen

Wer hat die beste Wiese der Region? Dieser Frage geht die Wiesenmeisterschaft auch heuer auf den Grund.
Doch was ist daran eigentlich so besonders?

Suche nach der besten Wiese

Nach einer Vorauswahl besucht eine Jury, bestehend aus Expertinnen und Experten der Landwirtschaft und des Naturschutzes die Blumenwiesen.
Vor der Kamera Auskunft geben über das, wohinter man steht? Für die leidenschaftliche Landwirtin Edeltraud Melzl-Butz kein Problem.

Ratzentümpel geht ins Rennen

​An der Wiesenmeisterschaft nimmt Edeltraud Melzl-Butz mit der Kohldistel-Feuchtwiese “Ratzentümpel” teil. Ihr Sohn hat sie dazu angemeldet. Schließlich soll jeder sehen, wie viel mühe seine Mutter in die etwas störrische Wiese mit Schilfvorkommen und nassem Grund investiert. Von dem zusätzlichem Aufwand läßt sich sich nicht entmutigen. Genauso wenig wie von dem Gerede zu Beginn. Damals wurde sie noch von anderen dafür belächelt, solch eine Fläche zu bewirtschaften. Heute erntet sie den Lohn dafür. “Mein Tierarzt fragt, ob es außer ihm noch einen anderen gibt!” Dank ihrer Felder wie dem Ratzentümpel mit stolzen 36 krautigen Arten sind ihre Tiere gesund un munter. Die Bäurin sagt: “Diese Blumenwiesen sind so wertvoll, die kann man mit keinem Geld bezahlen.”

Gold gestreifte Wundertierchen

Ebenso unbezahlbar ist das, was die Bienen von Georg und Ruth Oswald für die Pflanzen auf ihren Flächen leisten. Wer still ist, kann sie bei ihrer Arbeit hören. “Wenn man beim Anbau unter Glas für die künstliche Bestäubung 0,1 Cent rechnet, ergibt das bei einem Glas Honig eine inbegriffene Bestäubungsdienstleistung durch die Bienen im Wert von 500 Euro.” Kein Wunder, dass Honig auch flüssiges Gold genannt wird! Und guten Honig gibt es nur mit der richtigen Nahrung für die Bienen. Die Mähweide und Streuobstwiese “Schlachtfeld”, mit der die Imkerei Oswald an der Meisterschaft teilnimmt, ist für ihr Land Aushängeschild. 44 krautige Arten sind dort zu Hause. Diese Kräuter sind für die Gesundheit der Bienen wichtig. “Die Kräuterwiesen sien dien Apotheke für die Bienen, wobei die Biene selbst eine “fliegende Apotheke ist”, erklärt der Imkermeister. Allein 24 Zuckerarten sind im Honig enthalten. Sie sind noch nicht gänzlich erforscht, aber sollen einen entscheidenden Einfluss auf Hirn- und Herzfunktion haben.

Täglicher Besuch

​Damit die Tierchen auch wirklich rundum zufrieden sind, beachtet Imker Oswald eine alte Imkerweisheit: “Die Bienen wollen ihren Imker täglich sehen!” Bei 40 bis 70 Bienenvölkern gar nicht so leicht – doch so soll es sein! Gegen Arbeit an der frischen Luft, in schöner Natur, umgeben von bunten Blumenwiesen und summenden Bienen, hat der Imker nichts. Bestimmt entdeckt er immer wieder Neues auf seinen Wiesen. Schließlich sind die alles andere als einfach nur grün. Ende des Artikels von Sabrina Reinsch.

Artenliste

Kräuterwiese "Schlachtfeld" im Mai 2018 von bio-honig.com

Wiesen-Schafgarbe
​Gänseblümchen
​Wiesen-Glockenblume
Wiesen-Kümmel
Wiesen-Flockenblume
Gewöhnliches Hornkraut
Acker-Kratzdistel
Wilde Möhre
Acker-Schachtelhalm
Wiesen-Labkraut
Kleiner Storchschnabel

Riesen-Bärenklau
Wiesen-Bärenklau
Habichtskraut
Echtes Johanniskraut
Gewöhnliches Ferkelkraut
Rauher Löwenzahn
Magerwiesen-Margerite
Sumpf-Hornklee
Hopfenklee
Saat-Luzerne
Futter-Esparsette

Kleine Bibernelle
Spitz-Wegerich
Kleine Braunelle
Scharfer Hahnenfuß
Großer Sauerampfer
Krauser Ampfer
Stumpfblättriger Ampfer
Wiesen-Salbei
Kleiner Wiesenknopf
Bunte Kronwicke
Wiesen-Löwenzahn

Feld-Klee
Gewöhnlicher Kleiner Klee
Mittlerer Klee
Rot-Klee
Weiß-Klee
Große Brennnessel
Gamander Ehrenpreis
Thymian-Ehrenpreis
Gewöhnliche Vogel-Wicke
Behaarte Wicke

Landwirte und Landwirtinnen

Unterwegs nach der schönsten Wiese fotografierte die Jury spontan alle Teilnehmer der Meisterschaft bei Ihrer Arbeit.
Unterwegs nach der schönsten Wiese fotografierte die Jury spontan alle Teilnehmer der Meisterschaft bei Ihrer Arbeit. Alle teilnehmenden Bauern und Bäuerinnen schaffen und schützen durch ihre Arbeit Wiesen und Weiden, die zu den wichtigsten Lebensräumen Bayerns gehören. Nach dem Prinzip "Schützen durch Nützen" werden in der Wiesenmeisterschaft die Leistungen diejeniger Landwirte und Landwirtinnen gewürdigt, welche die von Ihnen bewirtschafteten Wiesen und Weiden sinnvoll in die Erzeugung von wertvollen Lebensmitteln nutzen.

Artenreiche und blütenreiche Wiesen gesucht und prämiert

Preisverleihung der Wiesenmeisterschaft "Donau-Isar-Hügelland" 2018 im Salzstadel in Landshut.
Von links nach rechts: Jakob Opperer, Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Freising, Josef Egger, 2. stellv. Landrat des Landkreises Kelheim, Hubert Bittlmayer, Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in München, Richard Mergner, Landesvorsitzender des BUND Natrurschutz in Bayern, Ruth Oswald, Landwirtin und Geschäftsführende Gesellschafterin von bio-honig.com GbR, Hans G. Oswald, Berufsimker und geschäftsführender Gesellschafter bei bio-honig.com GbR, Marion Ruppaner, BUND Naturschutz in Bayern, Dr. Sabine Heinz, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft.

Zum Schluss

Aus einem Brief vom Bayerischen Landtag, Abgeordnete Ruth Müller, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit, Mitglied im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten:

Sehr geehrter Herr Oswald, lieber Georg, zu Ihrer Auszeichnung als “Wiesenmeister” gratuliere ich Ihnen sehr herzlich.
Mit Ihrem Betrieb, bestehend aus zahlreichen Bienenvölkern und Streuobstanlagen, engagieren Sie sich in besonders vorbildlicher Art und Weise für den Naturschutz. So ist es nur richtig und gerecht, wenn Sie für Ihre Verdienste um die Landwirtschaft mit dieser Auszeichnung bedacht worden sind.
Um die biologische Vielfalt in Bayern zu erhalten, ist es wichtig, dass Landwirtschaft und Naturschutz Hand in Hand arbeiten und gemeinsam den Fortbestand sichern. Ein sorgsamer Umgang mit unserer Umwelt -dem Lebensraum einer Vielzahl an wichtigen und nützlichen Lebewesen- ist unabdingbar, um den Fortbestand unserer Bienen gewährleisten zu können. Wie sähe wohl das Sortiment an Nahrungsmittel aus, gäbe es keine Bienen mehr? Wie wollen es uns nicht vorstellen müssen!
Die Selbstverständlichkeit, mit der Sie sich den Erhalt der Artenvielfalt auf die Fahnen geschrieben haben, verdient und findet meinen größten Respekt. Menschen wie Sie können uns Allen nur Vorbild sein.
Ich freue mich mit Ihnen über diese Anerkennung Ihrer Lebensleistung und wünsche Ihnen und Ihrer Familie für die kommenden Jahre von Herzen alles Gute, vor allem Gesundheit.
Es verbleibt mit freundlichen Grüßen,
Ruth Müller, MdL.

Heute war es dann doch soweit. Die Sonne kam heraus und erwärmte die Luft durch ihre warmen Strahlen. Der Schnee, der gestern noch unsere Landschaft bedeckte, verschwand heute bis auf winzige Reste. Ich war natürlich neugierig, wie die Bienen darauf reagieren würden. Honigbienen sind ja bekanntlich Wetterpropheten. Und ja, schon sehr früh, als sogar noch ein kühler Wind ging, hörte man ich schon ihr Summen in der Frühlingsluft. Zunächst war das Flugspiel ungeordnet zaghaft. Als die Sonne höher stieg, hatten die ersten Bienen meine neue Bienentränke mit den wärmenden Lavasteinen entdeckt, und ließen sich dort zum Wasserschlürfen dankbar nieder (siehe Foto: Bienen auf Lavasteinen).

Bienen beim Wassersammeln.n

Bienentränke aus Lavasteinen. Foto: Oswald 2018

Ich hatte schon lange gehofft, dass die Weidenbäume und Weidensträucher endlich blühen würden. Für die Bienen ist es die wichtigste Nahrungsquelle des ganzen Jahres, weil die Weiden bei uns die erste Nektarquelle des Jahres sind, und weil die Weiden den wertvollsten Blütenstaub überhaupt liefern. Mit dieser hochwertigen natürlichen Eiweißnahrung werden jetzt die Sommerbienen erbrütet. Als ich jedoch keine Bienen an den Weiden sah, war ich etwas verwundert. Nach genauerem hinsehen war klar dass die Bienen noch einen späten, zweiten Reinigungsflug nötig hatten.

Blühende Weiden vor blauem Himmel.

Weiden im Bienengarten Weidenbiotop auf dem Bienenhof der Imkerfamilie Oswald. Foto: bio-honig.com 2018

Bis zum Nachmittag dann hatte sich die Bienen in der warmen Frühlingsluft eingeflogen. Nun machte ich mich noch einmal auf einen Trachterkundungsgang, ausgerüstet mit meinem guten Eschenbach-Fernglas, um die einzelnen Weidenarten, welche ich auf dem Bienenhof in den letzten 15 Jahren gepflanzt habe, genauer auf Bienenbeflug zu untersuchen. Die Suche nach Bienenbeflug des Weidenbiotops wurde aber enttäuscht. Auch auf den am frühsten blühenden Schwarzweiden (salix nigrans) war noch keinerlei Bienenbeflug feststellbar. Obwohl es sich nur noch um einzelne oder einen Tag handeln kann, war noch keine einzige Bienen an den Weiden zu sehen.

Einelne Bienenvölker stehen in einem Garten verteilt.

Bienenhaltung am natürlichen Weidenbiotop mit viel Platz für die einzelnen Völker. Foto: bio-honig.com 2018

(mehr …)

Die schnelle Flugbiene

Nun schnell zu den Honig Fakten: Es braucht 500 Bienen und zwei Millionen Blüten um ein Pfund Honig zu erzeugen.
Ein Bienenvolk muss zusammengelegt eine weite Strecke fliegen, nämlich zwei Mal um den gesamten Erdball, um ein einziges Pfund Honig zu erzeugen.
Eine durchschnittliche nektarsammelnde Flugbiene besucht ca.70 Blumen pro Ausflug.

Weitere interessante Honig Fakten

Die durchnittliche Lebensarbeitsleistung in Honig beträgt pro zwölf Bienen ein Teelöffel Honig.

Goldene Biene auf rosa Blüte. Honig Fakten.

Eine Honigbiene der Landrasse von Imkerei Oswald auf einer Aster. 2017 bio-honig.com

Ein freiwilliges Erzeugnis des Tierreiches

Bienenhonig ist das einzige weltweit genutzte Lebensmittel, das von den Tieren komplett selbst, freiwillig und ohne Zwang hergestellt wird. 
Es gibt für das menschliche Immunsystem zwei einzigartige Lebensmittel, die durch nichts anderes ersetzbar sind: Das eine ist Muttermilch, das andere ist natürlicher Bienenhonig.
Honig schmeckt so köstlich, dass seine Süßkraft durch kein anderes Lebensmittel übertroffen wird.

Die Gartenbiene. Honig Fakten von Oswald Honig.

Die Süßigkeit der Blumen findet sich wieder im Blütenhonig aus dem Isar-Hügelland. 2017 Oswald Honig.

Ein aus der Antike überliefertes Wissen um die Bienen

Die ältesten bekannten antiken Bienenstände sind etwa 3000 Jahre alt und bestanden aus etwa 100 Völkern, die zusammen im Jahr etwa 500 kg Honig erzeugten.
Es gibt einen bekannten biblische Frauennamen, welcher “Biene” bedeutet: Debora (hebräisch דְּבוֹרָה, dəvorah).
Der Name Sabine hat jedoch seinen Ursprung im Lateinischen und basiert auf dem altrömischen Stamm der Sabiner.
Der antike König Salomon verglich den Konsum von Honig mit dem Erlangen von Weisheit. 
Denn so wie natürlicher, reiner Honig dem Gaumen schmeichelt und höchst annehmbar ist, so führt gründliches Wissen und scharfer Verstand wie der Genuss von Honig zu einem Sinn für Schönheit und Tugendhaftigkeit.
Honig ist zentraler Bestandteil der Europäischen Volksmythologie und Kulturgeschichte.
Es ist wohlbekannt, wie sehr Honig von den Altvorderen geschätzt wurde, als Nahrung, für Getränke, für Medizin, für Kleinkinder und für Betagte.

Waben-im-Natur-Imkerei-Oswald

Natur Honig bzw. echter deutscher Honig direkt vom Imker. Alle Sorten Honig vom Imker Oswald. Honig Fakten von Oswald Honig 2017.

Blüten-Honig aus dem Isar-Hügelland, Sommer-Honig aus dem Isar-Hügelland und Wald-Honig aus der Hallertau. Natur Honig von Imkerei Oswald. 2017

https://bio-honig.com/shop/bluetenhonig-artenreich-imker-oswald/

https://bio-honig.com/shop/honig-kaufen/

Imkerei Oswald’s BIO Wald Honig aus der Hallertau – 500g im Glas

https://www.facebook.com/Imkerei.Oswald/

Bunter Schmetterling auf lila Blüte (www.bio-honig.com).

Imkerei Oswald: Schmetterling auf Asternblüte im Rondell des Bienenhofes im Isar-Hügelland. www.bio-honig.com

Propolis Tinktur 20ml basiert auf ein Bienenprodukt aus der der kleinsten Apotheke der Welt – dem Bienenvolk. Ein grossartiges Apitherapie-Erzeugnis, das wir allein den Bienen verdanken.

Propolis Tinktur von unseren ökologisch geführten Waldbienenvölkern selbst geerntet.

Jetzt verfügbar: Propolis Tinktur 20 ml von frisch gewonnenen Propolis (Herbst 2016 und Frühjahr 2017 geerntet)

Honigbienen höseln Blütenstaub auf Wildtulpenart Tulipa polychroma.

Dieses aktuelle Foto vom 11. März 2017 zeigt einheimische Honigbienen beim Höseln von Pollen. Unter “Höseln” versteht man in der Imkersprache das Sammeln von Blütenstaub in kleinen Körbchen an dem hinteren Beinpaar der Honigbienen.

Honigbienen höseln Blütenstaub

Dieses aktuelle Foto vom 11. März 2017 zeigt zwei einheimische Honigbienen beim Höseln von Pollen. Unter „Höseln“ versteht man in der Imkersprache das Sammeln von Blütenstaub in kleinen Körbchen an dem hinteren Beinpaar der Honigbienen. (Foto: Dank an Markus Wurmer)

Hoch lebe die Biene!

Pfeffenhausen: Auf den Spuren der Kelten

Ein Essay über keltische Siedlungsspuren und Bodendenkmäler in Pfeffenhausen und Oberlauterbach.

Einhundert keltische Stämme

Unser heutiges Europa setzt sich aus vielen verschiedenen Einzelstaaten zusammen. Doch auch schon vor zwei- bis dreitausend Jahren teilten sich etwa 100 verschiedene keltische Stämme Mitteleuropa unter sich auf. Wer waren die Kelten und woher kamen sie? Das Wort Kelte bedeutet nichts Anderes als „Held“. Die Ur-Kelten waren ursprünglich aristokratisch und patriarchalisch organisierte Reiterkrieger und Hirtennomaden, welche die natur- und erdverbundenen alten matriarchalisch organisierten Bauernkulturen in Europa eroberten, versklavten, und schließlich mit Ihnen verschmolzen. Lediglich nördlich der Linie Holland, Leipzig und Breslau konnte sich das freie „germanische“ Bauerntum behaupten. Die Kultur der Kelten dominierte eintausend Jahre lang Mitteleuropa und prägt auch heute noch Europa in vielerlei Hinsicht. Das ursprüngliche Kerngebiet lag jedoch an der Donau, mit Manching und Kelheim (keltisch: Alkimoennis) im Zentrum.

Das Landkreis Wappen von Kelheim am Brautlacker Berg.

Das Wappen an der Landkreisgrenze zwischen dem Landkreis Landshut und dem Landkreis Kelheim am Brautlacker Berg zwischen Oberlauterbach und Wildenberg. Das Wappen zeigt im oberen Drittel blaue Rauten auf weißem Grund. Ursprünglich war dies das Wappen der Grafen von Bogen. Die blauen Rauten stellen Roheisenbarren dar, die zum Schutz vor dem Verrutschen der Ladung auf den Schiffen diese Form aufwiesen. Originale dieser Barren befinden sich im Römer-Kelten Museum in Manching.

Der Rohstoff Eisen

Der Aufstieg der Kelten ist eng mit dem Rohstoff Eisen verbunden. Denn das eiserne Langschwert war die charakteristische Bewaffnung für die Eroberungszüge der keltischen Fürsten. Die Kulturepoche der Kelten wird als Eisenzeit definiert und gliedert sich in jüngere Eisenzeit „Latène“, benannt nach einem wichtigen Fundort in der Schweiz,  und die ältere Eisenzeit „Hallstatt“, nach einem Fundort in Österreich. Das Wort „Eisen“ geht auf das keltische Wort „isaron“ zurück, über sanskrit isira = hart, stark.  Somit könnte der Flussname „Isar“ in seiner Bedeutung  als „Eisenfluss“ interpretiert werden. Interessanterweise fand das Eisen auch seinen Weg in das bayerische Rautenwappen, da die blauen Rechtecke der Grafen von Bogen ursprünglich Roheisenbarren darstellten, die früher auf der Donau transportiert wurden, und die wichtigste Zolleinahmequelle für die Grafen von Bogen darstellten.

Oppidum Alkimoennis an der Donau

Da die Kelten kein eigenes Schrifttum pflegten, ist die erste schriftliche Quelle über unser betrachtetes Gebiet ein antiker Schriftsteller, der Geograph Claudius Ptolomäus, der bereits im Jahr 100 nach der Zeitenwende das keltische Oppidum „Alkimoennis“ auf dem Michelsberg bei Kelheim erwähnt, das nur dreißig Kilometer nördlich von Pfeffenhausen gelegen ist, auf einer Landzunge zwischen den Flüssen „Alcomona“ = Altmühl und dem Danubius = Donau. Auch Julius Cäsar verwendet den Begriff Oppidum für die keltischen Städte. Im Oppidum Alkimoennis bei Kelheim wurde im großen Stil Eisenerz im Tagebau gewonnen und verhüttet.

Oppidum Manching

Bekannte keltische Oppida waren zum Beispiel Lutetia  (Paris),  Basel, Bern, Preßburg und Budapest. Das größte und am besten ausgegrabene und erforschte  Oppidum befand sich jedoch in Manching bei Ingolstadt, ebenfalls an der Donau. Es ist mit 650 Hektar Siedlungsfläche und Mauerring das größte bekannte Oppidum in Mitteleuropa. Um die gewaltige Größe zu veranschaulichen, sei zum Vergleich das antike Rom angeführt, das zur selben Zeit mit 1370 ha ummauerter Fläche lediglich doppelt so groß wie die Keltenstadt in Manching war. Auch die mittelalterlichen Mauerringe von Nürnberg, Köln und Frankfurt waren wesentlich kleiner als der Mauerring von Manching, das ebenfalls nur 35 Kilometer westlich von Pfeffenhausen liegt. Pfeffenhausen befindet sich also im Einzugsbereich der beiden größten bekannten Oppida Europas und an einer Fernhandelsroute zwischen Bologna und der Keltenstadt Alkimoennis auf dem Michelsberg bei Kelheim.

Sonniger Waldweg in der Hallertau in Bayern.

Der Wald birgt viele Geheimnisse. Unsere Spurensuche nach den Kelten führt uns in den Wald. Dieses Bild ist zur Zeit des Laubaustriebes im Frühjahr entstanden. Wir befinden uns in nur ca. 500 Meter entfernt von einem keltischen Bodendenkmal.

Viereckschanzen

Aufgrund der Nähe zu Kelheim und Manching ist ist daher auch nicht verwunderlich, dass wir in der Umgebung von Pfeffenhausen zwei keltische Viereckschanzen als Bodendenkmäler vorfinden, eine davon in beeindruckend gutem Zustand in einem Wald zwischen Oberlauterbach und Wildenberg. Diese sogenannte Keltenschanze ist auch heute noch als imposante, quadratische Anlage auch für den Laien gut erkennbar und begehbar. Allerdings pflegten die Kelten Ihre Bauwerke in Fachwerk-Holzbau, Holzblockbau  oder Holzständerbauweise aufzuführen, welche aufgrund des langen Zeitraumes von über zweitausend Jahren leider fast vollständig vergangen sind.  Gräben und Wälle sind aber erstaunlich gut erhalten, wenn man den unglaublich langen Zeitraum von der Errichtung im ersten bis zweiten Jahrundert vor Christi Geburt bis heute betrachtet.

Keltischer Wall im Wald.

Spaziergang auf der Wallmauer der keltischen Viereckschanze zwischen Oberlauterbach und Wildenberg.

Die Keltenstämme der Boier und Vindeliker

Von welchem Keltenstamm tragen wir Bayern eigentlich unseren Namen? Es ist dies der Keltenstamm der Boier, wie unschwer zu erkennen. Ausgelöst durch Übervölkerung, Weissagungen  und natürlich geleitet durch die Beobachtung des Vogelzuges nach Süden, überschritten die Boier die Alpen in den Jahren 534 bis 508 vor Christi Geburt, und erreichten Norditalien. Die dort ansässigen Etrusker waren weder mit der Waffe der Boier, dem eisernen Langschwert, noch mit ihrer Kampfesweise zu Pferde vertraut.

Zwei bayerische Almbauern mit Ihrem geschmückten Kühen.

Die Bayern tragen den Namen des Keltenstammes der Boier, und sind zählen die Boier und Vindeliker zu Ihren Vorfahren.

Bononia, eine Stadtgründung der Boier

Der Keltenstamm der Boier konnte letztendlich die Etrusker in Norditalien dauerhaft besiegen und gründete die Keltenstadt Bononia, das heutige Bologna, in der später die erste und älteste Universität Europas gegründet wurde. Nachdem aber die Römer nach und nach erstarkten, besiegten sie dreihundert Jahre später im Jahre 222 v.d.Z. die Kelten und verdrängten diese nach Norden, wo sie sich nördlich der Donau in Böhmen niederließen, da das Land südlich der Donau vom mächtigen Keltenstamm der Vindeliker bereits besetzt war. Die Boier gaben auch Böhmen seinen Namen. Der Begriff “Boier” soll angeblich etymologisch Rinderhirte/Viehhirte bedeuten.

Keltische Baudenkmäler in unserem Raum

Sogenannten keltischen Viereckschanzen finden wir immer in der Nähe von bedeutenden Fürsten- oder Stammessitzen, so auch in Manching. Da sich aber das Keltenvolk der Vindeliker in vier verschiedene Stämme aufteilen läßt, können wir r mit Sicherheit davon ausgehen, dass sowohl in Pfeffenhausen, als auch im Wald zwischen Oberlauterbach und Wildenberg sich auch eine keltische Hügelfestung eines Stammesfürsten befand. Neben der Viereckschanze im Wald bei Oberlauterbach befindet sich in der Tat ein weiteres Bodendenkmal, das in den Wanderkarten als Burgstall, also ehemalige Burg bezeichnet ist.  Diese Burg war auf einer markanten Hügelkuppe errichtet und Sitz des mittelalterlichen Rittergeschlechtes der Ebranen. Nach einer Fehde wurde die Burg zerstört und die Ebranen teilten Ihre Herrschaft auf. So entstand das Wildenberger Schloss und die Oberlauterbacher Burg, die später jedoch zerstört,  und danach im italienisch-französischen Architekturstil wiederaufgebaut wurde. Der vermutete, aber archäologisch noch nicht gesicherte keltische Sitz des Stammesfürsten könnte sinngemäß auf dem Orte der markanten Bergfestung der Ebranen sein.

