Wiesenmeisterschaft 2018 - Donau-Isar-Hügelland -

Alle an den Bayerischen Wiesenmeisterschaften teilnehmenden Bauern und Bäuerinnen schaffen und schützen durch ihre Arbeit Wiesen und Weiden, die zu den wichtigsten Lebensräumen Bayerns gehören.  Mit einem Maximum von 89 Pflanzenarten auf einem Quadratmeter gehört extensives Grünland neben dem tropischen Regenwald zu den artenreichsten Biotopen im weltweiten Vergleich.

Eine Infotafel über die Wiese
Individuelle Informationstafel für die erstplazierten Gewinner-Wiesen 2018. Foto: Imkerei Oswald

Die Wiese “Schlachtfeld” wurde bei der Wiesenmeisterschaft 2018 mit dem dritten Platz gewürdigt.

Dritter Wiesenmeister 2018…
​…ist Familie Oswald, die diese Fläche für Ihre Bienen und Schafe nutzt. Der Betrieb zählt zu den Pionieren der ökologischen Berufsimkerei. Die Blumenwiesen mit Streuobstbestand werden mosaikartig von Mutterschafen beweidet und bieten so den Bienen ein permanentes Futterangebot. Sie sind im Kulturlandschaftsprogramm. Das Streuobst wird als Saft verarbeitet.

Altes Bienenhaus mit Bienen und Blumenwiesen.
Moderne ökologische Bienenzucht (2018) vor altem Bienenpavillon nach Berlepsch (1946). Altes Imkerwissen ökologisch neu zu interpretieren führt zu gesünderen und glücklicheren Bienen.

Unsere Bienenkräuter-Mähweide

Hier wurden 44 verschiedene Kräuter, darunter z.B. Flockenblume, Margerite, Wiesen-Salbei, Hornklee und Wiese-Glockenblume gefunden. Wenig intensiv bewirtschaftete Blumenwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen. So trägt auch diese Wiese dazu bei, den Artenreichtum unserer Kulturlandschaft zu erhalten, schützt Boden, Wasser und Klima und vermittelt uns ein Stück Lebensfreude.

Die Wiesenmeisterschaft wird gemeinsam von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und dem BUND Naturschutz in Bayern e.V. veranstaltet. Ausgezeichnet werden Landwirte, die den Aufwuchs bunt blühender, artenreicher Wiesen oder Weiden in ihrem Betrieb erfolgreich nutzen. Punkte gibt es in den Kategorien Naturschutz, Landwirtschaft und Kulturlandschaft.

Zeitungsauschnitt über die Blumenwiesen Wiesenmeisterschaft.

Wiesenmeister aus dem Landkreis

Zitate von einem Artikel in der Landshuter Zeitung vom 16. Juli 2018:

Gestern wurden die diesjährigen Preisträger vor 90 Gästen im Salzstadel geehrt.
In diesem Jahr konnten sich Betriebe aus den Landkreisen Landshut, Kelheim und Regensburg bewerben – jeweils südlich der Donau gelegene Gebiete wurden bewertet. Insgesamt hatten sich 25 Betriebe bei der “Wiesenmeisterschaft” mit ihren Blumenwiesen beworben.  Den ersten Platz belegte Landwirt And. Strasser aus Geisenhausen-Stützenbruck, der die siebenköpfige Fachjury am meisten überzeugte.

Aber auch Edeltraud MelzlButz, die in Rottenburg mit Milchviebetrieb und Ökolandwirtschaft samt eigener Vermarktung aktiv ist, kann sich über eine sehr gute Platzierung freuen – sie belegte Platz zwei.

Auf dem dritten Platz fanden sich Ruth und Hans Georg Oswald wieder. Oswalds sind eine der wenigen Haupterwerbs-Imker. Auch die Plätze vier bis sechs wurden für überzeugende Umsetzungen vergeben. Nur die besten sechs von 25 teilnehmenden Betrieben der diesjährigen “Wiesenmeisterschaften” wurden mit Sach- und Geldpreisen für ihr ökologisches Engagement für den Erhalt und Neuanlage von Blumenwiesen ausgezeichnet.

Die Wiese der Oswalds.
Bio Blütenhonig 500g im Glas von Imkerei Oswald - Hauptfoto 01
Apfelsaft Etikett von Tagwerk Bienenhof Imkerei Oswald.
Regionaler Bio-Apfelsaft von Tagwerk Bienenhof Imkerei Oswald.
Die Original Urkunde von der Wiesenmeisterschaft.

Die Preisträger

Platz eins: Betrieb A.  Strasser, Geisenhausen-Stützenbruck, Milchvieh im Vollerwerb für 0,93 Hektar große Wiese.
Platz zwei: Betrieb E. M.-Butz, Rottenburg, Milchvieh mit Biohofladen für 1,55 Hektar große zweischürige Kohldistel-Feuchtwiese.
Platz drei: Betrieb H.G.u.R. Oswald, Pfeffenhausen, Imkerei im Vollerwerb für 3,7 Hektar Mähweide.
    ”     vier: Betrieb Mar. Eichstätter, Elsendorf, Mutterkuhhaltung für 3,0 Hektar zweischürige Kohldistel-Feuchtwiese.
    ”     fünf: Betrieb M. Berger, Ebrantshausen, Streuobst und Bienen im Nebenwerwerb für 0,84 Hektar einschürige Wiese.
    ”   sechs: Betrieb Robert Maier: Altfraunhofen, Ackerbau- und Handwerksbetrieb für zweischürige Wiese.

Hier klicken, um zur Seite vom Bund Naturschutz weitergeleitet zu werden. Dort finden Sie eine Pressemitteilung mit einer detaillierten Beschreibung aller Preisträger, Betriebe und deren Blumenwiesen in dem Schlussabschnitt – “Details zu den Preisträgern und ihren Wiesen”.

Die Wiesen unserer Heimat

Die Blumenwiesen unserer Heimat sind vergleichbar mit dem tropischen Regenwald, was Ihre Bedeutung für den Erhalt der Artenvielfalt und der natürlichen Resourcen angeht. Das was in Südamerika der Regenwald ist, nämlich ein Refugium der Biodiversität, das sind die Kräuterwiesen für Deutschland. Möge es mehr und mehr Menschen geben, denen diese Erkenntnis zuteil wird, zum Wohle der oft unbeachteten natürlichen Tierwelt, die es nicht leicht hat in diesen Tagen immer größerer Maschinen und immer weniger mit der Landschaft verbundener und den Wildtieren mitfühlender Menschen.

Schwalbenschwanz Schmetterling auf lila Lavendelblüte.
Artikel über die rhetorische Frage: Wer hat die beste Wiese? Ein grüner Schatz zu unseren Füßen!
Artikel über den Hallertauer Bienenhof Familie Oswald mit Bildern von Schafen und Bienen.
Der Imker Oswald.

"glücksblatt" Nr. 29 vom 17. Juli 2018

Ein grüner Schatz zu unseren Füßen

Wer hat die beste Wiese der Region? Dieser Frage geht die Wiesenmeisterschaft auch heuer auf den Grund.
Doch was ist daran eigentlich so besonders?

Suche nach der besten Wiese

Nach einer Vorauswahl besucht eine Jury, bestehend aus Expertinnen und Experten der Landwirtschaft und des Naturschutzes die Blumenwiesen.
Vor der Kamera Auskunft geben über das, wohinter man steht? Für die leidenschaftliche Landwirtin Edeltraud Melzl-Butz kein Problem.

Ratzentümpel geht ins Rennen

​An der Wiesenmeisterschaft nimmt Edeltraud Melzl-Butz mit der Kohldistel-Feuchtwiese “Ratzentümpel” teil. Ihr Sohn hat sie dazu angemeldet. Schließlich soll jeder sehen, wie viel mühe seine Mutter in die etwas störrische Wiese mit Schilfvorkommen und nassem Grund investiert. Von dem zusätzlichem Aufwand läßt sich sich nicht entmutigen. Genauso wenig wie von dem Gerede zu Beginn. Damals wurde sie noch von anderen dafür belächelt, solch eine Fläche zu bewirtschaften. Heute erntet sie den Lohn dafür. “Mein Tierarzt fragt, ob es außer ihm noch einen anderen gibt!” Dank ihrer Felder wie dem Ratzentümpel mit stolzen 36 krautigen Arten sind ihre Tiere gesund un munter. Die Bäurin sagt: “Diese Blumenwiesen sind so wertvoll, die kann man mit keinem Geld bezahlen.”

Gold gestreifte Wundertierchen

Ebenso unbezahlbar ist das, was die Bienen von Georg und Ruth Oswald für die Pflanzen auf ihren Flächen leisten. Wer still ist, kann sie bei ihrer Arbeit hören. “Wenn man beim Anbau unter Glas für die künstliche Bestäubung 0,1 Cent rechnet, ergibt das bei einem Glas Honig eine inbegriffene Bestäubungsdienstleistung durch die Bienen im Wert von 500 Euro.” Kein Wunder, dass Honig auch flüssiges Gold genannt wird! Und guten Honig gibt es nur mit der richtigen Nahrung für die Bienen. Die Mähweide und Streuobstwiese “Schlachtfeld”, mit der die Imkerei Oswald an der Meisterschaft teilnimmt, ist für ihr Land Aushängeschild. 44 krautige Arten sind dort zu Hause. Diese Kräuter sind für die Gesundheit der Bienen wichtig. “Die Kräuterwiesen sien dien Apotheke für die Bienen, wobei die Biene selbst eine “fliegende Apotheke ist”, erklärt der Imkermeister. Allein 24 Zuckerarten sind im Honig enthalten. Sie sind noch nicht gänzlich erforscht, aber sollen einen entscheidenden Einfluss auf Hirn- und Herzfunktion haben.

Täglicher Besuch

​Damit die Tierchen auch wirklich rundum zufrieden sind, beachtet Imker Oswald eine alte Imkerweisheit: “Die Bienen wollen ihren Imker täglich sehen!” Bei 40 bis 70 Bienenvölkern gar nicht so leicht – doch so soll es sein! Gegen Arbeit an der frischen Luft, in schöner Natur, umgeben von bunten Blumenwiesen und summenden Bienen, hat der Imker nichts. Bestimmt entdeckt er immer wieder Neues auf seinen Wiesen. Schließlich sind die alles andere als einfach nur grün. Ende des Artikels von Sabrina Reinsch.

Artenliste

Kräuterwiese "Schlachtfeld" im Mai 2018 von bio-honig.com

Wiesen-Schafgarbe
​Gänseblümchen
​Wiesen-Glockenblume
Wiesen-Kümmel
Wiesen-Flockenblume
Gewöhnliches Hornkraut
Acker-Kratzdistel
Wilde Möhre
Acker-Schachtelhalm
Wiesen-Labkraut
Kleiner Storchschnabel

Riesen-Bärenklau
Wiesen-Bärenklau
Habichtskraut
Echtes Johanniskraut
Gewöhnliches Ferkelkraut
Rauher Löwenzahn
Magerwiesen-Margerite
Sumpf-Hornklee
Hopfenklee
Saat-Luzerne
Futter-Esparsette

Kleine Bibernelle
Spitz-Wegerich
Kleine Braunelle
Scharfer Hahnenfuß
Großer Sauerampfer
Krauser Ampfer
Stumpfblättriger Ampfer
Wiesen-Salbei
Kleiner Wiesenknopf
Bunte Kronwicke
Wiesen-Löwenzahn

Feld-Klee
Gewöhnlicher Kleiner Klee
Mittlerer Klee
Rot-Klee
Weiß-Klee
Große Brennnessel
Gamander Ehrenpreis
Thymian-Ehrenpreis
Gewöhnliche Vogel-Wicke
Behaarte Wicke

Landwirte und Landwirtinnen

Unterwegs nach der schönsten Wiese fotografierte die Jury spontan alle Teilnehmer der Meisterschaft bei Ihrer Arbeit.
Unterwegs nach der schönsten Wiese fotografierte die Jury spontan alle Teilnehmer der Meisterschaft bei Ihrer Arbeit. Alle teilnehmenden Bauern und Bäuerinnen schaffen und schützen durch ihre Arbeit Wiesen und Weiden, die zu den wichtigsten Lebensräumen Bayerns gehören. Nach dem Prinzip "Schützen durch Nützen" werden in der Wiesenmeisterschaft die Leistungen diejeniger Landwirte und Landwirtinnen gewürdigt, welche die von Ihnen bewirtschafteten Wiesen und Weiden sinnvoll in die Erzeugung von wertvollen Lebensmitteln nutzen.

Artenreiche und blütenreiche Wiesen gesucht und prämiert

Preisverleihung der Wiesenmeisterschaft "Donau-Isar-Hügelland" 2018 im Salzstadel in Landshut.
Von links nach rechts: Jakob Opperer, Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Freising, Josef Egger, 2. stellv. Landrat des Landkreises Kelheim, Hubert Bittlmayer, Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in München, Richard Mergner, Landesvorsitzender des BUND Natrurschutz in Bayern, Ruth Oswald, Landwirtin und Geschäftsführende Gesellschafterin von bio-honig.com GbR, Hans G. Oswald, Berufsimker und geschäftsführender Gesellschafter bei bio-honig.com GbR, Marion Ruppaner, BUND Naturschutz in Bayern, Dr. Sabine Heinz, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft.

Zum Schluss

Aus einem Brief vom Bayerischen Landtag, Abgeordnete Ruth Müller, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit, Mitglied im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten:

Sehr geehrter Herr Oswald, lieber Georg, zu Ihrer Auszeichnung als “Wiesenmeister” gratuliere ich Ihnen sehr herzlich.
Mit Ihrem Betrieb, bestehend aus zahlreichen Bienenvölkern und Streuobstanlagen, engagieren Sie sich in besonders vorbildlicher Art und Weise für den Naturschutz. So ist es nur richtig und gerecht, wenn Sie für Ihre Verdienste um die Landwirtschaft mit dieser Auszeichnung bedacht worden sind.
Um die biologische Vielfalt in Bayern zu erhalten, ist es wichtig, dass Landwirtschaft und Naturschutz Hand in Hand arbeiten und gemeinsam den Fortbestand sichern. Ein sorgsamer Umgang mit unserer Umwelt -dem Lebensraum einer Vielzahl an wichtigen und nützlichen Lebewesen- ist unabdingbar, um den Fortbestand unserer Bienen gewährleisten zu können. Wie sähe wohl das Sortiment an Nahrungsmittel aus, gäbe es keine Bienen mehr? Wie wollen es uns nicht vorstellen müssen!
Die Selbstverständlichkeit, mit der Sie sich den Erhalt der Artenvielfalt auf die Fahnen geschrieben haben, verdient und findet meinen größten Respekt. Menschen wie Sie können uns Allen nur Vorbild sein.
Ich freue mich mit Ihnen über diese Anerkennung Ihrer Lebensleistung und wünsche Ihnen und Ihrer Familie für die kommenden Jahre von Herzen alles Gute, vor allem Gesundheit.
Es verbleibt mit freundlichen Grüßen,
Ruth Müller, MdL.

Heute war es dann doch soweit. Die Sonne kam heraus und erwärmte die Luft durch ihre warmen Strahlen. Der Schnee, der gestern noch unsere Landschaft bedeckte, verschwand heute bis auf winzige Reste. Ich war natürlich neugierig, wie die Bienen darauf reagieren würden. Honigbienen sind ja bekanntlich Wetterpropheten. Und ja, schon sehr früh, als sogar noch ein kühler Wind ging, hörte man ich schon ihr Summen in der Frühlingsluft. Zunächst war das Flugspiel ungeordnet zaghaft. Als die Sonne höher stieg, hatten die ersten Bienen meine neue Bienentränke mit den wärmenden Lavasteinen entdeckt, und ließen sich dort zum Wasserschlürfen dankbar nieder (siehe Foto: Bienen auf Lavasteinen).

Bienen beim Wassersammeln.n

Bienentränke aus Lavasteinen. Foto: Oswald 2018

Ich hatte schon lange gehofft, dass die Weidenbäume und Weidensträucher endlich blühen würden. Für die Bienen ist es die wichtigste Nahrungsquelle des ganzen Jahres, weil die Weiden bei uns die erste Nektarquelle des Jahres sind, und weil die Weiden den wertvollsten Blütenstaub überhaupt liefern. Mit dieser hochwertigen natürlichen Eiweißnahrung werden jetzt die Sommerbienen erbrütet. Als ich jedoch keine Bienen an den Weiden sah, war ich etwas verwundert. Nach genauerem hinsehen war klar dass die Bienen noch einen späten, zweiten Reinigungsflug nötig hatten.

Blühende Weiden vor blauem Himmel.

Weiden im Bienengarten Weidenbiotop auf dem Bienenhof der Imkerfamilie Oswald. Foto: bio-honig.com 2018

Bis zum Nachmittag dann hatte sich die Bienen in der warmen Frühlingsluft eingeflogen. Nun machte ich mich noch einmal auf einen Trachterkundungsgang, ausgerüstet mit meinem guten Eschenbach-Fernglas, um die einzelnen Weidenarten, welche ich auf dem Bienenhof in den letzten 15 Jahren gepflanzt habe, genauer auf Bienenbeflug zu untersuchen. Die Suche nach Bienenbeflug des Weidenbiotops wurde aber enttäuscht. Auch auf den am frühsten blühenden Schwarzweiden (salix nigrans) war noch keinerlei Bienenbeflug feststellbar. Obwohl es sich nur noch um einzelne oder einen Tag handeln kann, war noch keine einzige Bienen an den Weiden zu sehen.

Einelne Bienenvölker stehen in einem Garten verteilt.

Bienenhaltung am natürlichen Weidenbiotop mit viel Platz für die einzelnen Völker. Foto: bio-honig.com 2018

(mehr …)

Die schnelle Flugbiene

Nun schnell zu den Honig Fakten: Es braucht 500 Bienen und zwei Millionen Blüten um ein Pfund Honig zu erzeugen.
Ein Bienenvolk muss zusammengelegt eine weite Strecke fliegen, nämlich zwei Mal um den gesamten Erdball, um ein einziges Pfund Honig zu erzeugen.
Eine durchschnittliche nektarsammelnde Flugbiene besucht ca.70 Blumen pro Ausflug.

Weitere interessante Honig Fakten

Die durchnittliche Lebensarbeitsleistung in Honig beträgt pro zwölf Bienen ein Teelöffel Honig.

Goldene Biene auf rosa Blüte. Honig Fakten.

Eine Honigbiene der Landrasse von Imkerei Oswald auf einer Aster. 2017 bio-honig.com

Ein freiwilliges Erzeugnis des Tierreiches

Bienenhonig ist das einzige weltweit genutzte Lebensmittel, das von den Tieren komplett selbst, freiwillig und ohne Zwang hergestellt wird. 
Es gibt für das menschliche Immunsystem zwei einzigartige Lebensmittel, die durch nichts anderes ersetzbar sind: Das eine ist Muttermilch, das andere ist natürlicher Bienenhonig.
Honig schmeckt so köstlich, dass seine Süßkraft durch kein anderes Lebensmittel übertroffen wird.

Die Gartenbiene. Honig Fakten von Oswald Honig.

Die Süßigkeit der Blumen findet sich wieder im Blütenhonig aus dem Isar-Hügelland. 2017 Oswald Honig.

Ein aus der Antike überliefertes Wissen um die Bienen

Die ältesten bekannten antiken Bienenstände sind etwa 3000 Jahre alt und bestanden aus etwa 100 Völkern, die zusammen im Jahr etwa 500 kg Honig erzeugten.
Es gibt einen bekannten biblische Frauennamen, welcher “Biene” bedeutet: Debora (hebräisch דְּבוֹרָה, dəvorah).
Der Name Sabine hat jedoch seinen Ursprung im Lateinischen und basiert auf dem altrömischen Stamm der Sabiner.
Der antike König Salomon verglich den Konsum von Honig mit dem Erlangen von Weisheit. 
Denn so wie natürlicher, reiner Honig dem Gaumen schmeichelt und höchst annehmbar ist, so führt gründliches Wissen und scharfer Verstand wie der Genuss von Honig zu einem Sinn für Schönheit und Tugendhaftigkeit.
Honig ist zentraler Bestandteil der Europäischen Volksmythologie und Kulturgeschichte.
Es ist wohlbekannt, wie sehr Honig von den Altvorderen geschätzt wurde, als Nahrung, für Getränke, für Medizin, für Kleinkinder und für Betagte.

Waben-im-Natur-Imkerei-Oswald

Natur Honig bzw. echter deutscher Honig direkt vom Imker. Alle Sorten Honig vom Imker Oswald. Honig Fakten von Oswald Honig 2017.

Blüten-Honig aus dem Isar-Hügelland, Sommer-Honig aus dem Isar-Hügelland und Wald-Honig aus der Hallertau. Natur Honig von Imkerei Oswald. 2017

https://bio-honig.com/shop/bluetenhonig-artenreich-imker-oswald/

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Imkerei Oswald’s BIO Wald Honig aus der Hallertau – 500g im Glas – Neue ERNTE 2020 !!-

https://www.facebook.com/Imkerei.Oswald/

Bunter Schmetterling auf lila Blüte (www.bio-honig.com).

Imkerei Oswald: Schmetterling auf Asternblüte im Rondell des Bienenhofes im Isar-Hügelland. www.bio-honig.com

Honigbienen höseln Blütenstaub auf Wildtulpenart Tulipa polychroma.

Dieses aktuelle Foto vom 11. März 2017 zeigt einheimische Honigbienen beim Höseln von Pollen. Unter “Höseln” versteht man in der Imkersprache das Sammeln von Blütenstaub in kleinen Körbchen an dem hinteren Beinpaar der Honigbienen.

Honigbienen höseln Blütenstaub

Dieses aktuelle Foto vom 11. März 2017 zeigt zwei einheimische Honigbienen beim Höseln von Pollen. Unter „Höseln“ versteht man in der Imkersprache das Sammeln von Blütenstaub in kleinen Körbchen an dem hinteren Beinpaar der Honigbienen. (Foto: Dank an Markus Wurmer)

Hoch lebe die Biene!

Wie geht es unseren Bienen im Winter? Ein Drittel haben Sie bereits überstanden. Es gab bisher Frost, aber noch keinen Schnee. Die Bodenbretter und Bienenkästen sind deshalb trockener geblieben als sonst. Eine trockenere Überwinterung ist an sich kein Nachteil für die Bienen, sondern eher ein Vorteil, weil die Beute (imkersprachlich für Bienenkasten) dadurch etwas wärmer ist für die Bienen. Eine nasse, von Schnee- und Tauwasser vollgesogene Beute ist für die Bienen um ca. 10° Celsius kälter als eine trockene Behausung. Deshalb stehen meine Beuten prinzipiell nur auf Tockenstandorten ohne Bodennässe und Dauerfeuchtigkeit. Besonders nasse Talwiesen oder Ufernähe kann sich sehr nachteilig für die Überwinterungsquote auswirken.

Ein Bienenvolk von Imkerei Oswald mit langem Anflugbrett und tarnfarbenem Überwurfdeckel.

Ein Bienenvolk aus meiner eigenen Bienenhaltung auf einem trockenem Standplatz im Winter

Durch genaue Fluglochbeobachung, notfalls mit Taschenlampe, läßt sich der Gesundheitszustand des Bienenvolkes gut beurteilen, ohne es öffnen zu müssen. Der Totenfall auf dem Bodenbrett gibt hierzu Aufschluss. Wenn kaum eine tote Biene sich auf dem Bodenbrett befindet, ist dies ein gutes Zeichen. Eine sehr ruhig und tief sitzende Wintertraube ist ebenfalls ein ausgezeichnetes Zeichen. Unruhige Bienen und hoher Totenfall ist dagegen kein so gutes Zeichen. In diesem Fall kann eventuell Weisellosigkeit, also das Fehlen einer vollwertigen Königin oder das Vorhandensein einer unbegatteten Königin vorliegen.

Autochthone Stieleiche (quercus robur)

Eichen sind im Allgemeinen gute Zeigerpflanzen für potentielle Bienenstandorte mit trockenem Kleinklima.

Imkerei in Bayern.

Unsere eigenen Bienen im Winter im Isar-Hügelland.

Mehr Details über die Überlebensstrategien der Bienen im Winter: http://www.bee-careful.com/de/initiative/was-machen-bienen-im-winter/

Es folgen noch einige schöne Schnappschüsse vom Rauhreif, der die ganze Landschaft für kurze Zeit, meist am Morgen, kurz bevor die Sonne durch die Wolken kommt, in eine großartige Winterkulisse verwandelt:

Blog Winterkulisse

Blog Salix

Blog Weidenbiotop

Blog Bienenweide

Blog Birke

Blog Berufsimker

Blog Bienenhof Hallertau

 

 

Imkerei Oswald

Bienen im Winter: Landschaft zwischen Unterlauterbach und Oberlauterbach bei Rottenburg an der Laaber bzw. Pfeffenhausen. Raureif auf Sträuchern und Bäumen.

 

Die Gartenimkerei oder Gartenbienenzucht findet immer mehr Freunde, auch wegen dem Überfluß an vielen guten Blumen und Kräutern in vielen Naturgärten.

Warum den natürlichen Reichtum unserer Gärten ungenutzt an uns vorübergehen lassen?

Wachs und Honig sind zwei kostbare und für die menschliche Gesellschaft fast unentbehrliche Dinge, wie bereits Joseph Pösel  in seinem 1784 erschienen “Gründlich- und vollständiger Unterricht sowohl für die Wald- als Garten-Bienenzucht” in einem Vorwort schrieb.

Um bienengerechte Pflanzen und Kräuter im Garten zu etablieren, müssen diese oft erst gepflanzt werden. Es ist schön und hilfreich, wenn es Imker oder Bienenzüchter gibt, die sich gegenseitig über gute Bienenpflanzen austauschen oder mit Sämlingen helfen.

Hier ein Einblick in die winzige Welt der Bienen auf ihrer sommerlichen Blumenreise zu diesen Pflanzen:

  • Sonnenhut  Echinacea purpurea “Harvest Moon”
  • Echter Dost Origanum vulgare
  • Strauchmalve, ähnlich wie Thüringer Strauchpappel Lavatera thuringiaca L., aber höher: bis 200 cm, vielleicht eine endemische Art?
  • Raublattaster 140 -180 cm hoch
  • Niedrige Aster 40cm
  • Echter Eibisch
  • Duftnessel Agastache foeniculum
Sonnenhut Echinacea purpurea "Harvest Moon".

Sonnenhut Echinacea purpurea “Harvest Moon”

Echter Dost Origanum vulgare

Echter Dost Origanum vulgare

Die zartrosa Blüte derStrauchmalve.

Strauchmalve

Biene trinkt Nektar auf Strachmalvenblüte.

Biene auf Strauchmalve

Biene beim Pollensammeln auf Rauhblattasterblüte.

Rauhblattaster

Biene beim Abflug von purpurner Asternblüte.

Niedrige Aster

Pollen-Biene mit lila Pollen.

Echter Eibisch

Honigsammlerin auf Duftnessel Agastache foeniculum.

Duftnessel Agastache foeniculum

Bilder: Markus Wurmer, Hausen

https://facebook.com/imkerei.oswald

http://bio-honig.com/shop/naturhonig-biohonig-kaufen-oswald/

cropped-Naturhonig-Sonnenvoegelchen-02.jpg

 

 

Höhenweg über der Donau

Höhenweg über der Donau

What a wonderful life

What a wonderful life

Wasseroberfläche der Donau

Wasseroberfläche der Donau

Das Herbstlicht funkelt auf der Wasseroberfläche

Das Herbstlicht funkelt auf der Wasseroberfläche

Kiesbank am Kloster Weltenburg

Kiesbank am Kloster Weltenburg

Fährkähne zum Übersetzen auf andere Uferseite

Fährkähne zum Übersetzen auf andere Uferseite

Der Donaudurchbruch, wo sich die Donau einen Weg durch den Kehlheimer Marmor gegraben hat

Der Donaudurchbruch, wo sich die Donau einen Weg durch den Kehlheimer Marmor gegraben hat

Buchen-/Eichenmischwald an den Donauhängen

Buchen-/Eichenmischwald an den Donauhängen

An der anderen Uferseite führt ein Fußwanderweg nach Kehlheim

An der anderen Uferseite führt ein Fußwanderweg nach Kelheim

Wie die Bienen ökologisch vor gefährlicher VARROA schützen?

Teil I : Frühling und Frühsommer

Woher kam die VARROA

Die Varroa Milbe lebte auf der Östlichen oder Asiatischen Honigbiene, einer anderen Bienenart, welche in Europa normalerweise nicht vorkommt. Durch Importe der Asiatischen Honigbiene gelangte  die Varroa im  Huckepack nach Deutschland.
Hier kurz zusammengefasst die Chronologie der Ereignisse, die letztendlich zur Ausbreitung der Varroa in Deutschland führten:
1971 bis 1975
Am Staatlichen Bieneninstitut Oberursel bei Frankfurt finden mehrere Importe von Cerana-Völkern (Apis cerana) aus Süd- und Ostasien statt. Die Östliche Honigbiene ( auch Indische oder Asiatische Honigbiene genannt) ist der ursprüngliche Wirt und Träger der Varroamilbe (Varroa destructor). Vermutlich fand bei diesen Importen eines Deutschen Bieneninstituts die Einschleppung der Varroamilbe nach Deutschland statt.
1977
Am Bieneninstitut Oberursel bei Frankfurt werden erstmalig in Deutschland Varroamilben entdeckt.
1978
Vierzig Kilometer nördlich vom Primärherd wurde ein Sekundär-Varroa-Infektionsherd entdeckt, entstanden durch Verlegung eines ganzen Bienenstandes.
1980
Ein dritter großer Sekundärherd wird südlich von Darmstadt entdeckt, entstanden durch Wanderung in die Tannentracht. Fortschreiten des Varroa Befalls von den Infektionsherden mit einer Geschwindigkeit von 15 Kilometer im Jahr.