Wald im Frühling.

Kiefern-Fichten-Mischwald bei der ehemaligen Hügelfestung /Burg der Ebranen. Nach einem bekannten Heimatforscher aus der Gegend hat auf dieser Burg Wolfram von Eschenbach das Parzifal Epos gedichtet.

Hügelfestung

Hügelfestung

Die Viereckschanzen als heiliger Bezirk und wirtschaftlicher Mittelpunkt

Worin lag die Funktion dieser quadratischen Erdwerke von 50 bis 100 Meter Seitenlänge? Mit großer Sicherheit waren die Keltenschanzen kulturelle Zentren und Veranstaltungsorte für die mindestens acht alljährlich stattfindenden traditionellen Jahresfeste zu den Sonnenwenden, Tagundnachtgleichen, Götterfesten, Richttagen, Erntezeiten, Opferungen, Markttagen, Sklavenhandel, Viehhandel, Handel mit Fellen, Bernstein, Schwertern, Eisen, Salz, Honig, Wachs etc. Bei Ausgrabungen wurde das Vorhandensein von tempelartigen Holzständerbauten mit quadratischem Grundriss und pagodenartigem Dach nachgewiesen.. Es handelt sich bei den sogenannten Viereckschanzen also um kulturell vielseitige Anlagen, eine Art heiligem Bezirk unter Oberaufsicht der Priesterkaste, die auch den Stammesfürsten stellte oder ausbildete, mit eigener militärischer Garde, nach einem ähnlichen Prinzip, wie dies sich bis heute noch im Vatikanstaat erhalten hat.  Man muss sich diesen Bezirk auch als Wirtschaftsfaktor und Kunsthandwerkermarkt vorstellen, ähnlich der Akropolis in Athen oder dem Tempel des Salomon in Jerusalem, der damals als Weltwunder weithin bekannt war, und mit großer Warscheinlichkeit den Kelten als Vorbild gedient hat. Es kann daher vermutet werden, dass in den Keltenschanzen das Vieh rituell von Priestern geschlachtet wurde, dafür Abgaben geleistet werden mußten, und dort auch das Fleisch zubereitet wurde. Außerdem wurde dort auch der Sklavenhandel, Viehhandel und Fernhandel von der Priesterschaft, die zugleich den Stammesfürsten stellte, kontrolliert, und mit Abgaben belastet.

Eine keltische Wallanlage im Wald.

Schon von weitem grüßt die Keltenschanze den Wanderer.

Der ehemalige heilige Bezirk der Kelten von einer Ecke von Außen kommend betrachtet.

Kelten

Der Wassergraben und imposante Wall um den heiligen Bezirk der keltischen Druiden

Graben eienr Viereckschanze

Der äußere Graben der keltischen Viereckschanze war vermutlich ursprünglich mit Wasser gefüllt.

Das Areal von Innen.

Das Areal von Innen.

Kelten Denkmal im Wald.

Eine von vier Ecken der imposanten keltischen Viereckschanze.

Tor in die Keltenschanze.

Die Tordurchfahrt, vermutlich ehemals ein sogenanntes Zangentor, das  ins Innere der Keltenschanze führt.

Grabhügel eines Priesters oder keltischen Stammesfürsten

Ein anderes Mitglied der Vorstandschaft des Vereins für Heimatgeschichte Pfeffenhausen wußte zu berichten, dass Ihr von Ihrer Jugend noch ein Grabhügel (tumulus) in Wildenberg bekannt sei,  am Fuße des Höhenweges von der Keltenschanze kommend. Dort sein oben auf ein markanter, spitz zulaufender Stein gestanden, nach Art der keltischen Fürstengräber. Der Grabhügel sei mittlerweile eingeebnet worden und der Stein verschwunden.

Seltsame Keltische Bestattungsriten

Hierbei darf nicht vergessen werden, daß die Grabhügel geschichtlich in eine andere Epoche gehören als die Keltischen Viereckschanzen. Grabhügel sind deutlich älter. Aus Manching gibt es jedoch viele Funde, die auf einen seltsamen Bestattungritus hindeuten, nämlich die sogenannte Luftbestattung. Bei dieser Bestattungform wird der Leichnam nach dem Ableben entbeint, und das Fleisch den Geiern überlassen, die es sozusagen vor der Verwesung bewahren, in dem sie es verzehren. Da die Geier sich in große Höhen schwingen, tragen sie sozusagen den verweslichen Teil des Leichnams empor in die Höhen des Luftraums, wo er sozusagen auf eine neue Ebene gehoben wird. Hier begegnet uns wieder das keltische Motiv des Seelenvogels. Vom Skelett wurden von den Hinterbliebenen nur der Schädel und / oder die Langknochen aufbewahrt zur Erinnerung und Gedenken.

Doppelköpfige Vogelschlangen Gewandfibel in S-Form

Bei der Wiedergründung des Vereines für Heimatgeschichte Pfeffenhausen e.V. legte ein Mitglied des Vorstandes einen neuen, scheinbar keltischen, zufälligen Oberflächenfund aus Pfeffenhausen den Anwesenden vor. Es handelte sich um eine doppelköpfige Vogelschlangen-Gewandfibel aus Bronze in S-Form. Im Götterolymp der Kelten kann jede Ornamentik, jedes Tier, und auch jedes abstrakte Symbol einer bestimmten Göttergestalt zugeordnet werden. Die Kelten hatten keine ausufernde Anzahl von Göttern, wie bei den Römern oder Hellenen, sondern laut den Römern im Wesentlichen drei Hauptgötter, die sich immer aus einer Stammesgöttergestalt und zwei weiteren Göttergestalten von befreundeten Stämmen zusammensetzte. Immer wenn der in der keltischen Formensprache häufig vorkommene, sogenannte Dreierwirbel in der Ornamentik erscheint, sind mit Sicherheit die drei Hauptgötter des jeweiligen Stammes gemeint. Der Dreierwirbel hat später auch in die Formensprache der Kathedralen Einzug gefunden. Nebenbei bemerkt ist es Julius Cäsar nicht gelungen, die Inselkelten von Irland und Schottland zu unterwerfen.

Lebendige Keltische Sprachen im 21. Jahrhundert

Nur die Kelten in Irland, Wales, Bretagne und Schottland haben Ihre ureigene keltische Kultur und Sprache ins Mittelalter und bis in die Neuzeit hinübergerettet. Von den vier heute noch gesprochenen keltischen Sprachen ist Walisisch (engl.:  Welsh) mit 500.000 Sprechern am bedeutendsten.  Bretonisch (fr.: Breton) mit 300.000 Sprechern ist ebenfalls noch sehr bedeutend. In Schottland und den Hebriden wird von ca. 90.000 Sprechern noch Gälisch (engl.: Gaelic) benutzt, und in Westirland sprechen noch ca. 25.000 Menschen keltisches Irisch (engl. Irish). Auch im Bairischen hat sich manches keltische Wort erhalten.

Keltische Göttergestalten: „Vater des Volkes“

Bei unserem Pfeffenhausener Fundstück, der bronzenen doppelköpfigen Vogelschlangen-Gewandfibel in S-Form ist die Deutung schwierig, aber nicht unlösbar. Die S-Spirale ist ein Hinweis auf „Teutates“, was übersetzt „Vater des Volkes“ heißt. Dessen Opfertiere waren Widder und Eber. In der Kunst bzw. Ornamentik sind seine Attribute  Widderhörner, Eberhauer, Krummstäbe, Spiralen, Masken und Köpfe. „Teutates“ war bei den Kelten dafür zuständig, über die im Kampf getöteten Krieger zu entscheiden und sie gegebenenfalls  ins keltische Paradies bringen zu lassen. Hierbei bediente sich Teutates sogenannter Seelenvögel wie zum Beispiel weißer Kraniche, weißer Schwäne und ähnlicher Vögel.  Bei der doppelköpfigen Vogelschlange kehren sich beide Köpfe der Schlange zueinander , so dass das, was am Anfang steht, sich auch an seinem Ende wiederholt. Es bedeutet für den Krieger, dass er durch die Formgebung der Gewandfibel zum Ausdruck bringt, dass das, was Diesseits etwas gilt, auch im Jenseits Gütigkeit hat. Wie bereits erwähnt, stellen die realistisch modellierten Vogelköpfe die plastisch die Seelenvögel dar, die die Seelen der getöteten Keltenkrieger in das keltische Paradies bringen sollen.

Keltische Stammesgöttergestalten: „Sohn des Donners“

Die zweite, eigentlich wichtigste Göttergestalt bei den Kelten war zuständig für Kriegsglück und Wetter. Sein von den Römern überlieferter Name war „Taranis“, was so viel wie „Sohn des Donners“ bedeutet (irisch.: Torann = Donner). „Taranis“ Attribute waren das Rad, der Blitz, das Eisen, die Eiche, der Stier, das Pferd, der Wolf, der Adler und  löwenähnliche, menschenfressende Ungeheuer. In Friedenszeiten wurden ihm von den Druiden Stieropfer, und in Kriegszeiten auch Menschenopfer dargebracht, um seine Gunst zu gewinnen.

Keltische Stammesgöttergestalten: Der „Hirschgeweihbehörnte“

Die dritte bedeutende Göttergestalt der Kelten war „Cernunnos“, was auf Deutsch: „Gehörnter“ bedeutet. Bei dieser Göttergestalt handelt es sich um einen keltischen „Gott der Tiere“, ein Mischwesen, halb Mensch, halb Tier, mit den Attributen Hirschgeweih, Lebensbaum, Schlange, Regenbogen und Mistelblättern. „Cernunnos“ war zuständig für die Unterwelt, die Nachtzeit und die Heilkunde. Der Pfeffenhausener Fund der Doppelkopfschlange beinhaltet aufgrund des Schlangenmotivs somit neben Teutates auch einen Verweis auf Cernunnos. Diese Doppeldeutigkeit ist aber typisch für das keltische Kunsthandwerk, denn durch das Zitieren von Attributen verschiedener Stammesgöttergestalten erreichte man eine größere Wirkung auf das Publikum erzielte somit einen höheren Preis für das Werk.

Keltisches Christentum

Das keltische Christentum kam zur Blüte auf den Britischen Inseln, wo sich eine eigene keltische Kirche im kolumbanischen Ritus etablierte. Die Mönche im Kolumbanischen Ritus hatten eine andere Tonsur als die Mönche im Römischen Ritus, denn sie schoren nur das Haupthaar an der Stirn bis zum Scheitelpunkt. Es ist heute weitgehend unbekannt, aber die ersten Bischöfe in Freising, Regensburg, Passau und Salzburg waren Kolumbaner. Zwar wurden alle bis auf den Bischof von Salzburg (der sehr beliebt im Volk war) durch einen päpstlichen Gesandten abgesetzt und durch Römische Bischöfe ersetzt, aber es bleibt doch eine höchst interessantes historisches Detail, dass die ersten Kirchlichen Oranisationsstrukturen in unserem Raum nicht von der Römischen Kirche geschaffen wurden, sondern von der Keltischen Kirche. Die  wertvollste künstlerische Hinterlassenschaft der Keltischen Kirche stellt die insulare Buchmalerei dar, unter anderem das Weltdokumentenerbe „Evangeliar von Kells“, entstanden um das Jahr 800, das weltberühmte „Evangeliar von Lindisfarne“, gefertigt von Eadfrith um 700, und das Evangeliar von Durrow, entstanden um 650 im Kloster Lindisfarne in Northumberland. Nebenbei erwähnt stammt der Name Oswald auch aus Northumberland, und kam über die keltischen Wandermönche nach Bayern (St. Oswald im Bayerischen Wald).

Original keltische Errungenschaften

Zunächst fallen mir die keltischen landwirtschaftlichen Erfindungen wie der Räderpflug, der Eisenpflug, ledernes Pferdegeschirr, das gehopfte Bier, Bierfass, Almwirtschaft, Milchverarbeitung, Bergkäseherstellung und Sense ein. Aber ihr Einfluss auf die kommenden Generationen reicht noch viel weiter: Sie erfanden auch noch den speichenrädrigen Wagen, das Kugellager und die Radsporen. Darüberhinaus revolutionierten sie die Stahlverarbeitung, das Zimmerhandwerk und erfanden die Seife.

Gaius Julius Cäsars Kriegserklärung gegen die Kelten

Wie und warum verschwanden die Kelten scheinbar spurlos aus ihrem angestammten Gebiet an der Donau? Sie wurden zwischen zwei gigantischen Mahlsteinen aufgerieben. Dies geschah in zwei Stufen. Es begann zunächst damit, dass die Kelten das aufstrebende Römische Weltreich mit einem nicht enden wollenden Strom von Sklaven, Waffen, Vieh und Söldnern versorgten. Dadurch häuften die Kelten immer größeren Reichtum und Macht an. Dies ermöglichte Ihnen eine Expansion, die sich über das heutige Spanien, Frankreich, Irland, England, Schweiz Süddeutschland, Ungarn, Tschechien, Österreich, die Balkanländer, Griechenland und die heutige Türkei erstreckte. Der Römische Diktator Gaius Julius Cäsar ging nun daran, diesen Reichtum der Kelten sich zurückzuholen, um mit der Beute seine immensen Schulden zu begleichen und gleichzeitig die maroden römischen Staatsfinanzen zu sanieren, was ihm mit dem Sieg über Vercingetorix, dem Heerführer der vereinigten westrheinischen keltischen Stämme auch gelang. Damit wurde auch unseren Kelten an der Donau wirtschaftlich und militärisch sprichwörtlich der Boden unter den Füßen weggezogen.

Der germanische Heerkönig Ariovist plündert und vernichtet die Keltischen Oppida und Viereckschanzen

Der germanische Heerkönig Ariovist verfügte über bedeutende keltische Sprachkenntnisse. Der römische Senat ernannte ihn zum “Freund des Römischen Volkes”. Ariovist überschritt 71 v.u.Z. mit 15 Tausend Mann den Rhein und kämpfte für Caesar gegen gallische Stämme auf der Suche nach neuen Siedlungsgebieten. Dabei verbündete er sich mit sieben anderen germanischen Stämmen, darunter auch mit den Markomannen, so  dass seine Truppenstärke auf 120 Tausend Mann anschwoll. Caesar jedoch überlistete Ariovist im Jahre 58 v.u.Z. und schlug ihn in der Schlacht, die Ariovist 80 Tausend Mann kostete. Ariovist mußte mit wenigen Mann wieder zurück über den Rhein fliehen. Es leuchtet ein, dass die Kelten in Süddeutschland dafür die Konsequenzen tragen mußten, die sich in Plünderung und Zerstörung niederschlugen.

Unser Gebiet wird Teil der Römischen Provinz Vindelicum

Es dauerte nicht lang, bis unser Gebiet, das die Römer Vindelicum nach dem hier ansässigen Keltenstamm der Vindeliker nannten, Teil der Römischen Provinz Rätien wurde. Die Nachfahren der hier ansässigen Vindeliker und Markomannen waren durch jahrhundertelange Handelsbeziehungen mit der Römischen Kultur vertraut und gliederten sich ohne Probleme in das Römische Weltreich ein, verloren aber die Oppida, die Aristokratie und das Tempelwesen.

Markomannen

Nach dem Abzug der römischen Besatzungsmacht im Jahr 488 begann die große Wanderung des ostgermanischen Stammes der Markomannen über Böhmen nach Süden.  Ausgelöst wurde diese Völkerwanderung durch das Auftreten der Hunnen im Osten. Die Neuankömmlinge bzw. germanischen Siedler wurden „Bajari“ bezeichnet, was so viel wie „Leute aus Böhmen“ bedeutet. Hiermit läßt sich feststellen, dass der Begriff „Bayern“ keltischen Ursprungs ist und etymologisch die  Bedeutung „Leute aus Böhmen“ bzw. „Leute vom Keltenstamm der Boier“ innehat, auch wenn die Boier in der genetischen Abstammung der Bayern neben Markomannen, Vindelikern und natürlich Römern offenbar nicht die Hauptrolle spielen. Die großen fruchtbaren Täler und Ebenen an Isar, Inn und Donau und den anderen bayerischen Flüssen und Seen wurden dabei selbstverständlich von den germanischen Siedlern eingenommen.

Das Schicksal der romanisierten Kelten

Die stückweise romanisierten Kelten hatten dem massenhaften Ansturm der Germanen wenig entgegenzusetzen, und mußten zwangsläufig in die dünner besiedelten Gebiete Bayerns ausweichen, wie in die Hallertau, den Böhmerwald,  das Allgäu und den Alpenraum. Dort passten sie sich, wie zuvor beim Einmarsch der Römer, zwangsläufig an die neuen Machtverhältnisse an, und überlebten zunächst durch den bescheidenen Ertrag der eigenen Feldarbeit. Zeugnisse der erfolgreichen Sesshaftwerdung der Kelten ist die bäuerliche Struktur in den klimatisch und landwirtschaftlich benachteiligten Gebieten Bayerns, wie zum Beispiel dem Bayerischen Wald, Allgäu, und der Hallertau, insbesondere aber die Almwirtschaft in den Alpen und der Hopfenanbau sind als besondere Leistung hervorzuheben.

Keltisches Erbe in Südbayern

Was verdanken wir heute den Kelten? Die Keltenstämme der Vindeliker und Boier leben auf mannigfaltige Art  im südbayerischen Volk weiter: In Tradition, Gebräuchen, Tracht, Essgewohnheiten, Trinkgewohnheiten,  Handwerk, Viehhaltung, Tierrassen, Ortsnamen, Flussnamen und vielem anderem mehr.

Neukeltische Erscheinungen im Amerika des 19. Jahrhunderts

Absolut erstaunlich ist auch die Tatsache, dass das keltische Tradition und Brauchtum auch den Sprung über den atlantischen Ozean geschafft hat. Viele Keltische Kulturelemente fanden plötzlich Ausdruck in der Cowboy-Kultur im Amerikanischen Westen. Erkennbar an silbernen Rädersporen, ornamental verzierten Gürtelschnallen, Bluegrass, einer Musikrichtung aus dem Genre der Country-Musik mit keltischen Klangbildern, keltische Trachtelemente in Form von bunt karierten und gestreiften Hemden und Hosen und  geschwungene Cowboy-Moustaches als Relikt Keltischer Barttracht.  Die ganze Eroberung des Amerikanischen Westen zu Pferde und in von Zugpferden gezogenen Wagen war eine Art Aufleben der Nomadisierenden, auf Eroberung abzielenden Keltischen Lebensweise auf dem nordamerikanischen Kontinent, auch getragen von zwei Auswanderungswellen aus Bayern um 1840 und 1870, vor allem aus dem Bayerischen Wald.

Ideologischer Missbrauch keltischer Symbole im 20.Jahrhundert

Ein dunkles Kapitel der jüngeren Deutschen Geschichte begann in den Münchener Bierkellern wie dem Löwenbräukeller, Bürgerbräukeller und dem Hofbräuhaus. Die dort gegründete Partei von ehemaligen Frontsoldaten des Ersten Weltkrieges überzog Deutschland, Europa und Teile der damaligen Welt in Krieg und leider auch Völkermord. Es fand einer der größten Raubzüge der Geschichte statt, und der Versuch der Versklavung vieler europäischer Völker. Dies geschah unter Verwendung verschiedener keltischer Symbole: Dem stilisierten Feuerrad, stilisierte Blitze,  Totenköpfe, Eichenlaub, Schwerter und Monumentalplatiken von Schwertkämpfern, Reitern und Pferden, entlehnt aus der keltischen Mythologie. Offiziell wurde das Germanentum idealisiert, es überwogen aber eindeutig die keltischen Elemente. Politischen Ausdruck fand die keltische Geschichte zu dieser Zeit zum Beispiel auch in der Achse Berlin-Rom, und künstlerischen Ausdruck in den monumentalen Pferdeplastiken vor der Neuen Reichskanzlei in Berlin.

Oktoberfest

Das keltische Element im heutigen Volksstamm der Bayern ist einfach nie wirklich verschwunden. Wir können dies alljährlich erleben am größten Volksfest der Welt, der „Wiesn“. Dort auf dem Theresienplatz befindet sich ein künstlicher Berg, die sogenannte Theresienhöhe. Auf dieser Anhöhe steht ein hellenistischer Ruhmestempel, der von Eichen umgeben ist, in dem die Büsten verdienter Bayern aufgestellt sind.  Im Vorhof dieses Tempels steht die Monumentalplastik der „Bavaria“, mit einem Siegeskranz aus Eichenlaub und umgürtet mit einem keltischen Langschwert. Dieses aus der keltischen Mythologie entlehntes Werk des neunzehnten Jahrhunderts stellt ein weithin sichtbares, schönes  Zeichen der Rückbesinnung und Glorifizierung  der keltischen Wurzeln des Bayerischen Volkes dar.  Auf dem Oktoberfest in München finden sich noch viele weitere keltische Zitate: Die mit Blumen geschmückten Brauereiwägen mit Bierfässern und Prunkgeschirren, die ornamentalen Verzierungen an den Trachten, die im Zopfmuster gestrickten Wollstrickjacken, am Spies gebratene ganze Ochsen, öffentliche Schau-Hinrichtungen („zum Schichtl“), und natürlich die mit Birkenreisig und Fichtengirlanden geschmückten Festzelte und Festhallten im alpenländischen Stil.

Europäische Einigung und Friedensprozess

Das keltische Erbe wirkt auch positiv weiter im Prozess der Europäischen Einigung und des Europäischen Friedens.

Chronologie der wichtigsten Ereignisse der Geschichte unserer Kelten

450 Jahre vor unserer Zeitrechnung, also vor ca. 2500 Jahren: Erster schriftlicher Bericht eines antiken Gelehrten über die Kelten an der Donau (Herodotus)

400 Überschreiten der Alpen nach Süden

387 Kelten plündern Rom

369 Kelten dienen als Söldner in Griechenland

335 Alexander der Große trifft sich mit keltischen Abgesandten am Ufer der Donau

283 Sieg der Römer über den Keltenstamm der Senones in Norditalien

279 Plünderung von Delphi durch die Kelten

278 Einwanderung der Kelten nach Kleinasien

275 Sieg der hellenistischen Syrer unter Antiochus über die Kelten

225 Römischer Sieg über die Boier

191 Ein Teil der Boier kehrt über die Alpen zurück nach Böhmen

120 Germanische Stämme überrennen Keltische Territorien

101 Niederlage der Kimbern gegen die Römer

58 Cäsar erobert Gallien

50 Boier erleiden in Pannonien eine Niederlage

15 Alpenexpedition des Römers Drusus mit Eroberung der Keltischen Territorien südlich der Donau, das heutige Altbayern

9 Rom erobert Noricum, das heutige Österreich

Begriffe

  • LaTène Zeit = Jüngere Eisenzeit, beginnend 450 vor unserer Zeitrechnung
  • Hallstattzeit = Ältere Eisenzeit 800 bis 450 vor unserer Zeitrechnung
  • Oppidum = Bezeichnung für einzelnen Städte der keltischen Stämme aus dem Werk „DE BELLO GALLICO“ von Gaius Iulius Caesar (100-44), typische Erscheinung des zweiten bis ersten Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung.
  • Regenbogenschüsselchen = Die Goldmünzen der Keltenstämme der Boier und Vindeliker in Böhmen und Süddeutschland
  • Torques: Halsring, oft aus Gold, Bestandteil der keltischen Tracht
  • Viehdiebstahl: Galt als das größte Verbrechen bei den Kelten
  • Tattoos: Bei den Kelten waren Tätowierungen gebräuchlich
  • Tweed: Aus Wollstoff gewebte Hosen in Karo-, Streifen- und Fischgrätmuster waren sehr gebräuchlich und verbreitet.
  • Menschenhandel: Preis einer Sklavin bei den Kelten: 6 Kälber = 3 Kühe
  • Totenbrauchtum: Grabhügel (Tumuli) waren gebräuchlich.
  • Jagd: Spielte bei den Kelten keine große Rolle mehr, da auf Viehzucht (Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen, Hühner, Hunde, Pferde, Bienen) spezialisiert.
  • Keltische Missionare: Die Bajuwaren, teilweise Nachfahren der Vindeliker, wurden von irisch-schottischen Mönchen missioniert, Nachfahren der Inselkelten. Gründung der ersten klösterlichen Gemeinschaft in Bayern an einer Flussschlinge am Donaudurchbruch bei Weltenburg durch die Kolumbanermönche Eustasius und Agilus in den Jahren 617 bis 620.
  • Kräutertee und Bier: Zwei typische Getränke, die uns von den Kelten überliefert wurden, sind das gehopfte Bier und der Kräutertee.
  • Manching bei Ingolstadt: Hauptstadt des Keltenstammes der Vindeliker
  • Hauptsiedlungsgebiet der Kelten in Deutschland: Württemberg und Altbayern

Literatur

  • THE CELTS. Venedig 1991
  • Rudolf Pörtner: Bevor die Römer kamen. Düsseldorf 1961
  • Wolf-Dieter Storl: Pflanzen der Kelten. Heilkunde. Pflanzenzauber. Baumkalender. Aarau, Schweiz 2000
  • Rudolf Reiser: Bayern und Salzburg um Christi Geburt. Die keltisch-römische Vergangenheit. München 2001
  • Amt der Salzburger Landregierung: Die Kelten in Mitteleuropa. Kultur. Kunst. Wirtschaft. Salzburger Landesausstellung 1.Mai-30.September 1980 im Keltenmuseum Hallein Österreich. Salzburg 1980
  • Herrmann Dannheimer / Roman Fink: Fundort Bayern. Report aus der Vorgeschichte. München 1968
  • Wikipedia

Musik

Hans Georg Oswald

 

 

 

 

 

 

Die Bienen und der blaue Planet

Die Bienen im Kosmos

In diesem Beitrag möchte ich ein wenig die Bienen und ihre vielfältigen Beziehungen zum Kosmos beleuchten. Die Funktion der Biene als Hauptbestäuberin der Blütenpflanzen ist ja weithin bekannt. Die Rolle der Biene in der Entwicklung des Planeten Erde und des Kosmos ist aber seltener Gegenstand der Betrachtung.

Blau ist die Lieblingsfarbe der Bienen

Schon Karl von Frisch und Maurice Maeterlinck haben festgestellt, dass Blau die Lieblingsfarbe der Bienen ist. Diese Tatsache, die sich durch Fütterungsversuche bestätigen läßt, zeigt die enge Verbindung der Bienen zu unserem blauen Planeten.

Bienen haben alle Kontinente (außer Antarktis) erobert

Ähnlich wie die Gattung Ameise sind die staatenbildenden Honigbienen eine sehr erfolgreiche Art. Als sich das erste Deutsche Auswandererschiff, die „Concord“, im Jahre 1683 von Deutschland aus nach Amerika auf den Weg machte, waren neben 13 Familien aus Krefeld auch 5 Bienenvölker mit an Bord, die sich als Schwärme den neuen Lebensraum eroberten. Die Geschwindigkeit, mit der sich die Bienen in Nordamerika ausbreiteten, war sechs Meilen pro Jahr, während sich die Siedler mit nur durchschnittlich drei Meilen pro Jahr von Ost nach West vorankamen. Dadurch erreichten die Honigbienen lange vor den Siedlern die Amerikanische Westküste.

Die Beziehungen der Bienen zum Regenbogen

Ein Regenbogen hat die Form einer umgedrehten Naturwabe, aber auch die Form eines Bienenkorbes. Sein Farbenspiel beinhaltet auch ultraviolett, welches die Bienen als Farbe sehen können, der Mensch jedoch nicht dazu in der Lage ist. Das Farbensehen der Bienen ist im Vergleich zur menschlichen Sehfähigkeit mehr in den ultravioletten Bereich verschoben. Angeblich fliegen Bienenköniginnen, nachdem sie geschlüpft und zum Hochzeitsflug ausfliegen, auf Regenbogenhöhe in 2000 Meter Höhe im Violettbereich des Regenbogens.

Speicherung von kosmischer Energie

Die Biene ist in der Lage kosmische Energie in gespeicherter Form zu bevorraten. Sie tut dies in Form von Wachs und Honig. Gerade Honig ist dafür berühmt, die reinste Form von Energie darzustellen. Honig ist gespeichertes Sonnenlicht. Der Blütennektar, der sozusagen der den Rohstoff der Honigbereitung darstellt, wird nur dann in den Blüten erzeugt, wenn genügend Sonnenwärme bereitsteht. Beim Bienenwachs verhält es sich ähnlich. Bienenwachs kann Wärme und Energie unheimlich lange Speichern. Durch diese Bevorratung von gespeicherter kosmischer Energie ist die Biene in der Lage, im Nestinnern eine konstante Temperatur um 35° Celsius zu halten, welche in der brutlosen Zeit im Winter bei 25° Celsius liegt.

Die Aufgabe der Biene im Kosmos

Das nützliche Wirken zur Erhöhung der Qualität und Qualität der natürlichen Resourcen ist die große Aufgabe der Bienen im Kosmos. Durch die Schlüsselstellung der Bienen in der Bestäubung fördert und initiiert  die Anwesenheit von Honigbienen stabile, artenreiche Pflanzengesellschaften, deren Opimalzustand der Wald ist. Dies erhöht das Vorhandensein von drei essentiellen Resourcen, nämliche die Verfügbarkeit von Wasser, den Aufbau von Dauerhumus (Bodenfruchtbarkeit), und die Produktion von Sauerstoff.

Balance und Ordnung

Jahr für Jahr müssen weltweit etwa zwanzig Millionen Kleinbauern ihre Heimat verlassen, weil die Böden und Brunnen austrocknen. Zuvor wurde meist die Vegetationsschicht entfernt, so dass der karge Boden die Sonnenstrahlen nicht absorbieren kann, sondern zurückstrahlt. Der so erzeugte Aufwind läßt die Wolken nicht mehr abregnen, und in der Folge die Wüsten sich ausbreiten. Der wichtigste Schritt, um wieder intakte, langlebige Pflanzengesellschaften aufzubauen, ist die flächendeckende Bienenhaltung. Damit einher gehen auch signifikant höhere Ernten von qualitativ höherwertigen Früchten und Samen. Auch die Tiergesundheit von Schafen, Ziegen und Rindern wird durch Veränderung hin zu eiweißreicheren Futterpflanzen durch die Anwesenheit von Honigbienen verbessert.

Bienen sind Garanten für den Fortbestand der Heimat

Die Honigbiene ist der wichtigste Indikator für den Zustand der Heimat und den Zustand der flächendeckenden, kleinstrukturierten, traditionellen Bauernschaft. Die Biene ist hier eine Art von Seismograph, ähnlich dem Wellensittich der Kohlebergleute. Wenn das Summen der Honigbiene verstummt, ist Alarmstufe rot, rette sich wer kann. Der Agrarpolitik und Agrarwissenschaft kann aus  dieser Perspektive kein gutes Zeugnis ausgestellt werden, denn mittlerweile ist die Honigbiene in breiter Front auf dem Rückzug in der Deutschen Landschaft. Die Zahl der Bienenvölker hat sich von drei Millionen im Jahr 1910 auf ein Sechstel, nämlich fünfhunderttausend bis sechshundertausend im Jahr 2017 reduziert. Die offiziell veröffentlichten Zahlen in den Statistiken sind leider unrichtig, aufgrund der fehlerhaften Zählung von Ablegern als Vollvölker. Es gibt also nur noch einen Bruchteil des ursprünglichen Bestandes. Erschwerend kommt hinzu, dass die noch vorhandenen Bienenvölker immer ungleicher und ungünstiger verteilt sind, mit einem Trend zu großen Völkerdichten in Ballungsgebieten, und zeitgleich zunehmend bienenleeren Gefilden auf dem Lande. Der Trend geht derzeit jedenfalls eindeutig zum urbanen Ein-Volk-Imker, der die Bienenhaltung oft nur wenige Jahre betreibt. Diese Entwicklung gibt zu denken, denn dies würde heißen dass die Zahl der Bienenvölker auf dem Lande weiter dramatisch abnehmen wird, mit Folgen für das Vorhandensein von Schmetterlingen, Hummeln und Vögel, die ja auch Nutznießer von der Tätigkeit der Honigbienen sind. In Deutschland ist das Fernbleiben der Bestäuber bereits jetzt schon bittere Realität. Wohl dem, der durch den Kauf von richtigem Honig von hiesigen Imkern ein klares Zeichen der Wertschätzung für unseren kleinen gestreiften Freunde setzt. Von der so unendlichen kleinen Biene wird so viel für die weitere Entwicklung unseres blauen Planeten Erde abhängen.

Die Bienen und ihr Bienenstock.

Eine alte Bienenwohnung aus dem Bienenmuseum in Weimar. tags: bienenwachs kaufen,    bio bienenwachs,    propolis kaufen,    bio honig kaufen,    bio bienenwachs kaufen,    met kaufen,    propolis vom imker,    bienenwachs bio kaufen,    honig vom imker kaufen,    propolis tropfen kaufen,    propolis imker,    propolis creme kaufen,    www. bio-honig.com,    Imkerei Familie Oswald,     Honigversandtelefon 08782-979-577

Wie geht es unseren Bienen im Winter? Ein Drittel haben Sie bereits überstanden. Es gab bisher Frost, aber noch keinen Schnee. Die Bodenbretter und Bienenkästen sind deshalb trockener geblieben als sonst. Eine trockenere Überwinterung ist an sich kein Nachteil für die Bienen, sondern eher ein Vorteil, weil die Beute (imkersprachlich für Bienenkasten) dadurch etwas wärmer ist für die Bienen. Eine nasse, von Schnee- und Tauwasser vollgesogene Beute ist für die Bienen um ca. 10° Celsius kälter als eine trockene Behausung. Deshalb stehen meine Beuten prinzipiell nur auf Tockenstandorten ohne Bodennässe und Dauerfeuchtigkeit. Besonders nasse Talwiesen oder Ufernähe kann sich sehr nachteilig für die Überwinterungsquote auswirken.

Ein Bienenvolk von Imkerei Oswald mit langem Anflugbrett und tarnfarbenem Überwurfdeckel.

Ein Bienenvolk aus meiner eigenen Bienenhaltung auf einem trockenem Standplatz im Winter

Durch genaue Fluglochbeobachung, notfalls mit Taschenlampe, läßt sich der Gesundheitszustand des Bienenvolkes gut beurteilen, ohne es öffnen zu müssen. Der Totenfall auf dem Bodenbrett gibt hierzu Aufschluss. Wenn kaum eine tote Biene sich auf dem Bodenbrett befindet, ist dies ein gutes Zeichen. Eine sehr ruhig und tief sitzende Wintertraube ist ebenfalls ein ausgezeichnetes Zeichen. Unruhige Bienen und hoher Totenfall ist dagegen kein so gutes Zeichen. In diesem Fall kann eventuell Weisellosigkeit, also das Fehlen einer vollwertigen Königin oder das Vorhandensein einer unbegatteten Königin vorliegen.

Autochthone Stieleiche (quercus robur)

Eichen sind im Allgemeinen gute Zeigerpflanzen für potentielle Bienenstandorte mit trockenem Kleinklima.

Imkerei in Bayern.

Unsere eigenen Bienen im Winter im Isar-Hügelland.

Mehr Details über die Überlebensstrategien der Bienen im Winter: http://www.bee-careful.com/de/initiative/was-machen-bienen-im-winter/

Es folgen noch einige schöne Schnappschüsse vom Rauhreif, der die ganze Landschaft für kurze Zeit, meist am Morgen, kurz bevor die Sonne durch die Wolken kommt, in eine großartige Winterkulisse verwandelt:

Blog Winterkulisse

Blog Salix

Blog Weidenbiotop

Blog Bienenweide

Blog Birke

Blog Berufsimker

Blog Bienenhof Hallertau

 

 

Imkerei Oswald

Bienen im Winter: Landschaft zwischen Unterlauterbach und Oberlauterbach bei Rottenburg an der Laaber bzw. Pfeffenhausen. Raureif auf Sträuchern und Bäumen.

 

Echtes Bienenwachs läßt sich äußerlich leicht unterscheiden von verfälschtem Bienenwachs.

Woran erkennt man reines, unverfälschtes Bienenwachs?

Echtes, unverfälschtes Bienenwachs oxidiert mit der Zeit, vor allem an der kühleren Luft, das heißt, dass die Oberfläche des Wachses beschlägt, bzw. eine weiße Oxidationsschicht bekommt, die sich aber mit einem Tuch leicht wieder abwischen läßt. Dies ist das erste entscheidende Charakteristikum.

Das zweite Merkmal, an dem man echtes Bienenwachs erkennt, ist der Duft. Echtes Bienenwachs verliert an der Oberfläche mit der Zeit den Duft. Das bedeutet, dass wenn man an der Oberfläche riecht, zunächst der Duft kaum warhnehmbar ist. Erst wenn am Wachs gerieben wird, oder es verarbeitet wird, verströmt das Wachs seinen dezenten, angenehmen und edlen Duft.

Wie erkennt man verfälschtes Wachs?

Zum einen fehlt die Fähigkeit, den weißen Belag, den sogenannten “Wachsschimmel”, zu bilden (siehe oben).  Der Wachsschimmel ist kein echter Schimmel, sondern eine Reaktion mit der Luft, vor allem bei kühleren Temperaturen auftritt. Das verfälschte Wachs ist immer gleich gelb, und bekommt diese weiße Schicht an der Oberfläche nicht.

Das zweite Merkmal zur Erkennung von Wachsverfälschungen ist der Duft. Das verfälschte Wachs riecht immer gleich penetrant und intensiv. Eine geübte Nase kann sofort die Mineralölbestandteile, die immer etwas “streng”, “scharf” oder “beißend” nach Lösungsmittel riechen, deutlich erkennen.

Wie weitreichend ist der derzeitige Wachsskandal in Deutschland?

Der derzeitige Wachsskandal in Deutschland ist eine Tragödie gigantischen Ausmaßes, da die junge Brut der Bienen durch dieses verfälschte Wachs abstirbt und die Waben ihre Stabilität verlieren. Die Honigbienenbestände nehmen weltweit ab, und die derzeitige Wachsverfälschung trägt zum weiteren Niedergang der Honigbienen in Deutschland bei. Hunderttausende von Imker tauschten seit den 50er Jahren des vergangen Jahrhunderts bis heute das Altwachs Ihrer Bienen gegen vorgefertigte Mittelwände um. Dabei wurden viele immer wieder bis zum heutigen Tag teilweise unverschuldet Opfer von Wachsbetrug und Wachsverfälschungen, die sich aufgrund des Wachskreislaufes fortlaufend in den Wachsbeständen anreichern konnten. Heutzutage gibt es leider europaweit zunehmend 100% synthetisch hergestelltes, billiges Wachs aus China zu kaufen, das jedoch zur Schande der Kontrollbehörden als reines Bienenwachs angeboten wird, und regelmäßig die Wachskreisläufe der Imker und der Wachsverabeiter gefährdet. Die Gefährdungslage hierfür nimmt laufend immer weiter zu.

Väterchen Frost hat Einzug gehalten.

Väterchen Frost hat im Isar-Hügelland Anfang Dezember Einzug gehalten. Der Winter ist die Zeit, wo jedermann reine und unverfälschte Bienenwachsprodukte besonders wertschätzt. Mit diesem Artikel möchte ich dazu beitragen, dass es auch in Zukunft noch nach reinem Bienenwachs nachgefragt wird, und das echte Bienenwachs nicht vollständig verdrängt wird.

 

Hier sind einige Links zu echten, unverfälschten Erzeugnissen aus reinstem Bienenwachs:

Deutsches Bienenwachs von Honigwaben, 100g, aus regionaler Bienenhaltung, in Lebensmittel-Qualität für Cremes, Salben, Wachstücher, Holz- und Lederpflege

http://bio-honig.com/shop/deutsches-bienenwachs/

http://bio-honig.com/shop/sehr-grosse-bienenwachs-kerze-deutsch/

http://bio-honig.com/shop/kleine-stumpenkerze/

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Hoch lebe die Honigbiene und die edlen Gaben der Bienen!

 

Bienen im Fluge an der Fluögffnung des Bienenkastens.

Bienenflug an der Flugöffnung der Bienenbeute. Foto: Markus Wurmer, Hausen

Bahn frei für die Flugkünstlerinnen

Freier Flug ist sehr sehr wichtig und gesund für die Bienenvölker. Nach dem sie längere Zeit nicht geflogen sind, sehnen sie sich nun um so mehr nach Luft und Licht.

Die Strahlen der Sonne sind in der dunklen Jahreszeit eine Wohltat für Mensch und Biene, können aber die Winterruhe verzögern

Noch ist kein Polleneintrag zu erkennen, aber wir Imker müssen jetzt aufmerksam beobachten. Sollte jetzt wieder Pollensammelflug eintreten, verschiebt sich der Beginn der Winterruhe weitere 21 Tage nach hinten.

Bienen im Spätherbst beim Ausflug.

Bienen im Spätherbst. Foto: Markus Wurmer, Hausen

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https://facebook.com/imkerei.oswald

Hoch lebe die Biene!

Die Gartenimkerei oder Gartenbienenzucht findet immer mehr Freunde, auch wegen dem Überfluß an vielen guten Blumen und Kräutern in vielen Naturgärten.

Warum den natürlichen Reichtum unserer Gärten ungenutzt an uns vorübergehen lassen?

Wachs und Honig sind zwei kostbare und für die menschliche Gesellschaft fast unentbehrliche Dinge, wie bereits Joseph Pösel  in seinem 1784 erschienen “Gründlich- und vollständiger Unterricht sowohl für die Wald- als Garten-Bienenzucht” in einem Vorwort schrieb.

Um bienengerechte Pflanzen und Kräuter im Garten zu etablieren, müssen diese oft erst gepflanzt werden. Es ist schön und hilfreich, wenn es Imker oder Bienenzüchter gibt, die sich gegenseitig über gute Bienenpflanzen austauschen oder mit Sämlingen helfen.

Hier ein Einblick in die winzige Welt der Bienen auf ihrer sommerlichen Blumenreise zu diesen Pflanzen:

  • Sonnenhut  Echinacea purpurea “Harvest Moon”
  • Echter Dost Origanum vulgare
  • Strauchmalve, ähnlich wie Thüringer Strauchpappel Lavatera thuringiaca L., aber höher: bis 200 cm, vielleicht eine endemische Art?
  • Raublattaster 140 -180 cm hoch
  • Niedrige Aster 40cm
  • Echter Eibisch
  • Duftnessel Agastache foeniculum
Sonnenhut Echinacea purpurea "Harvest Moon".

Sonnenhut Echinacea purpurea “Harvest Moon”

Echter Dost Origanum vulgare

Echter Dost Origanum vulgare

Die zartrosa Blüte derStrauchmalve.

Strauchmalve

Biene trinkt Nektar auf Strachmalvenblüte.

Biene auf Strauchmalve

Biene beim Pollensammeln auf Rauhblattasterblüte.

Rauhblattaster

Biene beim Abflug von purpurner Asternblüte.

Niedrige Aster

Pollen-Biene mit lila Pollen.

Echter Eibisch

Honigsammlerin auf Duftnessel Agastache foeniculum.

Duftnessel Agastache foeniculum

Bilder: Markus Wurmer, Hausen

https://facebook.com/imkerei.oswald

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Ein Sperber im offenen Laub- und Nadelwald.

Ein Sperber am Bienenstand.

Der Sperber ist ein Baumbrüter wie die Honigbiene

Der Sperber ist ein Baumbrüter, der seinen Horst gut versteckt im unteren Kronenbereich am Stamm anlegt. Diese Vorliebe im Nestbau teilt er mit unserer heimatlichen Honigbiene apis mellifera mellifera, welche ebenfalls ihr Nest bevorzugt im unteren Kronenbereich am Stamm anlegt. Mit dem kleinen Unterschied, dass die Bienen das Nest im Stamm anlegen, also sogenannte Hohlnestbrüter sind.

Aussehen, Nahrungserwerb, Jagd- und Lebensweise

Die Heimat des Sperbers ist sowohl der Nadelwald (Fichten, Tannen) als auch der Mischwald (Eichen, Kirschen). Er beobachtet seine Beute sowohl im Stand als auch im Flug (Stand- und Strichvogel), und schlägt seine Beute hauptsächlich in der Luft (Grifftöter). Der Sperber ist ein sehr wendiger, agiler Kurzstreckenjäger. Seine Beute sind meist Vögel bis Taubengröße (männliche Sperber) oder Drosselgröße (weibliche Sperber), seltener Kleinsäuger. Die Vögel haben ein Gelege von vier bis sechs Eier mit einer Brutdauer von sechsunddreißig Tagen.

Ein Sperber im Flug mit einem Vogel als Beute in seinen Fängen.

Ein Sperber im Flug mit einem Vogel als Beute in seinen Fängen.

Naturprodukte aus unserem Bienengarten

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Wissen wann bei den Bienen Winterruhe einkehrt

Um zu wissen, wie es den Bienen jetzt geht, müssen wir eine kleine Nachtreise zu den Bienenständen unternehmen. Nachdem gestern (14. November 2016) der Supermond aufgegangen war, war es hell genug, um dem Bienengarten einen Besuch abzustatten. Warum Nacht? Der Grund ist folgender: Die ersten beiden Frostnächte sind extrem wichtig für die Berechnung der brutfreien Zeit, auch Winterruhe genannt. Dies geschieht so: Nach den ersten beiden richtigen Frostnächten wird dieses Datum im Kalender markiert und die darauffolgenden Tage bis einundzwanzig durchgezählt. Richtiger Frost ist dann gegeben, wenn Wasser in einer Schale durchgefriert, ich spreche also nicht von Raureif, sondern von Frost. Diese beiden Frosttage waren bei uns im Isar-Hügelland um den 15. November 2016. Zähle ich einundzwanzig Tage hinzu, komme ich auf den sechsten Dezember. Die einundzwanzig Tage markieren die Entwicklungszeit eines Bieneneies zu einer komplett ausgeschlüpften Biene.

Kältereiz ist wichtig

Die Bienenkönigin braucht den Kältereiz um zu wissen, wann sie das Legegeschäft einstellen soll. Eine Bienenkönigin ist gewöhnt, im Prinzip 24 Stunden mit der Anlage von Brutflächen beschäftigt zu sein, dem sogenannten Bestiften. Bieneneier sehen aus wie kleine Stifte, die senkrecht in der Zelle stehen. Die die Zellen aber ungefähr horizontal verlaufen, stehen die Stifte ebenfalls ungefähr horizontal in der Wabe.

Jede Erschütterung, Geräusch oder Störung muss unterbleiben

Jede Störung lockert die Winterkugel und ist daher schlecht. Man achte auch auf Vermeidung von Störungen durch Spechte, Wildschweine, Holzarbeiten, Vibration durch Traktoren und Maschinen, Abgase, Schusswaffen etc.

Stürme und starken Wind abwehren

Schutz vor Stürmen und starkem Wind wird gut durch die Anlage einer Schutzpflanzung, eines sogenannten “grünen Pullovers” auf der Nordseite sowie auf den Seiten erreicht. Dafür haben sich aus eigener Erfahrung folgenden Pflanzengesellschaften bewährt:

  • Stieleichen im Abstand von fünf Metern, dazwischen Buchs, Haselnuss, Weissdorn, Wildrosen, Efeu und Brombeeren. Wenn die Eichen Armdicke erreicht haben, in fünf Meter Höhe kappen und neu austreiben lassen. Ideale Tiefe der Schutzhecke beträgt zehn Meter, die Länge 25 bis 50 Meter.
  • Kiefern im Abstand von fünf Metern, dazwischen Buchs, Haselnuss, Weissdorn, Efeu, Wildrosen und Brombeeren. Wenn die Kiefern armdicke erreicht haben, ebenfalls in fünf Meter Höhe kappen.

Nicht besorgt sein

Wer alle Vorarbeiten zur Einwinterung bei den Bienen ab Juli gewissenhaft erfüllt hat, braucht um seine Bienen während des Winters nicht besorgt sein.

supermond

Nützlicher Link zum Supervollmond am 14.11.2016: https://de.wikipedia.org/wiki/Supervollmond

Ein Wappenfenster in den Farben rot und blau.

Alte Glasmalerei

Rotes Wappenschild mit blauer Taube.

Rotes Wappenschild mit blauer Taube (?)

Ein Stechhelm (Turnierhelm) mit Helmzier.

Ritter-Turnierhelm mit Helmzier

Das Wappenfenster war ursprünglich nur ein Fragment. Nachdem ein altes Fenster im Bauernhaus undicht war, nutzten wir das Wappenfragment zum Einglasen des Bauernfensters. Dass ich früher einmal eine Lehre als Glaser begonnen hatte, und Ruth Glaskünstlerin ist, kam uns hier gelegen.  Aus unserem Fundus von farbigem Antikglas wählte ich für den Rand ein türkisfarbenes, blaues Antikglas aus.

Sodann ging es ans Ermitteln von Lichtmaß, Falzmaß und Zuschnittmaß. Danach erfolgte das Zuschneiden der Glasstücke mit dem Silberschnitt Stahlrädchen Glasschneider. Vorher kommt ein Tropfen Öl aufs Stahlrädchen. Sodann werden die Bleiruten für den oberen und unteren Rand mit dem Bleimesser auf das Lichtmass zugeschnitten und eingesetzt und mit dem Heft des Glasschneiders zugestrichen. Danach werden mit sehr weichen Verstreichkitt die Fugen abgedichtet.

Das nun fertige Wappenbild wird nun in die Nut des Fensters eingeschoben, denn es handelte sich leider um ein sehr primitives Stall-Holzfenster ohne Falz und ohne Kittbett. Danach haben wir das Fenster mit Sägespänen trockengerieben und von Kittresten gereinigt. Dabei bekam das Glas und die Bleiruten wieder ein bischen etwas von ihrem alten Glanz zurück.