Warum die Varroa laufend immer gefährlicher wird

Die Varroa wird immer gefährlicher, weil:
Ökosysteme zunehmend zusammenbrechen oder verschwinden, insbesondere das Ökosystem Wald, das Ökosystem Wiese, und das Ökosystem Weide. Dadurch schrumpft der Lebensraum und Nahrungsraum der Gattung Bienen auf ein bis zwei  Prozent der Gesamtfläche.
Die immer gefährlicher werdenden systemisch wirkenden Pestizide, welche auf 90% der Landwirtschaftlich genutzten Flächen massiv eingesetzt werden, machen die Honigbienenvölker anfällig für Varroose, man spricht auch von dem Varroa-Problem  als Sekundäreffekt des Pestizid-Problems.
Durch die globale Klimaerwärmung verschieben sich die Blühtermine der Pflanzen nach vorne, was der Varroa einen Monat Vorsprung gibt und Ihre Zahl im Spätsommer explodieren lässt.
Die Klimaerwärmung in Verbindung mit dem Raubbau der Böden führt in Kombination mit dem Abbau des Humusgehaltes der Böden auch zu einer Absenkung des Grundwasserstandes und Austrocknung der tieferen Schichten der Böden, was den Nektarfluss viele Bienengehölze wie zum Beispiel der Linde versiegen lässt.

Die Überlebensrate von Bienen ist durch die fehlende Berücksichtigung der Bienen in der  Forschung, Entwicklung und Förderung von Agrartechnik und Agrarchemie um 50% gefallen

Es ist allgemein bekannt, dass in den Zulassungsverfahren von Pestiziden mit dem LD50 Wert gearbeitet wird. LD50 (engl. lethal dosis) bedeutet “Tödliche Dosis”. Verkürzt dargestellt, bedeutet der LD50 Wert, dass die für Bienen tödlichen Wirkstoffe in den Pestiziden so eingestellt werden, dass zwei Wochen nach der Pestizid-Behandlung eines von Bienen beflogenen blühenden Pflanzenbestandes noch mindestens 50% der Bienen erwartungsgemäß am Leben sein sollen. Das Mittel gilt dann als “bienenfreundlich”. Wie lange diese dann noch leben, wird nicht untersucht, auch nicht die Wirkung auf die Brut. Die Agrar-Chemie ist der Meinung, dass diese ständig wiederkehrenden Kollateral-Schäden an Bienen von den Imkern hingenommen und ausgeglichen werden können. Um das Problem zu vertuschen,  setzt man in der Agrar-Politik seit 30 Jahren einseitig auf Anfängerförderung. Die Anfänger erkennen in der Regel die Schäden nicht, und schweigen darüber, da Bienenschäden durch Agrartechnik und Agrarchemie in den Vereinen ein Tabu-Thema sind.

Die Regierung in Berlin fiel unter der Leitung von Angela Merkel vor allem durch unglückliches Agieren auf – überraschend viel Verständnis für bienengefährliche Agrarchemie, überraschend wenig Gespür für die Bemühungen der Bevölkerung im Kampf gegen das Insektensterben und ihr Bemühen um den Erhalt der Lebensgrundlagen und der Lebensqualität in Deutschland

Auch in den Instituten stößt man auf eine Mauer des Schweigens, da die Agrar-Chemie die Bieneninstitute mitfinanziert. Dies alles hat zu einem zunehmenden Hang zum Primitivismus und Resignation innerhalb der Bienenhalter geführt. Bienenhalter sind ja von Natur aus eher ruhige und unaufgeregte Menschen. Verluste von 30% pro Jahr werden daher von der Mehrheit schweigend und bekümmert getragen und hingenommen. Wie es bei den Hummeln, Wildbienen und Schmetterlingen aussieht, kann man nur erahnen. Für sie ist es noch schwieriger, zu überleben.

Etliche der Anfänger erkennen den Ernst der Lage des Varroa-Problems zu spät, oder ignorieren es bewusst und werden dann zum Infektionsherd für alle umliegenden Bienenstände in einem Radius von 6 km um ihren Bienenstand.
Die populistisch motivierte Konzentration der Politik auf Liebhaber-Bienenhaltung seit drei Jahrzehnten führt zu einer krass ungleichen Verteilung der Bienendichte mit Völkermassierungen in Siedlungsgebieten, und weitgehend bienenleeren Bauernhöfen bzw. Landhäusern in  weniger dicht besiedelten Gebieten. Durch diese Bienenmassierungen in Gebieten hoher Siedlungsdichte entsteht eine Brutstätte für das Varroa-Problem, das durch den ständigen Verkauf von mit Varroa verseuchten Bienenvölkern an Anfänger immer wieder aufs neue befeuert wird.

Abnehmende Bienengesundheit als Folge von fehlender Regionalität bei der Herkunft der Zuchtköniginnen und der Bienenvölker

Die dauerhaft sehr hohen durchschnittlichen jährlichen Bienenverluste in Bayern stellen für viele Bienenhalter ein großes Problem dar. Hier erinnere ich mich an das alte Sprichwort: “Bauer werden ist nicht schwer, Bauer bleiben dagegen sehr.” Das Gleiche gilt heute sinngemäß leider auch für die Imker. Fast alle professionellen Angebote an Bienen und Bienenkönginnen sind nicht mehr regionalen Ursprungs, und damit nicht mehr angepasst an die herrschenden Umweltbedingungen.

Im Zuge der Globalisierung werden Bienenköniginnen und/oder Kunstschwärme aus vielen Teilen Europas und anderen Kontinenten nach Deutschland importiert, was zur Ankunft und Ausbreitung von  neuen, aggressiveren Varroa-Varianten führt.
Man spricht in diesem Zusammenhang von einem Ping-Pong Effekt. Immer wenn die Imker meinen, das Varroa-Problem im Griff zu haben, taucht wieder plötzlich eine aggressivere, besser angepasste Varroa-Variante von irgendwo auf der Welt auf.
Die Imkerschaft hat die dringend notwendige, gemeinsam abgestimmte Varroa-Bekämpfungs-Strategie in der Fülle der verschiedenen Bekämpfungskonzepten mittlerweile hoffnungslos verloren. Es gibt eine nicht mehr überschaubare Flut von verschiedenen Empfehlungen und Angeboten zur Varroa-Bekämpfung, wobei viele Anfänger dann resigniert rein auf das “Prinzip Hoffnung” setzen, und dann nach einigen Jahren bitter enttäuscht werden, leider.
Von Staatlicher Seite und Verbandsseite wird das Varroa-Problem leider heruntergespielt und will seine Existenzen bedrohende Dimension nicht wirklich erkennen.

Genaue Kenntnis der natürlichen Rhythmen im Bienenvolk notwendig

Das Konzept zur Bewahrung der Honigbienen-Bestände vor Varroa-Schäden erfordert eine ganzheitliche und jahreszeitlich differenzierte Strategie.
Dabei ist es jedoch erforderlich erkennen zu können , in welcher Entwicklungsphase und Stimmung sich das Volk gerade befindet.
Jedes Bienenvolk hat die Aufmerksamkeit des Bienenhalters verdient.
Dabei spielt die Fluglochbeobachtung und die Beobachtung des Trachtfluges  und der Temperatur eine große Rolle.
Die exakte Aufschreibung der  Blühtermine für die Definition der Zeitpunkte der verschiedenen Völkerführungs-Maßnahmen ist unabdingbar.
Aus diesen Beobachtungen und Aufschreibungen können Rückschlüsse für den idealen Zeitpunkt der betreffenden Maßnahme gezogen werden.
Wenn diese Listen laufend aktualisiert werden ist man in einem guten Optimierungsprozess.

Natürliche Brutunterbrechung ist essentiell für das Überleben

Ihre Natur zwingt die Bienen dazu, durch den Schwarmakt eine Brutunterbrechung auszulösen.
Diese Brutunterbrechung verhindert die Ausbreitung von Brutkrankheiten, da es während der Brutunterbrechung ja keine Brut mehr gibt, wo sich Krankheitserreger oder Parasiten verstecken könnten.
Da aber die moderne, mehr oder weniger technisch optimierte Bienenhaltung über Mittel und Wege verfügt, den Schwarmfall vorzubeugen und sogar zu verhindern, ist jeder Bienenhalter nun selbst dafür verantwortlich, ob es eine Brutunterbrechung gibt oder nicht.
Einfach Schwärmen lassen kann ein Weg sein, greift aber zu kurz, wenn die Bienenschwärme nicht sicher gefasst werden können.
Das war um 1850 noch möglich, als noch mehr Zusammenhalt und Wissen um die Bienen in der Bevölkerung war.
Aber heute ist leider eine reine Schwarmimkerei nur noch an besonderen Standorten erfolgreich möglich.
An Aternative gibt es den Brutableger, den Königinnenableger, den Fegling, den Saugling, den Freiluft-Kunstschwarm, die Brutdistanzierung und totale Brutentnahme (TBE) mit oder ohne Brutscheune.
Je nach Entwicklungsphase kann oder muss man die ganze Klaviatur der Möglichkeiten ausspielen.

Organischen Säuren und /oder Etherische Öle?

Nicht das entweder oder ist richtig, sondern die Abwechslung.
Durch die Abwechslung der Mittel werden die Bienen geschont,  der Parasit verwirrt, geschwächt und Resistenzen vorgebeugt.
So wenig Chemie-Einsatz wie möglich, deshalb keine Chemische Keule, sondern ein intelligentes Abwechseln der Mittel.
Im Frühjahr und Frühsommer sind in brutlosen Einheiten (ohne Honigwaben-Ernte) organische Säuren das Mittel der Wahl.
Am verträglichsten für die Bienen wäre Milchsäure, aber Ihre Wirksamkeit ist leider etwas zu gering mit etwa 70%.
Daher empfehle ich Klee-Säure, auch Oxal-Säure genannt, mit einer Wirksamkeit von über 90% bei richtiger Anwendung.
Oxalsäure kommt in Sauerklee und Rhabarber auch natürlich vor, hat aber in der kristallinen oder konzentrierten Form für Mensch und Tier Gefahrenpotential, daher  bitte Sicherheitshinweise genau beachten.

Ermittlung des richtigen Zeitpunktes der Anwendung in brutlosen Einheiten

  • Naturschwärme: Naturschwärme lasse ich erst einfliegen und ein wenig bauen. Danach, also ab dem fünften bis neunten Tag nach dem Aufstellen und der Gabe der Bauwaben ist der ideale Zeitpunkt der Sprühbehandlung. Nach dem zehnten Tag ist es definitiv zu spät.
  • Kunstschwärme (Vorweggenommener Schwarm eines einzigen Volkes): Bei Kunstschwärmen gilt das gleiche wie bei Naturschwärmen.
  • Feglinge (Abgekehrte Bienen verschiedener Völker mit Königin): Wie bei Naturschwärmen.
  • Sauglingen (Kunstschwarm nach Hans Beer): Wie bei Naturschwärmen.
  • Freiluft-Kunstschwarm (Nach Guido Sklenar): Wie bei Naturschwärmen.
  • Begattungsableger (Klassischer Ableger): Nach 12 Tagen ist in einem weisellosen Brutableger die Königin normalerweise geschlüpft, nach 20 Tagen findet normalerweise der Hochzeitsflug statt, und nach ca. 28 Tagen können die ersten Brutzellen bereits verdeckelt sein.
    Die Zeitspanne, in der der Ableger ohne verdeckelte Brut ist, beträgt nur vier Tage, nämlich zwischen dem 24. und 28 Tag nach der Bildung.
    In diesem kurzen Zeitfenster von 4 Tagen kann der Ableger von Varroa befreit werden, sofern man ein biologisches Verfahren zur Verfügung hat, das die Bienen verschont und das Mikrobiom und den kostbaren Honig nicht beeinträchtigt, so wie hier vorgestellt.
  • Königinnenableger (Im Zuge der Brutdistanzierung): Für den Königinnenableger gilt sinngemäß das Gleiche wie für die Naturschwärme, nur hier verschiebt sich das Zeitfenster etwas nach vorn, vor allem wenn der Königinnenableger schon mit ausgebauten Waben ausgestattet wurde, was bei Naturschwärmen ja nicht üblich ist. Der Königinnenableger steht ja normalerweise am alten Platz, so dass die Königin ohne Unterbrechung sofort mit dem Legegeschäft in voller Geschwindigkeit loslegen kann. In diesem Fall würde ich nicht bis zum neunten Tag warten, sondern idealerweise zwischen dem zweiten und fünften Tag behandeln.

Ist die völlig behandlungsfreie Bienenhaltung ein gangbarer Weg bzw. eine Option?

Viele Anfänger aber auch fortgeschrittene Bienenhalter beschäftigt diese Frage.
Leider kann ich aktuell darauf keine positive Antwort geben.
Einerseits würde die völlig behandlungsfreie Bienenhaltung gegen das Tierseuchengesetz verstoßen, da es einen nicht genehmigten Überlebenstest darstellt, und die benachbarten Bienenstände einer großen Seuchengefahr aussetzen würde.
Andererseits würde man Bienenvölkerverluste von 98% der Völker innerhalb von drei bis fünf Jahren beklagen, aber wer könnte das auf Dauer mit seinem Gewissen verkraften?
Es gibt zwar Resistenzzucht, aber auch diese lieferte bisher keine reproduzierbaren Ergebnisse, aber in Insel-Populationen gibt es vielversprechende Ansätze, jedoch ohne Praxisreife.
Aus dem vorgesagten ergibt sich als Fazit die Erkenntnis, dass derzeit die behandlungsfreie Bienenhaltung aus tierseuchenrechtlichen und Tierschutzgründen kein gangbarer Weg und somit keine Option ist.

Gesunde und starke Bienenvölker

Es ist mir ein großes Anliegen, Imkerkollegen und Bienenhaltern zu helfen, Varroa-Schäden zu verhindern und die lieben Bienen gesund und stark zu halten.
Denn unsere gestreiften Freunden haben es heute schon von den äußeren Umwelteinflüssen her wahrlich nicht immer leicht.
Deshalb sollen sie wenigstens in ihrem Bienennest, dem Wabenkörper Ruhe, Ungestörtsein, Regeneration und Zuflucht vor Schädlingen, Parasiten, Vandalen und Bienen-Feinden haben, egal ob auf zwei Beinen (Vandalen), vier Beinen (Bär), sechs Beinen (Bienenlaus), oder acht Beinen (Varroa).
Hoch lebe die Honigbiene!
Goldgestreifte Wundertiere auf Wabe.

Glückliche und gesunde Öko-Honigbienen von Imkerei Oswald auf einer Bienenwabe, deren Zellen mit gelbem Blütenstaub bzw. Ambrosia gefüllt sind. Foto: Imkerei Oswald bio-honig.com

andermatt-biovet.de

Mir ist es wichtig, in Kontakt mit Wissenschaft und Forschung zu bleiben, deshalb stelle ich als Blogger dieses  Produkt von andermatt-biovet vor, welche meiner Meinung nach ein gut ausgereiftes und praxistaugliches Anti-Varroa-Mittel darstellt, das, wenn richtig angewendet, den Bienen helfen kann, die Varroa-Gefahr zu überleben.
Es kommt oft vor, dass Imker die organischen Säuren falsch anwenden und großen Schaden an den Bienen anrichten.
Deshalb war mir hier die Genauigkeit, Vollständigkeit und gute Lesbarkeit aller Information ein persönliches Anliegen.

Disclaimer

Hier im Imker Oswald Blog gebe ich rein persönliche subjektive Erfahrungen und objektive Erkenntnisse wieder, die als Entscheidungshilfe gedacht sind, jedoch nicht als konkrete Handlungsaufforderung zu verstehen sind.
Jeder Bienenhaltungs-Anfänger, aber auch jeder erfahrene Imker muss selbst entscheiden (und verantworten), was er schaffen kann oder wo er eventuell Hilfe benötigt.
Letztendlich wird man für die Haltung von Honigbienen immer profunde Kenntnisse des Imkerhandwerks, der Botanik, des Waldes, der Tierzucht, des Gartenbaues und des Lebens auf dem Lande benötigen, daran wird sich trotz aller Werbung für die Bienenhaltung nie etwas ändern.
Im Zweifel bitte an zuständigen staatliche Imkerei-Fachberater am jeweiligen Landwirtschaftsamt wenden, zwecks zum Beispiel einer Ausbildung zum Tierwirt Fachrichtung Bienenhaltung, oder zur Teilnahme an diversen Kursen.

Es folgen Zitate

Es folgen Zitate bzw.  eine Transkription von Informationen der Seite www.andermatt-biovet.de zu  einem für die  Sprühbehandlung geeigneten  und amtliche zugelassenen Anti-Varroa-Mittel.

Bezugsquelle

Andermatt BioVet GmbH, Lörrach (Online Shop)

Produktbeschreibung

Früh-Sommer Sprühbehandlung brutloser Ableger, Jungvölker, Feglinge, Kunstschwärme und Naturschwärme

Produktbezeichnung

OXUVAR® 5,7% Sprühbehandlung gegen Varroa
(OXUVAR® 5,7% ad us. vet.)
Sprühlösung für Schwärme und brutfreie Völker

Frähjahrs- und Frühsommerbehandlung

Oxuvar 5,7% ist eine konzentrierte Lösung für die Sommerbehandlung der Varroose. Einfach in der Flasche mit Trinkwasser verdünnen. Die neu zubereitete Sprühlösung für die Frühjahrs- und Früh-Sommerbehandlung enthält jetzt 3,0% Oxalsäure-Dihydrat zum Besprühen von Schwärmen, Ablegern und brutfreien Wirtschaftsvölkern. Zur Behandlung von brutfreien Völkern und Aufbau von neuen Völkern.

Anwendungsgebiet

Zur Behandlung der Varroose bei Honigbienen (Apis mellifera) hervorgerufen durch die Varroa-Milbe (Varroa destructor).

Gegenanzeigen

Die Oxalsäuredihydrat-Lösung darf nicht an Völkern mit Brut angewendet werden, da die Lösung nicht auf Varroen in Brutzellen wirkt.

Anwendungszeitpunkt

April bis August.

Haltbarkeit des ungeöffnetes Produktes

5 Jahre ab Produktionsdatum.

Verfalldatum der gebrauchsfertigen Sprühlösung

Sprühanwendung: Die gebrauchsfertige Lösung ist ein Jahr innerhalb der Haltbarkeit verwendbar.

Lagerungsbedingungen

Nicht über 30 °C lagern. Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren. Vor Frost schützen. In der Originalverpackung aufrecht stehend aufbewahren. Die Flasche fest verschlossen halten. Nicht direktem Sonnenlicht aussetzen.

Gebindegrößen

Oxuvar 5,7% ist in 2 Gebindegrössen erhältlich, 275 g Flasche reicht für bis zu 10 Völker, die 1000 g Flasche reicht für bis zu 40 Völker. Die Oxalsäure wirkt bei direktem Kontakt auf die Varroamilbe. Varroa in verdeckelten Brutzellen werden mit dem Sprühnebel nicht erreicht. Für den Honig korrekt behandelter Völker ist keine Ab­setzfrist nötig.

Zubereitung der Lösung

  • Zubereitung der gebrauchsfertigen 3,0% (m/V) Oxalsäuredihydrat-Lösung durch Zugabe von Trinkwasser (vorzugsweise gefiltertes Trinkwasser)
  •  250 g (250 ml) Trinkwasser bei Verwendung der 275 g Flasche.
  • Zum Befüllen eignet sich ein Erlmeyer Kolben mit 250 ml Skala
  • Der untere Rand der Wasseroberfläche ist für Messung der Wassermenge relevant
  • Behälter verschließen und gut schütteln.
  • Die Lösung ist jetzt gebrauchsfertig.

Sprühanwendung

Die Siegelfolie auf der Flasche zur Hälfte aufschneiden und entfernen. Wasser einfüllen und gut mischen. Bei der 275 g Flasche mit 250 ml Wasser für die 1000 g Flasche mit 900 ml Wasser zugeben. Für ein einfaches Umfüllen in eine Sprühflasche, in die verbleibende Siegelfolie eine Ausgussöffnung stechen.
Eine Sprühflasche oder ähnliches Hilfsmittel mit der benötigten Menge der gebrauchsfertigen Lösung füllen. Jede bienenbesetzte Wabenseite mit 2–4 ml der Lösung besprühen. Für eine nur zur Hälfte besetzte Wabenfläche muss die Dosis um 50% reduziert werden. Die maximale Dosis beträgt 80 ml pro Bienenstock. Das benötigte Gesamtvolumen ist vom Beutentyp und der Volksstärke abhängig. Brutfreie Völker, brutfreie Ableger oder neue Schwärme im Bienenstock mit 0,3 ml/dm2 auf die vollständig mit Bienen besetzte Wabenfläche besprühen.

Pumpstoss berechnen

Für eine genaue Dosierung mit der Sprühflasche 10 Pumpstöße in einen Messbecher sprühen und die Menge pro Pumpstoß berechnen. Anschließend die Anzahl der Pumpstöße für die Behandlung einer Wabenseite berechnen.

Dadant Beuten

Beim Beutentyp Dadant werden 3 bis 4 ml Volumen gebrauchsfertige Lösung pro vollständig besetzte Wabenseite gesprüht.

Dosierung Schwärme und Kunstschwärme

Schwärme und Kunstschwärme werden mit 20–25 ml Sprühlösung pro kg Bienenmasse besprüht.

Dosierung brutfreie Ableger und brutfreie sonstige Völker

Die Ableger und brutfreien Völker mit 2–4 ml pro besetzte Wabenseite. Die Bienenwaben vorsichtig in einem 45° Winkel besprühen.

In einer Neigung von 45° sprühen

Die Waben mit einer Neigung von 45° besprühen, um den Eintrag in die Zellen zu minimieren.

Nicht auf Honigwaben sprühen

Nicht auf Waben sprühen, die für die Honigproduktion im laufenden Jahr verwendet werden.

Einmalig und nur abends behandeln

Schwärme, brutfreie Kunstschwärme und brutfreie Ableger im Frühling/Sommer einmalig behandeln, wenn die Mehrzahl der Bienen im Stock sind (abends).

Ergiebigkeit

Die gebrauchsfertige Lösung reicht für die Behandlung von 5–10 Völkern bei Verwendung der 275 g Flasche.
Wartezeit: Honig: 0 Tage für korrekt behandelte Völker

Behandlungskonzept/Empfehlungen

Nach der Sprühbehandlung von Schwärmen, Kunstschwärmen, Ablegern oder andere brutfreien Völker empfehlen wir die Sommerbehandlung mit ApiLifeVar durchzuführen. Werden Bienenvölker im Sommer brutfrei gemacht, ist eine Sommerbehandlung mit Oxuvar 5,7% möglich.

Nach der Behandlung

Störungen der Bienenstöcke in den Tagen nach der Behandlung vermeiden.

Mehrmaliges Besprühen der gleichen Bienen vermeiden

Eine mehrmalige Behandlung der gleichen Bienengeneration kann zur Schädigung der Bienen führen und die Volksstärke verringern.

Überdosierung unbedingt vermeiden

In Zentraleuropa (Deutschland) wird eine einmalige Behandlung  gut vertragen. Geringe Bienenverluste versucht das Volk auszugleichen. Eine wesentlich höhere als die empfohlene Dosis (mehr als 5% (m/V) kann zur Verdoppelung des Bienentotenfalls und zu einem schlechten Überleben (Absterben) der Kolonie führen.

Wiederholte Behandlungen in der gleichen Jahreszeit unbedingt vermeiden

Wiederholte Behandlungen in der gleichen Jahreszeit können zu erhöhter Bienensterblichkeit und verschlechterter Brutentwicklung sowie Königinnenverlust führen.

Dauer des Milbenfalls

Der Milbenfall wird 3 Wochen andauern.

Vorsicht

Der Umgang mit Oxalsäure erfordert große Vorsicht. In jedem Fall Schutzbrille, säurefeste Handschuhe und langärmlige Bekleidung tragen.

Inhaltsstoffe

OXUVAR® 5,7%, 41,0 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Lösung für Honigbienen (Oxalsäure als Oxalsäure 2 H2O); Wirkstoff:
1 ml enthält: Oxalsäure 41,0 mg (entspricht 57,4 mg Oxalsäure 2 H2O), sonstige Bestandteile: enthärtetes Wasser.

Wechselwirkungen

Nicht gleichzeitig mit anderen Akariziden gegen Varroose anwenden.

Nebenwirkungen

Das Bienenvolk kann während der Behandlung etwas unruhig reagieren.  Die Sprühanwendung kann den Bienentotenfall erhöhen.

Wartezeit

Bei Honig Null Tage für korrekt behandelte Völker. Behandlung ohne aufgesetzte Honigräume ausführen.

Warnhinweise

Die Wirksamkeit kann aufgrund der Anwendungsbedingungen (Vorhandensein von Brut, Temperatur, Reinfestation usw.) zwischen den Bienenvölkern variieren. Das Tierarzneimittel sollte als Bestandteil eines integrierten Varroa-Bekämpfungsprogrammes mit regelmäßiger Überwachung des Milbenfalls eingesetzt werden. Die Anwendung von unterschiedlichen Substanzen im Laufe des Jahres wird empfohlen, um das Risiko der Resistenzbildung zu vermeiden.

Temperatur

Die Sprühanwendung (Herbst/Winter oder Frühling/Sommer) muss am brutfreien Volk als einmalige Behandlung bei Temperaturen über 8 °C durchgeführt werden.

Empfehlung

Eine zweite Sprühbehandlung nach zwei Wochen wird nur für stark befallene Kolonien mit einem Restbefall von über 6% nach der ersten Behandlung empfohlen.

Weiterer Warnhinweis

Die Anwendung großer Mengen von Oxalsäure kann zu erhöhter Bienensterblichkeit und Königinnenverlust führen.
Eine exakte Dosierung ist wichtig.

Frühjahr- und Frühsommerbehandlung ersetzt weder die Sommerbehandlung, noch die Spätsommerbehandlung  noch die Winterbehandlung

Die hier vorgestellte Frühjahrs- oder Frühsommerbehandlung von Schwärmen, Kunstschwärmen oder brutfreien Ablegern muss eingebettet gesehen werden im Gesamtkonzept des Jahres.
Unmittelbar nach der Honigernte im Sommer (Anfang Juli) beginnt die Hauptentmilbung durch etherische Öle,  im Spätsommer (August) folgt die Anti-Reinvasionsbehandlung ebenfalls durch etherische Öle, und im Dezember dann die Restentmilbung durch das Oxalsäure Träufelverfahren.
Ein Zusammenspiel aller Möglichkeiten ist dringend geboten, wenn die Bienenvölker wirksam vor Varroa-Schäden bewahrt und geschützt werden sollen.
Wenn es um Bienengesundheit geht ist Nachlässigkeit fehl am Platze.

Schutzausrüstung

Dieses Tierarzneimittel ist ätzend und kann auf Haut, Augen, Mundschleimhaut und in den Atemwegen schwere Reizungen verursachen. Direkten Kontakt, versehentliche Einnahme und Einatmen von Sprühnebel des Tierarzneimittels vermeiden. Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollte der Anwender eine Schutzausrüstung bestehend aus säurebeständigen Handschuhen und Sicherheitsbrille tragen. Für die Sprühanwendung ist zusätzlich eine Atemschutzmaske Typ FFP2 zu tragen.

Sicherheitshinweise

Bei versehentlicher Einnahme den Mund mit Wasser ausspülen und viel Wasser oder Milch trinken. Kein Erbrechen herbeiführen. Bei Haut- oder Augenkontakt sofort mit viel Wasser spülen und Kontaktlinsen entfernen. Wenn die Haut- und Augenreizung anhält oder wenn das Tierarzneimittel eingeatmet oder verschluckt wurde, ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Rechtliche Informationen

Freiverkäuflich. Zul.-Nr.: 402355.000.00. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker. Pharmazeutischer Unternehmer: Andermatt BioVet GmbH, Franz-Ehret-Straße 18; 79541 Lörrach

Bezugsquelle

Andermatt BioVet GmbH, Lörrach (Online Shop)
Ende Zitat
Die Fortsetzung “Wie die Bienen ökologisch vor gefährlicher VARROA schützen?” 
Teil II (Sommer und Spätsommer)
folgt in Kürze hier im Imker Oswald Blog
Schauen Sie doch wieder mal rein,
und vielen Dank fürs Lesen!
Ihr
Hans Georg Oswald (Imkermeister)
bio-honig.com

Rückzüchtung der ursprünglichen Hallertauer Landbiene, einer Varietät der Dunklen Heimatbiene

Viele hochwertige Stämme der ursprünglichen Bayerischen Biene sind leider ausgestorben

Viele hochwertige Stämme der ursprünglichen Bayerischen Biene sind leider ausgestorben oder wurden verdrängt durch Carnica und andere  Importe.
Die ursprüngliche Heimatbiene war extrem vital, sparsam in der Brut, und angepasst an den Wald, also eher eine spät-sömmerige Biene, die Ihren Entwicklungshöhepunkt später als die Carnica Biene hatte.
Die Dunkle Heimat-Biene hatte um das Jahr 1950 noch 50% Anteil in der Landbiene, der wiederum 95% aller Bienen angehörte.
Die Bayerische Ur-Biene war angepasst an den Wald, und deshalb zur Tarnung von Dunklerer Farbe.
Diese Dunkle Farbe hatte im kühlerem Waldklima auch wärmetechnische Vorteile.
Außerdem zeichnete sich die Ur-Biene aus durch guten Beflug des Rotklees aus.
Wie bereits oben ausgeführt, wurde diese Ur-Biene in Bayern verdrängt und damit fast ausgerottet.

Auf meiner Suche nach Restbeständen der Genetik der ursprünglichen Bayerischen Biene stieß ich auf die Sklenar Biene, die seit 1939 auf der Belegstelle Hirschgrund von Guido Sklenar gezüchtet wurde (siehe Foto).

 Portraits eines Imkermeisters.

Guide Sklenar 1871 bis 1953
Ökonomie Rat, Imkermeister, Pionier der Österreichischen Königinnenzucht. Foto: https://www.sklenarbiene.com/sb/de/information/ueber-sklenar
Link zu Sklenar Biografie:
https://www.sklenarbiene.com/sb/de/information/ueber-sklenar

Guide Sklenar 1871 bis 1953
Ökonomie Rat, Imkermeister, Pionier der Österreichischen Königinnenzucht.

“Die Bienen als Sonnenkinder lassen sich nur durch die Sonne zu frohem Tun erwecken.”
Guido Sklenar

Ursprünglich eine Kreuzung aus Dunkler Biene, Carnica Biene und Italiener Biene

Die Sklenar Biene ist als Bienenstamm aus der Niederösterreichischen Biene hervorgegangen.

Laut Sklenar Königinnen variiert die Farbe der Königinnen von Lichtbraun bis zu Tiefschwarz, die Farbe der Drohnen ist schwarz.

Daraus lässt sich ersehen, dass die Sklenar Biene ursprünglich eine Kreuzung aus Dunklen Bienen, Carnica Bienen und Italiener Bienen war.