Bleiverglasungen und Wappenfenster haben mich schon seit der Schulzeit beschäftigt, als ich zum Beispiel im Kunst Leistungskurs am Hans-Leinberger-Gymnasium in Landshut eine Facharbeit über Glasmalerei geschrieben habe. Vielleicht hat auch dazu beigetragen, dass sich in der Bauernstube meiner Großeltern  ein altes Wappenfenster aus der Mayer´schen Hofkunstanstalt (https://de.wikipedia.org/wiki/Mayer%E2%80%99sche_Hofkunstanstalt) befand. Der  künstlerische Leiter der Hofkunstanstalt war ab 1891 Franz Xaver Zettler, ein gebürtiger Pfeffenhausener (https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Xaver_Zettler).

Franz Xaver Zettler sitzt mit seinen beiden Söhnen am Tisch, eine Zeichnung eines gotischen Maßwerkfensters betrachtend.

Franz Xaver Zettler mit seinen Söhnen. Aus Martin Fahmüllers Buch: “Pfeffenhausen. Die Geschichte des Marktes Pfeffenhausen.”, Pfeffenhausen 2015.

“Franz X. Zettler war der Sohn eines Pfeffenhausener Bäckers. Nach der kaufmännischen Ausbildung in München widmete er sich ganz der Kunst. Seine Auffassung, in der Glaskunst wieder zurück zur Blütezeit dieser Kunstform ins Mittelalter zu gehen, und aus dem Formenschatz dieser Epoche zu schöpfen, begründete den Ruhm der Hofkunstanstalt. Bald kamen Aufträge aus dem In- und Ausland. auch die Fenster der Pfeffenhausener Pfarrkirche fertigte seine Werkstatt in München. Aus Verbundenheit mit der Heimat seines Vaters machte er das Mittelfenster der Pfarrei zum Geschenk.”  Aus Konrad und Martin Fahmüllers Buch: “Pfeffenhausen. Die Geschichte des Marktes Pfeffenhausen.”, Pfeffenhausen 2015, Seite 150 im Kapitel “Bäcker und Konditoren”.

 

Mein eigener Ur-Ur-Großvater Josef Kraus, geboren 1846 in Simbach am Inn, war von Beruf Glaser- und Zinngiessermeister, ebenso  auch mein Ur-Großvater Franz Xaver Kraus, geboren 1877. So war die Arbeit an diesem Fenster der willkommene Anlass,  mich an die alte Handwerkstradition meiner Vorfahren zu erinnern.

Ein Gemälde, das das Gründerehepaar der Glaserei Kraus in Altötting zeigt. Der Glaser- und Zinngießermeister Franz Xaver Kraus trägt eine grüne Glaserschürze und hält eine Pfeife in der rechten Hand. Seine Gattin, die Geschäftsfrau Veronika Kraus sitzt schreibend am Schreibtisch, eine Schreibfeder in Ihrer rechten Hand. Im Hintergrund befindet sich in bleiverglastes Fenster, das den Blick auf den Kapellplatz in Altötting, dem berühmten Wallfahrtsort, freigibt. Zu erkennen ist die Gnadenkapelle, die Magdalenenkirche und daneben der Kongregationssaal der Marianischen Männerkongregation.

Glaser- und Zinngießermeister Franz Xaver und Veronika wanderten 1903 von Simbach am Inn nach Altötting aus und gründeten dort eine Glas- und Porzellanwarenladengeschäft mit Devotionalien für Wallfahrer sowie angeschlossener Glaserei, Zinngießerei mit Bierkrugdeckelfabrikation, Spiegelverkauf und Einrahmungen. Die beiden sehr religiösen und fleißigen Gründer kamen in Altötting mit leeren Taschen und nur mit einer Nähmaschine an.  Sie bauten 1903 ein Geschäftshaus mit Werkstatt angrenzend an das Gasthaus Zwölf Apostel (neben der Papstlinde am Bruder-Konrad-Brunnen). Dank Inhaberwechsels existiert die Glaserei bis zum heutigen Tage in Altötting fort (Link: http://glas-kraus.de/unser-team).

Altöttinger Land

Übersichtskarte von Altöttinger Land. Früher gehörte Altötting zum Bistum Salzburg, jetzt jedoch zum Bistum Passau.

Die Papstlinde in Altöttting.

Papstlinde, gepflanzt von Johannes-Paul II. bei seinem Besuch in Altötting, links Bruder-Konrad Brunnen, hinten die Wallfahrer Basilika und rechts Hotel Gasthof Zwölf-Apostel (gelb). Das rosa Haus beherbergt einen Devotionalienladen.

 

 

 

 

Eine Kunstpostkarte mit einem Werk von dem Kinderbuchillustrator Ernst Kreidolfs Werk "Frau Sonnenblume".

Ernst Kreidolf 1863-1956, Frau Sonnenblume, Pastell auf Papier. Privatbesitz, Schweiz.

Diese Postkarte mit der Sonnenblume erreichte uns mit der Post und trug eine handschriftliche Honigbestellung. Der Künstler Ernst Kreidolf illustrierte ab 1898 Kinderbücher. Personifizierte Blumen und Insekten spielen in seinen Werken die Hauptrolle.

Folgende Kinderbücher stammen aus seiner Feder:

  • Blumenmärchen. 1898
  • Fitzebutze. 1900
  • Die schlafenden Bäume. Ein Märchen in Bildern. 1901
  • Die Wiesenzwerge. 1902
  • Schwätzchen für Kinder. 1903
  • Der Buntscheck. 1904
  • Alte Kinderreime. 1905
  • Sommervögel. 1908
  • Gartentraum. 1911
  • Alpenblumenmärchen. 1922
  • Biblische Bilder.
  • Wintermärchen. 1924
  • Lenzgesind. 1926
  • Das Hundefest. 1928
  • Bei den Gnomen und Elfen. 1929
  • Kinderzeit. 1930
  • Grashupfer. 1931

Quelle: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Kreidolf

Illustration mit Waldameisen.

Illustration (Detail) mit gezeichneten Roten Waldameisen, Käfern, Grashüpfern und Schmetterling beim Verteilen von Blütenstaub.

 

Die Blütenuhr zeigt statt Ziffern Blütenpflanzen an

Im Mikrokosmos der Honigbienen geht die Uhr anders. Statt Ziffern zeigt die Blütenuhr der Bienen markante, gut zu beobachtende Blütenpflanzen an, die zur jeweiligen Blütezeit neben vielen anderen beflogen werden. Es geht bei dieser Betrachtung nicht in erster Linie um den Honig, sondern um die Aussagekraft über den aktuellen Zustand der Entwicklung der Bienenvölker. Es handelt sich um Zeigerpflanzen, die exemplarisch Auskunft geben über die Wetterentwicklung und deren Wirkung auf die natürlichen Rhythmen im Bienenvolk.

Haselnuss-Weide-Schlehe-Löwenzahn-Raps-Linde-Springkraut-Aster

Es beginnt mit der Haselnussblüte im Februar. Darauf folgt die Weidenblüte im März, die Schlehenblüte im April, die Löwenzahnblüte ebenfalls im April, die Rapsblüte im Mai, die Brombeerblüte im Juni, die Lindenblüte im Juli, die Springkrautblüte im August und letztendlich die Asternblüte im September und Oktober.

Bilder von den mutigen letzten Blütenbesucherinnen im Herbst

Wenn die Temperatur im Schatten unter 10° Celsius fällt, werden die Ausflüge selten, bei unter 5° Celsius wird der Flugbetrieb normalerweise eingestellt. Unsere Ökologischen Bienenvölker wohnen in dünnwandigen Naturholzbeuten, die die Sonne schnell und gut absorbieren, so daß die Bienen schnell auf Sonnenfenster im Herbst und Winter reagieren können. Für die Bienen sind diese Temperaturspitzen enorm wichtig für die Gesundheit und Wohlbefinden. Die Aufnahmen zeigen einzelne mutige Flugbienen bei den letzten Blütenbesuchen.

Blütenuhr.

Blütenuhr Imkerei Oswald

Bauernhaus Imkerei Oswald.

Bauernhaus Imkerei Oswald

Honigbienchen auf Asternblüte.

Honigbienchen auf Asternblüte

Neuenglische Aster.

Neuenglische Aster

Honig gesund und lecker von Imkerei Oswald: Honig Haus am Bienenhof.

Honig gesund und lecker von Imkerei Oswald

Stärkung vor dem Winter.

Letzte Stärkung vor dem Winter

Die kleine Imkerei der Oswalds.

Kleine Imkerei der Oswalds

Eine Winterbiene auf einer purpurroten Asternblüte.

Eine sogenannte Winterbiene auf purpurroter Asternblüte

Ein Apfelbäumchen der Sorte Rewena (vor 13 Jahren gepflanzt).

Apfel der Sorte Rewena

Eine schöne Biene aus Familie Oswalds Bienenhaltung auf einer schönen Blüte.

Bienen verstehen kann nur, wer etwas von Blumen versteht

Bienengerechte Bienenhaltung in Einzelaufstellung.

Bienengerechte Bienenhaltung in Einzelaufstellung

Pestkapelle Oberlauterbach.

Pestkapelle Oberlauterbach

Eine gestreifte Honigbiene saugt Blütensubstanzen von einer lila Blüte.

In vergangen Zeiten nahm man sich die Zeit, um das Leben der Bienen genauer zu betrachten

Bienenvolk wärend der Sonnung.

Das Bienenvolk absorbiert jeden Sonnenstrahl

Bienen bei der Sonnung.

Honig aus eigener Biokreis Bienenhaltung

Pollensammelnde Biene.

Blütenpollen aus Deutschland von pollensammelnder Biene

Bienen auf  einzigartig schönen Blüten.

Bayerischer Biene des Ökotyps Hallertauer Biene sammelt Blütensubstanzen für Bayerischer Blütenhonig

Biene auf Blütenpflanze.

Die Bienen brauchen Blütenpflanzen

Lila ist die Farbe des Herbstes.

Die Farbe des Herbstes

 

 

 

 

Das Naturschutzgebiet “Ehemaliger Standortübungsplatz Landshut mit Isarleite”

Das Zweite Schwere Reiter Regiment bei Landshut

Die Geschichte dieses landschaftlichen Kleinods beginnt 1880, als für das Zweite Schwere Reiter Regiment  bei Landshut ein Exerzierplatz an den Isarhängen etabliert wurde. Dieses militärische Übungsgebiet wurde in den verschiedenen Phasen des Zwanzigsten Jahrhunderts dann immer wieder erweitert. In dem 190 Hektar großem Gebiet befanden sich unzählige Hofstellen mit altem Baumbestand, welche jedoch nicht abgerissen, sondern sich selbst überlassen wurden.

Standarte des 2. Schwere Reiter Regiments.

Zweites Schweres Reiter Regiment

Aus dem Schwere Reiter Regiment wurde in der Zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts die Panzerbrigade 24 “Niederbayern”, ein Verband der 1. Gebirgsdivision des Heeres der Bundeswehr mit Stab in Landshut (Schoch-Kaserne) und Stationierungsraum in Niederbayern. Die Brigade wurde 1994 aufgelöst. Ich selbst habe noch ein Panzermanöver auf dem ehemaligen Standortübungsplatz miterlebt und bin auch im Spähpanzer bei Höchstgeschwindigkeit in welligem Gelände ordentlich durchgeschüttelt worden. Kurz vor dem Abzug der Bundeswehr bin ich dann mit Freunden auf dem Übungsgelände mit einem alten Mercedes herumgekurvt, als dort noch kleine Miniaturdörfer aus Holz aufgestellt waren.

Orientierungstafel Naturschutzgebiet Ehemaliger Standortübungsplatz.

Naturschutzgebiet “Ehemaliger Standortübungsplatz Landshut mit Isarhangleite”

Nach dem Abzug der Panzer wurde ein besonderer Reichtum an seltenen Arten entdeckt. Leider wurde zu dieser Zeit der Wert der Honigbienen für die Biodiversität nicht richtig erkannt, und die Haltung von Honigbienen wurde im Naturschutzgebiet gesetzlich verboten. Ich habe mich persönlich dafür eingesetzt, dass dieser Fehler korrigiert wird, aber leider ohne Erfolg. Die Wahrheit ist, dass zwischen den solitär lebenden Bienen und den Honigbienen keine Nahrungskonkurrenz besteht, im Gegenteil, die beiden Arten haben unterschiedliche Sammelstrategien und ergänzen sich sehr gut, so dass eine Koexistenz einen natürlichen Idealzustand darstellt. Dies sahen einzelne Solitärbienenfanatiker anders. Ein Versuch meinerseits, darüber zu reden, scheiterte an der mangelnden Gesprächsbereitschaft der Solitärbienenfanatiker. Dies stellte eine schwere Niederlage für die Biodiversität im Naturschutzgebiet dar, zumal auf den Hofstellen seit Jahrhunderten Honigbienen gehalten wurden.

Aussichtspunkt im Naturschutzgebiet.

Aussichtspunkt im Naturschutzgebiet.

Ehemaliger Panzerfahrweg.

Ehemaliger Panzerfahrweg

Apfelbäume.

Apfelbäume

Honig im Glas der Sorte Blüten-Honig mit dem Siegel biokreis, regional & fair, Der Grüne Punkt, und Anerkannter Imkerei-Fachbetrieb Siegel vom Berufs-und Erwerbs-Imkerbund.http://bio-honig.com/shop/imkerei-oswald-bio-honig-von-eigenen-bienen/

Wichtiger Beitrag zu Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Biodiversität

Für die Umsetzung der Bio Richtlinien in unserer täglichen Arbeit, und für unser gemeinsames Engagement, die  ökologische Bienenhaltung in Deutschland voranzubringen, haben wir soeben den Anerkennungsbescheid 2016/2017 für das Kontrolljahr 2016 erhalten.

Die Anerkennnungsurkunde für bio-honig.com.

Die Imkerei Oswald wurde 2016 kontrolliert. Es gab keinerlei Beanstandungen. Nach Beurteilung durch das Anerkennungsgremium ist die Imkerei Oswald berechtigt, das eingetragene Verbandswarenzeichen BIOKREIS zu führen.

Hier gehts zu unserer Facebook Seite: https://facebook.com/imkerei.oswald

Hier gehts zu unserer Biokreis Honig Edition “Sonnenvögelchen”: http://bio-honig.com/shop/naturhonig-biohonig-kaufen-oswald/

Zertifikat regional & fair

bio-honig.com wurde ebenfalls auf die Einhaltung der “regional & fair”-Richtlinien kontrolliert. Die Verarbeitung der Erzeugnisse erfolgte ohne synthetischer Zusätze oder gentechnisch veränderter Substanzen, und es wurden umwelt- und resourcenschonende Produktionsmethoden angewendet. Eine positive Grundeinstellung zum Ökologischen Landbau ist dazu ein wichtige Voraussetzung:

  • Erzeugung von Produkten nach ökologischen Richtlinien
  • Bezug der ökologischen Betriebsmittel aus der Region
  • Qualitätsmanagement und Rückverfolgbarkeit
  • Faire Lieferpartnerschaften
  • Faire Preise für kleine Familienbetriebe
  • Soziale Kriterien
  • Förderung alter Rassen (Hallertauer Biene Apis mellifera hallertauensis) und alter Sorten (Kaiser Wilhelm-Apfel, Himbeerapfel von Holowaus, u.v.a.m.)
  • Öffentlichkeitsarbeit und Regionalvermarktung
Zertifikat regional und fair von Imkerei Oswald bio-honig.com.

Honig aus eigener Imkerei, regional & fair

 

 

Der Begriff Isar-Donau-Hügelland bezeichnet die hügelige Landschaft zwischen den Flüssen Donau und Isar. Die Landeshauptstadt Bayerns, die Stadt München, liegt bekanntlich an der Isar. Die nächste größere Stadt isarabwärts ist Landshut, Hauptstadt von Niederbayern. Das Gebiet des Isar-Donau-Hügellandes liegt zwischen der von den Römern gegründeten alten Kaiserstadt Regensburg und der alten Herzogsstadt Landshut.

Isartal

Blick von der Burg Trausnitz zu Landshut auf das Isartal.

Am Donnerstag, den 06.10.2016 lud der Verein “Tradition und Brauchtum” ins Zeughaus auf der Grieserwiese zu einem Vortrag des Landshuter Kreisarchäologen M.A. Thomas Richter. Der Titel des Vortrages lautete “(K)eine Stadt aus dem Nichts”. Dabei erläuterte er anschaulich die neuesten Theorien über die Anfänge der Stadt Landshut.

Titel des Vortrages vom Landshuter Kreisarchäologen Thomas Richter.

Landkreis Landshut. Eine Stadt aus dem Nichts. Die früh- und hochmittelalterliche Besiedelung der Region Landshut im Lichte archäologischer Ausgrabungen.

Die alte römische Fernstraße von Venedig nach Regensburg

Bis ins Hochmittelalter dienten die alten römischen Fernstraßen als Verkehrswege, neue Fernstraßen wurden selten bis gar nicht angelegt. Eine alte wichtige Fernstraße war die Römerstraße von Venedig über Salzburg nach Regensburg. Diese Straße kreuzte die Isar auf einer natürlichen Furt etwas nördlich von Landshut, auf Höhe des Naherholungsgebietes Gretlmühle.

Die römische Fernstraße von Augsburg nach Konstantinopel

Eine weitere wichtige römische Fernstraße, die Straße von Augsburg nach Konstantinopel, verläuft zunächst auf der rechten Isarseite, und kreuzt dann kurz vor Landshut zwischen Niedererlbach, Weixerau und Altdorf die Isar.

Die beiden Römerstraßen kreuzen sich irgendwo links der Isar im Bereich zwischen Ergolding und Altheim

Die Besiedelung Ergoldings, das heute mit der Stadt Landshut zusammenwächst, ist seit 600 archäoloigsch erfassbar. In dem Gebiet war schon in vorgeschichtlicher ein Erdwerk, das zu astronomischen Zwecken diente, eine Art niederbayerisches Stonehenge. Auch wurde bei Altdorf der größte bekannte bayuwarische Friedhof ausgegraben.

Das karolingische Königsgut Ergolding

An der Isar reihten sich die drei karolingischen Königsgüter Moosburg, Ergolding und Landau aneinander. Bei Ergolding ist der Aufenthalt der königlichen Entourage in den Jahren 822-824 nachgewiesen. Die Burg und der Königshof sind baulich nicht mehr vorhanden, aber archäologisch erfaßt. Ergolding war ein komplexes Zentrum mittelalterlichen Lebens, mit reicher Viehzucht, Milchverarbeitung, Metallverarbeitung und mehreren Kirchen und Kapellen.

Ludwig der Kelheimer will einen Territorialstaat gründen

Die römisch-katholische Kirche beanspruchte im Mittelalter Rechtsnachfolger des römischen Reiches zu sein. Der Bischof von Regensburg hatte deshalb im Mittelalter als Kurfürst mehr Macht als die Wittelsbacher Herzöge. Dies missfiel dem bayerischem Herzog Ludwig dem Kelheimer. Im Zuge der Aufbruchstimmung, die mit dem Beginn der Kreuzzüge ins Heilige Land losbrach, gründete Ludwig der Kelheimer genau an der Grenze der Diözese Regensburg eine ganze Zahl von Städten, um die Macht des Bischofs zu schwächen. Darunter befand sich auch die Gründung der Stadt Landshut, die ja rechts der Isar, genau an der Grenze  liegt. In der Mitte der Isar befindet sich nämlich die Grenze zwischen der Diözese Regensburg und der Diözese Freising-München.

Ergoldings Status als Großsiedlung endet um 1150

Das Ende von Ergoldings Status als Großsiedlung im Isar-Donau-Hügelland fällt zeitlich fast zusammen mit der Gründung Landshuts im Jahr 1204. Dies erklärt auch den kometenhaften Aufstieg Landshuts im Mittelalter und dem Bau des höchsten Backsteinturmes der Welt. Die Auflösung  der Großsiedlung Ergoldings kam Landshut, das auf der anderen Isar-Seite liegt, perfekt zugute. Dabei ist festzustellen, dass Ergolding aus politischem Willen des Herzogs aufgelöst wurde, um Resourcen für seinen Traum von einem Bayerischen Territorialstaat im Isar-Donau-Hügelland freizubekommen.

Welche Rolle spielt hierbei die Burg Trausnitz?

Neue archäologische Erkenntnisse belegen eine hölzerne Befestigungsanlage, die seit dem Jahr 900 an der Stelle des heutigen sogenannten Fürstenbaues existierte. Sie war auf diesem Geländesporn nach Norden durch drei imposante Wälle geschützt, von denen zwei heute noch in der heutigen Anlage der Burg erkennbar sind.

Wittelsbacher Turm auf der Burg Trausnitz.

Wittelsbacher Turm auf der Burg Trausnitz


Fürstentreppe und Pulverturm.

Fürstentreppe (Ochsenklavier) und Pulverturm.


Blick isaraufwärts Richtung München.

Blick isaraufwärts Richtung München.


Bildnis der Herzogin Jadwiga mit Taube, Polnische Königstochter und Gemahlin Georgs des Reichen (Landshuter Hochzeit 1475).

Bildnis der Herzogin Jadwiga mit Taube, Polnische Königstochter und Gemahlin Georgs des Reichen (Landshuter Hochzeit 1475).


Bildnis der Herzogin Jadwiga mit Taube, Polnische Königstochter und Gemahlin Georgs des Reichen (Landshuter Hochzeit 1475).

Bildnis der Herzogin Jadwiga mit Taube, Polnische Königstochter und Gemahlin Georgs des Reichen (Landshuter Hochzeit 1475) (Detail).

 

 

 

 

 

Die Kundenbewertungen unserer Kundenumfrage

Die Hauptfrage der Kundenumfrage

Die Hauptfrage unserer Kundenumfrage war: “Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie Bienenprodukte und Naturwaren von Imkerei Oswald´s Onlineshop bio-honig.com einem Freund oder Kollegen weiterempfehlen werden?

  • Wir erhielten Antworten von 99 Kunden.
  • Die sehr große Mehrheit von 78% gab uns Höchstnoten (9-10 von 10)
  • 17% gaben uns eine sehr positive Bewertung (7-8 von 10)
  • 5% gab uns mittlere bis nicht so gute Noten (0-6 von 10)

Die Detailfragen der Kundenumfrage

Die Detailfragen hatten folgenden Einleitungssatz: ” Welche Verbesserungen würden Sie vornehmen beziehungsweise vorschlagen?”

Bei den Detailfragen erhielten wir Antworten von 66 Kunden.

Die Zustimmungsrate verteilte sich folgendermaßen  (nur die besten 7 Ergebnisse):

  • Weitere Zahlungsfunktionen wie Visa, giropay, Sofortüberweisung und abgesichterter Rechnungskauf hinzufügen? Höchste Zustimmung mit 52%
  • Neue Inhalte wie Honigberatung und Tipps hinzufügen? Zweithöchste Zustimmungsrate mit 21,21%
  • Honig von anderen Imkern aus anderen Deutschen Regionen ins Sortiment aufnehmen? Dritthöchste Zustimmungsrate mit 19%
  • Die Zahlungsfunktion Kreditkarte hinzufügen? Zustimmungsrate 14%
  • Die neuen Blogbeiträge als Newsletter versenden? Zustimmungsrate 12%
  • Die Honigauswahl erhöhen? Zustimmungsrate 12%
  • Zahlungsfunktion Sofortüberweisung hinzufügen? Zustimmung 11% 

Kundenstimmen aus dem Dialogfeld am Ende der Umfrage (anonymisiert)

“Wir sind absolut begeistert von Ihrem Honig. Vielleicht können sie spezielle Koch- und Backrezepte mit Honig aufführen. Ihr Honig läßt sich ausgezeichnet verschenken (…) Herzliche Grüße Ihre …”

“Liebe …, euer Honig ist der Beste! Das erfahren auch alle Freunde und Bekannte. Ich nenne ihn LOVE Honig! Herzliche Grüße …”

“Für mich passt alles”

“Etiketten sind super. Bitte nicht ändern! Die Gläser liebe ich. Ich verwende sie im Anschluss weiter. Ich möchte nur Oswald Honig und keine anderen Imker, weil ich keinen Pfusch möchte. Ich vertraue Euch, auch dass die Bienen gut behandelt werden. Da zahle ich den Preis gerne. Bitte weiter so!”

“aber eigentlich auch so alles super”

“Mir hat es sehr gut gefallen, bei Ihnen zu bestellen, die Versanddauer war in Ordnung. Den großen Wachsblock in kleinen Stücken ins Paket zu packen hätte für mich im häuslichen Verbrauch logistische Vorteile gebracht, (…) Viele Grüße”

Eigene Anmerkung: Wir haben den Vorschlag bereits umgesetzt und versenden die 100g Wachsstücke nun auch bei größeren Mengen in 100g Stücken, und nicht mehr als Wachsblock.

“Alles Bestens! Ihr Honig ist einfach wunderbar!”

“Newsletter”

“Ich bin vollkommen zufrieden!”

“Euer Honig ist super.”