Interessant ist in diesem Zusammenhang der Anteil der Dunklen Biene, die es nun aus dem Sklenar-Stamm heraus zu züchten gilt.

Guido Sklenars Urvolk war von großem Sammelfleiß bis Sammelwut, Sanftmut, vornehmer Ruhe, Winter-Selbstversorgung, nicht verschwenderisch in der Brutnestanlage, im Herbst und Frühjahr mittelstark, danach alle anderen überholend, geringer Wintertotenfall, sehr gute Wetterfestigkeit, gut lenkbar, sehr schwarmträge bis schwarmfaul.

Es folgen Zitate von der Webseite ORIGINAL SKLENAR Urzucht vom Hirschgrund:

“Imkermeister Franz Obendorfer führt einen BIO-Imkerei Betrieb mit Sitz in Wilfersdorf bei Mistelbach in Niederösterreich.
Robert Beck führt ebenso einen BIO-Imkereibetrieb in Gerasdorf bei Wien.
Beide bilden eine Kooperation als Sklenar-Bienen-Zuchtgemeinschaft.
Beiden Betriebe bewirtschaften  250-300 Bienenvölker.

Eine Biene-Maya-Figur in Lebensgröße zwischen zwei gut gelaunten Imkern stehend, die Arme ausbreitend.

Robert Beck und Franz Obendorfer, ORIGINAL SKLENAR Urzucht vom Hirschgrund. Foto: https://www.sklenarbiene.com/sb/de/information/ueber-sklenar

 

Die Königinnen-Genetik der Zuchtgemeinschaft stammt vom Urzuchtbetrieb Imkermeister Schleining.

Seit 1985 wurde Herr Imkermeister Anton Schleining vom Niederösterreichischem Imkerverband mit der Betreuung der Belegstelle Hirschgrund betraut.

Er hatte seine Königinnen-Genetik noch von Hannerl Weber-Sklenar, der Tochter von Guido Sklenar.

IM Schleining leitete von 1985 bis 2014 selbst die Belegstelle Hirschgrund.

Zwei Bienenzüchter in einem Bienenhaus oder Bienenzüchtungsstation halten eine Zuchtwabe und einen Zuchtrahmen in Händen.

Imkermeister Schleining und Imkermeister Obendorfer halten eine Zuchtstoffwabe und einen Zuchtrahmen in Händen. Foto: https://www.sklenarbiene.com/sb/de/information/ueber-sklenar

 

Die Belegstelle Hirschgrund liegt im Wald von Mistelbach, der benachbarten Stadt des Betriebsstandortes der BIO-Imkerei Obendorfer in der Marktgemeinde Wilfersdorf.
Auch Guido Sklenar lebte um 1890 vier Jahre Lang in einem Ort dieser Gemeinde.
Ein großer Teil der züchterischen Produktionsstätten der Zuchtgemeinschaft befindet sich nur 7 Kilometer entfernt von der Belegstelle Hirschgrund, wo  der Pionier der Österreichischen Königinnenzucht Guido Sklenar unmittelbar nach der Eröffnung selbst als Belegstellenleiter tätig war.
Somit existiert eine geografische Kontinuität und tiefe Verbindung zu der weltbekannten Sklenar Biene.

2021 wurde Imkermeister Franz Obendorfer zum neuen Leiter der Belegstelle Hirschgrund ernannt.”
Erst wenn die Bestäuber auf breiter Fläche ausbleiben, wird man erkennen, was alles von ihnen und durch sie geschaffen wurde, und was kein Mensch, keine Maschine, und kein Geld der Welt jemals ersetzen kann. Jede einzelne vorhandene Biene ist für das Funktionieren des Ökosystems wichtig und von großer Bedeutung für die Gesellschaft als Ganzes.
Hans Georg Oswald
(Hallertauer Bienenhof Imkerei Oswald)

Fortsetzung folgt…

Ein Hochstamm-Apfelbaum auf der Streuobstwiese der Imkerei Oswald kurz vor dem Aufblühen am 08. Mai 2021 um 8:30 Uhr.

Ein Hochstamm-Apfelbaum der alten Sorte Bittenfelder auf der Streuobstwiese der Imkerei Oswald kurz vor dem Aufblühen am 08. Mai 2021 um 8:30 Uhr.

Foto: bio-honig.com (Imkerei Oswald)


Eine Blüte des Himbeerapfel von Holowaus (um 1850). Foto: bio-honig.com (Bienenhof Familie Oswald)im Mai 2021

Eine Apfelblüte des Himbeerapfels von Holowaus (um 1850). Foto: bio-honig.com (Bienenhof Familie Oswald) im Mai 2021.

 

Blüte der Apfelbäume im Isar-Hügelland 2021 – Praktische Arbeiten am Heim-Bienenstand

Autor: Hans Georg Oswald, Imkermeister bei bio-honig.com (Imkerei Oswald)

Berufsimker Hans Georg Oswald bei der Vorbereitung von Bienenkästen für die Einlogierung von Bienenvölkern.

Berufsimker Hans Georg Oswald bei der Vorbereitung von Bienenkästen für die Einquartierung von Ablegern aus der eigenen Bienenhaltung.

Foto: bio-honig.com (Imkerei Oswald) Mai 2021

Inhalt:

Sommerfluglochkeile einsetzen (1)
Schwarmkontrolle alle 5 Tage (2)
Was genau löst die Schwarmstimmung aus? (3)
Schwarmdämpfende Massnahmen bzw. Schwarmvorbeugung(4)
Ablegerbildung (5)
Schwarmbeobachtung (6)
Schwarmvorwegnahme (7)
Schwarmfang (8)
Aufsetzen und Ausgleich der Honigräume (9)
Erntebeginn der ersten Honigräume (10)
Führung des Produktionstagebuches (11)
Aufsetzen der zweiten Honigraumetage (12)
Geschleuderte Waben gleich sortieren (13)
Bei Kälteeinbruch wiegen (14)

Bienenhaus aus Holz einer Imkerei in Deutschland im Jahre 2021.

Der Bienenhof Oswald zeigte als Demonstationsbetrieb Ökologischer Landbau als einer von 200 als vorbildlich ausgewählten Biohöfen in den 2000er Jahren wie Ökolandbau und Ökologische Bienenzucht in der Praxis funktioniert.
“Kürzlich startete in Bayern der 11.111 Öko-Landwirtschaftsbetrieb. Damit stellen statistisch gesehen derzeit täglich vier neue landwirtschaftliche Betriebe in Bayern ihre Bewirtschaftungsweise auf die Richtlinien des ökologischen Landbaus um. Mittlerweile werden in Bayern über 385.000 Hektar Fläche ökologisch bewirtschaftet und der Anteil an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche liegt bei über zwölf Prozent.”
Quelle: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, 13.04.2021, TAGWERK Infobrief 7.Mai 2021.
Foto: bio-honig.com (Imkerei Oswald) im Mai 2021.

Vorrede – Betrachtungen zum aktuellen Wettergeschehen, Trachtsituation und Entwicklungsstand der Bienenvölker

Nachdem wir im April 2021 den kältesten April seit 35 Jahren erlebten, und auch der Mai sehr kühl begann, kann man sagen, dass dieses Jahr eine Herausforderung für alle Bienenhalter darstellt.

Gerade in solchen Extrem-Jahren haben wir jedoch die Chance, viel über die Bienen und ihre Natur zu lernen.

Normalerweise erwacht bei den Bienenvölkern während der Schlehen- und Kirschblüte der Bautrieb , dies geschah diesmal nicht wegen der Kälte.

Normalerweise gäbe es danach die ersten guten Honigtage zur Zeit der Löwenzahnblüte.
Doch im April 2021 konnte man die Honigtage an den fünf Fingern abzählen, denn es gab nur drei Honigtage für unsere Bienen bisher im ganzen Jahr 2021 (Stand 07. Mai 2021).

Eine Honigbiene mit lederbraunen Hinterleibsringen beim Nektarsaugen auf einer Löwenzahnlbüte. Um sie herum sind 8 Gänseblümchen..

Eine Honigbiene mit lederbraunen Hinterleibsringen beim Nektarsaugen auf einer Löwenzahnblüte. Um sie herum sind 8 Gänseblümchen. Die Löwenzahnblüte hielt heuer relativ lange an, und wurde auch gut von den Bienen beflogen, während der Raps diesmal von den Bienen nicht angeflogen wurde, vermutlich, weil der Löwenzahn üppig vorhanden war, und näher lag.  Foto: bio-honig.com (Imkerei Oswald) Mai 2021.

 

Den dabei eingetragenen Nektar benötigten die Bienen selbst für ihre Entwicklung, deshalb machte es keinen Sinn, Honigräume zu geben.

Somit entschied ich mich in einer kurzen Wärmephase klassische Drei-Waben-Ableger zu bilden, um bei den Bienen im Brutraum Überfüllung zu verhindern, und die aufstrebende Entwicklung und Brutdynamik zu fördern.

Anstelle der entnommenen Brutwaben setzte ich ausgebaute Leerwaben (aus dem Wabenlager) an den Rand des Nestes.

Die Vorräte meiner Völker waren während der Kältephase sehr gut ausreichend, da ich die Völker ja im Dezember und Februar gewogen habe, und ihnen dabei zusätzliche Honigwaben zugehängt habe.

Im Online Imker Stammtisch von Biokreis wurde aber berichtet, dass etliche Leute Völker durch Verhungern verloren haben, und dass Völker notgefüttert werden mussten.

Ich finde es fachlich grundfalsch, im Frühjahr Völker zu füttern, und lehne es ab.

Jeder richtige Imker sollte immer mit Reserve-Honigwaben für Wetterrückschläge im Frühjahr gerüstet sein.

In absoluten Notfällen kann man täglich angewärmten, kristallisierten Honig auf den Innendeckel streichen, den die Bienen dann dankbar annehmen, auch bei großer Kälte.

Eine Königsdistel im Jungstadium in der Wiese.

Eine Königsdistel zaubert ein geometrisches Muster in das Grün am Bienenhaus. Die Schafe lassen die Disteln stehen, was dann den Bienen zu gute kommt.

 

Foto: bio-honig.com (Imkerei Oswald) im Mai 2021.

Wie aber zeigt sich jetzt das Gesamtbild?

Es gab bisher mehr Pollentage als Nektartage, deshalb haben die Bienen einen Eiweißüberschuss, der in einen starken Vermehrungstrieb (Schwarmstimmung) mündet.

Dies sollten wir Imker nun akzeptieren und für die Vermehrung nutzen, und lieber auf Honig verzichten.

Gleichzeitig steigen die Chancen auf eine Waldtracht, also Entstehung von Waldhonig im Juli, weil ein verregneter Mai eine wichtige Voraussetzung für die Entstehung von Waldhonig darstellt.

Die Funktionskette Wald-Waldameisen-Honigbienen wird von der Forstwissenschaft und Forstwirtschaft noch viel zu wenig zum Aufbau klimastabiler Wälder beachtet und genutzt – leider!

Durch einen regnerischen Mai verzögert sich die Verholzung der Fichten-Maitriebe.

Dadurch bleibt der Stickstoffgehalt in den Maitrieben längere Zeit hoch, was zur Ausbildung einer geflügelten Generation der Rotbraun Bepuderten Fichtenrindenlaus (RBF) führt.

Wenn dann das Wetter Ende Juni und Anfang Juli für einen Ausbreitungsflug günstig ist, kann eine Waldhonigernte die Folge sein.

Die RBF wiederum filtern den Stickstoff den im Bast (Phloem) der Bäume vorkommenden Siebröhrensaft (SRS) heraus.

Der Siebröhrensaft des Bastes (Phloem) ist übrigens pflanzlichen, also veganen Ursprungs ist.

Somit ist der Waldhonig pflanzlichen Ursprungs und als veganes Erzeugnis des Waldes anzuerkennen, eine Gemeinschaftsleistung einer langen Funktionskette

Die RBFs sind ein natürliches Filtersystem des Waldes, und filtern den SRS zu kristallklarem Honigtau.

Wenn also der Mai regnerisch ist und dann das Wetter Ende Juni und Anfang Juli für einen Ausbreitungsflug günstig ist, kann eine Waldhonigernte die Folge sein.

Oder wie mein früherer Mentor und ehemaliger Honigobmann Josef Sittenauer (of blessed memory) aus Weihmichl sagte:

Ein Imker lebt immer ein Viertel des Jahres von der Hoffnung und Dreiviertel des Jahres von der Enttäuschung.

Er sagte diesen Spruch immer, wenn er gefragt wurde, ob man von den Bienen leben könne.

Darin liegt viel Wahres, aber die Dankbarkeit gegenüber den Bienen sollte immer überwiegen.

Ein kühler Mai wird hoch geacht – hat uns stets fruchtbar Jahr gebracht

(Alte Bauernweisheit)

Der Frühlingswald zeigt zartes grün in seinen jungen Buchenblättern.

Auf dem Weg vom Bienenstand zeigen sich die Buchen in zartem Grün im Abendlicht.

 

Foto: bio-honig.com (Imkerei Oswald), Mai 2021

Weiter geht es mit all den praktischen Dingen, die es zur Zeit der Blüte der Apfelbäume im Isar-Hügelland zu tun gibt.

Sommerfluglochkeile einsetzen (1)

Der Winterfluglochkeil hat eine Öffnungsbreite von ca. 300 mm und eine Öffnungshöhe von ca. 6 mm, damit im Winter vor allem keine Maus eindringen kann, da sich die Bienen sich bei Kälte nur schwer gegen eine Maus wehren können.
Im Sommer besteht diese Gefahr nicht, deshalb nehme ich bei Gedränge am Flugloch in der Volltracht den Winterfluglochkeil heraus.
Dadurch ist die Fluglochöffnung in der ganzen Höhe von 22 mm geöffnet.
Den Bienen wird dadurch die Trocknung und das Eindickens des Blütennektars erleichtert.
Nur in den Ecken werden 5 cm Breite Klötze eingesetzt, damit es keine Verwirbelung von Luft und Auskühlung bei starkem Wind gibt.
Ein Blütenteppich aus gelben Blüten und weißen Blüten. Auf einer Blüte sitzt eine Biene.

Ein Blütenteppich aus gelben Blüten und weißen Blüten. Auf einer Blüte sitzt eine Biene.

 

Foto: bio-honig.com (Imkerei Oswald) im Mai 2021.

Kontrolle auf Schwarmstimmungs alle 5 Tage (2)

Während der Tracht erhöhe ich den Kontrollrythmus auf fünftägigen Modus.
Durch den Trachtflug und den Nektareintrag kommt eine große Dynamik in die Bienenvölker.
Wenn ich die Chance haben möchte, helfend eingreifen zu können, muss ich dem Bienenvolk einen kleinen Schritt voraus sein.
Deshalb ist es wichtig, genau zu wissen, was im Bienenvolk los ist.
Dabei sehe ich mir als erstes die Drohnenwabe und eine Arbeiterinnenwabe an.
Sind Weiselbecher vorhanden und sind diese bestiftet?
Wenn nein, könnte man einen Brutableger bilden (siehe Punkt 3).
Wenn ja, ist das Volk zumindest in beginnender Schwarmstimmung.
In diesem Falle bilde ich einen brutlosen Königinnenableger, bei gleichzeitiger Brutdistanzierung. Das bedeutet dass ein leerer Bienenkasten an Stelle des bisherigen Volkes kommt, mit der Königin und allen unbebrüteten Waben.
Dort kann die Königin ein neues Brutnest aufbauen.
Daneben kommt der alte Kasten mit allen Brutwaben und Bienen ohne die Königin.
Dort bekommt das Altvolk die Chance, sich eine neue Königin zu ziehen.
Das Flugloch der distanzierten Brut wird verkleinert auf 6 mm x 50 mm.

Exkurs: Was genau löst die Schwarmstimmung aus? (3)

Die Anzahl der von der Bienenkönigin abgelegten Eier wird von den Pflegebienen indirekt durch die Fütterungsmenge der Königin mit Gelée Royale reguliert.
Wenn das Bienenvolk eine Brutausdehnung von 37 000 Brutzellen und eine ebenso große Anzahl von Bienen erreicht hat, dann wird die Fütterung der Königin so weit herunterreguliert, dass sie täglich nur noch so viele Eier in die Zellen abgelegt, wie während dem Trachtflug verloren gehen. Bei intensivem Trachtflug können pro Tag 2000 Bienen pro Tag verloren gehen .
Tritt jedoch eine Schlechtwetterphase ein, so gehen weniger Bienen verloren, es tritt Überfüllung und Luftmangel ein, deshalb drosseln die Pflegebienen dann die Fütterung der Königin und setzen sie auf Diät.
Die Königin hält das Volk zusammen durch ein Pheromon, das sie ausschüttet.
Die Menge der Ausschüttung dieses Pheromons hängt mit der Legeleistung zusammen.
Wird die Königin auf Diät gesetzt, so bekommen die Bienen infolgedessen weniger in Kontakt mit dem Königinnenpheromon.
Durch diesen Mangel an Pheromon beginnen die Bienen sich hormonell zu verändern, und beginnen sich selbst als Königin zu fühlen, und werden schwarmreif.
Diese neu selbstbewussten Bienen bauen Weiselnäpfchen, und zwingen die Königin, diese zu bestiften.
Eine Hummel saugt von einer Apfelblüte Nektar im Sonnenlicht.

ein “Teddybär der Lüfte” (Hummel) tankt Energie indem er Apfelnektar aus einer Apfelblüte mit seinem Saugrüssel trinkt. Apfelblütennektar. Foto: bio-honig.com (Imkerei Oswald) im Mai 2021.

Schwarmdämpfende Massnahmen bzw. Schwarmvorbeugung (4)

Dafür stehen zwei Strategien zur Verfügung.
Erstens kann man für mehr freie Zellen sorgen, indem man Leerwaben einhängt bzw. das Brutnest erweitert.
Die zweite Strategie besteht darin, das Brutnest klein auf 6 bis 8 Dadant-Waben ( = 9 bis 12 Zander) zu halten, wie dies in der neuen Betriebsweise des Angepassten Brutraums propagiert wird (Pressing).
Welche Strategie man wählt, hängt einerseits natürlich von der Gesamtsituation im Hinblick auf Großwetterlage und Trachtsituation ab, andererseits von der angestrebten Vermehrungsrate von Jungvölkern zu Altvölkern.

Ablegerbildung (5)

Voraussetzung für die Bildung eines Ablegers ist, dass das Spendervolk nicht in Schwarmstimmung ist.
Da die Umweltbedingungen für die Bienen zunehmend lebensfeindlicher werden, der Wald zu Fichten-Plantagen verkommt und die Bewirtschaftung der Ackerböden zunehmend industrialisiert wird, befinden sich die Imkereien in einem ständigen Reperaturmodus.
Es gibt laufend massiv Flugbienenverluste, deshalb sind wir Imker leider gezwungen ständig gegenzusteuern.
Dies geschieht durch eine höhere Vermehrungsrate.
Denn der Moter des Bienenvolkes ist die Königin.
Wenn also Ableger zur Aufzucht von Königinnen und Jungvölkern gebildet werden, dann erhöhe ich die Bienenmasse und somit die Überlebens-Chancen der Bienen.
Die ersten Ableger des Jahres (Jungbienenvölker) der Imkerei Oswald.

Die ersten Ableger des Jahres finden ein ruhiges windgeschütztes Plätzchen unterm grünen Blätterdach des Waldes.

 

Foto: bio-honig.com (Imkerei Oswald) Mai 2021

 

Als Faustregel sollte man auf jeden Falle einen Brutableger pro Bienenvolk im April anstreben.
Nach 12 Tagen ist in einem weisellosen Brutableger die Königin normalerweise geschlüpft, nach 20 Tagen findet normalerweise der Hochzeitsflug statt, und nach ca. 28 Tagen können die ersten Brutzellen bereits verdeckelt sein.
Die Zeitspanne, in der der Ableger ohne verdeckelte Brut ist, beträgt nur vier Tage, nämlich zwischen dem 24. und 28 Tag nach der Bildung.
In diesem kurzen Zeitfenster von 4 Tagen kann  der Ableger von Varroa befreit werden, sofern man ein biologisches Verfahren zur Verfügung hat, das die Bienen verschont und das Mikrobiom und den kostbaren Honig nicht beeinträchtigt.

Schwarmbeobachtung (6)

Für die Schwarmbeobachtung benutze ich ein gutes Fernglas.
Ein solches hat Linsen aus Glas.
Schlechte Ferngläser haben Kunststofflinsen.
Eine altbewährte Marke ist ESCHENBACH.
Ich beobachte sowohl das Flugverhalten, als auch das Flugloch selbst.
Wenn am Abend oder am Morgen Bienen vorlagern, ist das ein deutlicher Hinweis, dass ein Schwarm unmittelbar bevorsteht.
Außerdem gibt es Schwarmbäume, wo jedes Jahr sich die Bienenschwärme anlagern.
Rosa Apfelblüten vor dem Blau des Himmels

Rosa Apfelblüten vor dem Kobaltblau des Himmels ergeben eine tolle Farbharmonie. Foto: bio-honig.com (Imkerei Oswald) im Mai 2021.

 

Diese Bäume sollte man um die Mittagszeit kontrollieren.
Oft kündigen auch Spurbienen, die eine neue Behausung suchen, den kommenden Schwarm an.
Wenn an einem Flugloch plötzlich gar nichts mehr los ist, dann ist der Schwarm bereits abgegangen.
Aber er hängt dann noch vielleicht in der Nähe, und man kann sich auf die Schwarmjagd machen.
Schwarmfangkästen haben insgesamt nicht das erwünschte Ergebnis gebracht.
Ein 75 Jahre altes Bienenhaus in Bayern.

Das Bienenhaus wird heuer 75 Jahre alt! Es wurde von 1946 von der Imkerin Rosemarie von Cetto bei einem Zimmerermeister in Auftrag gegeben. Seit dem Jahr 2003 wurde es als Bienenrückzüchtungsstation der Einheimischen Biene (Hallertauer Biene) behutsam restauriert und neu eingeweiht.

 

Foto: bio-honig.com (Imkerei Oswald) im Mai 2021.

Schwarmvorwegnahme (7)

Eine Schwarmvorwegnahme könnte per Kunstschwarm erfolgen.
Ich bin jedoch davon abgerückt, da die Königinnen sich dabei sehr verausgaben und meist im Spätsommer stark schwächeln.
Besser funktioniert der brutlose Könignnenableger an Stelle des alten Volkes.
Dadurch ist eine bessere Kontinuität gegeben und ein Schock wird vermieden.
Außerdem braucht beim Königinnenableger nicht gefüttert werden, was ein wichtiger Vorteil ist.

Schwarmfang (8)

Für den Schwarmfang benötigen wir einen leeren Bienenkasten mit Wandergurt, ein großes Flugbrett, ein Fläschchen Melissengeist (als Schwarmlockmittel), eine Puten- oder Gänsefeder, einen feinen einreihigen Besen aus Nylonborsten, einen leichten Schwarmfangkasten für die Leiter, eine leichte Dreipunkt-Obstbauleiter, einen Wasserzerstäuber, eine stabile Astschere , eine Obstbaumsäge, eine Teleskopsäge und eine Rosenschere, außerdem ein bewegliches Schattendach und einen höhenverstellbaren Beutensockel.
Für den Schwarmfang benötigen wir einen leeren Bienenkasten mit Wandergurt, ein großes Flugbrett, ein Fläschchen Melissengeist (als Schwarmlockmittel), eine Puten- oder Gänsefeder, einen feinen einreihigen Besen aus Nylonborsten, einen leichten Schwarmfangkasten für die Leiter, eine leichte Dreipunkt-Obstbauleiter, einen Wasserzerstäuber, eine stabile Astschere , eine Obstbaumsäge, eine Teleskopsäge und eine Rosenschere, außerdem ein bewegliches Schattendach und einen höhenverstellbaren Beutensockel.
Die kleine Bio-Schafherde des Bienenhofes der Familie Oswald im Isar-Hügelland zu Zeit des Beginns der Apfelblüte.

Die kleine Bio-Schafherde des Bienenhofes der Familie Oswald im Isar-Hügelland zu Zeit des Beginns der Apfelblüte.

 

Foto: bio-honig.com (Imkerei Oswald) im Mai 2021

Aufsetzen und Ausgleich der Honigräume (9)

Um den Bienen beim Wärmehaushalt zu helfen, sollen nur so viele Honigräume wie unbedingt nötig gegeben werden.
In der Praxis sind das maximal zwei Ausätze zugleich.
Sobald ein Aufsatz zur Hälfte gefüllt ist und/ oder alle Wabengassen dicht besetzt sind, kann sogleich ein zweiter Aufsatz gegeben werden.
Honigräume werden immer im Warmbau (also quer zu den Sonnenstrahlen am Mittag) gegeben. Wenn jedoch ein Volk noch gar keinen Honigraum hat, so erhalten erst diese zurückgebliebenen Völker die ersten Honigräume der vorauspreschenden Völker.
Erst wenn alle Völker den ersten Honigraum haben, kann der zweite Honigraum gegeben werden.
Bienenstaat und Bienenleben
Können uns Belehrung geben
Dass nur die vereinte Kraft
Große und gute Werke schafft
Ein altes Holzfenster mit mittelalterlichen Butzenscheiben und einem barocken Holzstuhl.

Ein altes Holzfenster mit mittelalterlichen Butzenscheiben und einem barocken Holzstuhl im Historischen Bienenhof Hallertau, restauriert von Glaskünstlerin Ruth Oswald.

 

Foto: bio-honig.com (Imkerei Oswald).

Erntebeginn (10)

Sobald der erste Honigraum schon schwer von Honig ist, und die Bienen mit dem Verdeckeln begonnen haben , ist es Zeit zur Schleuderung.

Die Schleuderung sollte auf täglicher Basis stattfinden.

Denn durch den Klimawandel werden die Trachtzeiten stark verkürzt, deshalb müssen die Imker schnell reagieren, wenn die Bienen ideale Bedingungen vorfinden sollen.
Eine schlanke Biene sucht emsig Blütennektar auf einer Apfelblüte.

Eine schlanke Honigbiene sucht emsig Apfelblütennektar auf einer Apfelblüte, und scheint hochzufrieden mit der Qualität desselben zu sein, da wir von Anfang an bis heute auf jegliche Pestizide verzicht haben. Die Bienen danken es uns.

 

Foto: bio-honig.com (Imkerei Oswald) im Mai 2021.

Führung des Produktionstagebuches (11)
Ein Produktionstagebuch enthält im wesentlichen Listen, die täglich geführt werden.
Darin findet sich jedes einzelne Bienenvolk wieder, in dessen Beute ich bei der Beutenherstellung eine chronologische Beutennummer eingefräst habe.
Daneben gibt es das Standkürzel, das aus zwei Großbuchstaben besteht, zum Beispiel Oberlauterbach = OL.
Die Beutennummer befindet sich in einem Kreis, die Standnummer in einem auf der Spitze stehenden Quadrat.
Anzahl der Bienenvölker wird dargestellt mit dem Umriss eines Bienenkorbes und einer Zahl darin.
Das Produktionstagebuch gliedert sich in vier Teile:
  • Völkerbestandsbuch
  • Blühtermine der wichtigsten Trachtpflanzen
  • Vermehrungsbuch
  • Erntebuch

Was nützt die schönste Blütenpracht, wenn die Honigbiene daraus keine Früchte macht!

Ein Imkereischild mit drei Bienen an der Holzwand eines Bienenhauses. Darüber spezielle Bienenfenster.

Mein erstes Imkerei-Schild, das ich auf etlichen Märkten in Landshut und München (Schwaigermarkt in der Altstadt, Bauernmarktmeile) an meinem Imker-Honigstand anbrachte. Jetzt hat es seinen Platz am Bienenhaus gefunden.

 

Foto: bio-honig.com (Imkerei Oswald), Mai 2021

Aufsetzen der zweiten Honigraumetage (12)

Sobald der erste Honigraum vollständig bis in alle Ecken mit Bienen besetzt ist (man kann dies durch einen kurzen Blick innerhalb von Sekunden von oben sehen), wird ein zweiter Honigraum aufgesetzt. (brutnestfern).
Als Regel gilt: In der Früh- und Sommertracht aufsetzen (on top), aber in einer späten Waldtracht immer untersetzen (den zweiten Honigraum unter den ersten), also brutnestnah.
Ist eine beginnende Verdeckelung im ersten Honigraum zu erkennen (auch von oben erkennbar ohne Waben zu ziehen), dann sofort die Bienenflucht einlegen und die vollen Honigräume auf täglicher Basis schleudern. Die Bienenvölker werden durch die Verkleinerung des Innenvolumens deutlich entlastet, haben dadurch kürzere Wege und einen deutlichen Wärme- und Energiegewinn.
Die erste und letzte Honigwabe im Honigraum werden aber wieder dem Volk in den neuen Honigraum mitten hineingehängt (also zurückgegeben), da die erste und letzte Wabe (Außenwaben)von den Bienen stiefmütterlich behandelt werden und der Honig in den Außenwaben nicht nicht die gleiche Qualität wie die Innenwaben besitzt.
Außerdem wird dadurch die Besetzung des neuen Honigraumes beschleunigt.
Durch den Klimawandel und die überzogenen Pflanzenzüchtungen haben der Imker und seine Bienen ein immer kleineres Zeitfenster zur Verfügung, da die Blühzeiten immer früher und immer kürzer und schneller zu ende sind.
Deshalb kann man heute als Imker nicht mehr große “Wolkenkratzer-Türme” aus Honigräumen aufschichten, da bis zu deren Ernte bereits alles kristallisiert wäre und die Völker durch den Wärmeverlust stark in Mitleidenschaft gezogen würden. Ein dritter Honigraum hat daher außer in besonderen Situationen nichts auf den Völkern verloren. Der zweite Honigraum kann aus Mittelwänden bestehen, muss aber nicht, wenn man genügend ausgebaute Honigräume zur Verfügung hat. Der erste Honigraum muss dagegen ausgebaut sein.