“Was gut ist soll man nicht verschlimmbessern”

“Bitte keine ausländischen Honige anbieten, wegen Seuchengefahr”

Eigener Anmerkung: Es ist in der Tat so, dass Importware eine Gefahr für die lokalen Bienenvölker darstellen kann. Deshalb würde ich nie empfehlen, bei einem Händler Honig zu kaufen, sondern nur direkt beim Imker.

“Ich finde den Aufbau der Seite verwirrend. Im Prinzip haben Sie zwei Sorten superleckeren Honig. Dass die Pakete letztlich nur unterschiedliche Zusammenstellungen sind, konnte ich immer nur erraten.”

Eigene Anmerkung: Jedes einzelne Bienenvolk sammelt individuell einen besonderen Honig, den es in genau dieser Zusammensetzung nur einmal auf der Welt gibt. An einem Bienenstand stehen ca. sieben bis acht Völker. Dies ergibt eine Schleudercharge. Es ist jedoch in der Tat so, dass sich die Flugradien der einzelnen Bienenvölker überschneiden, so dass die verschiedenen Chargen und Erntestandorte der Honige sich ähneln. Die verschiedenen Namen der Honigcollectionen (6, 12, 24 Glas) sind ein Abbild der Biotopvielfalt der Landschaft, aus der der Honig stammt, nicht aber verschiedene Honigsorten, wie auch der Kundenkommentar richtig bemerkt.

“Für mich einfach der beste HONIG der WELT! VERSAND: Mit DHL versenden: Ist sicherer, schneller, CO2-neutral und die Angestellten bei DHL werden besser bezahlt. Dafür Versandkosten entsprechend berechnen. Beste Grüße …”

Eigene Anmerkung: Danke, wir nehmen den Hinweis positiv auf.

“Top Qualität. Weiter so. Grüße.”

“Gläser, Etikett und besonders den hübschen Deckel bitte beibehalten. Bei Ihnen ist “weniger mehr”. Ihr eigener, unübertroffener Honig, auf Rechnung, mit kurzen Lieferzeiten, bitte verwenden Sie Ihre Energie weiterhin auf Ihre Bienen und Ihren Honig und nicht auf unnötige Website-Designs etc. Beim Honig entscheiden Geschmack und Qualität. Ihre treuen Honigkunden … und …”

“Bitte machen Sie ja nur nicht Dinge wie “Honig aus dem europäischen Ausland”. Große unpersönliche Portale, bei denen man nichts mehr nachvollziehen kann, gibt es wahrlich genug!”

“Mit dem Honig von Oswald habe ich ein Naturprodukt erworben. Hier habe ich Genuss pur.”

“Waldhonig wieder in der alten, fest werdenden Qualität anbieten”

Eigene Anmerkung: Ab Sommer 2017 hoffen wir diesen feinen Brombeer-Fichten-Eichen Waldhonig wieder anbieten zu können. Wir Imker leben immer von der Hoffnung auf eine Ernte aber Danke für die Geduld.

“Ihr Honig schmeckt einfach köstlich und versüßt jedes Familienfrühstück!”

“Der Honig ist ein Genuß, die Informationen über den Betrieb und der nachhaltige Umgang mit natürlichen Resourcen werden für den interessierten Menschen auf der Webseite erläutert. Onlineshop, Bestellung, Bezahlung und Versand funktionieren aus Kundensicht problemlos. Meiner Ansicht nach gibt es kein Verbesserungspotential.”

“Bin zufrieden. Verbesserungen nicht nötig.”

“Beim letzten Einkauf habe ich Amazon Payments verwendet, was jedoch scheiterte. Im Nachhinein viel mir auf , dass ich keine cookies akzeptiert habe. Möglicherweise hat es deshalb nicht funktioniert. Sollte dem so sein, wäre ein Hinweis darauf angebracht!”

“Wir sind umfassend zufrieden.”

“Lieben den Honig und ich empfehle ständig weiter, bestellen schon zu mehreren…alles gut! Warum gab es keinen Wald- und Sommerhonig?”

Eigene Anmerkung: Es gab leider zum ersten Mal seit 1996 keinen Wald- und Sommerhonig, weil das Wettergeschehen dies heuer bei uns vereitelte. Nach einer guten Frühlingsblütenernte regente es drei Wochen lang mit kaum Flugmöglichkeit. Dadurch stellte die Königin den Legebetrieb weitgehend ein und die Völker lebten auf Sparflamme. Als dann die Brombeerblüte die Wald- und Sommertracht einläutete, brauchten die Völker wieder zwei bis drei Wochen, um sich auf den Wald einzufliegen. Es ist nämlich nicht so leicht für unsere kleinen Flugkünstler, im großen dunklen Wald die Brombeerblüten zu finden, denn es gibt viel zu wenige Waldlichtungen, und die Forstwirtschaft hat diese Tatsache  seit 150 Jahren geflissentlich übersehen. Als die Völker sich wieder eingeflogen hatten, war die Waldtracht jedoch schon zu Ende. Die Waldtracht kam also den Bienenvölkern zugute, der Imker ging diesmal leer aus.

“Der Geschmack Ihres Honigs gefällt mir besonders gut; Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt.”

“Euer Honig ist Klasse! Wir haben inzwischen selbst Bienen, deshalb haben wir nicht mehr bei Euch bestellt. Herzlichen Gruß im Namen … , …”

Eigene Anmerkung: Auch wenn es ungewöhnlich klingt, aber diese Nachricht finde ich ist ein schönes Beispiel für mutiges Handeln zur Verbesserung der Weltsituation. Die Arbeit wird dadurch auf mehr Schultern verteilt.

“Oswald ist der beste Imker, den ich kenne. Oswald-Honig ist der beste Honig, den ich kenne, und zwar aus zwei Gründen: er hat den feinsten Geschmack und die natürliche Struktur; der er wird auf die beste, weil natürlichste Art produziert.”

“Der Honig ist immer lecker- Waldhonig ist mein Spitzenreiter. Vielen Dank – Alles Gute. :))

Ende Kundenstimmen, allen Teilnehmern an der Kundenumfrage ein großes Dankeschön!

Und nach der Kundenumfrage geht es hier endlich zum Honig: http://bio-honig.com/shop/imkerei-oswald-bio-honig-von-eigenen-bienen/

Kundenumfrage: Der historische Bienenhof, Öko-Lämmer auf der Weide, Kinder schauen beim Honigentdeckeln und Schleudern zu, Hofhund Deutscher Mittelspitz, EU-Bio-Logo (Sternenbanner).

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Es ist die Zeit der Hopfenernte in der Hallertau in Bayern. Die zahlreichen Hopfengärten in der Hallertau sind bereits zum großen Teil abgeerntet. Hopfen, lat. Humulus lupulus L. ist eine Lianenart aus der Familie der Hanfgewächse. Eine Bestäubung durch die Bienen kann bei den angebauten Kultursorten nicht erfolgen, da ausschließlich weibliche Pflanzen angebaut werden. Männliche und weibliche Blütenstände befinden sich auf verschiedenen Pflanzen. In den Isarauen kommt jedoch auch noch Wildhopfen vor, dessen Pollen sich auch im Pollenspektrum des Honigs wiederfindet.

Hopfengärten in der Hallertau, eingerahmt von Wald.

Hopfengärten in der Hallertau. In der Mitte des Bildes sind die Hopfenstangen eines bereits abgeerneten Hopfengartens zu sehen. Dahinter ist ein weiterer, noch nicht abgeernteter Hopfengarten zu sehen.

Bei den Bienen ging es in den letzten Wochen darum, die Bienenvölker winterfest zu machen. Dies erfordert eine kontinuierliche Beobachtung des Bienenfluges und ein fortlaufendes Wiegen des Gewichtes des Bienenstockes, um Rückschlüsse auf die Befindlichkeit machen zu können, aber vor allem, um Gefahren aller Art abzuwehren.

Rauch bei den Bienen am Waldbienenstand.

Rauchwolke bei den Bienen am Waldbienenstand.

Im Walde bei den Bienen.

Im Walde bei den Bienen. Foto: Imkerei Oswald

Bienen im Wald.

Der Wald ist die Urheimat der Biene. Leider gab es 2016 bei uns keinen Waldhonig, das ist das erste Mal seit achtzehn Jahren(!).

Slow Food: Der Honig ist ein Spiegelbild der mitteleuropäischen, voralpinen Landschaft des Isar-Hügellandes.

Slow Food: Der Honig ist ein Spiegelbild der mitteleuropäischen, voralpinen Landschaft des Isar-Hügellandes.

Das war der Beitrag anläßlich der Hopfenernte im Hopfenland Hallertau. Hier kommt noch unser Tagwerk Hofschild mit Angaben darüber, in welchen lokalen Geschäften es unseren guten Blütenhonig zu kaufen gibt: Für freuen uns über Ihre Entscheidung, dem Honig unserer Bienen Ihre Aufmerksamkeit zu schenken.

Unsere Imkerei ist seit vielen Jahren Erzeugergenossenschaftsmitglied bei der Verbraucherinitiative Tagwerk eG, die sich für naturgemäßes Leben sowie regionale und ökologische Lebensmittelerzeugung im Raum Dorfen, München, und Umgebung einsetzt. Der Landshuter Naturkostladen Frisch & Fein (jetzt: Tagwerk Biomarkt Frisch&Fein, http://www.biofrischundfein.de/ ) war der erste Laden, in dem es unseren Honig seit 1998 ununterbrochen zu kaufen gab.

Unsere Imkerei ist seit vielen Jahren Erzeugergenossenschaftsmitglied bei der Verbraucherinitiative Tagwerk eG, die sich für naturgemäßes Leben sowie regionale und ökologische Lebensmittelerzeugung im Raum Dorfen, München, und Umgebung einsetzt. Der Landshuter Naturkostladen Frisch & Fein (jetzt: Tagwerk Biomarkt Frisch&Fein, http://www.biofrischundfein.de/ ) war der erste Laden, in dem es unseren Honig seit 1998 ununterbrochen zu kaufen gab. Er ist neben unserem eigenen Versand http://bio-honig.com/shop/naturhonig-biohonig-kaufen-oswald/einer von vier lokalen Verkaufsstätten, wo es unseren Honig zu kaufen gibt: http://www.biohof-butz.de/ in Viehhausen bei Rottenburg, Café Gräf in Pfeffenhausen,  und BellaVita in Landshut.

Am 22. September 2016 ist der kalendarische oder astronomische Herbstanfang. Ab diesem Datum werden die Nächte länger und die Tage kürzer. Das Licht bekommt ebenso eine neue Qualität, es wird weicher und die Farben werden durch den schrägeren Sonneneinfallswinkel wärmer, goldener. Die Nächte werden empfindlich kalt, so dass am Morgen sich die Tautropfen wie kleine Diamanten an den Spinnennetzen aneinanderreihen.

Tautropfen im Morgensonnenlicht an einem Spinnennetz.

Kleine Tautropfen reihen sich wie Svarovski-Kristalle an die Fäden eines Spinnennetzes.

Wie geht es unseren kleinen gestreiften Honigsammlerinnen um diese Zeit zum Herbstanfang? Nach dem schönsten Spätsommer aller Zeiten geht es den Honigbienen ausgezeichnet. Die Honigbienen konnten sich gänzlich selbst mit Wintervorräten versorgen, sogar über alles bisherige Mass. So eine Wetter- und Futterkonstellation hat es zumindest seit Beginn meiner Imkertätigkeit nicht gegeben. Die Völker hatten in den letzten Wochen bestes Flugwetter bei Temperaturen deutlich über 25°Celsius. So haben sie ordentlich Nektar eingetragen, zuletzt vermutlich von Ölrettich (https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96lrettich), einer schnellwachsenden Pflanze für den Zwischenfruchtbau, die heuer zum ersten Male auf auffällig vielen Feldern gesät wurde.  Zwischenfrüchte heißen so, weil sie zwischen zwei Hauptfrüchten angebaut werden.  Zwischenfrüchte können als Erosionsschutz und zum Schutz vor Humusauswaschung dienen, indem sie den Boden beschatten und Wurzelmasse bilden. Auch Buchweizen, eine legendäre Bienenpflanze, war heuer auffallend häufig als Zwischenfrucht zu sehen, teilweise auch als Mischkultur mit Phacelia und Sonnenblumen und Lein. Markiert 2016 eine Trendwende für die Situation der Bienen in unserem Lande? Das läßt sich noch nicht eindeutig sagen, denn vielleicht war die gute Nektarversorgung allein dem außergewöhnlich heißen September geschuldet. Nächstes Jahr werden wir mehr wissen, ob die gute Nektarversorgung im Spätsommer eine Eintagsfliege war, oder ob wir Imker uns auf eine neue, positivere Nahrungssituation für unsere Bienen einstellen dürfen.

"Es sind die kleinen, unscheinbaren Dinge, die den Charme der Wildnis ausmachen." Grey Owl (Kanadischer Trapper und Poet)

“Es sind die kleinen, unscheinbaren Dinge, die den Charme der Wildnis ausmachen.” Grey Owl (Kanadischer Trapper und Poet)

Die Bienen müssen nun vor den Herbststürmen gesichert werden. Dazu werden vereinzelt schlecht sitzende Innendeckel ausgetauscht und dann in der Werkstatt wieder instand gesetzt. Hierzu wird die Auflagefläche von Hand nachgehobelt, eventuelle Ritzen oder Sprünge durch Einspannen in der Hobelbank geschlossen und verschraubt. Von Innen werden Hohlräume mit Bienenwachs ausgegossen und von Außen mit Stopf-Hanf alle Ritzen abgedichtet. Zum Schluss werden die Köpfe der Dachpappnägel mit Korkstücken isoliert. Eine Menge Arbeit, aber dafür haben die Bienen im Winter einen warmen Kopf, was meiner Meinung nach entscheidend für Ihre Winterfestigkeit ist.

Spinnennetz mit Tautropfen in einem Zaunsegment eines Schafnetzes auf der Schafweide von Imkerei Oswald. Foto: bio-honig.com

Spinnennetz mit Tautropfen in einem Zaunsegment eines Schafnetzes auf der Schafweide von Imkerei Oswald. Foto: bio-honig.com, September 2016

Die Bedeutung des Herbstanfang für die Bienen

Ein altes Sprichwort aus Schuberts Winterreise sagt: “Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keins mehr”. Dies gilt sinngemäß für die Bienen ab Mitte September. Der Wabenbau ist errichtet, die Vorräte eingedickt, eingelagert und sorgsam verdeckelt. Im Zentrum des Brutnestes leeren sich die Brutzellen durch die schlüpfenden Winterbienen, so dass die berühmte Gerstung´sche Hohlkugel entsteht. Die Bienen Überwintern bekanntlich schlecht auf gefüllten Zellen. Nun kehr langsam Ruhe ein. Wehe dem, der jetzt die Bienen stört, durch unnötige Erschütterungen, Eingriffe, zu spätes Füttern, Manipulationen oder ähnlichem Unfug. Die Bienen sollen möglichst bald die Flüge auf ein Minimum reduzieren, damit sie in ungeschmälert in voller Volksstärke in den Winter gehen können, ohne unnötigen Verlust an Flugbienen.

 

 

 

 

 

Die Wiesen-Flockenblume Centaurea jacea L. ist auf der Ökofläche, auf der wir unsere Bienenhaltung betreiben, eine bestandsbildende Bienenpflanze, die sich seit vielen Jahren sehr gut etabliert hat. Sie verträgt Trockenheit und Schafbeweidung sehr gut. Die horstbildende Pflanze treibt nach der Schafbeweidung sehr dicht und kräftig wieder aus. Sie hat relativ harte Stengel, die die Schafe gerne stehenlassen. Für die Bienen sind die schönen, rosafarbenen zahlreichen Blüten leicht zu finden und offenbar auch sehr attraktiv. Sie saugen offenbar Wiesen-Flockenblumennektar und sammeln davon reichlich blaßgelben Wiesen-Flockenblumen-Pollen. Die krautige Pflanze kann sehr lang blühen von Juli bis September.

 

Eine Öko-Blumenwiese mit rosa Blüten-

Ökologische Wiese mit Wiesen-Flockenblumen, Bienen sammeln Nektar für unseren guten regionalen Honig

Diese Blume erfüllt einen wichtigen Zweck, weil sie eine Trachtlücke ausfüllt, da zu dieser Zeit die Bienen leider oft hungern

Blumenwiese mit leuchtenden Blüten in Magenta.

Deutlich ist in der linken Hälfte des Bildes  eine unserer Honigbienen zu erkennen.

Echter Honig stammt von echten Bienen auf echten Blüten und nicht von der Honigindustrie (erkennbar am Label: Mischung aus EU- und Nicht-EU).

Echter Honig stammt von echten Bienen auf echten Blüten und nicht von der Honigindustrie. Nur wenn der genaue Standort der Bienenvölker, von denen der Honig stammt, bekannt ist, hat man echten Naturhonig in Händen. Wenn auf dem Etikett jedoch “Mischung Honig aus EG- und Nicht-EG-Ländern” steht, handelt es sich um Industriehonig aus der Fabrik, der nur aussieht wie Honig, aber zu 75% nachweislich nicht von Blüten stammt.

Vielblütenhonige sind immer einseitigen Sortenhonigen vorzuziehen, das weiß eigentlich jeder Imker

Vielblütenhonige schmecken so phantastisch, weil sie eine echte Geschmacksexplosion hervorrufen. Biodiversität und intakte Lebensräume sind die Vorbedingung für diesen köstlichen Blumenhonig.

Die Aufschlüsselung der Abbildungen auf unseren Honigglasdeckeln

Deshalb sind auf unseren Honigglasdeckeln schon seit achtzehn Jahren (!) exemplarisch die wichtigsten Bienenpflanzen abgebildet:

  • Wiesen-Flockenblume, rosa, unten und links oben
  • Robinie, weiß, oben
  • Lavendel, blau, rechts unten
  • Palmkätzchen oder Salweide, mitte mit Stengel, teilweise überklebt
  • Löwenzahn, gelb, rechts oben
  • Apfel oder Obstblüte, weiß, mitte rechts
  • Klee, hellrosa, unten mitte
  • Sonnenblume, gelb, unten links
  • Haselnusskätzchen, links am Rand, auf Foto nicht sichtbar
Honig, ein Glas Blütenhonig mit dem gelben, hofeigenen Etikett von Imkerei Oswald und dem bunten Blütendeckel, der ein Aquarell von den wichtigsten Trachtpflanzen zeigt.

Vielblütenhonig schmeckt Kleinkindern, Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und älteren Menschen am Besten von allen Honigen. Es ist auch der gesundheitlich wertvollste Honig, den es gibt (nach Steiner).

Eine lederbraune Biene auf einer lilaffarbenen Blüte.

Die Form und Farbe der Blüte ist perfekt abgestimmt auf die Honigbiene.

Eine pollensammelnde Biene.

Am rechten Hinterbein der Pollensammlerin ist ein blaßgelbes Pollenpaket im Körbchen.

Die Farbigkeit einer ökologischen Naturwiese steht den Pflanzen aus tropischen Gefilden nicht unbedingt nach, wenn es die Wetter- und Lichtverhältnisse zulassen. Dieses Foto wurde von mir um 12:00 Uhr Mittags aufgenommen, in der Zeit größter Lichtintensität.

Die Farbigkeit einer ökologischen Naturwiese steht den Pflanzen aus tropischen Gefilden nicht unbedingt nach, wenn es die Wetter- und Lichtverhältnisse zulassen. Dieses Foto wurde von mir um 12:00 Uhr Mittags aufgenommen, in der Zeit größter Lichtintensität.

Wiesen-Flockenblume in der Wiese im Bienengarten der Bio-Honig Imkerei Oswald.

Wiesen-Flockenblume Centaurea jacea L. auf dem Tagwerk / Biokreis Öko-Bienenhof der Oswalds

https://facebook.com/imkerei.oswald

Hier gibts den guten Vielblütenhonig in begrenzter Menge zu erwerben: http://bio-honig.com/shop/naturhonig-biohonig-kaufen-oswald/

 

Auch nach der Sommersonnenwende kann es vereinzelt noch Schwärme geben. Einem dieser späten Bienenschwärme dokumentieren diese Bilder:

Die Bienen haben die Schlüsselfunktion in unseren Ökosystemen inne, da sie für die Vermehrung der Pflanzen eine unverzichtbare Rolle als Pollinatoren wahrnehmen.

 Zum Trocknen ausgebreitetes Heu auf der Bienenhof Bienenkräuterweide. Dahinter die Pestkapelle mit einer mit Holzschindeln gedeckter Apsis und sieben barocken Pilastern in goldgelb, erbaut um 1650. Hier lies sich der späte Schwarm im Astwerk eines kleinen Zwetschgenbäumchen nieder.

Ein Schwarm!

Ein Schwarm sammelt sich um das kleine Bäumchen, wo sich bereits kleine Trauben von Bienen niedergelassen haben.

Eine alte Kapelleim Barockstil mit Holzschindeldeckung am historischen Bienenhof.

Ein neuer Bienenstaat an historischer Stätte. Napoleon ist nach der gewonnenen Schlacht von Abensberg hier vorbeigekommen, wo es auch etliche Gefechte gab.

Die schön gestreiften Honigbienen der Oswalds.

Nahaufnahme von Schwarmbienen der einheimischen Landbiene Apis mellifera hallertauensis aus Ökologischer Bienenhaltung auf dem Ökohof von Oswalds Honigshop, Imkerei und Bienenzucht.

Ökologische Schwarmbienenhaltung: Ein Bienenschwarm zieht in den Bienenkasten ein.

Unsere Honigbienenvölker stammen zu 100% aus natürlicher Schwarmvermehrung auf unserem Öko-Bienenhof. Hier zeiht gerade ein Naturschwarm nach der Sommersonnenwende in seine neue Behausung ein: Ein von uns in Handarbeit individuell gefertigte sogenannte Bienenbeute (Bienenkasten) aus hier gewachsenem Strobenholz. Ein Ast ist ans Flugbrett gelehnt, damit Bienen, die ins Gras gefallen sind nicht den Anschluß verlieren und auch zu Fuß in die Beute einziehen können.

 

 

 

Wärend der Honigschleuderung nützen wir die Gelegenheit, um bestimmte Honigwaben auszusortieren, und das darin enthaltene Wachs von den Bienen zurückzugewinnen. Denn reines und unverfälschtes  Wachs von den Bienen ist mittlerweile ein sehr seltenes und edles Bienenerzeugnis, mit dem sehr behutsam umgegangen werden muss (Discount Bienenwachs aus Importbienenwachs enthält durchschnittlich zwischen 17% und 25% nicht deklarierte billige Paraffinbeimischungen). Aus diesem Grunde haben wir seit 16 Jahren keinen Wachszukauf mehr getätigt, sondern ausschließlich Wachs von den eigenen regionalen Bienenvölkern gewonnen.

Bienenwachs direkt ab regionaler Imkerei & Bienenhof. Die Imkerei von Imker Familie Oswald in Bayern.

Bienenwachs Bio direkt ab regionaler Imkerei & Tagwerk Bienenhof (biokreis)

Es gibt immer manchmal einzelne Honigwaben, die  bei der Schleuderung brechen, man spricht dann von Wabenbruch. Neben diesen werden auch Honigwaben aussortiert, die nicht ganz ausgeschleudert werden konnten, und noch etwas kristallisierten Honig enthalten. Das kommt vor, wenn das Bienenvolk vor Beendigung der Ernte sich durch Schwärmen verausgabt hat, und die Honigwaben nicht mehr ausreichend wärmen konnte. Neben diesen zwei Kategorien von aussortierten Honigwaben gesellt sich dann noch die dritte Kategorie, das sind Honigwaben, die etwas Blütenpollen enthalten. Honigwaben die Pollen enthalten, sind nicht lagerfähig und müssen daher auch gleich eingeschmolzen werden. Dafür eignet sich hervorragend der einfache Sonnenwachsschmelzer aus Holz,  wie er seit mindestens hundert Jahren fast unverändert gebaut wird.

Wachs von den Bienen beziehungsweise Bienenwachs kaufen: Drei Sonnenwachsschmelzer im Einsatz zur Gewinnung von Sonnenwachs.

Drei Sonnenwachsschelzer im Einsatz. Der Älteste hat schon zwanzig Jahre auf dem Buckel und tut immer noch gute Dienste in der Gewinnung von Biowachshttp://bio-honig.com/shop/bienenwachs-bio-kaufen-vom-imker-oswald/.

Das Schmelzen der Honigwaben im Sonnenwachsschmelzer geschieht ohne jegliche Zugabe von Wasser, damit das reine, unverfälschte Bienenwachs seine Ursprüngliche, ihm eigene Geschmeidigkeit behält. Das trapezförmige Bienenwachs vom Imker in Barrenform kommt nur mit dem reinen Honig in Verbindung. Die Sonnenwachsschmelzer sind nur für lebensmittelechte Honigwaben und reines Wachs reserviert. Altwaben werden nicht geschmolzen.

Wachs von den Bienen. Wo Biowachs kaufen? Biowachs-Barren in der Sonne zum Trocknen ausgelegt.

Nachdem die Auffangschalen mit dem Honig und Wachs von den Bienen über Nacht in einem Honigabfüllhälter mit perforiertem Boden gestanden sind, und der Honig weitgehend abgetropft ist, werden die erkalteten Wachsbarren mit lauwarmen Wasser abgewaschen und zum Trocknen wieder in der Sonne gestapelt.

Nachdem die Wachsbarren getrocknet sind, wird mit einem Zieheisen die Unterseite bearbeitet, an der ein Gemisch aus Propolis und Blütenpollen haftet. Dann werden die Bienenwachsbarren mit einem kleinen  Edelstahlspaten in verkaufsgerechte Stücke gebrochen und in kleinen Mengen an die Kunden versendet, die das feine Bienenwachs für viele unterschiedliche Verwendungen brauchen, wie zum Beispiel das Herstellen von Mittelwänden für die Bienen, für die Herstellung von Salben und Cremes, sowie für das Wachsen von Fußböden, Tischplatten und vieles andere mehr.

Wachs in Barrenform ab Imkerei.

Wachs von den Bienen in Barrenform vor dem Abziehen mit dem Stockmeissel.

So sehen dann die Fertigen,  mit dem Stockmeissel abgezogene Wachsbarren aus:

Bienenwachs bio kaufen; Reines Bienenwachs im Stück bzw. Block, gelb bis goldgelb.

Reines, unverfälschtes Bienenwachs aus regionaler und ökologischer Bienenhaltung.

Bleibe auf dem Laufenden, diskutiere mit  über die Bienenthemen und verbinde Dich mit uns auf unserer Facebook Fanseite: https://facebook.com/imkerei.oswald

 

 

Die Waldblüte nach der Sonnenwende markiert eine Änderung im Geschehen rund um den Mikrokosmos Bienenstaat. Bereits jetzt, einige Tage beziehungsweise zwei Wochen nach der Sommersonnenwende merken die Bienen, dass die Tage kürzer werden und die Sonne jeden Tag ein wenig niedriger steigt als einen Tag vorher. Dies veranlasst die Bienen, Ihren bisherigen Plan zu ändern, und nicht mehr auf die Vermehrung und Expansion des eigenen Volkes ihr Augenmerk zu Richten, sondern auf die Vorbereitung auf das Überleben des Volkes während der dunklen Jahreszeit. Dies versuchen die Bienen umzusetzen, indem Sie die Vorräte an Honig näher ans Brutnest umschichten, das heißt, sie Tragen die Vorräte näher Richtung Brutnest um. Gleichzeitig fangen Sie an, das Nest mit Bienenkittharz oder Propolis abzudichten, und es dadurch wasserdicht, keimfrei, und angenehm duftend  zu machen.

Gestreifte Bienen in lustiger Geselligkeit.

Das Kleinste der landwirtschaftlichen Nutztiere erfüllt die größte Aufgabe: Die Bestäubung von Billionen von Blüten, die verstreut in Wald, Feld und Flur von den Bienen exakt im richtigen Zeitpunkt aufgesucht werden müssen. Werden die Blüten nicht beflogen, stirbt die Landschaft einen leisen Tod. Einst blühende Landschaften können öde werden, wie man am Beispiel der Sahara sieht,  die früher die Kornkammer des Imperiums Romanum war. Erst fiel der Wald, dann blieben die Bienen aus, so dass sich die verbliebenen Pflanzen nicht mehr vermehren konnten. Die fehlende Vegetation lies die Wolken nicht mehr abregnen, so dass auch das Wasser zuletzt ausblieb.

Nach der Sommersonnenwende beginnt der Hochsommer. Die Temperaturen liegen konstant über 20° Celsius, so dass die Bienen bei Ihren Ausflügen mutiger werden, und auch in den Wald hineinfliegen können, wo es normalerweise immer kühler ist. Dort finden Sie die für Bienen ungemein attraktive Waldbrombeere Rubus fruticosus.

Honig kaufen Waldblüte; Brombeeerstraäucher im Wald.

Waldbrombeeren Strauch an einer Forststraße durch das Sauwinkelholz bei Baldershausen.

Wenn wir die unzähligen Blüten der wilden Waldbrombeere genauer betrachten, fällt uns auf, dass sich dort eine große Vielfalt an Bestäuberinsekten eingefunden hat, wobei die Honigbienen natürlich nicht fehlen dürfen.

Gartenhummel auf Brombeerblüte.

Die Blüten der wilden Brombeere werden gelichzeitig von Hummeln und Honigbienen beflogen. Die Honigbienen sind freundliche Geschöpfe, deshalb machen sie Platz, wenn eine behäbige, pelztragende Hummel kommt.

Die wilde Brombeere ist sehr auffällig durch ihre markanten Ranken und das immergrüne Laub, das roh gegessen werden kann, und früher im Winter sowhl eine billige Vitaminnahrung war, als auch ein leckerer Kräutertee, vor allem wenn er mit leckerem Honig schön süß war.

Brombeerwaldhonig Waldhonig 2016, Die Ranken der wilden Brombeere.

Der Fichten-Eichen-Kirschen- Brombeerwald ist ein Charakteristikum unserer Landschaft hier im Isar-Hügelland. Die Ranken der Bromeere wachsen gerne waagrecht über die Äste der Bäume hinweg, idealerweise an Kirsche und Eiche. Sie bilden Zusammen die perfekte Pflanzengesellschaft des Bienenwaldes. Hier ist weniger mehr. Man braucht nicht viele Baumarten für einen Bienenwald. Es genügen Haselnuss, Salweide, Schlehe, Vogelkirsche, Wildapfel, Weissdorn, Robinie, Eiche, Sommerlinde, Winterlinde, Efeu und Wilder Wein.

Blütenhonig neue Ernte. Blüten der Waldbeere.

Die Waldblüte der Brombeere öffnet sich nicht zugleich sondern nach und nach, was den Blütenbesuchern entgegenkommt.

Dornen der Brombeere

Dornen der wilden Brombeere, die auf bairisch früher “Brabeah” geheißen hat (Himbeere war “Moibeah”, und Erdbeere “Roubeah”)

Die weiße Blüte der Brombeere.

Wunderschöne Waldblumen auf einer Lichtung.

Der Wald in der Nähe unserer Imkerei birgt noch weitere Waldblüte weit abseits von den Wegen.

Imkerei Oswald bio honig com

Waldblüte; Imkerei Oswald bio honig com https://facebook.com/imkerei.oswald

 

Holunder & Honig

In den ungewöhnlich vielen Regentagen, die wir in den letzten Wochen erlebt haben, mußten die Bienen viel leiden. Die Honigbiene ist sehr vorsichtig, was Regenwetter betrifft. Ein einziger großer Wassertropfen, der eine Biene wärend des Fluges trifft, kann das Aus bedeuten. Deshalb warten die Bienen lieber die nächste Sonnenscheinphase für einen Ausflug ab. Die kollektive Intelligenz, welche die Honigbienen innehaben, schützt sie vor unweisen Entscheidungen. Normalerweise ist das auch richtig, weil sich ja statistisch in Deutschland das Wetter durchschnittlich alle drei Tage ändert. Da wir diesen Juni drei Wochen lang Regenwetter hatten, und dies gleichzeitig mit der höchsten Populationsdichte im Bienenstock zusammenfiel, schmolzen die Vorräte der Bienen an Blütenpollen und Bienenhonig zusehends zusammen. Zufällig blüht zur selben Zeit der Holunder. Was hat es auf sich mit Holunder & Honig ? Liefert der Holunder überhaupt Honig? Warum erleben wir immer diese seltsame Übergangszeit (engl.: june gap)  genau dann, wenn der Holunder blüht?

Honig produzierendes Bienenvolk neben einem Schwarzen Holunder im Wald.

Schwarzer Holunder (Sambucus nigra L.) und Waldbienenvolk von Imkerei Oswald. Juni 2016.

Nun ist schon die letzte Junidekade angebrochen, und der schwarze Holunder blüht. Seine Erscheinung markiert den Frühsommer. Der Frühsommer fällt in Deutschland meist in den Juni. Der Frühsommer ist auch die Zeit der Heuernte. Auf dem Bienenhof erfolgt der erste Heuschnitt, dieses Jahr relativ spät. Heute, am einundzwanzigsten Juni, haben wir das erste Heu gemäht.

 Ein alter Holunderbusch ist eine Zeigerpflanze für einen intakten Waldrand.

Ein alter Holunderbusch an einem intaktem, naturgemäßem Waldrand. Altes Holunderholz wird gern von Flechten besiedelt. Nach altem Volksglauben hält Holunder Blitzschläge vom Haus (und Bienenstand) fern.

Vom Rohverzehr der Holunderbeeren wird abgeraten, da die schwarzen Holunderbeeren Brechreiz hervorrufen können. Versaftete Beeren bzw. Holundersaft ist jedoch sehr lecker mit Honig oder Apfelsaft gemischt. Holunder & Honig sind ein gutes Team. Vanilleeis mit Holundersaft ergibt einen phantastischen Waldbeerensmoothie.

Holunderblüten können für eine Bowle Verwendung finden, oder als Holunderküchel. Die ganzen Blütendolden werden in Teig getunkt und in heißem Fett herausgebacken, und anschließend mit Honig bestrichen.

Holunderblüten können für eine Bowle Verwendung finden, oder als Holunderküchel. Ganze Blütendolden werden dabei am Stiel gehalten und in Teig getunkt und in heißem Fett herausgebacken, anschließend mit Honig bestrichen und noch heiß verzehrt.

Für die Bienen ist der Holunder wenig interessant. Obwohl die Blüten stark duften, so liefern sie offenbar keinerlei Nektar, sondern nur Pollen. Dieser wird von den Bienen in kleinen, blaßgelben Höschen eingetragen, und findet sich im Honig aus Deutschland als Einzelpollen wieder, insbesondere in späten Schleuderungen von Frühtrachthonigen.

Laubmischwald im voralpinen Isar-Hügelland. Waldbinenenstand von bio-honig.com H.G.u.R.Oswald GbR. Deutschland, Juni 2016.

Laubmischwald im voralpinen Isar-Hügelland. Waldbinenenstand von bio-honig.com H.G.u.R.Oswald GbR. Deutschland, Juni 2016.

Keltischer Häuptlingsbaum Holunder (kelt. scobiém)

Nach Wolf-Dieter Storl: “Pflanzen der Kelten. Heilkunde. Pflanzenzauber. Baumkalender.” Aarau, Schweiz 2000. gehörte der Holunder zu den Häuptlingsbäumen. Für das frevelhafte Fällen der Häuptlingsbäume sah das Gesetz drakonische Strafen vor. Noch im mittelalterlichen Irland galt für das widerrechtliche Schlagen eines Haselnussstrauchs oder eines Apfelbaums die Todesstrafe. Auch unter Karl dem Großen galt im Nürnberger Reichswald die Todesstrafe für das Fällen eines Bienenbaums, wie zum Beispiel einer Linde, die von Bienen bewohnt war oder wurde. Zu diesen Häuptlingsbäumen gehörte der Schwarze Holunder.

“Der Holunder sucht die Nähe des Menschen, ja, er drängt sich den Menschen regelrecht auf. Ungerufen und eigenwillig besiedelt er die stillen Ecken des Gartens oder setzt sich dicht an die Haus- oder Stallmauer. Niemals war der Holunder Strauch wie jeder andere. Er hat eine magische, manchmal richtig unheimliche Ausstrahlung, die den naturnahen Menschen früher nicht entgangen ist.”           Zitat aus Wolf-Dieter Storl: Pflanzen der Kelten.

Holunder & Honig : Waldbienenvölker

Waldbienenvölker zur Sommersonnenwende 2016

 http://facebook.com/imkerei.oswald

Kommentare, und “Likes” auf Facebook sehr wilkommen.

 

 

 

Mit Himbeerhonig schließt sich der Reigen der Frühlingsblüher und es beginnt die Sommerblüte

Die gestreiften Honigbienen richten sich bekanntlich nicht nach dem Kalender, sondern nach der Sonne und nach der Blütenuhr. Jedes Jahr blühen die einzelnen Arten von Blütenpflanzen nach bestimmten Naturgesetzen, nämlich nach einer bestimmten Intensität und Dauer des Sonnenscheins. Wenn der imposante und extrem stark duftende Weissdorn “durch” ist –so sagt man in der Imkersprache, wenn eine Blütentracht von den Bienen genutzt wurde und am Abblühen ist- dann blühen hierzulande die wilden Himbeerstauden, die sich gerne an Waldrändern, Waldlichtungen und in Naturgärten ansiedeln und Himbeerhonig liefern. Weil es aber wenig Waldlichtungen gibt, und auch in den letzten fünf bis zehn Jahren mindestens die Hälfte der naturnahen Waldränder beseitigt wurden, müssen die Bienen wie so oft weit fliegen und suchen, bis sie die Himbeerflächen, die meist an Windwurfflächen entstehen, finden können. Diese Windwurfflächen, wie sie zum Beispiel bei dem Sturm “Wiebke” entstanden sind, zeigen auf wie die Natur sich regenieriert, die sich durch Unwetter und Sturm Luft macht, und sich befreit von einem zu engen Korsett.  Die Himbeerblüte ist ziemlich unscheinbar, aber sehr ergiebig für die Bienen. Der Nektar ist mehr oder weniger farblos, aber sehr attraktiv durch einen hohen Zuckergehalt. Die Himbeere, lateinisch Rubus idaeus L., französisch Framboisier, englisch raspberry,  ist ein Beerenstrauch, der auf dem ganzen Planeten Erde in mehreren hundert Arten vorkommt, laut Dr. Friedgard Schaper, die in ihrem Trachtpflanzenbuch der Himbeere einige Seiten gewidmet hat:

“Die Himbeeren sind Halbsträucher, d.h. die Schößlinge tragen im zweiten Jahr Blüten und sterben dann ab. Ihr Wuchs ist aufrecht, nur zuletzt überhängend. Die Vermehrung erfolgt über Wurzelbrut aus dem ausdauernden Wurzelstock. Wilde Himbeeren besiedeln gerne Waldlichtungen, Waldränder, Hecken, Staudenfluren der Auen und des Gebirges. Fruchtbare, nicht zu trockene Lagen werden bevorzugt, sind aber nicht Bedingung der Besiedelung. (…) Die Blütenanlage erfolgt bereits im Frühsommer und Herbst des Vorjahres. Bei Himbeeren ist ein gewisser Kälteeinfluß für die entgültige Entwicklung der Blüte nötig. (…) Von der europäischen Art begann die Himbeerkultur vor etwa 400 Jahren. (…) Die Nektarienfläche ist in der Himbeerblüte wesentlich größer als in der Brombeerblüte und sondert entsprechend mehr Nektar ab. Nektar, Pollen: Die Rubus-Arten gehören zu den beliebtesten und ausgiebigsten Pollen- und Nektarspendern der Bienen. Besonders die kultivierten und wildwachsenden Himbeeren spielen als Honigquelle eine wichtige Rolle. (…) Der Honigwert reiner Himbeerbestände wird auf 117-122 kg/ha, der von Brombeeren auf 5-26 kg/ha geschätzt. (…) Die Blüten sind pollenreich. Die Pollendarbietung dauert vom Morgen bis in die späten Nachmittagsstunden (Ganztagstypus). Der Pollen wird in mittelgroßen hell- bis dunkelgrauen Höschen eingetragen.”

Anna Maurizio und Friedgard Schaper: Das Trachtpflanzenbuch. Nektar und Pollen – die wichtigsten Nahrungsquellen der Honigbiene. 4.Auflage. Müchen 1994.

Dichte Bienenhecke aus Wildrose und wilder Himbeere am Bienenstand zur Erzeugung von Himbeerhonig.

Wilde Himbeeren in der Bienenhecke des Bienengartens der Imkerei Oswald. Foto Bienenhof Oswald Juni 2016

Die wilde Himbeere wird idealerweise in eine siebenreihige Hecke im Randbereich auf der Südseite oder der Westseite (Nachmittagssonne) gepflanzt, auch gut in Kombinationen mit kriechender Wildrose.

Ein Honigbiene auf einer Himbeerblüte sitzend.

Eine Honigbiene auf wilder Himbeerblüte sammelt für unseren natürlichen Himbeerhonig.

Himbeerhonig wird von den Bienen am Ende der Blütenhonigtracht eingetragen und ist sowohl Bestandteil des Blütenhonigs von Imkerei Oswald,  als auch Bestandteil unseres Sommer- und Waldhonigs.

Himbeerblüte und Himbeerblütenknospen.

Deutlich ist zu sehen, wie an einer Himbeerpflanze aufgeblühte Blüten als auch Knospen zeitgleich nebeneinander zu finden sind. Dadurch erstreckt sich die Blüte über einen längeren Zeitraum.

Orange-goldfarbene Biene auf weißer Himbeerblüte

Hier ist schön zu sehen, wie harmonisch die Himbeerblüte in Größe und Farbe zur Honigbiene abgestimmt it ist.

Oft wird gefragt, was ist der Unterschied zwischen Biohonig aus der Region und anonymer Massenware vom Discounter? Der Unterschied ist, dass der Biohonig aus der Region eine Visitenkarte hat, und auf dieser Visitenkarte steht zum Beispiel die Wilde Himbeere. Denn beim Discounter stehen viel große Worte auf dem Honigetikett, wie zum Beispiel Wildblütenhonig, Berghonig, Landhonig, Imkerhonig, Auslesehonig und vieles andere mehr. Aber stimmt das wirklich? In Wahrheit dürften diese Bezeichnungen nur verwendet werden, wenn die Aussage zu 100% stimmt. Das ist aber nicht der Fall. Es ist wie mit dem Olivenöl. Der Bedarf an erstklassigem Olivenöl ist weltweit ca. einhundert Mal größer als die weltweit erzeugte Menge. Die Folge ist, dass das Olivenöl im Discounter durchnittlich weniger als 10% echtes Olivenöl enthält, da es mit speziell aufbereitetem Palmöl gestreckt wurde, ohne dass der Verbraucher oder die Lebensmittelaufsicht einschreiten kann. Ähnlich verhällt es sich mit anonymer Billighonig-Handelsware. Laut einer aktuellen Studie enthält die Billigware durchschnittlich nur etwa 25% echten Honig. So gesehen ist die Billigware in Wirklichkeit viel viel teurer als richtiger Honig vom Imker von echten Bienenvölkern in der heimischen Region.

Biene sammelt kopfüber Himbeerblütennektar an einer Wildblüte

Die fleissigen Honigbienen sammeln in jeder Position

Die Bienen sind so beschäftigt und schnell unterwegs, dass sie den Fotograf gar nicht bemerken. Das macht es mir einfach, die kleinen gestreiften “girls” zu fotografieren.

Pollensammelnde Biene mit kleinem runden Pollen am hinteren Beinpaar.

Hier erkennt man das kleine runde, hellgraue Himbeerpollenpaket am hinteren Beinpaar der Pollensammlerin.

Das Pollenhöschen ist relativ klein. Himbeere ist vor allem interessant für Nektar und Himbeerhonig, weniger für Pollen.

Apis mellifera hallertauensis auf einer Wildblüte.

Himbeerblütenhonig ist Wildblütenhonig. Foto Imkerei Oswald Juni 2016.

Es sind die Staubgefäße der Blüten mit dem hellgrauen Pollen deutlich zu sehen.

Das Bienenauge ist in der Nahaufnahme gut zu sehen.

Auf diesem Bild ist gut zu erkennen wie gut die Bienen farblich an die Blüte angepaßt ist. Auch das Leuchten des Bienenauges ist phantastisch zu sehen.

Bei den Augen der Bienen unterscheidet man zwei Arten: Punktaugen und Facettenaugen. Letzteres ermöglicht prismatisches Sehen, das heißt es ermöglicht das Sehen der einzelnen Sonnenstrahlen. Gegenstände werden in einzelne Punkte zerlegt und wie ein Mosaik wargenommen. Dadurch wird das Sehen von sich schnell bewegenden Bildern ermöglicht (200 Bilder pro Sekunde).

Eine Biene saugt Nektar von einer Blüte.

Den Nektar saugt die Biene mit dem Rüssel so wie mit einem Strohhalm.

Aus jeder bestäubten Blüte entwickelt sich eine süße Himbeere. Deshalb sind alle Produkte aus Himbeeren bienenfreundliche Produkte, als da wären Himbeersaft, getrocknete Himbeeren, Himbeersirup, Himbeereis, gefrorene Himbeeren, frische Himbeeren, Himbeermarmelade, Honig mit Himbeere und Himbeerhonig. Gut schmecken heiße Himbeeren mit Honig, aber auch Honig mit Himbeeren oder Himbeersaft mit Honig.

Historisches Imker-Holzhaus.

Danke, dass Sie von unserer kleinen, regionalen Imkerei Honig direkt beziehen. Foto: Historisches Imker-Holzhaus.

Hier geht´s nun endlich zum Top-Angebot an Blütenhonig, für den unsere hier abgebildeten Bienen-Stars unter anderem fleissig Himbeerblüten beflogen haben: http://bio-honig.com/shop/naturhonig-bienenhof-edition-sonnenvogelchen-6-x-500g-bio-bienenhonig-aus-dem-isar-hugelland/

 

Über unsere fb-Fanseite bleiben Sie darüberhinaus informiert über neue Blog Beiträge von Imkermeister Oswald: http://facebook.com/imkerei.oswald

Warum brauchen wir Imker bei den Bienen Rauch?

Wie wird der Rauch richtig gebraucht?

Bevor ich mich einem Bienenstand nähere, entzünde ich zuallererst den Rauchapparat, und erzeuge etwas Rauch. Falls dieser aus irgendeinem Grund nicht verfügbar sein sollte, tut es auch ein Stück glimmendes Holz. Mit dem Rauchapparat umkreise ich dann den gesamten Bienenstand einmal 360° Grad, während ich den Rauchapparat gleichmäßig paffen lasse, so dass jedes Bienenvolk über die normale Atmung und Luftaustausch ein klein wenig von dem Aroma des pflanzlichen Räuchermaterials registrieren kann. Das einzelne Bienenvolk bekommt also zunächst keinen direkten Rauchstoß, sondern nur einen indirekten ersten Kontakt mit dem Naturrauch. Es dauert nämlich vom ersten Kontakt circa fünf Minuten, bis der Rauch vom Bienenvolk realisiert wird. Ist der Rauchkontakt zu stark und zu aprupt, löst dies nur Unruhe aus. Erst kurz vor dem Öffnen gebe ich ein wenig Rauch in die Nähe des Flugloches, weil sich dort die Wächterinnen befinden. Der Rauch kann sich dann innen kurz verteilen, bevor die Beute geöffnet wird. Dadurch stelle ich sicher, dass sich der Rauch etwas verteilt. Nachdem dann die Beute geöffnet ist, lasse ich den Rauch behutsam in alle Wabengassen wabern. Die lieben Bienen sollen ja schließlich nicht in die Flucht getrieben werden, sondern die Wahrnehmung des Alarmpheromons soll verzögert werden. So gesehen ist die Anwendung des Rauches eine Art Verwirrungstaktik, und die Bienen spielen dieses Spielchen gerne mit, weil es Ihrem Staate nützt, und somit vielen Bienen und auch dem ganzen Volk das Überleben sichern hilft. Wären der kurzen, maximal dreiminütigen Behandlung stelle ich den Rauchapparat so in der Nähe der Beute auf, dass der Rauch sanft vom Wind in Richtung der Bienen geblasen wird.

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Am Waldbienenstand: Rauchapparat (geöffnet) mit Kiefernzapfen gefüllt, daneben liegen verstreut am Boden weitere Kiefernzapfen (Fundmaterial)

Honigbienen suchen die Obhut des Menschen

Honigbienen sind Kulturfolger und leben gern unter der Obhut des Menschen, weil der denkende Mensch die Bienen hegt und pflegt, weil er weiß, dass die Qualität seines Lebensraumes (Wasser, Böden, Artenvielfalt, Vogelgesang, Schmetterlinge, blühende Landschaften), die Qualität seiner Nahrung (Früchte, Nüsse, Gemüse, Salate) und generell die Lebensqualität von der Anwesenheit von Honigbienen sehr sehr positiv beeinflusst wird. Um die Verteidigungsbereitschaft der Bienen herabzusetzen, wird seit der Altsteinzeit Rauch eingesetzt, auch um die Bienen selbst zu schonen. In unserer ökologischen Imkerei haben wir noch nie chemische Repellents, Pappkartons, paraffingetränkte Anzündewürfel oder ähnliche problematische Mittel eingesetzt, sondern ausschließlich Naturstoffe, wie zum Beispiel Silberweidentotholz (sonnengetrocknet), Kiefernzapfen, getrocknetes Salweidenlaub, getrocknete Himbeerstengel und manches Anderes, welches direkt am Bienenstand, an dem sich auch die Bienen befinden nach Bedarf gesammelt werden.