Geschleuderte Waben gleich sortieren (13)

Nach dem Schleudern der Waben werden die Waben unmittelbar beim Herausnehmen aus der Schleuder sortiert.
Alle Waben mit kristallisiertem, unschleuderbaren Honig, sowie alle Waben mit viel Pollen kommen in den Sonnenwachsschmelzer, und werden separat kühl gelagert.
Nach dem Schleudern der Waben werden die Waben unmittelbar beim Herausnehmen aus der Schleuder sortiert.
Waben mit wenig Pollen werden entweder den Bienen wieder zurückgegeben für die weitere Ernte, oder alternativ, wenn die Waben eingelagert werden sollen, vorhandender Pollen mit einem kleinen scharfen Messer ausgeschnitten.
Dadurch werden die Waben lagerfähig.
Wenn sie in dieser Saison noch Verwendung finden, werden sie honigfeucht bei unter 65% Luftfeuchtigkeit gelagert.
Falls sie in der Saison nicht mehr gebraucht werden werden Sie den Bienen zum Auslecken über dem Adam-Fütterer gegeben, für zwei bis drei Tage.

Bei Kälteeinbruch wiegen (14)

Bei Kälteeinbruch und/oder nach der Honigernte müssen die Völker gewogen werden durch die Feder-Zeigerwage, auch Futterwage genannt.
Außer wenn man sich sicher ist dass die Tracht weiter im Gange ist.
Das Gewicht eines Dadant-Volkes mit Honigraum sollte bei mir 20 kg niemals unterschreiten.
Bei Kälteeinbruch und/oder nach der Honigernte müssen die Völker gewogen werden durch die Feder-Zeigerwage, auch Futterwage genannt.
Ist das jedoch der Fall, muss man Honigwaben in den Honigraum einhängen (zum Beispiel ungeschleuderte kristallisierte Waben).
Man hängt diese Waben dann hinten ein.
Die Bienen tragen den kristallisierten Honig dann um und verflüssigen ihn dabei.
So ist uns und den Bienen geholfen.

Autor: Hans Georg Oswald, Imkermeister bei bio-honig.com (Imkerei Oswald)
Ein Apfelbaum zu Beginn der Blüte mit rosa Knospen, dahinter eine alte Kapelle.

Ein Apfelbaum zu Beginn der Blüte mit weiß-rosa Knospen, dahinter die Oberlauterbacher Pestkapelle aus dem 17. Jahrhundert.

 

Foto: bio-honig.com (Imkerei Oswald) Mai 2021.

Fortsetzung folgt in Kürze…..

 

Kurzer persönlicher Bericht über das 10. Weimarer Bienensymposium online vom 9. bis 11. April 2021
der Armbruster Imkerschule

Die Vorträge fanden zum 10-jährigen Jubiläum online und kostenlos statt

Die Veranstaltung wurde erstmalig online ausgetragen, und erstreckte sich über drei volle Tage.
Die Teilnahme live über Zoom war kostenlos.
Viele Teilnehmer leisteten jedoch einen freiwilligen Beitrag zur Deckung der Kosten.

An interessanten Themen mangelte es nicht, deshalb nahm ich bei etlichen Vorträgen teil:

– Imkermeister Jürgen Binder: latest news
– Ayo Lawrence: Unsere Bienenkampagne in Uganda
– Dr. Anita Idel: Milch und Honig – eine fruchtbare Allianz
– Falk Böttcher, Deutscher Wetterdienst: “Der Natur den Puls fühlen – Phänologie und Klimawandel
– Jürgen Binder: Imker und Tierwohl
– Rolf Schülbe: Der Angepasste Brutraum, Meine Betriebsweise nach Hans Beer
– Dr. Ralph Büchler: Strategien auf dem Weg zu einer behandlungsfreien Imkerei
– Prof. Hubert Weiger: Bienen und Insektensterben – der mühsame Weg zu einer nachhaltigen Landwirtschaft
– Armbruster Imkerschule: Verleihung der Hans Beer Gedächtnisnadel
– René Schieback/ Tino Lorz: Die Imkerpersönlichkeit Hans Beer

Binder spricht.

Imkermeister Binder spricht zum Publikum in eindringlichen Worten mit viel Humor und Poesie. Er sprach sich auch aus für eine Bewerbung Berlins als Gastgeberstadt für den Internationalen Bienenzüchterkongress Apimondia in 2029.

 

Bei den Vorträgen schrieb ich ausnahmsweise nicht mit, aber einige Details habe ich mir gemerkt, die ich im Folgenden aus dem Gedächtnis wiedergeben möchte.

Außerdem habe ich einige Screenshots erstellt, welche ich zur Untermalung zeige.

Entstehungsprozess der Bodenfruchtbarkeit und die Rolle der Insekten dabei

In dem Vortrag “Milch und Honig” von Dr. Anita Idel wurde auf eindrucksvolle Weise erläutert, dass die die Bodenfruchtbarkeit der weltweit besten Ackerflächen durch Beweidung entstanden ist.

Dies zeigen die neuesten Forschungergebnisse.

In Nordamerika entstanden die fruchtbaren Böden des Mittleren Westens durch Beweidung durch Büffel.

Aktuell geht die Bodenfruchtbarkeit jedoch zurück, und jährlich werden etwa 10 mm Boden durch Winderosion abgetragen, das ergibt einen Meter Bodenverlust in einhundert Jahren.

Die Beweidung der ursprünglichen Steppen in Südamerika fand durch Alpakas statt, und in Asien und Europa durch Auerochsen, Büffel und Wisent.

Die ganzjährige Stallfütterung wirkt negativ auf die Bodenfruchtbarkeit, weil der Dung nicht punktuell verteilt wird wie in der Beweidung durch Tiere auf der Weide, sondern mit Wasser vermischt als Gülle in der Fläche ausgebracht wird, was sich katastrophal auf Insekten, Kräuter und die Artenvielfalt als Ganzes sehr negativ auswirkt.

Eine Kuh erzeugt pro Jahr etwa 10 Tonnen Dung, von dem wiederum 100 kg Insekten leben.

Diese Insektenmasse entsteht aber nur, wenn der Kuhdung als Fladen auf die Weide kommt.

Diese 100 Insektenmasse dient wiederum als Nahrung für Vögel und andere Säugetiere etc.

Eine Grafik zur Agrarwende vom Bund Naturschutz

Ein Screenshot einer Grafik von dem Vortrag Prof. Hubert Weigers: “Bienen- und Insektensterben – der mühsame Weg zu einer nachhaltigen Landwirtschaft.

Warum der Klimawandel auch für die Bienenhaltung negative Auswirkungen hat

Im Vortrag “Der Natur den Puls fühlen – Phänologie und Klimawandel” erläuterte Falk Böttcher, warum die Wirkung des Klimawandels auf die Honigbienen leider negativ ausfällt.
Der Grund ist folgender:
Im Blühkalender verschiebt sich die Blüte der Honigpflanzen um einen Monat nach vorne.
Zu diesem früheren Zeitpunkt hatten die Bienen aber nicht genügend Zeit, entsprechende Flugbienen-Populationen aufzubauen.
Dadurch gehen die frühen Trachten zunehmend ungenutzt oder nur teilgenutzt verloren.
Zweitens erhöhen sich zwar die Temperaturspitzen und die Trockenheit, aber – wie anhand von Grafiken geschildert- der Zeitpunkt für den Winterbeginn bleibt unverändert, ebenso die Kälterückschläge und Minusgrade.
Das heißt im Detail, dass sich die schlechten trachtlosen Zeiten verlängern und die guten Trachtzeiten verkürzen.
Gleichzeitig wird es trockener, wobei die Kälte bleibt, also sich mehr Extreme auftun, welche den Bienen zu schaffen machen, vor allem bei Kälterückschlägen im Frühjahr gepaart mit einer zu frühen Blütenentwicklung.

Aus meiner Sicht unnötige Aufregung über die easybeebox

Zu dem Thema “Imkerei und Tierwohl” lies sich Imkermeister Jürgen Binder zu einem “Donnerwetter” über die aktuell populäre neu entwickelte Beute “easybeebox” hinreissen, die jetzt in Baumärkten, aber auch online und in Discountern verkauft oder angeboten wird.
Jürgen Binder ist der Meinung, dass es für Anfänger sehr schwierig sein wird, mit dieser neu entwickelten Beute Bienen zu halten.
Ich teile diese Meinung nicht unbedingt.
Auch wenn ich die easybeebox selbst in natura noch nicht gesehen habe, sondern nur im Internet, bin ich der Meinung, dass jede Neuentwicklung ihren Wert hat.
Was mir an der Idee gefällt ist, dass es eine Art großer Vogelkasten für drei kleine Bienenvölker auf einmal ist, die sich gegenseitig wärmen können; eine Dreifachbeute sozusagen, aber mehr kann ich dazu nicht sagen, bevor ich die Beute nicht real gesehen habe.

Strategien auf dem Weg zu einer behandlungsfreien Imkerei

Der Referent Dr. Ralph Büchler zeigte auf, dass es verschiedene Strategien zur Erlangung des Zieles behandlungsfreie Bienenhaltung gibt.
Er selbst favorisierte das Bannwaben- oder Fangwabenverfahren, wenn ich ihn richtig verstanden habe.
Als zweites Verfahren nannte er die einfache Käfigung der Königin für einen Zeitraum der lang genug ist, bis alle Brut geschlüpft ist.
Dies ist meiner Meinung nach aus Tierschutzgründen abzulehnen.
Das dritte Verfahren war -soweit mir das im Gedächtnis blieb- die klassische totale Brutentnahme TBE oder totale Brutdistanzierung TBD, wie ich es lieber nenne.

 

Der optimale Zeitpunkt für die TBE ist 10 Tage vor der letzten Ernte.

 

Dieses Verfahren ist zwar arbeitsreich, aber bienenschonend und wirksam, um die Varroa in Schach halten zu können.

Außerdem ist natürlich noch der Naturschwarm zu nennen, der auch für eine Brutunterbrechung sorgt.
Fakt ist, dass Völker ohne die Brutunterbrechung nur mehr schwer bis gar nicht die Varroa überleben können.
Jede Art von chemischer Behandlung verkürzt die Lebensspanne eines Teils der betroffenen Bienen, daher sollten unnötige Behandlungen oder Überdosierungen unterbleiben.
Schädigungen der Lebenszeit der Bienen machen sich oft erst verzögert bemerkbar, wenn es bereits zu spät ist.
Er plädierte deshalb für natürliche Aufstellungsvarianten, bei denen jedes Volk einzeln mit einem Abstand von 70 Metern zum nächsten Volk steht. Dies erhöht die Überlebenschancen der Bienenvölker erheblich.

Nahaufnahme der Hans Beer Gedächtnisnadel.

Nahaufnahme der von einem Goldschmied neu geschaffenen Hans Beer Gedächtnisnadel mit den Initialen HB und einem Bienenflügel rechts am Buchstaben “B” in einem auf der Spitze stehenden Sechseck.

Verleihung der neu gestifteten Hans Beer Gedächtnisnadel

Dieser Punkt war für mich ein sehr emotionaler Moment.
Hans Beer (1942 bis 2017) kannte ich seit dem Jahre 1997 persönlich als Mentor und Freund.
Er wies mich zunächst ein in die Geheimnisse seines Beutenbaus.
Später fuhren wir regelmäßig gemeinsam jährlich im Januar zum Großimkertag nach Soltau in der Lüneburger Heide, und wohnten in der gleichen Pension.
Ich durfte nach seiner Kniegelenkstransplantation seine Tasche tragen, und für ihn auch als Fahrer einspringen.
Oft diskutierten wir die 8-stündige Fahrt am Stück ununterbrochen über Feinheiten der Betriebsweise Bruder Adams und dessen Anpassung an die hiesigen Verhältnisse.
Auf einer Fahrt sagte Hans zu mir: “Du bist der einzige, der meine Betriebsweise wirklich verstanden hat.”
Wir sprachen auch viel über das Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Bienenzucht, ebenso über die Entwicklungsgeschichte der Imkerei und persönliche Rückschläge und Erfolge.
Ich besuchte viele seiner Lehrgänge in Fulda und habe 300 wertvolle Seiten handschriftlicher Mitschrift seiner eigenen Worte, welche ich zu gegebener Zeit zur Veröffentlichung bringen möchte.
Unvergessen ist auch unsere gemeinsame Sizilienreise mit der Armbruster Imkerschule.
Aus meiner Sicht ist Hans Beer die Deutsche Entsprechung zum “Einstein der Imkerei” Bruder Adam.
Den Begriff “Einstein der Imkerei” hat Hans Beer für Bruder Adam geprägt.
Hans Beers Verdienste um die Imkerei in Deutschland sind unzählig.
Aber sein größter Verdienst war zweifellos die Entwicklung der Betriebsweise des Angepassten Brutraumes.

Gruppenfoto von Bruder Adam mit Hans Beer und weiteren Leuten.

Screenshot vom Vortrag Rene Schieback / Tino Lorz: “Die Imkerpersönlichkeit Hans Beer. Im Bild zu sehen ist Bruder Adam (in schwarzem Habitus der Benediktiner, rechts daneben Hans Beer in jüngeren Jahren. Das Foto entstand am Heimbienenstand der Buckfast Abbey in Devonshire, England. Quelle: Handbuch der erfolgreichen Imkerei.

 

Ein Foto vom Besuch im Hause Hans Beers.

Die Autoren des Buches “Handbuch der erfolgreichen Imkerei” besuchen Hans Beer in Heideck. Quelle: Handbuch der erfolgreichen Imkerei.

 

Das Buch-Cover und seine Autoren.

Das Buch “Handbuch für die erfolgreiche Imkerei. Von Camille Pierre Dadant bis zum Angepassten Brutraum nach Hans Beer.” von Marion Loeper, Rene Schieback und Tino Lorz enthält eine lange erwartete Übersetzung von Teilen des Buches “The Hive and the Honeybee”, der sogenannten Bibel der Weltimkerei, welche bereits viele Auflagen erlebte, aber nie ins Deutsche übersetzt wurde.

 

Hoch lebe die Honigbiene !

Hans Georg Oswald, bio-honig.com

Beginn der Löwenzahnblüte April 2021

Was jetzt zu tun ist am Bienenstand

Imkermeister Oswalds Praxisratgeber für die ökologische Bienenhaltung


Inhalt

Aufsetzen der Honigräume 

Drohnenwabe als Deckwabe (2 bis 3 mm Luft lassen)

Verstärkungswabe

Pollentage oder Nektartage?
.
Schwarmfang 

Ernte beginnen (wenn Verdeckeln beginnt)

Honigraum-Ausgleich 

Zeitnahe Honigernte auf täglicher Basis

Begattungsableger-Bildung auf täglicher Basis

Vorbemerkung

Die Löwenzahnblüte ist die für die Honigbienen bedeutendste Wiesenblumen-Nektarquelle der “wilden Weide”, wie man die mittlerweile selten gewordenen  extensiv von Schafen beweideten, artenreichen Wiesenbiotope auch nennen kann.
Löwenzahn-Wiesenblumen sind die schönsten Blumen des Frühjahrs, wie tausende kleine Sonnen versetzen Sie die Honigbienen in Begeisterung, und nachdenkende Menschen in Staunen.

Natürlicher Honig regt die Herztätigkeit an, normalisiert den Herz-Rhythmus, und trägt zum Aufbau des Blutfarbstoffes bei. Die Hauptaufgabe der roten Blutkörperchen besteht darin, den lebensnotwendigen Sauerstoff, der in den Lungen aufgenommen wird, durch die Blutgefäße in die Organe und Gewebe des Körpers zu transportieren.

Der Löwenzahnnektar (und Pollen) wird von den Bienen geliebt, und versetzt sie geradezu in einen Rauschzustand.
Seine Blüte schließt unmittelbar an die Schlehe an, aber es kommt auch zu Überschneidungen.
Meist wird der Löwenzahn von den Bienen in der zweiten Aprilhälfte intensiv beflogen, oft zugleich mit Schlehenblüte, Vogelkirschenblüte, Ahornblüte, Birnenblüte, Rapsblüte, Süßkirschenblüte, Apfelblüte, und Mirabellenblüte.

In einem Quadratmeter Wiesenboden leben eine Billiarde Organismen.
Eine Billiarde = 1.000.000 x 1.000.000.000 = 1.000.000.000.000.000

Nach einigen Tagen Blüten-Beflug fällt häufig auch schon der erste Schwarm und die Völker setzen massiv Weisel-Zellen (Das sind die Königinnen-Wiegen) an. Damit läutet die prächtige Löwenzahn-Blüte nicht nur die Honigernte, sondern auch die Vermehrungsphase ein.
Um überhaupt heutzutage noch Löwenzahnhonig ernten zu können, muss man sehr umsichtig mit dem Wärmehaushalt des Bienenvolkes und dem Zeit-Management, also der Beachtung der natürlichen Rhythmen im Naturhaushalt sein.
Jedes kleine Zuspätkommen kann eine Ernte unmöglich machen.
Daher sollte man für jede Löwenzahn-Pflanze dankbar sein, und deren Vernichtung oder Verderben durch Gülle, Glyphosat und Mähwerk um jeden Preis zu verhindern suchen, durch Aufklärung und Spenden an Naturschutz-Organisationen, die sich für eine ökologische Wende zum Besseren einsetzen.

Mit dem Ende vieler Bienenstände und der heimischen Bestäuber wird der Niedergang unserer Kultur besiegelt.

Aufsetzen der Honigräume
Bald bauen sie wieder die Bienen!
Dann brauchen sie Platz für sehr viel Nektar in sehr kurzer Zeit.
Denn durch den Klimawandel hat sich alles im Kalender nach vorne verschoben, und den Bienen bleibt demzufolge nur sehr sehr wenig Zeit.
Deshalb ist während der Trachtzeit das Kontroll-Intervall verkürzt von 10 Tage auf alle 5 Tage.
Der erste Honigraum wird immer fertig ausgebaut gegeben, es werden also keine Mittelwände geben.
Es wäre grundfalsch, im noch kühlen Frühjahr Mittelwände zum Ausbauen zu geben.
Als ersten Honigraum also bitte nur ausgebaute Honigwaben geben, wenn irgend möglich.
Die eingelagerten Honigwaben sind der Goldschatz des Imkers, also das wertvollste, das er hat.
Deshalb werden die Honigwaben im Haus gelagert, wo es trocken ist (Oswalds Praxisratgeber Bienenhaltung).
Allerdings sollten sie pollenfrei sein,  aus verschiedenen Gründen.
Deshalb wurden nur pollenfreie Honigwaben eingelagert, und die Honigwaben mit eingelagertem Pollen nach der Schleuderung aussortiert oder der Pollen ausgeschnitten, also pollenfrei gemacht.
Alle Honigwaben mit Pollen wurden letzten Sommer im Sonnenwachsschmelzer eingeschmolzen.
Deshalb gibt es dann im Honigwabenlager auch keine Probleme mit Wachsmotten, da diese ohne Pollen keine Nahrung zur Entwicklung haben.
Es wird immer nur ein Honigraum über Absperrgitter gegeben, und zwar nur dann, wenn die Bienen ihren Raum voll beherrschen.
Das heißt, wenn Sie einen Überschuss an Wärme produzieren, und in der Lage sind, den neu hinzu gegebenen Honigraum mit zu heizen.
Nur bei ausgebauter Drohnenwabe wird der Honigaufsatz  (auch Honigraum genannt) gegeben.
Alle Völker an einem Bienenstand aufsetzen, keine Nachzügler dulden, sondern diese verstärken.
Eine Nachkontrolle während der Tracht findet wie gesagt alle 5 Tage statt, unabhängig vom Wettergeschehen.
Drohnenwabe als Deckwabe
Im selben Arbeitsschritt, in dem der Honigraum aufgesetzt wird, rücken wir die ausgebaute und bebrütete Drohnenwabe von der vorletzten Position an die letzte Position vor dem Endbrett (Rähmchen mit Massivholzfüllung).
Dabei drehen wir sie um 180° Celsius, ebenso die bisherige Randwabe, die jetzt an vorletzter Position sitzt, auch gedreht um 180° Celsius.
Verstärkung
Schwachen Völkern, welche eigentlich für die Gabe des Honigraums noch nicht ganz stark genug sind, wird bei dieser letzten Gelegenheit nochmals eine  Verstärkungswabe mit ansitzenden Bienen mitten rein in die Brutnestmitte gegeben geben.
Völker, die zur Zeit des Beginns der Löwenzahnblüte noch keine 7 Waben besetzen (beidseitig voll gefüllte Wabengassen), brauchen nochmals Verstärkung.
Jedoch sieben voll besetzte Waben reichen dann auch aus für die Honigraumgabe.
Ein größeres Brutnest ist bei den schwächeren Völkern nicht anzustreben als maximal 7 Waben im Brutraum.
Dazu wird von überstarken Völkern eines mindestens 3 km entfernten Außenstandes eine voll mit Bienen besetzte Wabe mit auslaufender Brut geholt, und in das zu verstärkende Volk mitten ins Brutnest zur Verstärkung gehängt.
Nur gesunde, kräftige Bienenvölker in ausreichender Anzahl und gleichmäßiger Verteilung sind in der Lage, die Pollination der Kultur- und Wildpflanzen in Deutschland zu vollbringen, doch deren Verschwinden in der offenen Landschaft ist unumkehrbar eingeläutet.
Pollentage oder Nektartage

Ob wir derzeit Pollentage haben oder ob wir Nektartage haben, das ist gut und wichtig zu wissen.
Denn darin entscheidet sich, ob Schwarmstimmung aufkommt oder etwa eher Sammelstimmung, oder beides.
Wenn die Tageshöchsttemperatur (im Schatten gemessen) zehn Tage lang unter 15° Celsius bleibt, dann sammeln die Bienen wenig Nektar. Pollen sammeln sie in der Regel jedoch schon ab 13° Celsius.
Diese zehn Pollentage führen dann langsam zu Schwarmstimmung.
Wenn jedoch die Tageshöchsttemperatur gleichmäßig 10 Tage über 15° Celsius bleibt, so entwickelt sich bei den Bienen langsam eine Sammelstimmung, und die Schwarmstimmung wird von den Bienen gedrosselt.
Es ist gut, als Imker den Bienen immer einen kleinen Schritt voraus zu sein, indem wir den nächsten Entwicklungsschritt antizipieren.
So kann ich in Ruhe agieren und brauche nicht hektisch reagieren. (Oswalds Praxisratgeber Bienenhaltung)

Schwarmfang
Die Schwarmfangkästen sowie Leerbeuten werden nun bereit gehalten, ebenso diverse Ast-Sägen, Teleskopsägen, Ast-Scheren, Obstbaumleitern, Druckpumpzerstäuber und Bienensockel.
Es können während der Löwenzahnblüte bereits Schwärme fallen, das ist ganz normal und wichtig für das Überleben des Superorganismus Bienenvolk.
Schwärme sind gut und richtig.
Es ist an der Zeit, dass dies allgemein anerkannt wird, nicht nur von Demeter-Imkern.
Denn nur durch eine Brutpause hat das Bienenvolk heutzutage eine Chance gegen die tödliche Bedrohung Varroa, welche zusammen mit der Wirkung der Agrartoxine (Stichwort Sekundäreffekt) das Überleben der Bienen existenziell bedroht und massiv Bienenvölker vernichtet.
Mit der Ernte beginnen (wenn die Verdeckelung der Waben beginnt)
Sobald die Bienen  den ersten Honigraum zu verdeckeln beginnen , starten ich mit der Honigernte.
Denn die Bienen wollen jetzt weiter Nektar sammeln ohne Unterbrechung.
Wir helfen Ihnen, indem wir die vollen Honigräume abholen, bevor die Voll-Verdeckelung stattfindet.
Die Erzwingung Voll-Verdeckelung ist unnötig und erschwert den Bienen das Honigsammeln.
Wenn man diffusionsoffene Beuten hat, und ein gesundes Kleinklima in der Aufstellung, dann wird bei Beginn der Verdeckelung geerntet, mit Bienenflucht.
Unsere auf Bienenfreundlichkeit optimierte Bienenflucht besteht  aus einem 5 cm hohen Trommelraum, je einer Porter-Bienenflucht mit großer Riechfläche in Kombination mit 2 Lega-Bienenfluchten aus Metall in den gegenüberliegenden Ecken.
Dadurch wird ein zügiges und vollständiges Verlassen der Honigräume ermöglicht, ohne dem bienenschädigenden Einsatz eines Blasgeräts.
Die Bienen fühlen sich wohl und sind dankbar für die Erleichterung ihrer Bemühung zur Aufrechterhaltung der Nesttemperatur durch Verringerung der zu heizenden Nestflächen.
(Oswalds Praxisratgeber Bienenhaltung)
Honigraum-Ausgleich
Der Honigraum-Ausgleich findet idealerweise wieder von Stand zu Stand statt.
Falls nur ein Bienenstand existiert kann auch innerhalb eines Standes ausgeglichen werden.
Wenn bei der fünftägigen Kontrolle festgestellt wird, dass bei dem einen Volk ein Honigraum bereits voll besetzt ist, und dieser ein gewisses Gewicht aufweist, ein anderes Volk dagegen einen noch vollkommen unbesetzten Honigraum aufweist, dann wird ausgeglichen.
Das heißt, das Volk mit dem unbesetzten Honigraum erhält nun den schweren, besetzen Honigraum mit allen ansitzenden Bienen;
und das starke Volk mit dem relativ schweren, gut besetzen Honigraum erhält dann den leeren Honigraum des schwachen Volkes.
Dadurch ist beiden geholfen. Beide können jetzt den Raum besser beherrschen.
Diese Maßnahme erhöht die Sammelfreude, Sammelleistung und Sammeleffektivität der Völker und damit auch die Honigerntemenge insgesamt.
Ernte auf täglicher Basis
Bei der Ernte wartet man nicht zu lange, denn dann ist es meist schon zu spät und der Honig nicht mehr schleuderbar, weil er in den Waben fest wurde.
Man erntet in Zeiten des Klimawandels am besten täglich.
Das heißt, sobald die Bienen beginnen, eine Wabe von oben her zu verdeckeln, werden die Waben mittels einer Bienenflucht geerntet und täglich geschleudert, ohne unnötige Verzögerung.
Dadurch ist dann meist nur ein Honigraum (maximal zwei) auf den Völkern, was den Bienen die Arbeit und die Aufrechterhaltung des Wärmehaushaltes enorm erleichtert.
Wir erhalten dadurch besser verarbeiteten Qualitäts-Honig und besser durchwärmte und langlebigere und gesündere Jungbienen.
Wir nehmen uns dabei die Biene zu Vorbild, die auch schnell reagiert und nichts verpennt, denn in der Natur ist immer etwas los.
Bereit sein ist in der Bienenzucht alles.
Begattungsableger-Bildung auf täglicher Basis
Wie bei der Honigernte verhält es sich bei der Bildung von Ablegern: Es duldet keinen Aufschub.
Die Zeit des Überflusses ist der Monat Mai.
Deshalb ist es gut so früh wie möglich mit der Bildung von Ablegern zu beginnen, am besten schon im April, damit die Bienen noch den Blütenreichtum des Wonnemonat Mai nutzen können zur Pflege von Brutflächen und zur Aufzucht und Pflege von Jungköniginnen.
Jede Königin muss im Paradies geboren sein, und das ist vom Blütenangebot her der Monat Mai.
Aus Tierwohlgründen werden keine Kleinstvölker gebildet, auch keine Einwaben-Ableger, sondern stattdessen Dreiwaben-Ableger im Standmass.
Für diesen Zweck werden für jedes Standvolk zwei leere Bienenkästen bereitgehalten.
Wenn alles richtig gemacht wird und das Wetter mitspielt, kann auf eine Begattungsquote bzw. Erfolgsquote von 80% plus gehofft werden.
Entscheidend ist, dass die Ableger genügend Bienen erhalten, die Waben zum Transport angeschraubt werden, und mindestens 3 km, besser 6 km weit entfernt aufgestellt werden, in klein-klimatisch begünstigter Lage, abseits von anderen Völkern, mit einem Flugloch, das nur 6 mm x 10mm misst, zur Vermeidung von Räuberei.
Ideal wäre wenn jedes Volk einzeln steht, und farblich unverwechselbar markiert ist, zur Vermeidung von Verflug der heimkehrenden Jungköniginnen.
Der Verflug einer heimkehrenden Jungkönigin in die falsche Beute bedeutet ihren sicheren Tod durch den Stachel der fremden Wächterbienen. (Oswalds Praxisratgeber Bienenhaltung)
Die Erneuerung einer Alt-Königin in einem Wirtschaftsvolk sollte nur durch Ableger mit eigener Brut und Bienen erfolgen, um die Zukunftskönigin vor möglichen Gefahren durch Altbienen zu schützen.
Nachwort
Es ist immer weise, beides im Auge zu behalten, sowohl die Honigernte, als auch die Vermehrung.
Heute bei der gegenwärtigen Naturzerstörung kann leider kein Imker mehr die Vermehrung vernachlässigen, ohne das Überleben seines Bestandes an Bienen nicht zu gefährden.
Die derzeitigen Hinhaltetaktik der verantwortlichen Agrarministerien ist sehr schlecht für die Bienen und die Artenvielfalt in Gestalt des unwiederbringlichen Verschwindens von Hummeln und Wildbienen.
Wir hätten eine traurige und stumme Welt ohne Bienen!
Deshalb wünschen wir uns mehr Naturschutz zur Rettung der Lebensgrundlagen der Bestäuber-Insekten (Pollinatoren).
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Hoch lebe die Biene!
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Der Hof der Familie Oswald liegt auf einem Hügel in 465 Meter über Meereshöhe im tertiären Isar-Daonau-Hügelland.

Imkerei Oswald Bienenhof Isar-Hügelland in der Hallertau

 

Die kleinen fleissigen Bienlein fliegen ein und aus (Oswalds Praxisratgeber Bienenhaltung).

Detailaufnahme eines Bienenkastens der Imkerei Oswald während starken Flugbetriebes zur Zeit der Löwenzahn-Honig- und Pollen-Tracht. Man beachte das orangefarbene Pollenpaket am hinteren Beinpaar einer Biene. Dieser orangefarbene Pollen stammt vom Löwenzahn (Löwenzahnpollen oder auch Taraxacum Pollen genannt). Foto: Imkerei Oswald, Praxisratgeber

 

Eine Biene sitzt auf einer Blüte mit einem Pollenpaket an den Hinterbeinen. Die Farbe des Pollens ist gut zu erkennen.

Hier ist mir das Beweisbild gelungen, das belegt, dass die Pollenfarbe des gesammelten Löwenzahnpollens orange ist. Foto: Hans Georg Oswald (Imkermeister) bio-honig.com

 

Drei Löwenzahnblüten gesellen sich zusammen zu einer Blumenfamilie.

Unbesiegbare Lebenskraft und Lebenswille äußert sich in der Gestalt und Aura der Blumen. Foto: bio-honig.com

 

Gelb und Grün der Löwenzahnpflanze in Oswalds Praxisratgeber Bienenhaltung.