Kiefern sind Wärmeindikatoren und deren getrocknete Nadeln und Zapfen ergeben ein intensiv aromatisches Räuchermaterial
Die Anwesenheit von Kiefern ist ein sogenannter Klima- und Wärmeindikator. Die Bienen lieben den Duft von Kiefernharz, deshalb haben die alten Waldimker die Kiefern vornehmlich als Behausungen für Bienen ausgesucht. Die Kiefernnadeln sorgen für einen trockenen Laufhorizont und ein trockenes Kleinklima.

Späte Schwärme im Juni: "Schwarm im Jun, der Wert beträgt ein Huhn", wie die alten Imker sagten (ist nicht viel wert, diese Meinung teile ich jedoch nicht)

Späte eigene Naturschwärme an den kräfigen Ästen einer Waldkiefer. So lange die Schwärme sich in Sichtweite des Bienenstandes bleiben, sind sie in der Verfügungsgewalt des Imkers, und sein Eigentum. Erst wenn die Schwärme die Umgebung des Bienenstandes verlassen und der Imker die Verfolgung aufgegeben hat, werden die Schwärme herrenlos.

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Für jeden der sich beteiligen möchte, haben ich eine Facebook Seite als Kommunikationsplatform eigngerichtet: https://www.facebook.com/Imkerei.Oswald/

Gesundung, Erneuerung, Aufteilung, Vermehrung, und Ausbreitung

Warum schwärmen die Bienen eigentlich? Es ist Schwarmzeit. Gelegentlich bilden sich Wolken von Bienen, die sich zunächst in der Nähe des Bienenstandes, von dem sie kommen, im Astwerk eines nahen Baumes niederlassen. Dann ziehen sie weiter übers Land und lassen sich gern in Hausgärten, an Sträuchern oder Bäumen nieder. Sie bilden dort eine kleine oder größere Schwarmtraube, die manchmal auch gigantische Ausmaße haben kann.

Zwei kleine Bienenschwärme an einer Eiche hängend.

Zu Beginn des Schwarmaktes ist der noch ungeordnete Schwarm oft aufgeteilt in mehrere lose Trauben von Bienen. Foto Imkerei Oswald Ende Mai 2016

Gegen Ende der Hauptfrühjahrsblüte -das ist in Deutschland meist gegen Ende der Rapsblüte- sind die Vorratskammern der Bienen gut gefüllt und alle Brutzellen mit schlupfreifen Bienen besetzt, so dass der Großteil der Jung- und Ammenbienen arbeitlos wird. Da die Jungbienen normalerweise eine eiweißreiche Pollennahrung zu sich nehmen, erzeugen sie laufend Gelée Royale, das ist Bienenmilch. Nachdem die Jungbienen aber aus besagtem Grund -Platzmangel- keine neuen Bienenbabys (junge Bienenmaden und Bienenlarven) mehr füttern können, beschließen sie nun mit Hilfe ihrer kollektiven Intelligenz Königinnen aufzuziehen. Hierzu bauen sie zunächst sogenannte Weiselbecher, dann Weiselkrüge und schließlich Weiselzellen, die ungefähr wie ein Fichtenzapfen aussehen. Darin befindet sich sehr viel Bienenmilch oder Gelée Royale, der als Nahrung für die Prinzessinen oder zukünftigen Bienenköniginnen dient. Die Ammenbienen sind aber hier nicht geizig, sondern legen oft sehr viele solche Weiselzellen an, meist  zwischen zehn und dreissig Stück.

Schwarmfang: Für den Schwarmfang verwendet der Fachmann eine hölzerne Obstbauleiter mit Treppenstufen, die man in jedem Gelände, auch im Hang sicher aufstellen kann. Imkerei Oswald 2016

Schwarmfang: Für den Schwarmfang verwende ich zur Sicherheit eine hölzerne Obstbauleiter mit Treppenstufen, die man in jedem Gelände, auch im Hang sicher aufstellen kann. Bienenhof Oswald im Isar-Hügelland, 2016.

Wenn die Weiselzellen nach 15 oder 16 Tagen schlupfreif sind, kommunizieren die Prinzessinen untereinander doch sogenanntes Tuten, das sind auch für das menschliche Ohr wahrnehmbare Töne, die sich so ähnlich wie der Ton des Shofars (Widderhorn) oder der Gesang der Wale anhört. Hier zeigt sich wieder, dass die größten und die kleinsten Tiere oft Änlichkeiten teilen, wie zum Beispiel die Vorliebe der Bären für Honig. Dieses Tuten warnt auch die bereits vorhandene Königin im Volk, vor der bevorstehenden Gefahr des Schlupfes der Jungköniginnen. Sie ist deshalb in Gefahr, weil das Bienenvolk, das um größtmögliche Einheit bemüht ist, immer nur eine einzige Königin duldet. Würde die alte Königin die Warnsignale ignorieren, müßte sie sich auf einen Zweikampf einstellen, den sie nicht gewinnen kann, denn die jungen Prinzessinen sind schneller und entschlossener und damit weit überlegen. Um der alten Königin zu einer Chance zur Flucht zu verhlefen, wurde sie von Ihrem Hofstaat aus Jungbienen auf Diät gesetzt. Durch diese unfreiwillige Schlankheitskur hat die alte Königin an Gewicht verloren, um wurde dadurch wieder flugfähig. Sie ist nun in der Lage, mit exakt der Hälfte der Bienen -einem Gemisch aus Bienen aller Altersstufen- als Schwarm auszuziehen zu einem noch ungewissen Bestimmungsort.

Schwärmendes Bienenvolk im Rondell der Imkerei Oswald. Die Königin befindet sich irgendwo in dem Getümmel. 2016.

Schwärmendes Bienenvolk im Rondell der Imkerei Oswald. Die Königin befindet sich irgendwo in dem Getümmel. Im Vordergrund der blühende Wiesensalbei, eine typische und charakteristische Bienenpflanze unserer Bienenkräuterweide. Eine der schönsten und besten Wiesenkräuter die es gibt.

Durch die Prinzessinen gewarnt und durch eine bestimmte Wetterkonstellation -schwülwarmes Wetter- geraten die Bienen wie auf Kommando in einen Art Schwarmrausch und stürzen Hals über Kopf aus dem Fluloch ins Freie hinaus. Sie steigen in die Lüfte und fliegen in einem unüberhörbaren lautem Summton in wilden Lemniskaden scheinbar durcheinander. Das ganze erinnert an Himmelskörper und Galaxien, die sich durch das Universum auf bestimmten Bahnen bewegen. Die Wolke schwebt dann langsam Richtung eines bestimmten Baumes, meist ein Bienenbaum wie die Eiche, Kirsche, Weissdorn, Mispel oder Kiefer.

Majestätisches Astwerk einer Eiche, schönes Streulicht fällt durchs junge Laub.

Die Eiche liefert nicht nur Eichenhonig, sondern sie ist auch ein guter Schwarmbaum. Waldbienenstand Imkerei Oswald 2016. Schönes Streulicht fällt durchs junge Laub.

Die westlichen Honigbienen sind sogenannte Kulturfolger, das heißt sie profitieren von der Anwesenheit von menschlichen Siedlungen. Daher wissen die Bienen durch ihre kollektive Intelligenz instinktiv, dass ihre Überlebenschance in Hausgärten und Siedlungen und Gehöften höher ist, als in der leeren, ausgeräumten Landschaft oder im öden Plantagenwald. Hier ist die Chance größer, dass sich ein Mensch findet, der Verantwortung übernimmt, der sich kümmert, der einen Imker anruft, damit die Bienen gerettet werden können.

Eine Bienenwohnung, vorbereitet für die Ein logierung eines Bienenschwarmes.

Eine Bienenwohnung, vorbereitet für die Ein logierung eines Bienenschwarmes. Das Innere der Bienenwohnung wurde abgeflammt und dadurch keimfrei gemacht. Um die Bienenwohnung vom Duft her attraktiv zu machen, wird von mir etwas Klosterfrau Melissengeist -Geheimtipp- auf die vier Wände und den Deckel gespritzt.

Die Größe des Schwarmes bestimmt die Größe der Beute. Der erste Schwarm, der sogenannte Vorschwarm mit der Altkönigin, nimmt etwa 50% der Bienen mit, der Zweite, der sogenannte Nachscharm mit der Jungkönigin nimmt von den verbleibenden Bienen nochmals die Hälfte an Bienen mit, also 25% des Ausgangsvolkes. Dann folgen weitere kleine Bienenschwärme zu 12,5% und 6,25%, jedoch ist dann oft die Unterrgrenze der Esistenzfähigkeit eines Schwarmes erreicht, so dass wir im Regelfall auf vier Schwärme pro Volk kommen.

Wenn Jungköniginnen ausfliegen, geben daheimgebliebene Bienen oft Duftsignale für eine sichere Rückkehr ab.

Wenn Jungköniginnen ausfliegen, geben daheimgebliebene Bienen oft Duftsignale für eine sichere Rückkehr ab.

Wenn alle abgflogenen Schwärme eine neue Behausung finden würden, wären mit  unserem Altvolk insgesamt 5 Völker geworden. Die vier Nachschwärme haben die Chance einen völlig neuen Wabenbau und Brutnest zu errichten, mit neuer Genetik. Sie haben auch die Chance, sich im Standort, Geländeklima und Kleinklima zu verbessern. Dies alles ist Teil der Antwort auf die Frage: Warum schwärmen die Bienen. Ein weiterer Aspekt ist jedoch dieser: Wenn all die Bienen im Altvolk verblieben wären, würden diese einen enormen Futterbedarf und Wärmebedarf darstellen, deshalb ist es für das Alvolk besser, die überschüssigen Bienen auf die Reise nach neuen Honigjagdgründen zu schicken.

Der neu einlogierte Bienenschwarm in seiner neuen Behausung.

Der neu einlogierte Bienenschwarm in seiner neuen Behausung.

Beim Einzug ins neue Heim ist das Gedränge groß. Apis mellifera hallertauensis, Imkerei Oswald 2016

Beim Einzug ins neue Heim ist das Gedränge groß. Apis mellifera hallertauensis, Imkerei Oswald 2016

Geben Sie kleinen und regionalen Imkereien eine Chance.  Regionalen Öko-Honig gibts bei Vollcorner Biomarkt in München oder hier bestellen: http://bio-honig.com/shop/naturhonig-bienenhof-edition-sonnenvogelchen-6-x-500g-bio-bienenhonig-aus-dem-isar-hugelland/

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Keine Honigernte ist etwas Selbstverständliches

Seit Jahrzehnten ist die Zahl der Bienenvölker weltweit rückläufig

In diesen Tagen der Honigernte wird uns neu bewußt, wie viele kleine Dinge zusammenspielen müssen, damit  eine Honig möglich wird. Da ist an erster Stelle natürlich die Überwinterung zu nennen, die Ungestörtheit der Bienenvölker in den Monaten Dezember, Januar und Februar. Dann die Auswinterung, die hohe Anforderung an den Wärmehaushalt und die Situation der Vorräte stellt. Wenn dann die Schlehe, der  Löwenzahn, die Obstblüte und der Raps zu blühen beginnen, muss dann alles sehr schnell gehen, sonst gibt es keine Honigernte. Ein alter Imker, mein damaliger Mentor, Josef Sittenauer, hat einmal gesagt, dass er auf die häufige Frage: “Kann man von der Imkerei leben?” immer geantwortet hat: “Imker leben ein Dreiviertel Jahr von der Hoffnung auf eine gute Ernte, und dann ein Viertel Jahr von der Enttäuschung einer kleiner als erwarteten Ernte”. In diesen Worten von Josef Sittenauer liegt natürlich viel Wahrheit, weil es sich bei der ökologischen Bienenzucht um eine Form der Tierhaltung handelt, bei der Wildtiere, die Wildnis und der Wetterverlauf die Hauptrolle spielen, also nur begrenzt beeinflussbar sind. Darin liegt aber auch das Wunderbare der Bienenzucht.

Foto von einem Bienenstand im Monat Mai. Zu sehen sind zehn Bienenvölker in hölkzernen Bienenkästen mit Honigaufsätzen und langen Anflugbrettern aus Holz am Waldrand unter einer großen Buche.

Die Bienenvölker zu Beginn der Ernte. Foto Imkerei Oswald Mai 2016

Ein Foto von einem selbstgebauten Bienenkasten, der von einem Bienenvolk bewohnt ist.

Erntevolk der Imkerei Oswald im Mai 2016

Jetzt Honig (Blütenhonig aus dem Isar-Hügelland) kaufen: http://bio-honig.com/shop/imkerei-oswald-bio-honig-von-eigenen-bienen/

Honigbestelltelefon: 08782-979-577 (gegebenenfalls Anrufbeantworter mit Rückruf)

Kleine Rapsfelder blühen, die Bienen bereiten Rapshonig und freuen sich

Dieser Monat hat eine enorme Heilungsenergie für Mensch, Tier- und Pflanzenreich. Die Wärme und Sonnenstrahlen lassen den leuchtend gelben Raps, die Ölpflanze des Nordens erblühen. Die Bienen können Farben sehr gut sehen und unterscheiden. Gleich nach Blau ist Gelb Ihre zweite Lieblingsfarbe. Die Bienen können ca. 20 verschieden Gelbtöne voneinander deutlich unterscheiden.

Weinberg mit einem phantastisch blauem Himmel und einem Streifen leuchtend gelbem Raps, der Ölpflanze des Nordens im Mai 2016. Foto: Imkerei Oswald

Weinberg mit einem phantastisch blauem Himmel und einem Streifen leuchtend gelbem Raps, der Ölpflanze des Nordens im Mai 2016. Foto: Imkerei Oswald

Ein phänomenales, wellenförmiges Farbspiel ergibt sich durch das hügellige Land. Foto Imkerei Oswald 2016

Ein phänomenales, wellenförmiges Farbspiel ergibt sich durch das hügellige Land. Foto Imkerei Oswald 2016

Die Völker stehen im Halbschatten und befinden sich in einem harmonischen, heilsamen Zustand. Ihnen tut die Wärme und die Aktivität sichtlich gut. Im Mai freuen sich alle Waldtiere einschließlich den Honigbienen, unseren gestreiften kleinen Honigsammlerinnen. Foto: bio-honig.com H.G.u.R.Oswald GbR 2016

Die Völker stehen im Halbschatten und befinden sich in einem harmonischen, heilsamen Zustand. Ihnen tut die Wärme und die Aktivität sichtlich gut. Im Mai freuen sich alle Waldtiere einschließlich den Honigbienen, unseren gestreiften kleinen Honigsammlerinnen. Foto: bio-honig.com H.G.u.R.Oswald GbR 2016

Honig Rapsblüte

Link zur Blütenhonig Seite “Honig finden”: http://bio-honig.com/produkt-kategorie/honig-finden/blueten-honig/

Birnenhonig ist etwas ganz Feines

Birnennektar ist wichtiger Bestandteil unseres Blütenhonigs. Eigener Birnensortenhonig kann zwar nicht geerntet werden, denn dafür bräuchten wir mindestens 300 Birnenbäume in unmittelbarer Nähe der Bienenvölker, aber dennoch ist Birnennektar ein konstituierendes Element unseres Bienenhonigs.

Die prachtvolle Blüte der Kirchensaller Mostbirne mit einer unserer gestreiften "girls" beim Pollensammeln und Nektar trinken. Den Baum haben wir 2003 an der Einfahrt zur Imkerei gepflanzt.

Die prachtvolle Blüte der Kirchensaller Mostbirne mit einer unserer gestreiften “girls” beim Pollensammeln und Nektar trinken. Den Baum haben wir 2003 an der Einfahrt zur Imkerei gepflanzt.

 

Der starke Wuchs dieser Sorte verrät ihre Robustheit. Sie eignet sich auch für rauhe Lagen und ist bis 1000 m Höhe in den Österreichischen Alpen anzutreffen.

Der starke Wuchs dieser Sorte verrät ihre Robustheit. Sie eignet sich auch für rauhe Lagen und ist bis 1000 m Höhe in den Österreichischen Alpen anzutreffen Bild: Imkerei Oswald

 

Die Birnbäume haben immer einen aufrechteren Wuchs als dies bei den Apfelbäumen der Fall ist. Hier wird auch nicht mehr geschnitten, damit der Baum ungebremst Blühen kann, zum Wohle der Bienen

Die Birnbäume haben immer einen aufrechteren Wuchs als dies bei den Apfelbäumen der Fall ist. Hier wird auch nicht mehr geschnitten, damit der Baum ungebremst Blühen kann, zum Wohle der Bienen. Bild: Imkerei Oswald bio-honig.com

 

"what a wonderful life"

“what a wonderful life”

Bild: Imkerei Oswald bio-honig.com

Wer sich schon einmal die Frage gestellt hat, warum der Honig so gut schmeckt, braucht sich eigentlich nur diese Bilder ansehen. Diese Bilder sagen mehr als tausend Worte

Wer sich schon einmal die Frage gestellt hat, warum der Honig so gut schmeckt, braucht sich eigentlich nur diese Bilder ansehen. Diese Bilder sagen mehr als tausend Worte.

 

Die Schafe der Imkerei weiden die Bienenkräuterweide zwischen den Streuobstbäumen ab. Für ein intaktes Biotop "Streuobstwiese" ist eine regelmäßige Schafbeweidung unerläßlich

Die Schafe der Imkerei weiden die Bienenkräuterweide zwischen den Streuobstbäumen ab. Für ein intaktes Biotop “Streuobstwiese” ist eine regelmäßige Schafbeweidung unerläßlich. Im Hointergrund sieht man noch zwei der mit Holzschindeln gedeckten Zwiebeltürmen von Schloss Oberlauterbach

Bild: Imkerei Oswald, bio-honig.com

Liebe Freunde des Honigs und der Bienen. Alle guten Dinge gehen auch einmal zuende. So auch die besonders gute Waldhonigernte des Jahrhundertsommers 2015. Seit heute ist er leider ausverkauft. Es gibt aber auch eine gute Nachricht:

Es gibt noch Frühlingsblütenhonig.

Und die Bienen werden auch bestimmt 2016 wieder den Wald befliegen und Waldhonig bereiten. Dazu bedarf es jedoch noch vieler Arbeitsstunden und vor allem viel mehr Wärme, als es jetzt bei der aktuellen kurzzeitigen Rückkehr des Winterwetters der Fall ist. Sie können aber auch gerne frischen Waldhonig 2016 telefonisch oder per E-Mail vorbestellen. Dieser wird frühestens im Juli 2016 wieder verfügbar sein. Wir hoffen, dass Sie sich bis dahin mit unserem Blütenhonig eindecken. Der Frühlingsblütenhonig ist zeitlich zur Jahreszeit des Frühlings zugeordnet, da ja bekanntlich die meisten Blütenpflanzen im Frühjahr blühen.

Honig Info Bestelltelefon: 08782-979-577

E-Mail: oswald@bio-honig.com

Anfänge der Imkerei im Schatten der Burg Trausnitz

Die Burg Trausnitz findet sich auf unserem Blütenhonig-Honigetikett , weil ich mit der Bienenhaltung im Schatten der Burg begonnen habe. Von jedem meiner ersten Bienenstände bei den Isarauen konnte man die Burg sehen. Auch habe ich ca. 30 Bienenschwärme am Hofberg und einmal sogar auf der Schwedenwiese im Burghof eingefangen, so dass die Genetik dieser Biene in den Zuchtstamm unserer heutigen Hallertauer Biene mit eingeflossen ist. Obwohl natürlich erwähnt werden sollte, dass aufgrund der Mehrfachpaarung der Honigbiene und der relativ kurzen Generationenfolge ein genetischer Status Quo nur von sehr kurzer Dauer sein kann. Aber dennoch ist zu Bedenken, dass in der Natur und im Erbgut nichts verloren geht, alles erscheint, wenn auch in anderer Form verwandelt wieder.

Die kleine Isar (die Isar fließt an dieser Stelle geteilt in zwei Flussarme)), dahinter die Mühleninsel, St.Martin und die Burg mit Beflaggung wegen der Frühjahrsdult

Die kleine Isar (die Isar fließt an dieser Stelle geteilt in zwei Flussarme)), dahinter die Mühleninsel, der Turm der Basilika Minor St.Martin und die Burg mit Beflaggung wegen der Frühjahrsdult

Vermutlich wurde die Burg gegründet, um einen eigene Isarbrücke zu beschützen. Eine natürliche Isarfurt und Brücke befand sich bei der Burg Wolfstein, einige Kilometer isarabwärts, die jedoch dem Bischof von Regensburg gehörte, und auf Wegezoll etc. bedacht war.

Burg Trausnitz, die Stammburg der Bayerischen Herzöge, den Wittelsbachern

Burg Trausnitz, die Stammburg der Bayerischen Herzöge im Mittelalter, der Dynastie der Wittelsbacher, deren bekanntester Vertreter König Ludwig der Zweite ist. Sein Schloss Neuschwanstein hat zweifellos stilistische Anleihen von der Burg Trausnitz.

Der einhundertundzwanzig Grad Winkel, in dem die Burg gebaut ist, macht die Burg von der Stadt aus gesehen optisch interessant.

Prantlgarten-Tor, der Zugang zum Hofberg, einem ehemaligen Wildgehege

Prantlgarten-Tor, der Zugang zum Hofberg, einem ehemaligen Wildgehege

Dieses Tor ist der Zugang zu einem Aufstieg zu Fuß. Im Hofgarten gibt es viele verschiedene Wege und viel zu entdecken, darunter Sequoia Redwood Mammutbäume, die um die Jahrhundertwende gepflanzt wurden, und erstaunlich gut gedeihen.

Blühender lila Lerchensporn, eine typische Pflanze der Flora des Isar-Auwalds

Blühender lila Lerchensporn, eine typische Pflanze der Flora des Isar-Auwalds

Im April ist der gesamte Hofgarten mit einem Teppich von diesen Blumen bedeckt. Es gibt auch eine etwas seltenere weiße Variante.

Die Statt vom Schanzl aus gesehen einem Aussichtspunkt an der Äußeren Burgmauer. Blick nach Norden über die Stadt Landshut im Isar-Tal.

Die Statt vom Schanzl aus gesehen einem Aussichtspunkt an der Äußeren Burgmauer. Blick nach Norden über die Stadt Landshut im Isar-Tal.

Die Bausubstanz der Altstadthäuser ist im Kern gotisch. Charakteristisch sind die typisch niederbayerischen Treppengiebel der firstständigen, mächtigen Bürgerhäuser.

Der älteste Teil der Burg im Abendsonnenlicht

Der älteste Teil der Burg im Abendsonnenlicht

Die Burg hieß nicht immer Trausnitz. Als sie noch bewohnt war hieß sie “das alte Schloss” oder “die alte Kanzlei”, heute würde man “Kanzleramt” sagen.

Gerichtsdienerhaus und Hungerturm. Hier dichtete und schrieb Claus Felbinger, wurde verhört und gefoltert zwischen 19. April und Juli des Jahres 1560

Gerichtsdienerhaus und Hungerturm. Hier dichtete und schrieb Claus Felbinger, wurde verhört und gefoltert zwischen 19. April und Juli des Jahres 1560

Weiterführende Informationen zu meinen privaten Forschungen zu dem Gefangenen Claus Felbinger auf meiner Facebook Geschichts-Seite: http://facebook.com/Burg.Trausnitz

Die alte Burg, im Vordergrund zwei Wachtürme, dahinter der italienische Anbau und die Kemenate (ein beheizbarer Wohnteil). Hier befindet sich auch noch ein komplett holzvertäfeltes Zimmer von 1590 im Originalzustand

Die alte Burg, im Vordergrund zwei Wachtürme, dahinter der italienische Anbau und die Kemenate (ein beheizbarer Wohnteil). Hier befindet sich auch noch ein komplett holzvertäfeltes Zimmer von 1590 im Originalzustand

Die Deutschen Burgen sind sehr vielgestaltig. Diese Burg ist aus Backstein erbaut, ist das Besondere dieser Burg. Was sie auch interessant macht, ist die Tatsache, dass sich ganze Gebäude in den einzelnen Stilepochen sich in beeindruckender Weise unverfälscht und rein erhalten haben. Dies ist warscheinlich dem Umstand zu Danken, dass die Burg seit den 1550er Jahren kein Regierungs- oder Verwaltungssitz mehr war, also fast 500 Jahre vorsichhinschlummern konnte.

Nach dem vielen Geschichtlichem geht´s hier zum feinen Frühjahrsblütenhonig (mit der Brug Trausnitz auf dem Etikett: http://bio-honig.com/shop/naturhonig-bienenhof-edition-sonnenvogelchen-6-x-500g-bio-bienenhonig-aus-dem-isar-hugelland/

Besuchen Sie unseren Shop und wählen Sie aus dem Angebot an ökologischem Honig aus, was Ihnen gefällt.

Löwenhahnhonig 2016 ist eine Seltenheit geworden

Nachdem sich die Bienen vom anstrengenden Winter hierzulande durch Beflug der schönen Palmkätzchen der Weidenblüte gestärkt und auch geheilt haben, haben sie jetzt genug Kraft für die wohl wichtigste Trachtpflanze des Jahres, den phantastischen Löwenzahn.