Die Farbkombination aus besonderen Farbschattierungen zwischen hellgrün und gelborange ergibt einen tollen Komplementärkontrast. Foto: Imkerei Oswald

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Als nächstes in der Reihe “Oswalds Praxisratgeber Ökologische Bienenhaltung” ist ein Beitrag über die Rapsblüte geplant: Der Blütenkalender zeigt auf Rapsblüte – Was jetzt bei den Bienen alles zu tun ist, Schritt für Schritt erläutert.

Vielen Dank fürs Lesen!

Ihr Hans Georg Oswald

Bienen in der Landschaft

Das Frühjahr 2021 wird für die Bienenzucht und Imkerei als sehr schwieriges Jahr in die Imkereigeschichte eingehen. Foto: Imkerei Oswalds Heimbienenstand 2021. bio-honig.com

 

Die Schlehdornblüte im April 2021

Was am Bienenstand vor Beginn der Schlehenblüte alles zu tun ist

Was genau ist der Schlehdorn für ein besonderer Bienen-Strauch?

Der Schlehdorn (blackthorn, Prunus spinosa) ist ein eindrucksvoller und überlebensstarker Wildobst-Strauch.
Genauer gesagt handelt es sich um eine kleine heimische Wildpflaume, deren kleine Früchte einen extrem wertvolle Nahrungsergänzung zur Abwehrstärkung gegen Krankheiten darstellen.
Schlehdorn-Honig oder Honig mit Anteilen von Schlehen-Blüte sind extrem wertvoll.
Für Honigbienen, Hummeln, Wildbienen und Schmetterlinge ist sie fast die wichtigste Nahrungspflanze fürs Überleben, ein sogenannter “Brotbaum” für alle Insekten.
Die Schlehdornblüte fügt sich im Blühkalender nahtlos nach der Weide ein. Dadurch entsteht ein sogenanntes Trachtfliessband, also ein ununterbrochenes Nahrungsangebot.
Bienenhecke im Frühjahr

Unsere Bienenhecke , die unsere Bienenkräuter Schafweide vor dem Westwind schützt, kurz vor dem Aufblühen der Schlehdornblüte. Foto: bio-honig.com

Wie bestimme ich genau den Beginn Schlehenblüte?

Wann beginnt die Schlehenblüte, und wie stelle ich den ganz genauen Zeitpunkt fest, und diesen in meinem Blüten- und Bienenkalender aufzeichnen?
Ich beobachte täglich die noch nicht aufgeblühten Schlehensträucher um den Bienenstand herum.
Sobald die ersten Blüten sich öffnen und die erste Honigbiene auf einer Blüte gesichtet werden kann, ist der dokumentierte Zeitpunkt des Beginns der Schlehenblüte.
Wer noch keine Bienenschutzhecke um den Bienenstand oder Bienengarten hat, kann diese auf verschiedene Weise anlegen. Dafür gebe ich Tipps am Ende Blog-Beitrags.

Was zu tun ist:

(1) Völker wiegen, um die noch vorhanden Honig-Vorräte abzuschätzen

Im April ist für die Bienenvölker die größte Gefahr des Verhungerns, weil unabhängig vom Wetter große Brutflächen gepflegt werden von einer relativ geringen Anzahl von Bienen.
Bei schwachen Völkern pflegt eine Ammenbiene bis zu vier Brutzellen , bei starken Völkern pflegen zwei Ammenbiene eine Brutzelle.
Die Völker werden mit der Zeigerwage durch einseitiges abheben mit einem L-förmigen Eisenhaken von hinten gewogen und das Gewicht mit Kreide auf der Rückseite des Bienenkastens verzeichnet. Völker mit einem einseitigen Gewicht von mindestens 17kg  = 34 kg Gesamtgewicht haben noch ausreichende Mindest-Honigvorräte.
Der leere Bienenkasten mit Leerwabengewicht und Bienengewicht beträgt 24 kg (= Taragewicht).
Die Mindest-Honigvorräte eines normalen Bienenvolkes sollten zu keinem Zeitpunkt im Jahr unter 10 kg fallen, da sonst das Bienenvolk leidet.
Bereits unter 5kg Vorrat beginnt ein Volk auf Sparbetrieb umzustellen, mit vielen negativen Folgen für die zukünftige Überlebensfähigkeit.
Ein Bienenvolk das schon einmal am Verhungern war, bleibt gewöhnlich für immer traumatisiert.
Deshalb nehme ich die regelmäßige Honig-Vorratskontrolle sehr ernst.
Zu leichte Völker erhalten honigschwere Waben zur Ergänzung als Randwaben, sogenannte Speckwaben, teils von schweren Völkern, teils aus dem Honigwabenlager, wie es gerade passt.
Die Anwesenheit von Bienen in der Landschaft sind der Garant für den Fortbestand derselbigen. Leider sind Bienen aktuell großen Bedrohungen ausgesetzt.

Die Anwesenheit von Bienen in der Landschaft sind der Garant für den Fortbestand derselbigen. Leider sind Bienen aktuell großen Bedrohungen ausgesetzt. Bienenvölker stehen am besten windgeschützt in leicht geneigten Südhanglagen, wo durch Kleinbäume lichter Schatten gespendet wird. Foto: bio-honig.com

(2) Brutausgleich und Wiederherstellung der Brutnestordung als Schwarmvorbeugung

Der Brutausgleich erfolgt meist Ende März bis Anfang April, also vor Beginn der Schlehenblüte.
Genau zehn Tage nach dem Brutausgleich und der Wiederherstellung der Brutnestordung wird der Honigraum gegeben (10-Tage-Regel).
Ziel ist es, schwach ausgewinterten Völkern mit zu wenig Bienenmasse zu helfen, und gleichzeitig überstarken Völkern vor vorzeitigem Schwärmen zu bewahren.
Normale Völker sind davon nicht betroffen und bei diesen braucht kein Brutausgleich stattfinden.
Wie gehe ich vor?
Bereits zur Weidenblüte habe ich die Volksstärke mir in meinem Völkerbestandsbuch mit der Beutennummer notiert.
Die Fausregel lautet:
(A) Idealstärke bzw. Normalvolk bleibt unverändert
Ein Volk mit  6 voll mit Bienen besetzen Waben und jeweils beidseitig komplett besetzten Wabengassen zur Weidenblüte gibt nichts ab, und bekommt auch nichts dazu, es hat die Idealstärke bzw. Normalstärke. Es geht mit 8 Brutwaben in die Honigernte.
(B) Zu verstärkendes schwaches Volk
Ein Volk mit 3 voll mit Bienen besetzten Waben und jeweils beidseitig komplett voll besetzten Wabengassen zur Zeit der Weidenblüte ist ein schwaches Volk, das Unterstützung braucht.
Es würde für die Frühtracht (Obstblüte) zu spät kommen.
Es erhält eine voll mit Bienen besetzte Brutwabe mit verdeckelter Brut von einem mindestens 3 km entfernten Bienenstand aus einem starken Volk zur Verstärkung mitten ins Brutnest gehängt.
(C) Sonderfall Minivolk
Ein Volk nur mit 1 voll mit Bienen besetzten Wabe oder gar nur einer handvoll Bienen ist ein zu schwach, um eine Brutwabe zu erhalten. Es erhält nur eine vollbesetzte Pollenwabe zur Verstärkung. Später in einem zweiten Schritt kann es auch ein Wabe mit  verdeckelter Brut erhalten, wenn es sich bereits etwas erholt hat.
(D) Überstarkes Volk kann und soll etwas Bienen und Brut abgeben
Ein Volk mit 8 bis 12 voll mit Bienen besetzten Waben und jeweils beidseitig komplett voll besetzten Wabengassen zur Zeit der Weidenblüte ist ein starkes Volk, das Bienen und Brut  -evtl auch mehrere Waben im Abstand von 10 Tagen- abgeben kann, ohne Schaden zu leiden.
Im Gegenteil, dieses leichte Schröpfen von überstarken Völkern fördert Ihre Entwicklung und Tatkraft, da bei überstarken Völkern bei Trachtbeginn sehr schnell Raumnot, Luftmangel und allgemeine Überfüllung eintreten kann. Die entnommenen Bienen und Brut kommen in einen vorbereiteten, angewärmten Leerkasten, wobei die Waben mit großen Schrauben in der  Transportbeute zum Schutz vor Verrutschen fixiert werden. Auf diese Weise werden die Verstärkungswaben und Verstärkungsbienen von einem Stand zum anderen gebracht.

(3) Wie geschieht der Brut- und Bienenausgleich, wenn man nur einen einzigen Bienenstand betreibt?

In diesem Sonderfall ist eine Bienenverstärkung nur vor dem ersten Bienenflug noch vor der Haselnussblüte im Februar möglich, danach zunächst nicht mehr, erst wieder durch Ausgleich der bienenbesetzten Honigräume  zur Zeit der Löwenzahnblüte.
Allerdings kann man innerhalb eines Standes mit abgekehrten Brutwaben ohne Bienen auch verstärken, nur der Effekt ist nicht ganz so gut.
Ohne den Ausgleich müssen die starken und überstarken Völker sorgsamer auf Raumnot und die Vorratssituation kontrolliert werden.

(4) Drohnenwabengabe, Baurahmengabe und Drohenwabenausgleich

An der Drohnenwabe lässt sich alles was jetzt im Bienenvolk passiert, genauestens ablesen.
Die Drohnenwabe ist jetzt mein wichtigster Entwicklungs-Indikator.
Ich kann beim Betrachten der Drohnenwabe lesen wie in einem Buch, und weiß dann genau wo sich das betreffende Volk in seiner Entwicklung steht.
Auch lässt sich über die Drohnenwabe die gesamte Entwicklung im Bienennest steuern und dirigieren.
Dadurch bin ich dem Volk immer einen kleinen Schritt voraus, und weiß dadurch genau, was das Volk als nächstes möchte oder braucht.
Dies funktioniert so:
Zunächst, werden alle Drohnenrähmchen mit einem weißen Reißnagel gekennzeichnet, der auf dem Oberträger des Rähmchens eingedrückt wird.
Ausgebaute Drohnenwaben mit und ohne Futterreste werden über den Winter im Volk an vorletzter Stelle belassen oder im Wabenlager für das Frühjahr als Reserve aufbewahrt.
Außerdem wird ein Vorrat an Leerrähmchen (Drohnen-Baurähmchen) immer bereitgehalten, welche auch mit einem weißen Reißnagel gekennzeichnet sind, und welche als Bauhilfe einen ca. 2 bis 3mm überstehenden Anfangsstreifen aus Wachs in die Nut des Oberträgers eingeschmolzen haben. Dies geschieht mit Hilfe eines Lötkolbens, mit dessen Hilfe flüssiges Wachs in die Nut getropft wird, damit der Anfangsstreifen absolut fest sitzt, und die schwere Drohenwabe einst sicher tragen kann.
(A) Drohnenwabengabe (ausgebaut mit Honig) im Herbst oder zur Weidenblüte
Schon bei der Einwinterung wurde die Drohnenwabe an die vorletzte Stelle vor dem Ruheraum gerückt.
Während der Weidenblüte wird das Vorhandensein der Drohnenwabe kontrolliert, und mit dem Zeigefinger der Abstand zu den Waben links und rechts vergrößert, denn die Drohnenwabe ist in bebrütetem Zustand dicker als andere Waben.
Falls keine Drohnenwabe vorhanden  sein sollte, wird eine ausgebaute Drohnenwabe (möglichst mit Honigecken) an vorletzter Stelle nächst dem Ruheraum in der Beute eingehängt.
(B) Kontrolle des Brutstatus der Drohnenwabe vor Beginn der Schlehdornblüte
Bei der Kontrolle der ausgebauten Drohnenwaben können vier verschiedene Fälle auftreten:
(a) Die Wabe ist unbebrütet und leer. In diesem Fall bleibt die Drohnenwabe zunächst unverändert wo sie gerade ist. Das Volk ist noch nicht so weit, kann aber durch eine verdeckelte Drohnenwabe aus einem stärkeren Volk verstärkt werden.
(b) Die Drohnenwabe ist nur zu 10% bestiftet, die meisten Zellen (90%) sind unbebrütete Zellen. In diesem Falle ist nichts zu tun, aber es muss spätestens alle 5 Tage weiter kontrolliert werden. Dieses Volk befindet sich in einer Aufwärtsentwicklung und sollte weiter nicht gestört werden.
(c) Die Drohnenwabe ist zu mindestens 50% bestiftet und teilweise verdeckelt. In diesem Falle muss man nach dem Wetter entscheiden. Wird es eher wieder kühl, bleibt die Wabe wo sie ist. Wird es oder bleibt es eher warm, so tauscht die Drohnenwabe die Position mit der letzten Wabe. Dabei werden beide Waben um 180° Grad gedreht, damit die Wabengasse zwischen den der letzten Wabe und der Drohnenwabe unverändert bleibt. Nun befindet sich die Drohnenwabe an letzter Position vor dem Wärmebrett. Spätestens nach 5 Tagen wieder kontrollieren
(d) Die Drohnenwabe ist bereits zum Teil verdeckelt und es sind keine offenen Zellen mehr frei. In diesem Fall muss die Drohnenwabe wieder an die letzte Position wie unter “c” beschrieben. Nun muss an vorletzter Stelle  ein Baurahmen eingehängt werden, um schwarmvorbeugend zu wirken. Denn so lange noch offene Drohenbrut angelegt wird, werden normalerweise keine Schwarmvorbereitungen vom Volk getroffen. Die verdeckelte Drohnenwabe wird einem schwächerem Volk eingehängt zu Stärkung des Wärmekörpers des Bien.
(e) Die Drohnenwabe ist vollverdeckelt. Hier muss man unmittelbar mit Schwarmvorbereitungen oder gar dem Auszug eines Schwarmes rechnen. Durch Tausch mit einem Baurahmen kann den Schwarmvorbereitungen vorgebeugt werden, aber es sollte nun eine Schwarmkontrolle erfolgen, um gegebenenfalls gleich Brutableger mit sogenannten Schwarmzellen zu bilden. Dafür sollten immer schon vorbereitete leer Bienenkästen neben den Völkern stehen, um schnell reagieren zu können, denn April ist die beste Zeit für Brutableger, da die Natur zu dieser Zeit aus den vollen schöpft, und Pollen und Nektar reichlich vorhanden sein sollte.
(C) Entwicklung steuern mit der Baurahmengabe
Mit der Entscheidung, ob man einen weiteren Baurahmen gibt, kann man die Entwicklung im Bienenvolk gut steuern. Dies geschieht natürlich synchron mit der Wetterentwicklung.
Können die Bienen aufgrund schlechten Wetters nicht ausfliegen muss man den Baurahmen geben, da sonst die Bienen unzufrieden werden und garantiert schwärmen beim nächsten Umschwenken des Wetters. Falls man jedoch dringend Ableger bilden will, kann es sinnvoll sein, die Wärme und Kräfte des Bienenvolkes zusammenzuhalten und nicht unnötige Energie durch Bauenlassen von Drohnenwaben zu verschwenden, da Brutableger keine eigenen Drohnen benötigen.
(D) Drohnenwabenausgleich zur Brutausdehnung
Die Drohnenwabe ist für das Bienenvolk Ausdruck seiner Kraft und überschüssigen Energie.
Deshalb, wird die Drohnenwabe besonders stark aufgeheizt und ist allgemein die Lieblingswabe der Königinnen, weil die Zellen der Drohnenwabe eine komfortablere Größe im Vergleich zu den sparsam konstruierten Arbeiterinnenzellen haben. Die Drohnenwabe ist gleichsam wie eine Heizung oder natürlicher Wärmespeicher zu sehen. Deshalb spricht man auch von Drohnenwaben als Wärmemantel und  bezeichnet die darauf sitzenden Bienen als Mantelbienen.
Wenn  wir nun ein brutschwaches Volk zur Ausdehnung der Nestgröße bewegen wollen, brauchen wir nur an die unbebrütete Pollenkranzwabe am  Brutnest  eine vollverdeckelte Drohnenwabe hängen, und die Bienen werden durch den Wärmereiz bestrebt sein, die Lücke durch zusätzliche Brut zu schliessen. Die Drohnenwabe “saugt” das Brutnest an, sagt man in der Imkersprache. In gleichem Maße, wenn man einem in der Entwicklung vorauseilenden Volk die vollverdeckelte Drohnenwabe wegnimmt, so sorgt man für  eine willkommene Abkühlung und größeren Sauerstoffgehalt der Luft. Dadurch wird die Schwarmlust gedämpft, wenn man dies will.
Fortsetzung folgt (Löwenzahnblüte -Was jetzt zu tun ist bei den Bienen)

postscriptum

Hilfreiche Tipps, wie eine Bienenschutzhecke um den Bienenstand oder Bienengarten angelegt werden kann

(I)
100m  600 Weissdornsetzlinge fingerdick, bewurzelt
Abstand 15cm
Zurückschneiden auf 30 cm Länge
Zwischen zwei Pflanzen eine 90 cm lange Stange
(wird nach 3-4 Jahren wieder entfernt (provisorisches Staket)
Seitentriebe und Schenkel des Weissdorns werden an das Staket angebunden
Dann ineinander verflechten und aneinander verbinden
Wenn die gewünschte Höhe erreicht ist, kann man mit der Heckenschere kommen.

(II)
Elsbeere, Prunus padus, Kreuzdorn, Rhamnus cathartica, Eberesche
30 cm Graben
Vogelbeerbäume lebende Pfähle
Nach 2 Jahren werden die Kreuzdornreiser heruntergezogen
Graben 30 cm tief x 30 cm breit
Eberesche I Elsbeere I Prunus Padus I Kreuzdorn I Rhamnus cathartica I Eberesche I etc
Eberesche 250cm Eberesche 250cm Eberesche
Nach 2 Jahren Kreuzdornreiser bogenförmig herunterbinden.
Nach 3 Jahren ineinander verflechten.

(III)
Eine Hecke aus Berberitze
Sind ausreichend Berberitzensetzlinge  vorhanden, kann man sie genau wie den Weissdorn pflanzen und pflegen.
Pflanzabstand 15 cm.
100m – 600 Setzlinge
Zwischen zwei Pflanzen 90 cm lange Stange.
Seitentriebe kreuzweise an und übereinander binden.
Bei geringer Anzahl unter die Weissdornhecke pflanzen, oder alternativ unter die Kreuzdornhecke.

(IV)
Eine Hecke aus Schlehdorn (Prunus spinosa), Ringlo (Prunus domestica var. claudiana), Heckenrose (Rosa canina), Feldrose (Rosa arvensis) und Brombeere (Rubus)
Breite der Hecke 8 Meter
Länge der Hecke 50 Meter
Etwa 6 Setzlinge pro Quadratmeter
Im ersten Jahr Erde feucht halten
Im zweiten Jahr mit Altgrasschnitt (Sichel) mulchen und Verbiss-Schutzhülsen anbringen.

Ein blühender Wildpflaumenbaum.

Ein blühender Edel-Pflaumen-Baum, in Bayern Ringlo genannt. Der Baum blüht cremeweiß bis zartrosa und trägt später gelbe runde, sehr aromatisch-süße saftige Früchte. Der Baum blüht kurz vor dem Schlehdorn und ist ein wahrer Insekten- und Bienenmagnet. Schon von weitem hört man in der Krone das Brummen von tausenden Bienen, die eifrig Nektar davon sammeln. Foto: bio-honig.com 11.04.2021

 

 

Hans Georg Oswald (Imkermeister)

Hoch lebe die Honigbiene!

Unsere Imkersprache, eine archaische Sprache mit interessanten Relikten aus der Vorgeschichte

Betrachtet man die Entstehung unserer Sprache, so findet man, dass sich auf dem Gebiet der Bienenzucht nicht nur die ältesten Wörter der Deutschen Sprache finden lassen, sondern auch die seltensten und ungewöhnlichsten Wörter.

Die nun folgenden Worte und Begriffe entstammen allesamt der Imkersprache. Teilweise sind sie noch in Gebrauch, teilweise findet man sie in alten Bienenbüchern und Bienenzeitungen. Dies ist meine persönliche Sammlung von interessanten Begriffen aus der Bienenzucht. Die Sammlung soll mit der Zeit auch noch ergänzt werden durch das Hinzufügen von Erklärungen und Definitionen der Begriffe Anschließend folgt eine Abbildung eines Objektes aus der Bienenbücher-Sammlung, Dr. Lampe’s Bienenzucht.

 

 

1. 1. Abflammen (der Beuten mit dem Gasbrenner zur Desinfektion und Holzschutz)
2. Abflugschlitze (an Bienenhausfenstern am unteren und oberen Rand der Scheiben)
3. Abhorchen (der Beuten über das Flugloch)
4. Abschlagen (der Bienen von den Waben)
5. Abwandern (Wanderbienenstände)
6. Abwehrmaßnahmen gegen Bienenfeinde
7. Adersystem (Bienenflügelgeäder)
8. Ahornblütentracht (unsicher)
9. Altbienen (“Altbienen sind die geschworenen Feinde jeder neuen Bienenmutter” G.S.)
10. Altmeister (Dzierzon)
11. Altmeister der Bienenzüchtung (Armbruster, Sklenar, Adam)
12. Altmutter (Königin aus dem Vorjahr)
13. Anfahrtsweg (zum Bienenstand)
14. Anflugtreue (Geringer Verflug zwischen Bienenvölkern untereinander)
15. Anschärfen der Waben (Kürzung der Waben mittels eines scharfen, feucht gemachten Messers, womit man die Wabenkannten schräg anschneidet)
16. Apfelblütentracht
17. Apothekerluft (Ameisensäure, Thymol, Kampfer etc.)
18. Arbeitslust (Wesentliche Eigenschaft eines gesunden Bienenvolkes)
19. Arbeitsvölker (Völker, die nicht mit sich selber und dem Überleben beschäftigt sind)
20. Arbeitswärme (entsteht durch Verzehren von Futter)
21. Artenvielfalt (Große, stabile Pflanzengesellschaften die vielen Tierarten Lebensraum und Nahrung bieten)
22. Atavistische Erinnerung  an vergangene Entwicklungsepochen der Bienen
23. Aufwärtslaufen an den Scheiben
24. ausgestorbene Bienenstände (bienenleere ehemalige Bienenstände)
25. Ausflammen (der Beuten innen zur Desinfektion)
26. ausströmender Honigduft
27. Außenstand
28. ausflugserregend
29. Ausreiben (einer neu zu besetzenden Beute mit Zitronenmelisse oder Melissengeist)
30. Aufmeißeln (Spechte klopfen an die Beutenwand und finden dünne Stellen, die sie aufmeißeln)
31. Backenwaben (Die außen am Brutnest sitzenden unbebrüteten Waben)
32. Bartbienen (Das sind überschüssige Bienen, die sich außen am Flugbrett zu einem Bart aufketten)
33. Bauen lassen (Bienen Waben bauen lassen um dem Schwärmen entgegenzuwirken)
34. Baumblüte (z.Bsp.  Kirschblüte oder Lindenblüte)
35. Baumgärtner
36. Baumhöhlenklima
37. Baumwelt
38. Bautraube
39. Belagerte Wabenbezirke
40. Belebte Höhle
41. Berufsimker
42. Beute
43. Beutenbank (Gestell zur Aufstellung von Beuten)
44. Beutenerfinder (Langstroth, Dadant, Gerstung)
45. Beutenkonstruktion
46. Beutenmuseum (wenn ein Imker mehrere veraltete Beutensysteme nebeneinander nutzt, hat er ein “Beutenmuseum”)
47. Beutennummer
48. Beutenserien
49. Beutenvorderwand
50. Beweiselung
51. Biene der Zukunft (Apis melifera melifera – hohe Langlebigkeit der Einzelbiene)
52. Bienenauge (Für das Bienen-Facettenauge am leichtesten zu erkennen: Gelb, Blau, Weiß und Schwarz in geometrischen Formen)
53. Bienenausgleich (im Frühjahr zur Unterstützung schwach ausgewinterter Völker, meist durch Platztausch)
54. Bienenbaron (Frhrr. v. Berlepsch)
55. Bienenbart
56. Bienenbaum
57. Bienenbetreung
58. Bienenforscher (Frisch, Armbruster, Seeley, Tautz)
59. Bienenforschung
60. Bienengarten
61. Bienengemäßes Milieu
62. Bienenhege
63. Bienenheger
64. Bienenliteratur
65. Bienenpfleger
66. Bienenpoet
67. Bienenschutzhecke
68. Bienensitz
69. Bienenstämme
70. Bienentraube
71. Bienenvater
72. Bienenwelt
73. Bienenwissenschaftler
74. Bienenwohnungstypen
75. Biologie des Bienenvolkes
76. Bleistiftdicke (Fluglochhöhe)
77. Blätterkleid (Sträucher und Bäume legen ihr neues Blätterkleid an, dessen zartes Grün sich im Sonnenlicht spiegelt)
78. Blumenähnlichkeit (als Tarnung bestimmter Fangheuschrecken)
79. Blumenuhr (CARL VON LINNÉ, viele Blumen öffnen sich zu ganz bestimmten Zeiten)
80. Blütenkalender
81. Blütentrachtkurve
82. Blütenwelt
83. Bodennahe Luftschicht (vermeiden)
84. Bodennebel (Auf ungeeigneten Bienenstandorten tritt häufig Bodennebel auf)
85. Botanikprofessor
86. Braune Deutsche Bienen (Apis mellifera mellifera, Nachfahren in Nordpolen  noch vorhanden, hohe Langlebigkeit der Einzelbiene, sparsamer Umgang mit Vorräten, außerordentliche Winterfestigkeit, Biene der Zukunft)
87. Breite Honigkränze mit Pollengürteln
88. Breitwabenstock
89. Brutausgleich (im Frühjahr zum Ausgleich der Völker)
90. Bruthunger
91. Brutkreis
92. Brutlust
93. Brutmonat (April)
94. Brutnest
95. Brutnestanlage
96. Brutnestbetrachtung (sorgfältige BNB)
97. Brutnesttemperatur
98. Brutpause
99. Brutraum
100. Brutumfang
101. Brutunterkühlung
102. CHRIST J.L. (Pfarrer, Autor des Buches: “Der Baumgärtner auf dem Dorfe”)
103. Cubitalzellen
104. Dauerreiz (begrenzte Futteraufnahme)
105. Delogiertes Volk
106. Diamantene Regel (DZIERZON, Systematische Entweiselung zur Steigerung des Honigertrages)
107. Dichter und Heilige (müssen nach altindischer Tradition mit Honig genährt werden)
108. Doppelvolkbetrieb
109. Dreiklang Wald-Wiese-Weide (ausgesucht harmonisches Plätzchen für die Bienen)
110. Dröhnerich
111. Drohnenbauecken
112. Drohnenmangel
113. Drohnenmütterchen
114. Drohnenschirm (durch umgeweiselte Außenstände)
115. Drohnenwabe
116. Druckpumpzerstäuber (Zur Benetzung und Beruhigung von Schwärmen)
117. Durchlenzung
118. Durchwinterung
119. Edelbiene
120. Eibenhonig (besitzt narkotische Wirkung)
121. Eierlegemaschiene
122. Eigenüberwinterung
123. Eilage
124. Einfliegen
125. Einfühlungsvermögen (Voraussetzung für die Bienenhaltung)
126. Einfriedung (des Bienengartens oder Bienenstandes)
127. Einheitsweg (gibt es in der Imkerei nicht)
128. Einlogieren eines Schwarmes in eine Beute
129. Einrichtung der Außenstände (Pionierarbeit)
130. Einschlagen eines Schwarmes in eine Beute
131. Einstellung der Flugtätigkeit
132. Eintopf-Biene
133. Eintrag von Nadel- und Blatthonigtau
134. engbrüstige Beuten (Zander)
135. Entdeckelungsbock (Honigernte)
136. Farbensinn
137. Farbton
138. Faulbrutgebiet
139. Fächelraum (vor und um den Fluglochkeil führen Bienen dem Brutnest frische Luft durch Fächeln zu)
140. Fächelreihen am Flugloch
141. Fangkannen (Fangorgan bestimmter fleischfressender Pflanzen)
142. Feinarbeit
143. Feinbeobachtung
144. feindselig gesinnte Bienen
145. Fernstand
146. Fetischblumen (Als Scheininsekten getarnte Blumen, die Männchen bestimmter Wespenarten anwerben)
147. Fett-Eiweiß-Polster
148. Filzbinden
149. Fingerspitzengefühl (Voraussetzung für den Imkerberuf)
150. Flankenzeichen
151. Fleischvolk
152. Flugbienenüberschuss (Voraussetzung für Vitalität eines Bienenvolkes)
153. Flügelfächeln: Durch Flügelfächeln wird aus dem Nektar Wasser verdunstet und die feuchte Stockluft aus der Flugöffnung hinausgeweht.
154. Flügelgeäder
155. Flugfront
156. Flugkanal
157. Fluglochfern
158. Fluglochposition
159. Flugnachmittag
160. Flugnischen
161. Flugstrom eines Standes
162. Flugverluste
163. Flugvermögen
164. Flüssigkeits-Speicherorgan
165. Freibauwaben
166. Freistand (Gegensatz: Bienenhaus)
167. Fremdbegattung
168. Frosteintritt (Luken werden geschlossen)
169. Frühbrüter
170. Frühjahrsdurchsicht
171. Frühjahrsforcierung (geschieht am besten durch Platztausch, Futterausgleich, Brutausgleich, Bienenverstärkung und Honigraumtausch)
172. Frühjahrsmaßnahmen
173. Frühjahrsverluste durch Mangelzustände
174. Frühlingsmusik (das Summen der Hummeln und Honigbienen)
175. Frühtrachtimker
176. Frühzuchten
177. Futterkränze
178. Futterpeitsche
179. futterreich
180. Fünfwabenableger (klassische Vermehrungsmethode)
181. Gebirgsgrummetwiesen
182. Gebirgsklima
183. Geflecht der Naturgemeinschaft
184. Geheimnisvolle Himmelsgabe (Poetische Umschreibung des Honig)
185. Geheimnisvolle Köstlichkeit (Poetische Umschreibung des Honigs)
186. Geist der Blumen (Poetische Umschreibung des Honigs)
187. Gemeinschaftsleben der Biene
188. Gemeinschaftswanderstand
189. Geografische Lage
190. Gesamterscheinung
191. Gestrüppwall
192. Giftgeruch
193. Graubienen (Apis mellifera carnica)
194. Großimker
195. Großvolk
196. Haltungsbedingungen
197. Handfertigkeit (Imker-Begabung)
198. Harmonie der Scharmtraube
199. Haselpollen
200. Hauchdünne Zellwände
201. Haupttrachten
202. Haupttrachtzeit
203. Heimatbiene
204. Herausgeschlagene Höhle
205. herbstverjüngte Völker (mit diesjähriger Königin)
206. Herbstverstärkung
207. Hervortretende Erbanlage
208. Himmelstau (Poetische Umschreibung des Honigs)
209. Hinterbehandlungsbeute
210. Hochgebirgsbelegstelle
211. Höhenklima
212. Höselhefe
213. Höllenhund und Honigkuchen ( Nach griechischer Sage wird der Höllenhund Kerberos mit Honigkuchen milde gestimmt)
214. Honigbereiterinnen
215. Honigblase
216. Honigebbe
217. Honigeimer
218. Honigernährung
219. Honigfladen (Aus Puderzucker und Waldhonig geknetet und verhungernden Völkern im Frühling auf die Oberträger aufgelegt um sie vor dem Hungertod zu retten)
220. Honig-Heilerfolge
221. Honig-Heilverfahren
222. Honigkannen
223. Honigkappe
224. Honigräume
225. Honigschleckerland Deutschland
226. honigschwer
227. honigstapelnd
228. Honigtauhonig
229. Honigtöpfe
230. Honigverunglimpfung (Durch industrienahe Testmagazine und staatliche Ernährungsberatung)
231. Honigwabenstücke
232. Hünglercharakter
233. Hügellandklima
234. Idealismus
235. Imker ( Von den Imkern heißt es: Ja, die haben zu jeder Zeit den herrlichen Honig, der sie vor vielen Krankheiten schützt, und durch die vielen Bienenstiche sind sie auch gegen Rheuma gefeit.)
236. Imkerfragen
237. Imkerschaft (organisiert)
238. Immen
239. Immen und Emsen (Bienen und Ameisen)
240. Immengut (Honig und Pollen der fleissigen Immen)
241. Innengut (Honig und Pollen in der Beute)
242. In Ruhe lassen (Betriebsweise)
243. Jungweisel
244. Kaltlufteinbruch
245. Kaltlufttal
246. Kapitalvolk
247. Kärntner Bauernkasten
248. Kastenimkerei
249. Kastensysteme
250. Kätzchenbaum (Weiden, Hasel, Erle, Birke – unterm blühenden summenden Kätzchenbaum)
251. Kittharzgardinen
252. Kleingebilde
253. Kleinimker
254. Kleinstableger
255. Kleinstwaben
256. Königinnenzüchter
257. königliche Zellen
258. Körbe der Vorfahren
259. Körmeister
260. Korbimker
261. Korbvölker
262. Kostbarstes Lebenselixier Honig
263. Kraftvolk
264. Krüppelvolk
265. Krankheitsabwehrkräfte des Honigs
266. Kulissenaufstellung vermeiden (mehrere Wanderstände nebeneinander in gleicher Flugrichtung)
267. Kümmerling
268. Längsbau
269. Längsfaserholz
270. launischer April
271. Lebensgesetz des Biens
272. lebensspendende Frühjahrssonne
273. Lebensvorgänge im Bienenvolk
274. lederbraun
275. Legegeschäft
276. Leibimmen
277. Leitwachs
278. Liebhaberimker
279. Linienmutter
280. Lievimmen
281. Luftschächte in der Wintertraube
282. Magazinbetriebsweise
283. Mangelzustände
284. Mantelbienen, wie Dachschindeln gestaffelt
285. Massenersaufen der Bienen
286. Märzarbeiten
287. März hält Maß (zarte Vorahnung des kommenden Sommers)
288. Meinungen (ändern sich im Imkereiwesen nicht, sondern sterben lediglich aus)
289. Meisterwort
290. Missjahre
291. Moor-Ring (Man stellt einen Bienenkorb auf einen Moor-Ring, den man mit Kuhdung auf dem Standbrett anklebt.
292. Nachkömmlinge
293. Nachsommerpflege
294. Nachzucht
295. Nachzuchtmütter
296. Nährbienen
297. Nährvolk
298. Naturbautrieb
299. Naturgemeinschaft
300. Naturgemäße Behausung
301. Naturhülle im lebenden Baum
302. Naturpollen-Tracht
303. Naturtränke (windstill und besonnt)
304. Nektarspeicherraum
305. Nektarspendende Pflanzen
306. Nicht bienengemäße Maßnahmen
307. Niederungsklima
308. Niedrige Dickwaben (Vorteil: weniger Pollen in den Honigwaben, geringeres Gewicht und besserer Wärmehaushalt)
309. Oberdecke der Beute (Innendeckel)
310. Obereingang
311. Oberlader
312. Orientierungssinn
313. Originalköniginnen
314. Paarungserfolg
315. Paarungsverhalten
316. Paarungszeit
317. Parthenogenesis
318. Peitschenstielgestalt
319. PESCHETZ HANS (Urzüchter der Carnica im Ennstal, verdrängte die heimische Salzburger Dunkle Biene)
320. Pionierarbeit (neuer Bienenstandort)
321. Plauderstündchen (im Bienenhaus)
322. Pollengürtel
323. Pollenlieferanten im April (Weide, Pappel, Taubnessel, Ahorn, Kirsche, Löwenzahn, Apfel, Raps)
324. Pollenspendende Pflanzen
325. Pollentrachtkurve
326. Pollenvorräte (werden nahe an die Brutflächen getragen)
327. Pollenzuckerteigstöpsel
328. Pollination (Bestäubung )
329. Praktiker
330. Praxis-Anleitung
331. Propolisspendende Bäume
332. Punktaugen (Die drei Stirnaugen der Biene)
333. Querbau
334. Randbienen (müssen immer Verbindung zu Futterquelle haben)
335. Randbienenschicht
336. Randwaben
337. Raubbau
338. Raubwirtschaft
339. Rauchgeruch
340. Rauchtopf
341. Raum geben (den Bienen einen Honigraum geben, um dem Verhonigen des Brutnestes vorzubeugen)
342. Rähmchenoberleiste
343. Reduzierung der Lebenserwartung der Winterbienen
344. Reinbegattung
345. Reinpaarungschance
346. Reisefutter
347. Reizfütterung
348. Reizwirkung
349. Rentabilitätsproblem (wegen Flugbienenverlusten durch Agrarpestizide)
350. Reservemagazine
351. Reservevolk
352. Rhythmus der Natur
353. Richtwachs
354. Riechvermögen der Biene (wunderbar fein)
355. Rivalinnen (in den Zellen)
356. Rückgewinnung der Gesundheit durch Honig
357. Rückstrahlende Wärmewirkung  (durch poröse Beschaffenheit des Beutenmaterials)
358. Säftestrom im Kambium
359. Salweidenhonig (speichern die Bienen in dicken Kränzen im Monat März)
360. Salzburger Biene (Dunkle Biene, aggressiv)
361. Sammelfleiß
362. Sammelwut
363. Sandgrube
364. Sattelzeichen
365. Schattenspender (Laubbäume)
366. Schicht-Altholz-Gestrüppwall mit Wild-Brombeer-Bepflanzung
367. Schopf und Bart der Biene
368. Schotterhügel
369. Schränkchen-Imkerei
370. Schützlinge (unsere kleinen Bienlein)
371. Schutzwand (gegen Wind neben der Tränke))
372. Schwarmakt
373. Schwarmangst (Angst des Anfängers vor dem Schwärmen; “Ein richtiger Imker hat keine Angst vor der überquellenden Kraft, denn er kann sie lenken und zu seinem Nutzen leiten.”)
374. Schwarmansatzstelle
375. Schwarmbäume
376. Schwarmdrang
377. Schwarmeinschlagen
378. Schwarmfaulheit
379. Schwarmlust
380. Schwarmneigung
381. Schwarmträgheit
382. schwertragende Trachtbienen
383. Sinnend in der Hütte sitzend
384. Sonnenkinder
385. Stabile Luftsäule
386. Staket (Stange zwischen zwei Pflanzen als Stütze und provisorischen Schutz)
387. Stammland (eines Bienenstammes)
388. Stammnummer
389. Standbesuch
390. Standortwahl
391. Standschau
392. Standsichtung
393. Standumweiselung
394. Standveredelung
395. Standvolk
396. Stapelfähigkeit (Magazinbeuten)
397. Stapelraum (für Leerzargen)
398. stechlustig
399. Stereo-Riechvermögen der Bienen
400. Sterile Atmosphäre
401. Stockheizung (elektrisch)
402. Stockmutter
403. Strauchblüte (z.Bsp. Schlehenblüte)
404. Sonnenzugewandt
405. Spätbrüter
406. Spättrachtimker (z.Bsp. Heidjer)
407. Spätzuchten
408. Talklima
409. Tauglichkeit
410. Tiefwinterszeit
411. Thermoschied
412. Totholzelemente
413. Trachtausnutzung
414. Trachtgegend
415. Trachtmeldung
416. Trachtsegen
417. Traube
418. Traum in den Knospen (charakteristisch für den Monat März)
419. Tränkedressur
420. Tränkgefäß
421. Tränktrögchen
422. Tränkwanne (von Bienen belagert)
423. Überwärmung des Bienenvolkes im Winter
424. Umweiselungsmutter
425. Ungezeichnete (Königinnen)
426. Unheil durch Agrartoxine (Pestizide machen Bienen anfällig für Varroa)
427. Unheil durch Störung
428. Unsachliche Berichterstattung
429. Urlandschaft
430. Urmutter
431. Urvolk
432. Urweisheit der Bienen
433. Urzeiten
434. Urzüchter
435. Varroavorbeugung (durch jährliche Jungvolkbildung)
436. Vatervölker
437. Vereinigungsmittel (z.Bsp. Melissengeist nach OSWALD)
438. Verengen der Völker (Anpassung des Brutraumes)
439. Vererbungskraft
440. Vererbungslehre
441. verirrte Königinnen
442. verkühlte Brut
443. verkühlte Königin
444. verkünstelte Königinnenaufzucht (führt zu geschädigten Königinnen)
445. Verlangsamung der Futteraufnahme (bei Futtergeschirren erwünscht)
446. Vermehrungsbetrieb
447. Vermehrungsarten
448. Verschleiß durch angeheiztes Brutgeschäft
449. Verstummen der Klagelieder
450. verflogene Mutter
451. Volkscharakter
452. Volkssport Imkerei
453. volksstark
454. Vorfrühling (Zeit zum lauschen, staunen, hoffen und träumen)
455. Vorfrühlingskonzert (das Summen der Honigbienen und Hummeln
456. Vorratsbildung
457. Vorsommertracht
458. Wabe (kommt von “weben”)
459. Wabengasse
460. Wachs-Wabenkörper als Stützgerüst
461. Wachtbienen
462. Wächterraum
463. Waldbach (plätschert)
464. Waldbaum
465. Waldklima (feucht und kühl
466. Waldstand
467. Waldmoos
468. Waldwiese
469. Wanderstand
470. Wanderwagen
471. Wärme-Gemeinschaft.
472. Wärmesitz (Der Wärmesitz der Bienen ist in Kugelform)
473. warmhaltige Wände als Hülle
474. Warm- und Kalt-Zonen im Gelände
475. Wasserholer (an Moos und Tümpel)
476. Wegwandern
477. wehrmachtsgrau (Bienen)
478. Weinbauklima
479. Weiselbecher
480. Weiselkäfig
481. Weiselnäpfchen
482. Weiselzellen
483. Weiselzucht
484. Wettersturz
485. Wetterwendische Frühjahrszeit
486. Widerstandskraft
487. Wiesengrund
488. Wilde Weide (Extensive, kräuterreiche Schafweide)
489. Wildkräuterstreifen
490. windig und waldlos (bienenwidrige Aufstellung)
491. Windstiller Wald
492. Windverhältnisse
493. Winter-Selbstversorgung
494. winterstarke Völker
495. Wintertraube
496. Winterzehrung
497. Wirtschaftsbienenstand
498. Witterungsrückschläge (machen oft Begattung der Königinnen unmöglich)
499. Wohnungssysteme
500. Wolkenkratzerbeute (4 Magazine mit 4 Königinnen und 4 Honigräumen übereinander)
501. Wolkenkratzerdoppelbeute (WDB eine Doppelbeute mit 4 Etagen und 8 Königinnen und 8 Honigräumen)
502. Wunder des Wabenbaues
503. Zehrweg
504. Zeidelaxt
505. Zeidelweide (Eine Zeidelweide umfasste 60 Bienenbäume)
506. Zellboden
507. Zellfeuchtigkeit
508. Zellmündung
509. Zellreihenrichtung
510. Zellstellung (“Das Gros aller Waben weist schräge Zellstellung auf ” HUBBE)
511. Zentralwabe
512. Zersplitterung
513. Zuchtarbeit
514. Zuchtauslese
515. Zuchtbuch
516. Zuchtbuchführung
517. Zuchterfolg
518. Zuchtideal
519. Zuchtfolgen (wieviel)
520. Zuchtgrundsätze
521. Zuchtkarte
522. Zuchtlinie
523. Zuchtname
524. Zuchtort
525. Zuchtserien
526. Zuchtrasse
527. Zuchtstamm
528. Zuchtstimmung
529. Zuchtstoff
530. Zuchtverfahren
531. Zuchtvolk
532. Zuchtzeit
533. Zuchtzweck
534. züchterisches Durcheinander
535. Züchterlaufbahn
536. Züchtungsversuche
537. Zukunftsbiene
538. Zwergmaß
539. Zwergvolk (Kümmerer)
540. Zwillingssockel (Beutenbank für jeweils 2 Völker oder einem Volk und  einem Ableger)
541. Zwölfrahmige Beute (Dadant)

 

Ein über hundert Jahre altes Bienenbuch mit einem künstlerisch gestaltetem Buchdeckel.

Dr. Lampe’s Bienenzucht. Populäres Handbuch der Anatomie, Zucht, Pflege und sämtlicher Krankheiten der Bienen, sowie ein ausführliches Nachschlagewerk aller die Imkerei betreffenden Verrichtungen. *** Mit 69 Illustrationen und zwei zerlegbaren Modellen von Drohne und Königin. E.P: Berger Verlag, Leipzig. Imker Oswalds Bienenzucht-Bibliothek, bio-honig.com

 

Hoch lebe die Honigbiene!

Weisser Hofhund patroulliert durch den Schnee.

Unser Hofhund “Eisi” patroulliert durch den Schnee und passt gut auf unser Federvieh auf. Da es fast keine wirklich freilaufenden Hühner mehr auf dem Lande gibt, stürzen sich die Raubvögel wie in unserem Falle der Hühnerhabicht auf die wenigen verbliebenen Hühner im Außenbereich. Oft kontrolliert der Hühnerhabicht das Umfeld des Hühnerstalles. Sobald der Hund die Schreie der Hühner hört, eilt er laut bellend hinzu und vertreibt dadurch den Hühnerhabicht.

 

Ein bunt gefiederter Hahn und zwei Hennen stehen vor einer Futterschale im Schnee.

Derzeit halten wir einen Hahn und 4 Hennen. Das Federvieh kann ganztägig in der Wiese Kräutern etc. zupfen. Das Winter-Futter besteht aus Bioland-Weizenkörnen von einem lokalen Bio-Bauern, sowie Bio-Haferflocken, Bio-Sonnenblumenkernen und zerkleinerten Eierschalen (zur Versorgung mit Calcium).

 

Zur Schafhaltung hat Ruth einen sogenannten Offenfrontstall entworfen und realisiert.

Den Offenfrontstall aus Vollholz für unsere Schafhaltung hat Ruth entworfen. Die Schafe haben immer Sonne, das tut ihnen gut.

Hoch lebe die Honigbiene !

Heute führte mich ein kleiner Winter-Spaziergang in den Landshuter Hofgarten.
Da ich gerade Honig und Apfelsaft zum Frisch & Fein Tagwerk BioMarkt lieferte, und sich der Markt sozusagen am Fusse des Hofberges befindet, nutzte ich die Gelegenheit zu einer kleinen Winterwanderung auf den Hofberg.
Hier ist ein Foto der Orientierungstafel, die am Hofgarten-Parkplatz, Pfeifergorigasse 1, 84036 Landshut (Stamndort Roter Pfeil) angebracht ist:

Eine Karte vom Landshuter Hofgarten.

Foto vom Wege-Plan des Landshuter Hofgartens.

Wie auf der Karte zu sehen, gibt es viele Wege und Routen.
Da das Wetter weniger zum Fotografieren geeignet war, ging ich nicht zur Burg mit den Aussichtspunkten, sondern Richtung Tiergarten mit dem Ententeich.
Ein Ententeich mit Entenhäuschen.

Der Ententeich im Tiergarten des Landshuter Hofgartens.

Neben dem Ententeich mit dem Tiergarten befindet sich ein Schlittenhang (33), an dessen Ende sich ein Aussichtspunkt befindet (36 ).
Kinder fahren Schlitten im Hofgarten von Landshut.

Kinder und Erwachsene fahren Schlitten im Hofgarten in Landshut.

Danach ging es weiter auf verschlungenen Wegen Richtung Herzogsgarten mit dem Herzogsschlössel, einem ehemaligen Lust- und Irrgarten aus dem 16. Jahrhundert, der später als Maulbeerbaumschule genutzt wurde, als man versuchte, auf der Burg Trausnitz eine Seidenspinn-Fabrik aufzubauen.
Das Eingangstor zum Landshuter Herzogsgarten.

Der Eingang zum Landshuter Herzogsgarten.

Auf dem Weg zum Herzogsgarten befindet sich ein weiterer Schlittenberg . Wir befinden uns jetzt auf dem Herzogsgartenweg.
Am Herzogsgartenweg ist ein weiterer Schlittenberg.

Eine weiterer Schlittenberg ist hinter dem Tiergarten am Herzogsgartenweg.

Hier ist ein Wege-Plan:
Hier ist ein Plan vom Tiergarten Landshut.

Detail Wege-Karte vom Hofgarten Landshut mit dem Tiergarten und Ententeich im Zentrum.

Geht man an der den Herzogsgarten umgebenden Mauer entlang, bietet sich eine überraschende Aussicht auf die Stadt Landshut durch die kahlen Zweige der Buchen.
Durch den Wald sieht man den Turm von Sankt Martin.

Der Turm von Sankt Martin erscheint geisterhaft zwischen den kahlen Bäumen.

Der Martinsturm ist zwar der größte Backstein-Turm der Welt, diesmal jedoch ganz klein zwischen den Buchen.
Hommage an Schuberts Winterreise.

Hommage an Schuberts Winterreise.

Mit diesem Bild verschabschiede ich mich von diesem kleinen Spaziergang durch den Landshuter Hofgarten.

Bienenvölker und Imkerei in glitzernden Schnee gehüllt

Nun möchte ich doch noch einige Worte verlieren zum vergangenen Bienenjahr.
Es verlief sehr ungewöhnlich.
Der Frühling 2020 im April war heiß und brachte hochsommerliche Temperaturen, was die meisten Imker überraschte.
Viele Imker verpassten die Blütenhonigernte, weil sie die Honigräume zu spät aufsetzten, als es bereits schon wieder empfindlich kühl wurde.
Man musste diesmal mit den Honigräumen sehr schnell sein.
Ein kompaktes, gut durchwärmtes Brutnest,die Ökologische Einraumbeute  sowie eine sonnige Aufstellungsweise half in dieser Hinsicht den Bienen und Imkern sehr.
Vermutlich auch aufgrund des heißen Frühlings gab es auch zufriedenstellend etliche Schwärme.
Aber das Jahr war kein Vermehrungsjahr, sondern eher ein Honigjahr, da es sowohl Blütenhonig, Sommerhonig, als auch Waldhonig gab.
Gerade der Sommerhonig war von hervorragender Qualität aber relativ geringer Menge, und ist jetzt aber leider schon ausverkauft.
Leider musste ich schon im Frühjahr im April  bei einem Bienenstand ein Verschwinden von Flugbienen feststellen, dessen Ursache ich jedoch nicht lokalisieren konnte.
Allerdings habe ich das Verschwinden der Bienen schriftlich dokumentiert.
Dieses unerklärliche Verschwinden von Flugbienen nimmt leider in den letzten Jahren zu, stelle ich fest, und bereitet nicht nur mir große Sorgen.
Der Herbst 2021 verlief ungünstig für die Bienen. Sie konnten die allerorten angebauten Gründüngungen überhaupt nicht befliegen.
Auch andere Spättrachten wurden nicht genutzt oder konnten aufgrund der Witterung nicht genutzt werden.
Vermutlich hing dies mit den ausgetrockneten Böden zusammen.
Aber die Völker kamen auch nicht zur Ruhe, da es im Dezember und davor nicht richtig kalt wurde.
Der Dezember war zwar warm, aber windig und regnerisch. Er lies die Bienen nicht zur Ruhe kommen.
Wie war die Überwinterung bis jetzt und wie geht es den Bienen jetzt aktuell?
Die Bienenvölker sind dieses Jahr zum Glück wieder brutfrei, was mittlerweile bei den oftmals sehr warmen Wintern nicht mehr selbstverständlich ist.
Brutfrei bedeutet, dass die Königin eine Legepause einlegt und die Ammenbienen für eine Weile keine Brut mehr pflegen müssen, sondern eine Pause einlegen, die sogenannte Brutpause.
Diese Brutpause oder brutfreie Phase bringt den Bienen große Vorteile:
1.) Die Völker haben dadurch eine geringere Winterzehrung, verbrauchen also deutlich weniger Honig in den Wintermonaten.
2.) Es gibt geringeren Totenfall, da der Stoffwechsel der Bienen geschont wird und sich weniger Bienen beim Heizen verausgaben.
3.) Die Varroa (Parasit) wird durch die Brutpause dezimiert und dadurch verringert sich die Varroa-Gefahr im laufenden Jahr.
4.) Die Königinnen werden durch die Pause geschont und können sich erholen, und werden dadurch langlebiger. Die Gefahr des plötzlichen Verlustes von Königinnen im zeitigen Frühjahr wird dadurch geringer.
5.) Durch den Kältereiz und die Brutpause wird die Frühjahrsentwicklung stimuliert und dadurch entwickeln sich die Völker im April rasanter als ohne diesen Kältereiz.
Fazit: Die Wetterentwicklung im Januar 2021 ist bisher für den Bienen-Kosmos und uns gut gewesen.
Jetzt wo ich dies schreibe, ist der Winter doch noch eingekehrt.
Es liegt eine glitzernde Schneedecke über der Landschaft, das ist ein hoffnungsvolles Zeichen für ein gutes Vermehrungs-Jahr für die Bienen.
Das Schneewasser tut auch dem Boden und den Pflanzen gut.
Mit hoffnungsvollen Bildern vom Bienenhof im glitzernden Schnee grüße ich Sie herzlich als Leser dieser Zeilen zu Beginn dieses Neuen Jahres 2021.
Wird das Jahr 2021 eine Trendwende für die Bienen und die bedrohte Artenvielfalt bringen?Die Hoffnung des Imkers dreht sich immer um Erneuerung der Pflanzenwelt und des Bienenvölker-Bestandes und wird durch den die Tausenden Lichtreflexe auf dem Schnee symbolisiert.
Wasser wird uns in Form von Schnee gegeben, damit es nicht sofort abfließt, sondern langsam den Boden durchweichen kann um ihn mit Segen und neuer Fruchtbarkeit zu erfüllen.
Dieser Monat ist der inneren Erneuerung gewidmet.
Wir sind eingeladen, uns die Dinge in unserem Leben anzuschauen.
Sind wir hier, um etwas Ökologisch Wichtiges zu tun, anderen ein Segen zu sein und zerstörte Natur wieder zu reparieren? Nur wenn wir nach innen schauen, werden wir die Antwort finden und an unsere wahren Aufgaben erinnert.
Es folgt die Foto-Galerie: “Bienenvölker und Imkerei in glitzernden Schnee gehüllt”
Herzlich willkommen bei der Imker Familie Oswald

Eine neue, verzauberte Landschaft aus glitzerndem Schnee in Blau und Weiß.

 

 

Regionale Direktvermarktung vom Imkerhof Oswald zwischen Regensburg, Ingolstadt, München und Landshut.

Unser Imker-Hofladen für die Direktvermarktung von Honig, einem Produkt der Natur.

 

Sonnige Aufstellung der Bienenvölker.

die sonnige Aufstellung der Bienenvölker hilft diesen, den Honig aus den Randbezirken der Waben nach innen zu tragen.

 

Noch im Dezember pflanzten wir eine Bienenhecke aus Weissdorn.

Noch Ende Dezember pflanzte ich eine Bienenhecke als Windschutz für die Völker aus autochthonen Weissdornpflanzen, die mir ein lieber Imkerfreund schenkte. Die kleinen Weissdornbäume habe ich mit einem Verbiss-Schutz versehen, da sonst Gefahr besteht, dass die Leittriebe von Feldhasen verbissen werden.

 

Das alte Bienenhaus.

Die Bienenzüchtungsstation der Hallertauer Biene trotzt den winterlichen Elementen.

 

Bauernhof im Schnee

Mitten im Januar keimt die Hoffnung auf einen bienenfreundlichen Frühling.

 

Die Schafe sind jetzt hochträchtig, und brauchen zur Gesunderhaltung auch bei Schnee etwas leichte Bewegung und Sonnenlicht.

 

Alte Kapelle mit Glockenturm im Schnee.

Die alte Pestkapelle aus dem 17. Jahrhundert mit Glockentürmchen im Januar-Schnee.

 

Die Imkerei Oswald ist in eine glitzernden Schneedecke gehüllt.

Die Imkerei Oswald ist in eine glitzernde Schneedecke gehüllt. Der Januar bringt den Bienenvölkern eine kleine Brutpause, die den Völkern guttut. Foto: Imker Oswald

Hoch lebe die Honigbiene! Wir wüschen allen Lesern ein Gutes Jahr 2021! Ihr Hans Georg Oswald, Imkermeister

Die Königin und ihre Töchter

Eine Betrachtung von Imker Oswald

Die Königin hilft den Bienen zusammen zu halten

Wie ist sie beschaffen, die Beziehung der Bienenkönigin zu Ihren Töchtern? Dies ist eine der spannenden Fragen der Bienenzucht. Die Königin hilft den Bienen durch ihr besonderes Pheromon zusammen zu halten und zusammen zu arbeiten, um den Nektar herbei zu bringen und in Honig zu verwandeln, zum Wohle der Bienen selbst, und auch zum Wohle des Bienen-Besitzers. Jeder Bienenstock besteht aus vielen Bienen. Und alle arbeiten zusammen mit Liebe, aber unter der “Direktion” der Königin. Die Königin ist aber nicht das Ziel der Bienen im Stock. Die Bienen arbeiten und sammeln emsig, aber nicht für die Königin. Sie fliegen aus für die Bestäubung der Pflanzen, die dadurch Früchte ausbilden können, die dem ganzen Kosmos das Bestehen ermöglicht. Sie bestäuben Milliarden von Blüten, um Mensch und Tier eine lebenswerte Umwelt zur erhalten, die wiederum die Nahrungsgrundlage für Mensch und Tier darstellt.

Die Königin zeigt den Bienen an, wo sie welchen Fleiß investieren müssen

Die Königin zeigt den Bienen durch Ihre Legetätigkeit an, wo sie welchen Fleiß investieren müssen, damit das Bienenvolk überleben kann. Die Bienen wiederum bringen von allen Blumen und Blüten den besten Nektar, um der Königin und Ihren Töchtern den schönsten Honig zu bereiten. Die Bienen und Ihr Nachwuchs erfreuen sich am Honig.

Die Königin ist ein Muster an Bescheidenheit und Uneigennützigkeit.

Die Königin ist jedoch ein Muster an Bescheidenheit, denn sie verzichtet als Biene auf den Genuss von Honig, Pollen und Ambrosia, sondern ernährt sich anstatt dessen ausschließlich von Bienen-Milch, dem sogenannten Gelée Royale, welches ihr vom Hofstaat gereicht wird. An den kostbaren Honig-, Pollen-, Propolis-, und Wachs-Schätzen lassen die Bienen glücklicherweise ihren Besitzer teilhaben, der das Bienenvolk im Gegenzug beschützt, hegt, pflegt, und für dessen Überleben in einer feindlichen Umwelt sorgt.

Unsere Bienen und wir sind Teil einer faszinierenden Natur-Gemeinschaft

Der Honig der Bienen ist eines jener Dinge, die uns aus dem verlorenem Paradies, dem Garten Eden, geblieben sind. Honig (althochdeutsch = der Goldfarbene) ist ein von den Bienen bereitetes, hochwertiges Lebensmittel mit Stimmung aufhellender und Nerven beruhigender Wirkung. Honig ist auch das ökologisch sauberste Nahrungsmittel, das es gibt. Unsere Bienen und wir sind Teil einer Natur-Gemeinschaft. Wir sind nicht nur den Honigbienen, sondern dem ganzen Geflecht der ganzen Natur-Gemeinschaft aus Boden, Blumen, Sträuchern und Bäumen und deren Bewohnern verbunden.

Zum Titelbild: Die Biene wünscht nicht immer das, was die Bienen-Besitzer sich gern wünschen. So wünschen sich die Bienen gerne die Aufstellung in einer Waldlichtung.

Bienen im Wald, in ihrem natürlichem Habitat.

Bienenschwärme von Imker Oswald im Wald, in ihrem natürlichem Habitat. Foto: Imker Oswalds Bienen im Frühjahr 2020.

Bienen geben der Landschaft ihre Würde zurück

Naturschützer, Imker, und deren Bienenvölker geben der Landschaft ihre Würde zurück. Die sogenannte konventionelle Landwirtschaft sollte allmählich, jedoch zügig durch die ökologische Wirtschaftsweise der Zukunft abgelöst werden, um dadurch tote Agrar-Steppen in nachhaltige Erholungslandschaften umzuwandeln. Allein die Biene ist dazu in der Lage, die bereits entstandenen ausgeräumten Landschaften zu heilen, und in stabile, artenreiche Pflanzengesellschaften zu verwandeln. In diesen artenreichen Landschaften wird viel frischer Sauerstoff und Humus gebildet, viel Regenwasser gespeichert und das Klima stabilisiert. Nur eine ausreichende Zahl von über die gesamte Fläche verteilten Bienenvölker garantiert die notwendige flächendeckende Bestäubung.