Eine Honigbiene auf einer Löwenzahnblüte beim Nektartrinken

Eine Honigbiene auf einer Löwenzahnblüte beim Nektartrinken

Der Löwenzahn ist eine Speicherpflanze

Die Löwenzahnpflanze ist eine üppig blühende Speicherpflanze, die jeden noch so kleinen Sonnenstrahl bzw. Sonnenenergie in ihrer Pfahlwurzel speichern kann. Deshalb kann sie sehr schnell blühen, bevor allen anderen Wiesenkräutern.

Bienenvolk inmitten von blühendem Löwenzahn im Bienengarten der Imkerei Oswald April 2016

Bienenvolk inmitten von blühendem Löwenzahn im Bienengarten der Imkerei Oswald April 2016

Die Löwenzahnwurzel ist eßbar

Die Wurzel ist auch eßbar, nicht nur die Blätter und die Blüten. Die Blüten wurden früher mit Zucker zu einem Löwenzahnsirup eingekocht, da Löwenzahnhonig meist unerschwinglich und schwer zu bekommen war (wie auch heute noch).

Ökologischer Waldrand mit einer dichten Schlehenhecke und davor eine ungedüngte Naturwiese mit Löwenzahnblüte

Ökologischer Waldrand mit einer dichten Schlehenhecke und davor eine ungedüngte Naturwiese mit Löwenzahnblüte

Heimkehrende Bienen sind goldgelb bepudert

Honigbienchen, die vom Löwenzahnbeflug heimkehreren, sind am ganzen Körper goldgelb bepudert, die fleißigen Bienen können auf der üppigen Blüte förmlich ein Pollenbad nehmen.

Heimkehrende Bienen tragen an Ihren Beinpaaren bunte Pollenpakete in kleinen Körbchen. Bild Imkerei Oswlad April 2016

Heimkehrende Bienen tragen an Ihren Beinpaaren bunte Pollenpakete in kleinen Körbchen. Bild Imkerei Oswlad April 2016

Bitte nicht abmähen, sondern blühen lassen

Bitte Löwenzahn nicht abmähen, sondern blühen lassen. Erst wenn die weißen Schirme sich zeigen, kann man abmähen. Vor allem aber nicht mähen, wärend Bienen auf den Blüten sitzen, denn das wäre frevelhafter Bienenmord, denn die Bienen können die Gefahr von rotierenden Maschinen nicht schnell genug warnehmen und flüchten, da sie so emsig mit dem anstrengenden Pollensammeln und Bestäuben beschäftigt sind. Damit es Löwenzahnhonig 2016 geben kann.

Die Schlehenhecke ist ein herausragend wichtiges Element der Mitteleuropäischen Kulturlandschaft. Sie bietet unzähligen Lebewesen Schutz, schützt auch den Wald vor Austrocknung (Borkenkäfer!), und sorgt auch für Nistplätze für die Vögel und Nahrung für Schmetterlinge und alle Bienenarten. Darüberhinaus ist Schlehensaft eines der besten Gesundheitselixiere, das es gibt. Foto: Waldbienenstand bei Pfeffenhausen

Die Schlehenhecke ist ein herausragend wichtiges Element der Mitteleuropäischen Kulturlandschaft. Sie bietet unzähligen Lebewesen Schutz, schützt auch den Wald vor Austrocknung (Borkenkäfer!), und sorgt auch für Nistplätze für die Vögel und Nahrung für Schmetterlinge und alle Bienenarten. Darüberhinaus ist Schlehensaft eines der besten Gesundheitselixiere, das es gibt. Foto: Waldbienenstand bei Pfeffenhausen

Beweidung statt Gift und Gülle

Wer meint, er hätte zuviel Löwenzahn in seiner Wiese, irrt sich. Löwenzahn ist eine hervorragende, energiereiche und gesunde Weidepflanze für Schafe und Milchvieh. Sie ist ein Appetitanreger für das Weidevieh, sodass diese mit viel mehr Appetit fressen.

Blühender Löwenzahn auf einer Weidefläche im Isar-Hügelland; Imkerei Oswald, www.bio-honig.com

Blühender Löwenzahn auf einer Weidefläche im Isar-Hügelland; Imkerei Oswald, www.bio-honig.com

Kirschblüte von der Wald- bzw. Vogelkirsche am Waldsaum mit alten Eichen, ein intaktes Biotop und eine Pflanzengesellschaft, die typisch für das Isar-Hügelland ist.

Kirschblüte von der Wald- bzw. Vogelkirsche am Waldsaum mit alten Eichen, ein intaktes Biotop und eine Pflanzengesellschaft, die typisch für das Isar-Hügelland ist.

Wohl jenen Honigbienenvölkern, in deren Umkreis Löwenzahn noch blühen darf. Löwenzahn wird seit Jahrzehnten von der staatlichen Landwirtschaftsberatung zu Unrecht als Platzräuber im Grünland verunglimpft, was ich selbst bezeugen kann, da ich zwischen 1994 und 1996 eine landwirtschaftliche Ausbildung als Quereinsteiger absolviert habe.

Wohl jenen Honigbienenvölkern, in deren Umkreis Löwenzahn noch blühen darf. Löwenzahn wird seit Jahrzehnten von der staatlichen Landwirtschaftsberatung zu Unrecht als Platzräuber im Grünland verunglimpft, was ich selbst bezeugen kann, da ich zwischen 1994 und 1996 eine landwirtschaftliche Ausbildung als Quereinsteiger absolviert habe.

Honigwabe bzw. Pollenwabe mit Löwenzahnpollen und frisch eingetragenem Löwenzahnnektar

Honigwabe bzw. Pollenwabe mit Löwenzahnpollen und frisch eingetragenem Löwenzahnnektar

Eines unserer fleißigen Bienenvölker im Trachtflug auf den Löwenzahn. Imkerei Oswald bio-honig.com

Eines unserer fleißigen Bienenvölker im Trachtflug auf den Löwenzahn. Imkerei Oswald bio-honig.com

Link zu Imkerei Oswald ´s FB Fanseite: http://facebook.com/imkerei.oswald

 

Bienenvolk im zeitigen Frühjahr

Es ist noch sehr früh im Jahr, aber bei den Bienen muss man immer dem Geschehen einen Schritt voraus sein.

Starkes Volk im Kiefernwald (Kamera, GPS) bio-honig.com

Starkes Volk im Kiefernwald (Kamera, GPS) bio-honig.com

Frühlingsinspektionen

Ich prüfe das Gewicht und die Weiselrichtigkeit. Der  Tierbeobachtung räume ich oberste Priorität ein. Zuhören ist sehr wichtig. Die Bienen können sehr mitteilsam sein, wenn man Ihre “Sprache” versteht.

Drohnenwaben

Die Bienen möchten jetzt Drohnenbrut anfangen. Dazu benötigen sie freien Platz.

Drohnenreserveleerwaben aus dem Wabenlager, links ausgebaut, rechts ausgeschnitten.

Drohnenreserveleerwaben aus dem Wabenlager, links ausgebaut, rechts ausgeschnitten; bio-honig.com

Die Wabenordnung

Die  sogenannte Wabenordnung ist von existenzieller Wichtigkeit für das Bienenvolk. Nur durch genaue Kenntnis der Bedürfnisse und Anlagen des Bienenvolkes kann diese Wabenordnung eingehalten beziehungsweise optimiert werden.

Harmonisches Bienenvolk aus ökologischer Waldbienenhaltung von Imkerei Oswald bio-honig.com

Harmonisches Bienenvolk aus ökologischer Waldbienenhaltung von Imkerei Oswald bio-honig.com

Die Auswinterung nach August Ludwig

“Leuchtende Knospen an Baum und Strauch verheißungsvoll schön, rötlich schimmernde Weidenruten am Ufer des Baches, ein eigenartiges Blau am Horizont, weichere Luft und steigende Wärme verkünden uns die Wiederkehr des ewigen Frühlingslebens. Und der Mensch freut sich mit der Erde, der Lerche in blauer Luft, die aus Freude wiederkam, und mit dem Schmetterling, der der wärmenden Lebensspenderin Sonne seine bunten Flügel entgegenbreitet. Eine besondere Freude beseelt um diese Zeit diejenigen, der sich um die stachelbewehrten Bienen sorgen. Der Hühnerhalter kann seine lieben Tiere auch im Winter hegen und pflegen, der Imker muss geduldig warten und der Dinge harren, ehe er seine Sonnenvögelchen wiedersieht. (…) War die Warmhaltigkeit der Beuten im Winter gar nicht so erforderlich, so schütze man nunmehr die Völker vor allen Dingen vor Zugluft, denn nun lockert sich der Knäuel und die Bruttätigkeit beginnt im größeren Maßstab. (…) Der Imker aber, dem im Winter immer etwas fehlte, ist nun wieder ein ganzer Mensch, und bereitet sich vor auf das was kommen soll; und wer jetzt nicht gern von Bienen reden hört, sollte sich jetzt nicht in der Nähe von Bienenvätern aufhalten”

 

 

Bienen Seminar zur Gesunderhaltung von Bienenvölkern

Die Wiederherstellung der Vitalität der Bestände an heimischen Honigbienenvölkern ist ein absolut spannendes und überlebenswichtiges Thema, nicht nur für die Landschaft und die Wildtiere, sondern für den ganzen Planeten Erde.

 Michael Weiler

Als ich  1996 die Entscheidung traf, mich der Bienenzucht als meinen Lebensberuf zu widmen, war mein erster Mentor Michael Weiler wärend eines Kurses über Naturgemäße Bienenhaltung  an der Ländlichen Landvolkshochschule Lauda, Link: http://www.lhvhs-lauda.de/

Der Mensch und die Bienen

Michael Weilers großartiges Buch: Der Mensch und die Bienen. Betrachtungen zu den Lebensäußerungen des BIEN. Verlag Lebendige Erde. Darmstadt 1996 ist damals gerade erschienen und hat mich auch sehr positiv beeindruckt, geprägt, und inspiriert, nach neuen Lösungen für die Bienenhaltung der Zukunft zu suchen.

Tom Allhoff

Kürzlich bekam ich Nachricht von dem Heilpraktiker Tom Allhoff, dass er eine Master-Arbeit verfasst hat mit dem Thema: “The Use of Homeopathy in Beekeeping: An Investigation of Current Methods“, auf Deutsch: “Die Verwendung der Homöopathie in der Imkerei: Eine Recherche aktueller Methoden”.

Seminar in Friedberg

Um die Ergebnisse bekannter zu machen, wird Herr Allhoff zusammen mit Michel Weiler ein Seminar in 86316 Friedberg halten.

Diskussion und Erörterung von nebenwirkungsarmen Methoden

Das Ziel des Seminars ist die Vorstellung nebenwirkungsarmer Methoden, welche sich in die verschiedenen Strategien zur Gesunderhaltung der Bienen integrieren lassen.

Link zum Seminar Flyer: http://www.homeotherapy.de/homoeopathie-in-der-imkerei.html

Bienen Seminar Tom Allhoff

homöopathie bei bienen

 Honigkuchen Zutaten

  • Mehl 440g
  • Salz 1/4 TL
  • Backpulver 1,5 TL
  • Backnatron 1 TL
  • Zimt 2 TL
  • Piment gemahlen 1,5 TL
  • Eier 4 Stck.
  • Walnussöl 60ml
  • Bio-Honig Oswald Blüte oder Wald verflüssigt 475 ml entspricht  675 g
  • Espresso frisch zubereitet 120 ml
  • Bio-Rohrzucker 150 g
  • Mandeln gehackt 70 g
  • Rosinen 80 g

Honigkuchen Guss

  • Bio-Honig Oswald Blüte oder Wald 350 ml entspricht 500 g
  • Zitronensaft frisch gepreßt 30 ml
  • Wasser 120 ml
  • Zitronenschale gerieben 1/2 TL
  • Mandelblättchen oder gerieben 50 g

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 165 Grad vorheizen.
  2. Mehl, Salz, Backpulver, Natron, Zimt und Piment mischen.
  3. In einer anderen Schüssel die Eier fünf Minuten hell und cremig aufschlagen, dabei nach und nach den Rohrucker dazugeben.
  4. Nun Walnussöl, verflüssigten Bio-Honig und Espresso untermischen.
  5. Mehlmischung unterheben.
  6. Die Mandeln grob hacken, mit den Rosinen vermengen und anschließend unter den Teig mischen.
  7. Eine große runde Gugelhupf Kuchenform innen mit Walnussöl bestreichen.
  8. Den Teig auf die  Form verteilen.
  9. Im vorgeheizten Ofen 65 bis 75 Minuten backen.
  10. Mit der Stäbchenprobe prüfen, ob der Kuchen fertig ist.
  11. Zehn Minuten abkühlen lassen.
  12. Aus der Form auf eine Platte stürzen.
  13. Für den Guss Bio-Honig mit Wasser, Zitronensaft und Zitronenschale auf dem Herd sirupartig einkochen lassen.
  14. Guss vom Herd nehmen und den Honigkuchen damit beträufeln.
  15. Mit Mandelblättchen bestreuen und Honigkuchen geniessen.

 


“Wir wünschen Ihnen gutes Gelingen, viel Freude beim Backen und guten Appetit”

Weitere Rezepte unter http://de.allrecipes.com

Bienenhof Honigkuchen Bio-honig.com H.G.u.R.Oswald GbR

Bienenhof Honigkuchen Bio-honig.com H.G.u.R.Oswald GbR        2016

Backen mit Honig schmeckt besser und tut gut. Foto: bio-honig.com Imkerei Oswald

Backen mit Honig schmeckt besser und tut gut. Foto: bio-honig.com Imkerei Oswald      2016

Rezepte mit Honig, dem süßen Gold unserer gestreiften kleinen Freunde liefert hundertprozentigen Genuss, Schönheit, Power und Wellness. Fotos: www.bio-honig.com Imkerei Oswald

Rezepte mit Honig, dem süßen Gold unserer gestreiften kleinen Freunde liefert hundertprozentigen Genuss, Schönheit, Power und Wellness. Fotos: www.bio-honig.com Imkerei Oswald     2016

 

Wachs

Wachs aus Waben von Bienenvölkeren aus dem Isar-Hügelland. Das Wachs wurde nur durch die natürliche Sonnenwärme in Handarbeit geschmolzen, bewußt ohne die üblichen aufwendigen maschinellen Verfahren.

Stärkung und Heilung

Nicht allein der Biene dient diese feine Substanz zur Stärkung und Heilung. Solange es Menschen auf dieser Erde gibt, hat das warme Licht der brennenden Wachskerze oder eine Bienenwachsauflage als archaisches Hausmittel gegen Kälte gedient.

Für die Bienenzucht

Aller Anfang ist schwer. Nachdem weltweit die Resourcen knapp werden, wird nun endlich die Schlüsselfunktion der Honigbiene für lebenswerte artenreiche Lebensräume erkannt, und Hunderttausende Menschen beginnen jetzt über die ganze Welt verteilt neu mit der Bienenhaltung.

Nördlich der Alpen

Nördlich der Alpen in Deutschland beträgt die Jahresdurchschnittstemperatur nur niedrige 7° Celsius. Um selbst bauen zu können, benötigen die Bienen jedoch vier Voraussetzungen:

  1. Räumliche Enge: Der Platzbedarf für die Brut und die Vorräte ist größer als das vorhandene Wabenvolumen
  2. Wärme
  3. Reichlicher Nektar- oder Honigtaueintrag
  4. Vitale, fruchtbare Königin

Oft nur kurze Bauphasen

Da die obigen Voraussetzungen erfahrungsgemäße oft nur wenige Wochen im Jahr erfüllt sind, ist es oft ratsam bestimmten Bienenvölkern helfen, schneller zu bauen, indem Sie über dem Nest mit Wabenmuster versehene, gewalzte Wachsplatten angeboten bekommen, die sie dankbar annehmen. Dadurch gewinnen die Bienen einen Zeitvorsprung, der idealerweise zu starken, widerstandsfähigen und vitalen Völkern führt.

Um 1 Kilogramm Wachs zu erzeugen, verbrauchen die Bienen 4 kg Honig

Damit Wachs entsteht, müssen die Bienen eine hohe Temperatur über einen längeren Zeitraum erzeugen. Außerdem muss ein großer Teil der Bienen eines Bienenvolkes zu Hause im Nest bleiben. Das Erschwitzen des Bienenwachses ist eine der anstrengensten Tätigkeiten im Bienenvolk. Die dafür spezialisierten Bienen müssen eine sehr viel eiweißreichere Blütenpollen Diät einhalten.

Bienen verwandeln Sonnenlicht in Wachs und Honig

Schon die goldgelbe Farbe läßt die Sonnenkräfte erahnen die diese beiden Substanzen inne haben. Sie sollten in keiner Hausapotheke fehlen und können da eingesetzt werden, wo erwärmende und beruhigende Sonnenwirkungen benötigt werden.

Hier ein Link zur Bienenwachsproduktdetailseite:http://bio-honig.com/shop/bienenwachs-bio-von-imkerei-oswalds-bienen-im-isar-huegelland-barren-blockwachs-preis-per-100g

 

 

 

BioMarzipan

Nach einer kurzen Pause ist wieder ist eine neue Charge feines BioMarzipan eingetroffen und jetzt wieder erhältlich.

Hier ein Link zu unserer Produktdetailbeschreibung: http://bio-honig.com/shop/lubs-bio-luebecker-honigmarzipan-250g/

Vielseitig verwendbar

Marzipan läßt sich vielseitig verwenden. Man kann es einfach wie Brot in Scheiben schneiden und servieren. Es enthält sowohl pflanzliches Protein von dem 56%igen Mandelanteil, und gleichzeitig 26 komplexe Zuckerarten aus dem Honig. Diese Kombination macht das Marzipan so begehrt und so vollkommen anders.

Bienen und Marzipan

Das Marzipan besteht nur aus zwei Inhaltsstoffen, die beide mit den Bienen zu tun haben. Der Mandelbaum eröffnet den Blütenreigen der fruchttragenden Bäume. Der Mandelbaum ist der erste imposant blühende Baum. In unseren Breiten nimmt diese Rolle der etwas bescheidenere, aber nicht weniger interessante und schöne Haselnussstrauch ein.

Fehlerberichtigung

Zwischen Mitte Dezember 2015 und Ende Februar 2016 war die Gutscheinfunktion vorübergehend deaktiviert, ohne unser Wissen und ohne es zu bemerken.

Naturalausgleich

Um diesen unabsichtlichen Fehler zu korrigieren, erhalten Kunden, die wärend dieser Zeit eine Bestellung in unserem Shop getätigt haben, und den Gutschein einlösen wollten, aber vom System daran gehindert wurden,  einen Bonus in Form eines 500g Glases Honig oder wahlweise Propolis bei Ihrer nächsten Bestellung (Bitte um kurzen Hinweis bei der Bestellung im Kommentarfeld, Danke.)

Gutscheinfunktion wieder aktiviert

Wir bitten, das Versehen zu entschuldigen. Die Gutscheinfunktion ist jetzt wieder aktiviert und wurde positiv getestet.

Gutschein nur einmal eingebbar

Zur Erinnerung: Auf der Warenkorbseite gibt es ein Eingabefeld für Gutschein-Codes. Für Neu- oder Erstbesteller bieten wir den Gutschein-Code “NEUBESTELL”, der einmal pro Gerät (desktop computer, tablet oder smartphone) eingegeben werden. Nach Eingabe des Gutschein-Codes auf der Warenkorbseite bitte nicht mehr zurückgehen zu den Artikelseiten, da sonst der Gutschein-Code aufgebraucht ist.

Gutschein Imkerei Oswald www.bio-honig.com Honig kaufen

Bitte an Freunde und Bekannte weitergeben bzw. empfehlen

Mit dem 5,00 € Gutschein lohnt sich auch eine kleinere Bestellung von 6 Gläsern.

Deshalb ist der Gutschein vor allem für Neubesteller interessant, die normalerweise einen kleineren Warenkorb aufweisen.

Stammkunden, die den Honig unserer Bienen im Isar-Hügelland schätzen, bestellen meist 12 Gläser versandkostenfrei, da wir ab 65,00 € generell versandkostenfrei liefern.

In eigener Sache: Amazon Payment

Wir haben vor kurzem Amazon Payment als schnelle, bequeme und vertrauenswürdige Bezahlmethode unserem Checkout hinzugefügt. Der goldene Bezahlbutton “BEZAHLUNG MIT AMAZON” befindet sich auf der Warenkorbseite über dem Button “WARENKORB AKTUALISIEREN”, und ebenso auf der Kassenseite über dem Button “BESTELLUNG ABSCHICKEN”. Anschließend öffenet sich ein Amazon Login Fenster. Amazon Login Daten bitte bereithalten, falls sie noch nicht angemeldet sind. Nach dem Login können Sie die Bezahlmethode,Rechnungs- oder Versandanschrift unter Jenem auswählen, was sie bei Amazon hinterlegt beziehungsweise gespeichert haben. Amazon sendet dann den Betrag direkt an uns. Dadurch können wir sofort nach der Bestellung das Paket packen und es gibt keine Verzögerung durch die Zeitspanne zwischen Bestellung, Überweisung und Zahlungseingang.

Haben Sie Vorschläge oder Anregungen zu Ihrer bevorzugten Bezahlmethode an uns?

Wenn Sie eine bestimmte Bezahlmethode bevorzugen, die wir anbieten sollten, so zögern Sie bitte nicht, uns das in einem Kommentar mitzuteilen. Wir sind für jede Rückmeldung und Verbesserungsvorschlag dankbar. Als einzige Ausnahme können wir Paypal nicht anbieten, da wir mit Paypal sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben. Unserer Meinung nach ist Paypal eine “Bad Bank”, da Paypal sich der Deutschen Bankenaufsicht entzieht, den Kunden so gut wie keine Rechte einräumt, und Null Transparenz bietet.

Titelbild: “In der Vorratskammer”, 69,0 cm x 47,0 cm, Öl auf Leinwand, von Hermann Kern, 1839 bis 1912;

Vorratskammer

Buchvorstellung

Heute möchte ich Euch ein großartiges Buch über Bienen vorstellen. Es hat sage und schreibe 831 (!) Seiten und ist aufs Reichste ausgestattet. Es ist um die Jahrhundertwende entstanden, einer Zeit, die man wirklich als Glanzzeit der Deutschen Imkerei bezeichnen kann. Wenn jemand etwas über die Bienenzucht studieren möchte,  kann er guten Gewissens zu diesem Buch greifen. Es ist in etwa das Deutsche Gegenstück zu “The Hive And The Honeybee”, dem Standardwerk der Weltimkerei.

August Ludwig: Unsere Bienen. Ein ausführliches Handbuch über alles, was ein Imker heute wissen muss. Berlin, 1906, 839 Seiten, 5 zerlegbare anatomische Modelle, 369 Abbildungen, 3 farbige und 48 schwarze Bildtafeln zumeist nach photographischen Aufnahmen.

August Ludwig: Unsere Bienen. Ein ausführliches Handbuch über alles, was ein Imker heute wissen muss. Berlin, 1906, 839 Seiten, 5 zerlegbare anatomische Modelle, 369 Abbildungen, 3 farbige und 48 schwarze Bildtafeln zumeist nach photographischen Aufnahmen.

August Ludwig  1867-1851

August Ludwig (1867-1851) war Bienenforscher, Mundartdichter und Pfarrer. Er hielt 30 Jahre lang Vorlesungen, Lehrgänge und Seminare im Universitätsbienengarten von Jena, den er auch einrichten durfte. 1922 veröffentlichte er seine Anekdotensammlung “Wie die Alten sungen.”.

An dem auführlichen Handbuch “Unsere Bienen” haben noch 35 weitere Autoren mitgewirkt, darunter am bekanntesten natürlich der Altmeister Gerstung.

Ab Seite 130 findet sich ein Beitrag von Gerstung, den ich hier zitieren möchte:

“2.Kapitel. Der Bien. Von Pfarrer F. Gerstung, Oßmannstedt, Thüringen. a) Die organische Auffassung des Biens. Es hat eine Zeit gegeben, in welcher man mit den Bienenstöcken auf einem sehr persönlichen Verkehrsstandpunkt stand, in welcher man von einem Bienenstocke wie von einem beseelten Lebewesen sprach, z.Bsp. der Bien oder auch der Stock will Schwärmen oder er will nicht Schwärmen; der Bien will bauen, der Bien will auch seine Ruhe haben, dier Bien ist gutartig oder bösartig, sanftmütig oder zornig. Damals war der “Bien” auch allein klug und verständig; er wußte wohl, wenn er Ausflüge halten durfte und wenn nicht, wenn die Zeit des Schwärmens gekommen war, wie er sich seine Wohnung durch Spurbienen ausfindig machte.”

Das Buch habe ich vor einigen Jahren von einem freundlichen Imkerehepaar gekauft, und lese  immer wieder gerne darin. Natürlich taugt es nicht als Arbeitsanweisung, aber es bildet eine Brücke zu einer Zeit, in der die Bienenzucht sich in Deutschland einer Hochblüte befand. Damals gab es sechs bis sieben Mal so viele Bienenvölker wie heute.

 

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