Bild: Blick in die Abendsonne vom Bienenhof der Imkerei Oswald zum Ende der Löwenzahn-Blüte im Mai 2020

Blick in die Abendsonne von der Kapellenwiese des Bienenhofes.

Blick in die Abendsonne von der Kapellenwiese des Bienenhofes der Imkerei Oswald. Foto: H.G.Oswald 2020

Honig besitzt eine holistische Kraft, die genutzt werden will

Hals, Herz und Nerven brauchen jetzt Honig. Auf die Dauer liefern nur intakte Landschaften Honig erstklassiger ökologischer Qualität. Ganzheitlich betrachtet ist Honig die Quintessenz des Besten, was eine Landschaft zu bieten hat. Und genau darin liegt die holistische Kraft des Honigs. Die Bienen zeigen uns an -vergleichbar mit Kundschaftern- welche Pflanzen und welche pflanzliche Erzeugnisse uns gut tun. Nach diesem Ansatz sind dies in unserer Landschaft in erster Reihe: Haselnüsse, Löwenzahnblätter, Kirschen, Apfelsaft, Birnensaft, Himbeeren, Brombeeren, Brombeerblättertee, Holunder, Holundersaft, Holunderblütentee, Lindenblütentee. In zweiter Reihe lassen sich diese autochthonen Lebensmittel auch hervorragend mit Honig kombinieren: Geröstete Haselnüsse mit Honig, In Butter gebratene Äpfel mit Honig, Brat-Äpfel mit Haselnuss-Honig-Füllung, Himbeerblätter-Tee mit Sommerhonig, Brombeeren mit Waldhonig, Brombeerblätter-Tee mit Waldhonig, Heißer Holundersaft mit Waldhonig oder Lindenhonig, Lindenblütentee mit Sommerhonig oder Lindenhonig.

Schlussbild: What a wonderful life – Bienen in ihrem natürlichem Habitat – Faszinierend und Ehrfurcht erweckend zugleich.

Waldlichtung mit Sonne, die durch die Blätter und Zweige scheint, darunter zwei Bienenvölker.

Waldlichtung mit Sonne, die durch die Blätter und Zweige scheint, darunter zwei Bienenvölker in ihrem natürlichem Habitat. Foto: Imkerei Oswald 2020.

 

Empfehlungen für ein gutes Immunsystem

Auf Ernährungsweise achten

Qualität und Quantität von Lebensmitteln kann zur Verbesserung der Widerstands-Kraft bei einer Pandemie entscheidend sein.

Angesichts der aktuellen Entwicklungen rund um die covid-Pandemie möchte ich Freunden und Kundinnen nützliche Tipps für die Verbesserung der Funktionalität des Immunsystems durch die Wahl bestimmter Lebensmittel weitergeben.

Diese persönlichen Ratschläge sind Tipps von Mensch zu Mensch.
Sie spiegeln nur meine persönliche Meinung wieder.

Welche Lebensmittel sind geeignet, die Aufnahme von Sauerstoff zu erhöhen?

Die maximale Sauerstoffaufnahme des Körpers ist relevant für die Leistungsfähigkeit des Immunsystems.

(1) Natur-Bienenhonig

Honig regt die Herztätigkeit an, normalisiert den Herz-Rhythmus, und trägt zum Aufbau des Blutfarbstoffes bei. Die Hauptaufgabe der roten Blutkörperchen besteht darin, den lebensnotwendigen Sauerstoff, der in den Lungen aufgenommen wird, durch die Blutgefäße in die Organe und Gewebe des Körpers zu transportieren.

(2) Blütenpollen

Verschiedene Inhaltsstoffe im Pollen wirken positiv auf die Kapillardurchblutung, und verbessern dadurch die Sauerstoffaufnahme des Körpers.

(3) Schwarze Beeren wie Holunder und schwarze Johannisbeeren

Holunderbeeren in Kombination mit Honig  wirkt positiv auf die Atemwege und Lungenbläschen. Dadurch wird die Sauerstoffaufname der Lungenbläschen verbessert.

(4) Blaue Beeren wie die Heidelbeere und Schlehenfrüchte

Der blaue und purpurfarbene Farbstoff und weitere Inhaltsstoffe wirken positiv auf die Blutbildung, wodurch sich die Sauerstoffaufnahme verbessert.

(5) Rote Früchte wie Streuobstapfel, Granatapfel, Erdbeere

Die Frucht des Lebensbaumes macht schlank und regt den Stoffwechsel an. Diese entschlackende Wirkung führt zu Idealgewicht und somit zu einer besseren Sauerstoffaufnahme

Auf gute Vitamin-D und Zink Versorgung achten

Zur Aktivierung von Vitamin D ist viel Sonnenlicht erforderlich

Sonnenschein ist elementar, bei direktem Sonnenlicht bedeutet dies, dass mindestens eine Stunde Sonnenlicht täglich auf Gesicht und Hände zur Aktivierung des Immunsystems benötigt werden.

Bei idirektem Sonnenlicht (Wolken)beträgt die Zeit zur Aktivierung mindestens zwei Stunden täglich auf Gesicht und Hände.

Neun sehr gute Vitamin D Lieferanten sind:

Champignon (Öko) 1,9 Mikrogramm* Vitamin D pro 100g
Butter (Aus Weidehaltung, Öko) 2,5 Mikrogramm Vitamin D pro 100g
Avocado (Öko) 3,7 Mikrogramm Vitamin D pro 100g
Steinpilz (Öko) 3,1 Mikrogramm Vitamin D pro 100g
Hühnerei (Freiland, Öko) 2,9 Mikrogramm Vitamin D pro 100g
Eigelb (Freiland, Öko) 5,6 Mikrogramm Vitamin D pro 100g
Hering** 25,0 bis 31,0 Mikrogramm Vitamin D pro 100g
Sardine** 11,0 Mikrogramm Vitamin D pro 100g
Emmentaler (Aus Heumilch, Öko) 1,1 Mikrogramm Vitamin D pro 100g

* Ein Mikrogramm ist ein Millionstel Gramm

** Greenpeace-Prinzipien für nachhaltige Fischerei

Zwölf sehr gute Zink-Lieferanten sind:

Kürbiskerne (Öko) 6,1 bis 7,0 Milligramm* Zink pro 100g
Haferflocken (Öko) 4 mg Zink pro 100g
Mohn-Samen (Öko) 8,0 mg Zink pro 100g
Sonnenblumenkerne (Öko) 5,7 mg Zink pro 100g
Leinsamen (Öko) 5,5 mg Zink pro 100g
Vollwert-Emmer-Getreideprodukte (Öko) 3,5 – 4,0 mg Zink pro 100g
Schaf- oder Ziegenfleisch (Weidehaltung, Öko) 4,4 mg Zink pro 100g
Eigelb (Freiland-Weidehaltung, Öko) 3,8 mg Zink pro 100g
Emmentaler (Aus Heumilch, Öko) 3,0 bis 4,6 mg Zink pro 100g
Erdnüsse (Öko) 2,0 mg Zink pro 100g
Walnüsse (Öko) 2,7 mg Zink pro 100g
Mais (Öko) 3,5 mg Zink pro 100g

*Ein Milligramm ist ein Tausendstel Gramm

**Greepeace-Empfehlung für eine nachhaltige Fischerei

Bitterstoffe

Bitterstoffe fehlen heute in der allgemeinen Ernährungsweise

Bitterstoffe lösen eine Immunantwort aus

Bitterstoffe kommen in der allgemeinen Zivilisations-Nahrung nur noch in geringen Maßen vor, da die Bitterstoffe hauptsächlich in den Wildformen existieren, und durch Überzüchtung wegzüchtet wurden. Dadurch fehlen heute Bitterstoffe in der allgemeinen Ernährung. Bitterstoffe erfüllen aber eine wichtige Aufgabe. Bitterstoffe lösen Bitter-Reize in den 25 verschiedenen Bitter-Rezeptoren des ganzen Körpers aus und diese lösen eine Immunantwort aus, die wiederum auf den ganzen Körper wirkt.

Vor allem in der Frühphase einer Infektion können durch geeignete Bitterstoffe die Immunzellen angestoßen und alarmiert werden.

Bitterstoffe kommen in den Blättern der Löwenzahn-Pflanze vor. Diese können ganzjährig gepflückt werden; Rezept (I): 18 Blätter Löwenzahn pro Person pflücken und waschen. Die Blätter in feine Streifen schneiden, und über Kartoffelsalat oder Pasta streuen und genießen. Rezept (II): Ein Champagner-Glas zur Hälfte mit Bärenfang füllen, und anschließend mit Original Schwedenbitter (Erhältlich in der Apotheke) auffüllen und genießen. Die Süße des Honigs rundet den Schwedenbitter in idealer Weise ab.

Kefir

Kefir ist ein ursprünglich aus dem Kaukausus stammendes Sauermilchprodukt

“Ähnlich wie Joghurt ist entsteht Kefir durch einen Gärungsprozess (Fermentation), an dem aber neben Milchsäurebakterien wie Lactococcus lactis, Lactobacillus acidophilus und Lactobacillus kefiranofaciens auch Hefen wie Candida utilis, Saccharomyces fragilis, Kluyveromyces marxianus (alias Candida kefyr) und Kluyveromyces lactis beteiligt sind, die Kohlensäure und Alkohol bilden.” Quelle: Wikipedia

Moleküle in Kefir sind hilfreich, wenn das Immunsystem überreagiert und sich selbst angreift

“Forscher der Ben-Gurion-Universität haben herausgefunden, dass Moleküle in Kefir bei der Behandlung enzündlicher “Zytokin-Stürme”, die durch COVID-19 verursacht werden, hilfreich sind.
Ein Zytokin-Sturm ist, wenn das Immunsystem des Körpers über reagiert und sich selbst angreift – eine der häufigsten Todesursachen bei COVID-19 Patienten.

(Prof. Raz Jelinek and Ms. Orit Malka, Ben-Gurion University laboratory ).

Auf nachhaltige Hygiene und Körperpflege achten

Lorbeerblätteröl-Seife

Lorbeerblätter-Öl Seife hat eine seit Jahrtausenden bewährte desinfizierende Wirkung
Das sorgfältige Trocknen der Hände ist von entscheidender Bedeutung.

Kaltes Wasser zum Händewaschen schützt die Haut vor Austrocknung und Rissen

Nachhaltige Desinfektion

Propolis Lösung mit 70% Alkohol bietet eine vollkommene und nachhaltig wirkende Desinfektion, die in die Tiefe wirkt.

Der Wunderstoff Knospenharz oder Bienen-Propolis aus dem Bienenstock wirkt wie eine chemische Stadtmauer gegen eine Überlastung des Immunsystems.

Aufenthalt in Natur-Wäldern zur Aktivierung des Immunsystems

Unter “Wald-Baden” versteht man medizinisch gesehen nicht etwa Baden im Wald, sondern den gezielten Aufenthalt im Wald zur Aktivierung des Immunsystems. Dazu sucht man sich nicht eine öde Holzplantage aus Fichtenstangen, sondern einen  Natur-Mischwald aus Laubbäumen aller Alterstufen  mit einer Bodendeckung aus Kräutern und Sträuchern. Baumriesen und Hügelbauende Rote Waldameisen sind sichere Indikatoren für ein intaktes Waldbiotop. Eine Mindestaufenthaltsdauer von 2 Stunden wird empfohlen. Dabei sollte man das Trinken von mitgebrachtem, artesischem Quellwasser nicht vergessen. Die Wirkungsweise des Waldbadens basiert auf dem gleichen Wirk-Prinzip wie von Propolis oder Knospenharz, das ja die Bienen von den Knospen von Waldbäumen sammeln: Die Luft im Wald enthält neben Sauerstoff balsamische Baumharze, welche immun-stimulierend und Stress abbauend wirken. Das Immunsystem lässt sich dadurch um 300% verbessern.

Durch den gezielten Aufenthalt im Natur-Wald wird Luft aufgenommen, die neben Sauerstoff balsamische Baumharzeenthält, welche immun-stimulierend und Stress abbauend wirken. Das Immunsystem lässt sich dadurch um 300% verbessern.

Kontrast-Duschen

Eine Ansteckung sofort beenden durch schnelles Handeln

Sogenanntes Kontrast-Duschen kann das Immunsystem so stark und schnell aktivieren, so dass eine leichte Ansteckung sofort wieder beendet wird. Dies geschieht so: Fünf Minuten so heiß wie möglich duschen, dann fünf Minuten so kalt wie möglich; dann wieder drei Minuten so heiß wie möglich, und wiederum 3 Minuten so kalt wie möglich. Anschließend sofort wieder ankleiden und viel Wasser trinken.

Tabletten sind keine gute Option

Ibuprofen und Aspirin meiden

Bienenhonig ist eine natürliche Alternative

Die beiden künstlich hergestellten Schmerzmittel Ibuprofen und Aspirin erhöhen das Risiko für einen schweren Verlauf einer covid 19 Erkrankung um das dreissigfache. Sie sind daher unbedingt zu meiden.

Honig ist ein natürliches Schmerzmittel und eine sehr gute und allzeit bewährte Alternative ohne diese negativen Nebenwirkungen.

Gute-Laune und Gute-Taten

Bienen halten

Imker haben zu jeder Zeit den herrlichen Honig, der sie vor vielen Krankheiten schützt, und durch die gelegentlichen Bienenstiche sind sie auch vor Rheuma geschützt.

Bienenzüchter sind auch ständig in Bewegung in frischer Luft wegen der vielen Handarbeit in der Bienenhaltung.

Bienenhonig sowie Honigwein sind bekanntermaßen gute Stimmungs-Aufheller.

Das heilende Gold aus dem Bienenstock ist von Blumen gespeichertes, umgewandeltes Sonnenlicht.

Die Erzeugnisse der Bienen tun unserem Gemüt, aber auch dem Gemeinwohl durch die Bestäubung der Pflanzen-Flora viel Gutes.

Apfelblüte im Sonnenlicht.

Eine von Imkerei Oswalds Bienen auf einer Apfelblüte (Historische Apfel-Sorte). Foto: bio-honig.com

Verwendete Quellen:

Dr. Roger Seheult, MedCram – Medical Lectures Explained CLEARLY

Prof. Raz Jelinek and Ms. Orit Malka, Ben-Gurion University laboratory

Dr. med. univ. Walter Wührer – SonnenMoor.at

Hans Georg Oswald (Imkermeister)

Die vier Reife Stufen von natürlichem Bienenhonig

Warum Honig kühl und dunkel aufbewahrt werden sollte.

Tipps von Imkermeister Hans Georg Oswald
Vorbemerkung
Die Honig-Optik zwischen erntefrischer Direktabfüllung und dem Genuss ist natürlichen Veränderungen unterworfen.
Was ist davon zu halten, bzw. wie lassen sich diese Veränderungen in der Honig-Optik interpretieren?
Was ist gereifter Honig, wann spricht man von weinigem Honig, und wann von entmischtem und wann von gärigem Honig?
Diese Fragen werden oft gestellt.
Um die Begriffe richtig zu benennen, habe ich sie in 4 Punkte gegliedert.

Die erste Reife Stufe:

Die Kristallisation

Wir füllen den noch rohen Honig frisch und ohne Verzögerung unmittelbar nach der Ernte in neue Gläser, ohne Erhitzung, ohne Sieben, ohne Filtern, ohne Rühren und ohne Vermischung.
Dieser frische Honig wird sogleich in unserem kühlen und dunklem Honig-Lager bis unmittelbar vor dem Verkauf gelagert.
Bis zur neuen Honig Ernte ist die Ernte des Vorjahres normalerweise schon verkauft.
Somit reift der Honig während dieser Zeitspanne, die zwischen 1 und 12 Monaten (Mittelwert 6 Monate) liegt, nach.
Dies geschieht in drei Phasen.

Kristallisation des Honigs im Glas

Die erste Phase ist die Kristallisation.
Dadurch wird der Honig meist innerhalb kurzer Zeit relativ fest bzw. hart.
Bei 15° Celsius findet die Kristallisation am schnellsten bzw. stärksten statt, oft innerhalb weniger Tage oder Wochen nach der Ernte.
Während der ersten Phase hat Honig eine gewisse Schärfe, welche von der Wirkstoffen im Honig kommt, und eine sehr hohe Geschmacksintensität.
Diese Phase findet im Sommer oder Spätsommer, manchmal Herbst, statt.

Eisblumen-Bildung

Die zweite Phase ist die Eisblumen-Bildung.
Sie findet statt, wenn der Honig sich stark abkühlt und zusammenzieht.
Dies geschieht meist in der Abkühlungsphase im Herbst oder zu Beginn des Winters, wenn der Honig sich unter 10° Celsius abgekühlt hat.
Durch die Kälte zieht sich der Honig ein bisschen zusammen, und zwischen Honigglas und der Wand des Honigglases entsteht ein kleiner Luft-Spalt, in dem sich eine natürliche Traubenzuckerkristall-Marmorierung bildet, ebenfalls an der Oberfläche des Honigs.
Diese Marmorierung wird auch als Eisblumenbildung bezeichnet.
Diese Eisblumenbildung ist ein biologisch-dynamisches Qualitätszeichen für rohen Honig ohne Hitze-Schädigung.
In dieser Phase ist der Honig am härtesten und besitzt die höchste Geschmacks-Reinheit.

 Milder und weicher werdender Bienenhonig

Im weiteren Verlauf des Winters bzw. Frühlings beginnen die dem Honig eigenen 12 Enzyme zu den Honig in Abhängigkeit von der Zeit verändern, was man unter dem Begriff Reife zusammenfasst.
Die Enzyme spalten den Traubenzucker auf.
Dadurch wird der Honig weicher und milder.
In der Ayurvedischen Ernährungslehre wird sogar empfohlen, Honig vor dem Verzehr 12 Monate zu lagern, was dem Honig teilweise die Geschmacks-Schärfe und Intensität nimmt.
Insofern hat diese Reifephase nichts Nachteiliges.
Manchmal gibt es Ausblühungen an der Oberfläche durch Aufspaltungen der Eisblumen.
Dies ist aber kein Verderb und beeinträchtigt die Genussfähigkeit des Honigs nicht.
Es ist lediglich ein kleiner Schönheitsfehler, der jedoch relativ selten vorkommt.
In dieser Phase ist der Geschmack sehr rund und bekömmlich.

Die zweite Reife Stufe:

Nach Wein oder weinig schmeckender Honig

Dieser Zustand kommt in unserer Imkerei normalerweise nicht vor.

Wann spricht man von weinigem Honig?
Wenn Honig einen leicht alkoholischen Geschmack aufweist, spricht man von weinigem Honig.
Ursachen können sein:

Zu hoher Wassergehalt bei der Ernte

 

Dies kommt auch sehr selten vor, zum Beispiel wenn durch Wetter-Kapriolen während der Ernte plötzlich strömender Regen oder Frost einsetzt oder ähnliches.

Überlagerter Honig

Eine zweite Ursache für weinigen Honig liegt darin, wenn Honig sehr lange, zum Beispiel 10 Jahre gelagert wurde, und gleichzeitig der Deckel nicht richtig schließt, und der Honig Wasser aus der Luft ziehen kann.
Auch dieser Fehler bei den Lagergefäßen kann zu weinigem, sehr weichem Honig führen.

 Zu warme Aufbewahrung der Honig-Gläser

Eine dritte Ursache kann eine falsche Lagerung beim Kunden sein, wenn der Honig entweder zu hell oder zu warm (>19° Celsius) gelagert wurde.
Auch starke Temperaturschwankungen können Taubildung und in Folge einen zu hohen Wassergehalt auslösen.
Anhaltende Wärme kann zur Ausdehenung des Honigs und infolgedessen zu Deckelwölbung führen.
Weiniger Honig ist nicht verdorben, sondern lediglich eine Qualitäts-Beeinträchtigung, die dazu führt, dass der Honig nur noch als Verarbeitungs-Honig oder Back-Honig gehandelt werden darf.
Allerdings kann weiniger Honig noch für Feinschmecker sehr lecker sein.
Denn er ist intensiver im Geschmack ähnlich einem Roquefort oder einem Sherry im Vergleich.
Weiniger Honig hat eine leicht herbe Note und ist auf Brot noch sehr lecker.

Die dritte Reife Stufe:

Entmischter Bienenhonig

Dabei unterscheidet man zwischen Entmischung durch unvollständige Kristallisation und Entmischung durch Überlagerung bzw Überwärmung.

Entmischung durch unvollständige Kristallisation

Wenn natürlicher Honig durch Erhitzung verflüssigt wurde, dann fängt er nach einiger Zeit wieder an zu kristallisieren.
Durch die Wärmeschädigung geschieht diese Kristallisation aber unvollständig.
Dadurch kann sich der Honig Entmischen.
Das bedeutet, dass der untere Teil des Glases kristallisierten Honig enthält, und die ober Hälfte flüssigen Honig.
Diese Honig ist genussfähig, aber nur als Honig zur Verarbeitung auszuloben.

 Wärmespitzen in der Aufbewahrung der Honig-Gläser

Wenn Honig im Glas großer Wärme (>25° Celsius) ausgesetzt wird, also zum Beispiel der Honig in einem zu warmen Regal neben einem Backofen steht, oder in einem überheizten Raum, dann beginnt sich der Honig langsam zu verflüssigen.
Dies beginnt mit einer nassen Oberfläche, geht weiter mit einer dünnen Schicht von 1 bis 2 Millimeter flüssigen Honigs, was man noch tolerieren kann.
Wenn aber die flüssige Schicht an der Oberfläche mehr als 5 mm beträgt, kann man von einem Qualtiätsmangel sprechen.

Die vierte Reife Stufe:

Gärender Honig

(Kommt in unserer Imkerei normalerweise nicht vor)

Man spricht von gärendem Honig, wenn Honig durch alkoholische Gärung überschäumt und aus dem Glas läuft.
Dies kenne ich selbst normalerweise nur von der Met-Bereitung bzw. Met-Kelterei.
Man kennt eine ähnliche Gärung auch vom Bier-Brauen.
Was die Genussfähigkeit anbelangt, gilt hier im Prinzip das Gleiche wie beim weinigen Honig, nur mit dem Unterschied, dass der Honig sehr viele Luftblasen und mehr Alkohol enthält.

Fazit

Echter regional-ökologischer Honig ist ein sensibles Naturprodukt, dass natürlichen Veränderungen durch Reife unterliegt, ähnlich wie das bei Käse, Wein oder Whiskey bekannt ist.

Deshalb ist es für den Honig-Geniesser bzw. Honig-Geniesserin gut zu wissen, dass diese Veränderungen des Honig normal sind, und seine Genussfähigkeit nicht beeinträchtigen.

Gerade diese Reaktionsfähigkeit des natürlichen Honigs unterscheidet Ihn von toten Supermarkt-Produkten.

Es sollte uns dankbar stimmen, dass es noch richtigen Honig gibt, und wir weiterhin wertvollen Honig ernten können.

 

Hoch lebe die Honigbiene !

 

Ein Bayerischer Imker.

Hans Georg Oswald, Imkermeister

Familie Oswalds kleine Flügel tragenden Bienen-Arbeiterinnen sind verantwortlich für die Bestäubung weiträumiger Landstriche von einheimischen Bäumen, Sträuchern, Stauden, Kräutern und Blumen.

Lokaler Honig-Kauf ist mehr als nur eine Transaktion zwischen Konsument und Produzent. Es ist ein persönliches Engagement beider Seiten in das vielfältige Beziehungsgeflecht artenreicher, wilder Lebensräume. Angefangen von der Fortpflanzung und Vermehrung der Wildpflanzen, bis zur Schaffung der Nahrungsgrundlagen für die gesamte Insekten-Fauna, Vogel-Faune, Kleinsäuger-Fauna und Säugetier-Fauna.

Öko-Gärtner und Öko-Bauern, welche die alte bäuerliche Kultur der Region zu erhalten versuchen, profitieren ebenfalls von der wertvollen Bestäubungsarbeit unserer großen Zahl von gestreiften fliegenden Bestäuberinnen.

Denn es ist immer Raum für ein bisschen mehr Süßigkeit in unserer Lebens-Realität. Hoch lebe die Honigbiene, und auch alle unsere Freunde und Unterstützer der Honigbiene!

Beste Wünsche für die kommenden Fest-Tage. Herzlichst Ihr Hans Georg Oswald (Imkermeister)

 

Die Imker-Hofstelle der Imkerei Oswald im Dezember 2019. Links ist das Imkerei-Gebäude in Blockbauweise zu sehen, in der Mitte das Bienenhaus aus Holz, und im Vordergrund sind die selbstgebauten Bienenkästen zu sehen.

Familie Oswalds Imker Hofstelle im Isar-Hügelland, aufgenommen im Dezember 2019. Wir betreiben Ökologische Bienenhaltung seit 1997. Foto: Hans Georg Oswald

 

Aktuelle Produktempfehlung:  Imkerei Oswalds Wald-Honig aus der Hallertau, https://bio-honig.com/shop/bio-wald-honig-aus-der-hallertau-500g/

Vorbemerkung

Dieses Rezept ist in unserer eigenen Imkerei entwickelt und langjährig erprobt worden. Es ist eine traditionelles Glühwein-Rezept mit sehr edlen Gewürzen, aber bewusst ohne Nelken. Es enthält auch bewusst keine Schale von Zitrusfrüchten, weil diese den Glühwein bitter machen. Es enthält das Rezept keinen Fruchtsaft, weil dieser zusammen mit Wein zu Kopfschmerzen führen kann. Aus dem selben Grunde ist auch kein Zucker zugesetzt nur reiner Bienenhonig.

Einfache Zubereitung des Glühweines

Ergibt ca. 1,7 Liter fertigen Glühwein ( ca. 8 Tassen).

Am Vortag den Glühwein ansetzen.
Die Gewürze haben dann Zeit zum Durchziehen.
Die Wein-Flasche öffnen und den Rotwein in einen Topf gießen.
Einen halben Liter gefiltertes (weiches) Wasser dazugeben.
Ein halbes Glas Imkerei Oswalds Wald-Honig aus der Hallertau dazugeben.
Alternativ passt auch Imkerei Oswalds Sommer-Honig aus dem Isar-Hügelland sehr gut.
Drei ganze Zimt-Stangen hineingeben.
Drei ganze Kardamom-Kapseln hineingeben.
Drei ganze Piment-Körner hineingeben.
Den Topf bei niedriger Flamme so lange erwärmen, bis sich der Honig vollständig verflüssigt hat.
Nicht über 50° Celsius erwärmen, und danach abkühlen lassen.
Am nächsten Tag einen Schuss echtes Kirschwasser (Kirschbrand) hinzufügen.
Vor dem Servieren auf Trinktemperatur erwärmen.
“Zum Wohle”
wünscht Ihnen Ihr Imker Oswald

Zutaten für die Zubereitung des Glühweines

1      Liter Rotwein,  würzige Rebensorte mit tiefdunklem Rot, z. Bsp. Syrah/Shiraz
0,5   Liter Wasser
250  Gramm Waldhonig oder Sommerhonig
3      Zimt-Stangen, ganz
3      Kardamom-Kapseln ganz
5      Piment-Körner, ganz
0,04 Liter Kirschwasser / Kirschbrand
“Gutes Gelingen”
wünscht Ihnen Imkermeister Oswald
Dampfende Glühwein-Becher.

Glühwein wird am besten in gläsernen Tassen mit Henkel serviert. Die auf dem Bild zu sehenden Glas-Becher sind aus bedrucktem gefrostetem Glas (sandgestrahlt bzw. geätzt).

Es hat sich vieles getan in unserer Bio-Imkerei seit meinem letzten Blog-Beitrag.

Vermehrungs-Jahr

Es ist Juni 2019, und wir sind gerade dabei, den Bio-Blüten-Honig aus dem Isar-Hügelland zu schleudern.

Die heißen, sonnigen Tage der letzten Woche konnten wir auch gut das eigene Bio-Bienenwachs mit der Sonne schmelzen.

Zuvor habe ich unsere Bienen dabei unterstützt, sich zu vermehren und zu verjüngen. Schon April erinnerte ich mich an eine alte Imker-Weisheit, nach der es in der Imkerei zwei Arten von Jahren gibt, nämlich Honig-Jahre, und Vermehrungs-Jahre. Honig-Jahre eignen sich nicht für die Vermehrung der Bienen, und in Vermehrungs-Jahre ist die Honig-Ernte schwierig bzw. zu gering.  Ich fühlte schon im April, dass 2019 ein Vermehrungs-Jahr werden würde.

Ein Imker mit blauem Hemd und Bart schmilzt Bienenwachs.
Der Biokreis-Imker (Hans Georg Oswald) beim Befüllen der vier Sonnen-Wachs-Schmelzers mit Stücken von Bio-Bienenwachs, die vom Einschmelzen eigener Honigwaben aus regionaler und ökologischer Bienenhaltung stammen. Die Besonderheit ist, dass dabei nur die natürliche Sonnenwärme genutzt wird, und das Bienenwachs nur mit flüssigen Honig in Berührung kommt, ohne Zugabe von Wasser.

Junge Bienenköniginnen und Bienenschwärme

Im Zuge des natürlichen Vermehrungs-Triebes der Bienen bildete ich viele Brut-Ableger, welche ich auf einen schönen leeren Bienenstand brachte, damit sich die Bienen dort ungestört selbst neue Königinnen heranziehen können. Diese von den Bienen selbst aufgezogenen Bienenköniginnen sind autochthone Landbienen mit maximaler Ursprünglichkeit, ohne Einflussname des Imkers.

Da nach meiner Auffassung das Wohl der Bienen immer an erster Stelle stehen sollte, habe ich mich dazu entschieden, der Vermehrung und Verjüngung der Bienenvölker oberste Priorität einzuräumen, auch wenn dies zu Lasten der Frühlings-Blütenhonig-Ernte geht.

Tausende Bienen sitzen auf einer Fangbeute.
Auf dem Bild sieht man gerade, wie ein Natur-Schwarm, den ich zuvor aus einem Kirschbaum geborgen habe, in seine neue Behausung hineinläuft. Die schwarzgoldenen Streifen sind das Erkennungszeichen der staatenbildenden Honigbienen. Auf dem dunkel abgeflammten Holz unserer selbstgebauten Beuten heben sich die Bienen farblich gut ab. Die Bienen lieben den Duft des Kiefernholzes und die Wärme, die das Holz abstrahlt. Die Bienen sind glücklich, endlich eine Behausung gefunden zu haben. Als Höhlenbrüter hängt ihr Leben davon ab, eine geeigneten Platz für die Errichtung des Bienennestes bzw. Wabenbaus zu finden. Foto: Imker Oswald

44 verschiedene blühende Wiesenkräuter

Eine Bienenwiese mit gelben, lila und weißen Blüten
Unsere Bienen-Kräuter-Mähweide am Bienenhof Oswald. Diese 3,6 Hektar große, artenreiche Wiese mit dem Flurnamen Schlachtfeld (Napoleonische Kriege) wurde bei der Wiesenmeisterschaft prämiert (siehe extra Blog-Beitrag). Diese Blumenwiese beeinhaltet 44 verschiedene Wiesenkräuter des Isar-Daonau-Hügellandes: Wiesen-Schafgarbe, Gänseblümchen, Wiesen-Glockenblume, Wiesen-Kümmel, Wiesen-Flockenblume, Gewöhnliches Hornkraut, Acker-Kratzdistel, Wilde Möhre, Acker-Schachtelhalm, Wiesen-Labkraut, Kleiner Storchschnabel, Riesen-Bärenklau, Wiesen-Bärenklau, Habichtskraut, Echtes Johanniskraut, Gewöhnliches Ferkelkraut, Rauher Löwenzahn, Magerwiesen-Margerite, Sumpf-Hornklee, Hopfenklee, Saat-Luzerne, Futter-Esparsette, Kleine Bibernelle, Spitz-Wegerich, Kleine Braunelle, Scharfer Hahnenfuß, Großer Sauerampfer, Krauser Ampfer, Stumpfblättriger Ampfer, Wiesen-Salbei, Kleiner Wiesenknopf, Bunte Kronwicke, Wiesen-Löwenzahn, Feld-Klee, Gewöhnlicher Kleiner Klee, Mittlerer Klee, Rot-Klee, Weiß-Klee, Große Brennnessel, Gamander Ehrenpreis, Thymian-Ehrenpreis, Gewöhnliche Vogel-Wicke, und Behaarte Wicke.

Unsere Bienenwiese, wie sie sich momentan farbenfroh und fein duftend präsentiert. Fotografiert am Sonntag, den 02.Juni 2019. Im Vordergrund sind gelbe Blumen, das ist das sogenannte Ferkelkraut (Hypochoeris radicata L.). Die violetten Blüten sind von der Glockenblume (Campanula patula L.). Im Hintergrund (weiß) sind Margeriten (Leucanthemum vulgare). Zur Zeit wird die Blühwiese stark von unseren Bienen beflogen, die aus dem gesammelten Nektar von ca. 44 verschiedenen Blütenpflanzen unseren Sommer-Honig bereiten.

Ein Bienenschwarm vor seiner neuen Behausung.
Ein stattlicher Schwarm mit ca. 10.000 bis 20.000 Bienen hängt an einem Kirschbaumast. Der Ast wurde von mir mit einer Handsäge vorsichtig abgesägt und auf der Leiter heruntergebracht zum leeren Bienenkasten. Als nächstes wurde der Schwarm von mir vor dem Flugloch abgeschüttelt, damit die Bienen in ihre neue Wohnung hineinlaufen bzw. diese beziehen können. Foto: Imker Oswald
Ein Schwarm läuft in den Bienenstock.
Die Bienen des Schwarmes laufen in die leere Beute (Imkersprache für Bienenwohnung) ein.

Bienenschwärme retten

Daneben gab es auch Anrufe von sehr netten und aufmerksamen Leuten aus nahen Ortschaften, die Bienenschwärme in Bäumen ihrer Gärten hatten. Ich fuhr dann jedesmal sogleich hin, und konnte 5 Bienenschwärme retten, 4 davon mit unbegatteten Jungköniginnen (siehe Fotos). Um die Bienenvölker aus den Bäumen (3x Apfelbaum, 1x Holunderbaum, 1x Kirschbaum) zu bergen, brauchte ich jedesmal Sägen und Leitern. Aber es ging alles sehr gut, alle Bienenschwärme konnte ich vor dem Kälteeinbruch, den sogenannten Eisheiligen, retten. Sie wären sonst verhungert und erstarrt.

Nun stehen sie im Rondell unseres Bienenhofes und erfreuen sich der Blütenpracht. Aktuell wird der Hartriegel-Strauch, die Robinie, die Waldhimbeere, der Wiesensalbei und der Wiesen-Weissklee beflogen.

Ein Imker bei der Bienen-Beobachtung.
Beim Schwarmfang trage ich immer einen Hut, ein Halstuch, ein Hemd aus einem etwas dickerem Stoff (Barchent). Ich nehme mir immer viel Zeit für die Tierbeobachtung. Vielleicht kann ich die Bienenkönigin erspähen und ihr helfen, in die neue Behausung zu finden, indem ich sie direkt vor das Flugloch der Beute setze. Foto: Imker Oswald

Ruth baute einen neuen Hühnerstall

Aber auf dem Bienenhof hat sich noch mehr getan. Ruth hat einen alten Bienen-Freiständer (eine Art Schutzhaus für zwei Bienenvölker) umgebaut zu einem kleinen Hühnerstall. Nachdem uns ja der Fuchs letzten Sommer alle Hühner getötet hat, wollten wir die Hühner näher am Haus haben. Es wohnen aktuell drei Hühner zur Selbstversorgung in dem neuen Hühnerstall.

Ein Huhn geht eine Hühnerleiter
Ruth hat einen alten Bienen-Freiständer umgebaut zu einem kleinen Hühnerstall. ein Huhn steigt gerade die Hühnerleiter hinauf. Der Stall beherbergt drei Legehennen zur Selbstversorgung. Foto: Bienenhof Imkerei Oswald

Zwillingslämmer

Dann gab es noch Zwillingslämmer als Nachzügler von einem Mutterschaf. Nach drei Tagen durften die Kleinen bereits auf die Margeriten Weide, was sehr nett anzusehen war, als die beiden weißen Lämmchen zwischen den weißen Margeriten-Blüten die Weide erkundeten

Lämmchen schaut in die Kamera
Lämmchen auf der Mageriten-Weide. Foto: Imkerei Oswald
Ein kleines Weißes Lamm darf zum ersten Mal auf die Weide.
Ein neugeborenes, nur drei Tage altes Lämmchen darf zum ersten mal auf die Weide.
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Pfeffenhausen: Auf den Spuren der Kelten

Ein Essay über keltische Siedlungsspuren und Bodendenkmäler in Pfeffenhausen und Oberlauterbach.

Einhundert keltische Stämme

Unser heutiges Europa setzt sich aus vielen verschiedenen Einzelstaaten zusammen. Doch auch schon vor zwei- bis dreitausend Jahren teilten sich etwa 100 verschiedene keltische Stämme Mitteleuropa unter sich auf. Wer waren die Kelten und woher kamen sie? Das Wort Kelte bedeutet nichts Anderes als „Held“. Die Ur-Kelten waren ursprünglich aristokratisch und patriarchalisch organisierte Reiterkrieger und Hirtennomaden, welche die natur- und erdverbundenen alten matriarchalisch organisierten Bauernkulturen in Europa eroberten, versklavten, und schließlich mit Ihnen verschmolzen. Lediglich nördlich der Linie Holland, Leipzig und Breslau konnte sich das freie „germanische“ Bauerntum behaupten. Die Kultur der Kelten dominierte eintausend Jahre lang Mitteleuropa und prägt auch heute noch Europa in vielerlei Hinsicht. Das ursprüngliche Kerngebiet lag jedoch an der Donau, mit Manching und Kelheim (keltisch: Alkimoennis) im Zentrum.

Das Landkreis Wappen von Kelheim am Brautlacker Berg.

Das Wappen an der Landkreisgrenze zwischen dem Landkreis Landshut und dem Landkreis Kelheim am Brautlacker Berg zwischen Oberlauterbach und Wildenberg. Das Wappen zeigt im oberen Drittel blaue Rauten auf weißem Grund. Ursprünglich war dies das Wappen der Grafen von Bogen. Die blauen Rauten stellen Roheisenbarren dar, die zum Schutz vor dem Verrutschen der Ladung auf den Schiffen diese Form aufwiesen. Originale dieser Barren befinden sich im Römer-Kelten Museum in Manching.

Der Rohstoff Eisen

Der Aufstieg der Kelten ist eng mit dem Rohstoff Eisen verbunden. Denn das eiserne Langschwert war die charakteristische Bewaffnung für die Eroberungszüge der keltischen Fürsten. Die Kulturepoche der Kelten wird als Eisenzeit definiert und gliedert sich in jüngere Eisenzeit „Latène“, benannt nach einem wichtigen Fundort in der Schweiz,  und die ältere Eisenzeit „Hallstatt“, nach einem Fundort in Österreich. Das Wort „Eisen“ geht auf das keltische Wort „isaron“ zurück, über sanskrit isira = hart, stark.  Somit könnte der Flussname „Isar“ in seiner Bedeutung  als „Eisenfluss“ interpretiert werden. Interessanterweise fand das Eisen auch seinen Weg in das bayerische Rautenwappen, da die blauen Rechtecke der Grafen von Bogen ursprünglich Roheisenbarren darstellten, die früher auf der Donau transportiert wurden, und die wichtigste Zolleinahmequelle für die Grafen von Bogen darstellten.

Oppidum Alkimoennis an der Donau

Da die Kelten kein eigenes Schrifttum pflegten, ist die erste schriftliche Quelle über unser betrachtetes Gebiet ein antiker Schriftsteller, der Geograph Claudius Ptolomäus, der bereits im Jahr 100 nach der Zeitenwende das keltische Oppidum „Alkimoennis“ auf dem Michelsberg bei Kelheim erwähnt, das nur dreißig Kilometer nördlich von Pfeffenhausen gelegen ist, auf einer Landzunge zwischen den Flüssen „Alcomona“ = Altmühl und dem Danubius = Donau. Auch Julius Cäsar verwendet den Begriff Oppidum für die keltischen Städte. Im Oppidum Alkimoennis bei Kelheim wurde im großen Stil Eisenerz im Tagebau gewonnen und verhüttet.

Oppidum Manching

Bekannte keltische Oppida waren zum Beispiel Lutetia  (Paris),  Basel, Bern, Preßburg und Budapest. Das größte und am besten ausgegrabene und erforschte  Oppidum befand sich jedoch in Manching bei Ingolstadt, ebenfalls an der Donau. Es ist mit 650 Hektar Siedlungsfläche und Mauerring das größte bekannte Oppidum in Mitteleuropa. Um die gewaltige Größe zu veranschaulichen, sei zum Vergleich das antike Rom angeführt, das zur selben Zeit mit 1370 ha ummauerter Fläche lediglich doppelt so groß wie die Keltenstadt in Manching war. Auch die mittelalterlichen Mauerringe von Nürnberg, Köln und Frankfurt waren wesentlich kleiner als der Mauerring von Manching, das ebenfalls nur 35 Kilometer westlich von Pfeffenhausen liegt. Pfeffenhausen befindet sich also im Einzugsbereich der beiden größten bekannten Oppida Europas und an einer Fernhandelsroute zwischen Bologna und der Keltenstadt Alkimoennis auf dem Michelsberg bei Kelheim.

Sonniger Waldweg in der Hallertau in Bayern.

Der Wald birgt viele Geheimnisse. Unsere Spurensuche nach den Kelten führt uns in den Wald. Dieses Bild ist zur Zeit des Laubaustriebes im Frühjahr entstanden. Wir befinden uns in nur ca. 500 Meter entfernt von einem keltischen Bodendenkmal.

Viereckschanzen

Aufgrund der Nähe zu Kelheim und Manching ist ist daher auch nicht verwunderlich, dass wir in der Umgebung von Pfeffenhausen zwei keltische Viereckschanzen als Bodendenkmäler vorfinden, eine davon in beeindruckend gutem Zustand in einem Wald zwischen Oberlauterbach und Wildenberg. Diese sogenannte Keltenschanze ist auch heute noch als imposante, quadratische Anlage auch für den Laien gut erkennbar und begehbar. Allerdings pflegten die Kelten Ihre Bauwerke in Fachwerk-Holzbau, Holzblockbau  oder Holzständerbauweise aufzuführen, welche aufgrund des langen Zeitraumes von über zweitausend Jahren leider fast vollständig vergangen sind.  Gräben und Wälle sind aber erstaunlich gut erhalten, wenn man den unglaublich langen Zeitraum von der Errichtung im ersten bis zweiten Jahrundert vor Christi Geburt bis heute betrachtet.

Keltischer Wall im Wald.

Spaziergang auf der Wallmauer der keltischen Viereckschanze zwischen Oberlauterbach und Wildenberg.

Die Keltenstämme der Boier und Vindeliker

Von welchem Keltenstamm tragen wir Bayern eigentlich unseren Namen? Es ist dies der Keltenstamm der Boier, wie unschwer zu erkennen. Ausgelöst durch Übervölkerung, Weissagungen  und natürlich geleitet durch die Beobachtung des Vogelzuges nach Süden, überschritten die Boier die Alpen in den Jahren 534 bis 508 vor Christi Geburt, und erreichten Norditalien. Die dort ansässigen Etrusker waren weder mit der Waffe der Boier, dem eisernen Langschwert, noch mit ihrer Kampfesweise zu Pferde vertraut.

Zwei bayerische Almbauern mit Ihrem geschmückten Kühen.

Die Bayern tragen den Namen des Keltenstammes der Boier, und sind zählen die Boier und Vindeliker zu Ihren Vorfahren.

Bononia, eine Stadtgründung der Boier

Der Keltenstamm der Boier konnte letztendlich die Etrusker in Norditalien dauerhaft besiegen und gründete die Keltenstadt Bononia, das heutige Bologna, in der später die erste und älteste Universität Europas gegründet wurde. Nachdem aber die Römer nach und nach erstarkten, besiegten sie dreihundert Jahre später im Jahre 222 v.d.Z. die Kelten und verdrängten diese nach Norden, wo sie sich nördlich der Donau in Böhmen niederließen, da das Land südlich der Donau vom mächtigen Keltenstamm der Vindeliker bereits besetzt war. Die Boier gaben auch Böhmen seinen Namen. Der Begriff “Boier” soll angeblich etymologisch Rinderhirte/Viehhirte bedeuten.

Keltische Baudenkmäler in unserem Raum

Sogenannten keltischen Viereckschanzen finden wir immer in der Nähe von bedeutenden Fürsten- oder Stammessitzen, so auch in Manching. Da sich aber das Keltenvolk der Vindeliker in vier verschiedene Stämme aufteilen läßt, können wir r mit Sicherheit davon ausgehen, dass sowohl in Pfeffenhausen, als auch im Wald zwischen Oberlauterbach und Wildenberg sich auch eine keltische Hügelfestung eines Stammesfürsten befand. Neben der Viereckschanze im Wald bei Oberlauterbach befindet sich in der Tat ein weiteres Bodendenkmal, das in den Wanderkarten als Burgstall, also ehemalige Burg bezeichnet ist.  Diese Burg war auf einer markanten Hügelkuppe errichtet und Sitz des mittelalterlichen Rittergeschlechtes der Ebranen. Nach einer Fehde wurde die Burg zerstört und die Ebranen teilten Ihre Herrschaft auf. So entstand das Wildenberger Schloss und die Oberlauterbacher Burg, die später jedoch zerstört,  und danach im italienisch-französischen Architekturstil wiederaufgebaut wurde. Der vermutete, aber archäologisch noch nicht gesicherte keltische Sitz des Stammesfürsten könnte sinngemäß auf dem Orte der markanten Bergfestung der Ebranen sein.

Wald im Frühling.

Kiefern-Fichten-Mischwald bei der ehemaligen Hügelfestung /Burg der Ebranen. Nach einem bekannten Heimatforscher aus der Gegend hat auf dieser Burg Wolfram von Eschenbach das Parzifal Epos gedichtet.

Hügelfestung

Hügelfestung

Die Viereckschanzen als heiliger Bezirk und wirtschaftlicher Mittelpunkt

Worin lag die Funktion dieser quadratischen Erdwerke von 50 bis 100 Meter Seitenlänge? Mit großer Sicherheit waren die Keltenschanzen kulturelle Zentren und Veranstaltungsorte für die mindestens acht alljährlich stattfindenden traditionellen Jahresfeste zu den Sonnenwenden, Tagundnachtgleichen, Götterfesten, Richttagen, Erntezeiten, Opferungen, Markttagen, Sklavenhandel, Viehhandel, Handel mit Fellen, Bernstein, Schwertern, Eisen, Salz, Honig, Wachs etc. Bei Ausgrabungen wurde das Vorhandensein von tempelartigen Holzständerbauten mit quadratischem Grundriss und pagodenartigem Dach nachgewiesen.. Es handelt sich bei den sogenannten Viereckschanzen also um kulturell vielseitige Anlagen, eine Art heiligem Bezirk unter Oberaufsicht der Priesterkaste, die auch den Stammesfürsten stellte oder ausbildete, mit eigener militärischer Garde, nach einem ähnlichen Prinzip, wie dies sich bis heute noch im Vatikanstaat erhalten hat.  Man muss sich diesen Bezirk auch als Wirtschaftsfaktor und Kunsthandwerkermarkt vorstellen, ähnlich der Akropolis in Athen oder dem Tempel des Salomon in Jerusalem, der damals als Weltwunder weithin bekannt war, und mit großer Warscheinlichkeit den Kelten als Vorbild gedient hat. Es kann daher vermutet werden, dass in den Keltenschanzen das Vieh rituell von Priestern geschlachtet wurde, dafür Abgaben geleistet werden mußten, und dort auch das Fleisch zubereitet wurde. Außerdem wurde dort auch der Sklavenhandel, Viehhandel und Fernhandel von der Priesterschaft, die zugleich den Stammesfürsten stellte, kontrolliert, und mit Abgaben belastet.

Eine keltische Wallanlage im Wald.

Schon von weitem grüßt die Keltenschanze den Wanderer.

Der ehemalige heilige Bezirk der Kelten von einer Ecke von Außen kommend betrachtet.

Kelten

Der Wassergraben und imposante Wall um den heiligen Bezirk der keltischen Druiden

Graben eienr Viereckschanze

Der äußere Graben der keltischen Viereckschanze war vermutlich ursprünglich mit Wasser gefüllt.

Das Areal von Innen.

Das Areal von Innen.

Kelten Denkmal im Wald.

Eine von vier Ecken der imposanten keltischen Viereckschanze.

Tor in die Keltenschanze.

Die Tordurchfahrt, vermutlich ehemals ein sogenanntes Zangentor, das  ins Innere der Keltenschanze führt.

Grabhügel eines Priesters oder keltischen Stammesfürsten

Ein anderes Mitglied der Vorstandschaft des Vereins für Heimatgeschichte Pfeffenhausen wußte zu berichten, dass Ihr von Ihrer Jugend noch ein Grabhügel (tumulus) in Wildenberg bekannt sei,  am Fuße des Höhenweges von der Keltenschanze kommend. Dort sein oben auf ein markanter, spitz zulaufender Stein gestanden, nach Art der keltischen Fürstengräber. Der Grabhügel sei mittlerweile eingeebnet worden und der Stein verschwunden.

Seltsame Keltische Bestattungsriten

Hierbei darf nicht vergessen werden, daß die Grabhügel geschichtlich in eine andere Epoche gehören als die Keltischen Viereckschanzen. Grabhügel sind deutlich älter. Aus Manching gibt es jedoch viele Funde, die auf einen seltsamen Bestattungritus hindeuten, nämlich die sogenannte Luftbestattung. Bei dieser Bestattungform wird der Leichnam nach dem Ableben entbeint, und das Fleisch den Geiern überlassen, die es sozusagen vor der Verwesung bewahren, in dem sie es verzehren. Da die Geier sich in große Höhen schwingen, tragen sie sozusagen den verweslichen Teil des Leichnams empor in die Höhen des Luftraums, wo er sozusagen auf eine neue Ebene gehoben wird. Hier begegnet uns wieder das keltische Motiv des Seelenvogels. Vom Skelett wurden von den Hinterbliebenen nur der Schädel und / oder die Langknochen aufbewahrt zur Erinnerung und Gedenken.

Doppelköpfige Vogelschlangen Gewandfibel in S-Form

Bei der Wiedergründung des Vereines für Heimatgeschichte Pfeffenhausen e.V. legte ein Mitglied des Vorstandes einen neuen, scheinbar keltischen, zufälligen Oberflächenfund aus Pfeffenhausen den Anwesenden vor. Es handelte sich um eine doppelköpfige Vogelschlangen-Gewandfibel aus Bronze in S-Form. Im Götterolymp der Kelten kann jede Ornamentik, jedes Tier, und auch jedes abstrakte Symbol einer bestimmten Göttergestalt zugeordnet werden. Die Kelten hatten keine ausufernde Anzahl von Göttern, wie bei den Römern oder Hellenen, sondern laut den Römern im Wesentlichen drei Hauptgötter, die sich immer aus einer Stammesgöttergestalt und zwei weiteren Göttergestalten von befreundeten Stämmen zusammensetzte. Immer wenn der in der keltischen Formensprache häufig vorkommene, sogenannte Dreierwirbel in der Ornamentik erscheint, sind mit Sicherheit die drei Hauptgötter des jeweiligen Stammes gemeint. Der Dreierwirbel hat später auch in die Formensprache der Kathedralen Einzug gefunden. Nebenbei bemerkt ist es Julius Cäsar nicht gelungen, die Inselkelten von Irland und Schottland zu unterwerfen.

Lebendige Keltische Sprachen im 21. Jahrhundert

Nur die Kelten in Irland, Wales, Bretagne und Schottland haben Ihre ureigene keltische Kultur und Sprache ins Mittelalter und bis in die Neuzeit hinübergerettet. Von den vier heute noch gesprochenen keltischen Sprachen ist Walisisch (engl.:  Welsh) mit 500.000 Sprechern am bedeutendsten.  Bretonisch (fr.: Breton) mit 300.000 Sprechern ist ebenfalls noch sehr bedeutend. In Schottland und den Hebriden wird von ca. 90.000 Sprechern noch Gälisch (engl.: Gaelic) benutzt, und in Westirland sprechen noch ca. 25.000 Menschen keltisches Irisch (engl. Irish). Auch im Bairischen hat sich manches keltische Wort erhalten.

Keltische Göttergestalten: „Vater des Volkes“

Bei unserem Pfeffenhausener Fundstück, der bronzenen doppelköpfigen Vogelschlangen-Gewandfibel in S-Form ist die Deutung schwierig, aber nicht unlösbar. Die S-Spirale ist ein Hinweis auf „Teutates“, was übersetzt „Vater des Volkes“ heißt. Dessen Opfertiere waren Widder und Eber. In der Kunst bzw. Ornamentik sind seine Attribute  Widderhörner, Eberhauer, Krummstäbe, Spiralen, Masken und Köpfe. „Teutates“ war bei den Kelten dafür zuständig, über die im Kampf getöteten Krieger zu entscheiden und sie gegebenenfalls  ins keltische Paradies bringen zu lassen. Hierbei bediente sich Teutates sogenannter Seelenvögel wie zum Beispiel weißer Kraniche, weißer Schwäne und ähnlicher Vögel.  Bei der doppelköpfigen Vogelschlange kehren sich beide Köpfe der Schlange zueinander , so dass das, was am Anfang steht, sich auch an seinem Ende wiederholt. Es bedeutet für den Krieger, dass er durch die Formgebung der Gewandfibel zum Ausdruck bringt, dass das, was Diesseits etwas gilt, auch im Jenseits Gütigkeit hat. Wie bereits erwähnt, stellen die realistisch modellierten Vogelköpfe die plastisch die Seelenvögel dar, die die Seelen der getöteten Keltenkrieger in das keltische Paradies bringen sollen.

Keltische Stammesgöttergestalten: „Sohn des Donners“

Die zweite, eigentlich wichtigste Göttergestalt bei den Kelten war zuständig für Kriegsglück und Wetter. Sein von den Römern überlieferter Name war „Taranis“, was so viel wie „Sohn des Donners“ bedeutet (irisch.: Torann = Donner). „Taranis“ Attribute waren das Rad, der Blitz, das Eisen, die Eiche, der Stier, das Pferd, der Wolf, der Adler und  löwenähnliche, menschenfressende Ungeheuer. In Friedenszeiten wurden ihm von den Druiden Stieropfer, und in Kriegszeiten auch Menschenopfer dargebracht, um seine Gunst zu gewinnen.

Keltische Stammesgöttergestalten: Der „Hirschgeweihbehörnte“

Die dritte bedeutende Göttergestalt der Kelten war „Cernunnos“, was auf Deutsch: „Gehörnter“ bedeutet. Bei dieser Göttergestalt handelt es sich um einen keltischen „Gott der Tiere“, ein Mischwesen, halb Mensch, halb Tier, mit den Attributen Hirschgeweih, Lebensbaum, Schlange, Regenbogen und Mistelblättern. „Cernunnos“ war zuständig für die Unterwelt, die Nachtzeit und die Heilkunde. Der Pfeffenhausener Fund der Doppelkopfschlange beinhaltet aufgrund des Schlangenmotivs somit neben Teutates auch einen Verweis auf Cernunnos. Diese Doppeldeutigkeit ist aber typisch für das keltische Kunsthandwerk, denn durch das Zitieren von Attributen verschiedener Stammesgöttergestalten erreichte man eine größere Wirkung auf das Publikum erzielte somit einen höheren Preis für das Werk.

Keltisches Christentum

Das keltische Christentum kam zur Blüte auf den Britischen Inseln, wo sich eine eigene keltische Kirche im kolumbanischen Ritus etablierte. Die Mönche im Kolumbanischen Ritus hatten eine andere Tonsur als die Mönche im Römischen Ritus, denn sie schoren nur das Haupthaar an der Stirn bis zum Scheitelpunkt. Es ist heute weitgehend unbekannt, aber die ersten Bischöfe in Freising, Regensburg, Passau und Salzburg waren Kolumbaner. Zwar wurden alle bis auf den Bischof von Salzburg (der sehr beliebt im Volk war) durch einen päpstlichen Gesandten abgesetzt und durch Römische Bischöfe ersetzt, aber es bleibt doch eine höchst interessantes historisches Detail, dass die ersten Kirchlichen Oranisationsstrukturen in unserem Raum nicht von der Römischen Kirche geschaffen wurden, sondern von der Keltischen Kirche. Die  wertvollste künstlerische Hinterlassenschaft der Keltischen Kirche stellt die insulare Buchmalerei dar, unter anderem das Weltdokumentenerbe „Evangeliar von Kells“, entstanden um das Jahr 800, das weltberühmte „Evangeliar von Lindisfarne“, gefertigt von Eadfrith um 700, und das Evangeliar von Durrow, entstanden um 650 im Kloster Lindisfarne in Northumberland. Nebenbei erwähnt stammt der Name Oswald auch aus Northumberland, und kam über die keltischen Wandermönche nach Bayern (St. Oswald im Bayerischen Wald).

Original keltische Errungenschaften

Zunächst fallen mir die keltischen landwirtschaftlichen Erfindungen wie der Räderpflug, der Eisenpflug, ledernes Pferdegeschirr, das gehopfte Bier, Bierfass, Almwirtschaft, Milchverarbeitung, Bergkäseherstellung und Sense ein. Aber ihr Einfluss auf die kommenden Generationen reicht noch viel weiter: Sie erfanden auch noch den speichenrädrigen Wagen, das Kugellager und die Radsporen. Darüberhinaus revolutionierten sie die Stahlverarbeitung, das Zimmerhandwerk und erfanden die Seife.

Gaius Julius Cäsars Kriegserklärung gegen die Kelten

Wie und warum verschwanden die Kelten scheinbar spurlos aus ihrem angestammten Gebiet an der Donau? Sie wurden zwischen zwei gigantischen Mahlsteinen aufgerieben. Dies geschah in zwei Stufen. Es begann zunächst damit, dass die Kelten das aufstrebende Römische Weltreich mit einem nicht enden wollenden Strom von Sklaven, Waffen, Vieh und Söldnern versorgten. Dadurch häuften die Kelten immer größeren Reichtum und Macht an. Dies ermöglichte Ihnen eine Expansion, die sich über das heutige Spanien, Frankreich, Irland, England, Schweiz Süddeutschland, Ungarn, Tschechien, Österreich, die Balkanländer, Griechenland und die heutige Türkei erstreckte. Der Römische Diktator Gaius Julius Cäsar ging nun daran, diesen Reichtum der Kelten sich zurückzuholen, um mit der Beute seine immensen Schulden zu begleichen und gleichzeitig die maroden römischen Staatsfinanzen zu sanieren, was ihm mit dem Sieg über Vercingetorix, dem Heerführer der vereinigten westrheinischen keltischen Stämme auch gelang. Damit wurde auch unseren Kelten an der Donau wirtschaftlich und militärisch sprichwörtlich der Boden unter den Füßen weggezogen.

Der germanische Heerkönig Ariovist plündert und vernichtet die Keltischen Oppida und Viereckschanzen

Der germanische Heerkönig Ariovist verfügte über bedeutende keltische Sprachkenntnisse. Der römische Senat ernannte ihn zum “Freund des Römischen Volkes”. Ariovist überschritt 71 v.u.Z. mit 15 Tausend Mann den Rhein und kämpfte für Caesar gegen gallische Stämme auf der Suche nach neuen Siedlungsgebieten. Dabei verbündete er sich mit sieben anderen germanischen Stämmen, darunter auch mit den Markomannen, so  dass seine Truppenstärke auf 120 Tausend Mann anschwoll. Caesar jedoch überlistete Ariovist im Jahre 58 v.u.Z. und schlug ihn in der Schlacht, die Ariovist 80 Tausend Mann kostete. Ariovist mußte mit wenigen Mann wieder zurück über den Rhein fliehen. Es leuchtet ein, dass die Kelten in Süddeutschland dafür die Konsequenzen tragen mußten, die sich in Plünderung und Zerstörung niederschlugen.

Unser Gebiet wird Teil der Römischen Provinz Vindelicum

Es dauerte nicht lang, bis unser Gebiet, das die Römer Vindelicum nach dem hier ansässigen Keltenstamm der Vindeliker nannten, Teil der Römischen Provinz Rätien wurde. Die Nachfahren der hier ansässigen Vindeliker und Markomannen waren durch jahrhundertelange Handelsbeziehungen mit der Römischen Kultur vertraut und gliederten sich ohne Probleme in das Römische Weltreich ein, verloren aber die Oppida, die Aristokratie und das Tempelwesen.

Markomannen

Nach dem Abzug der römischen Besatzungsmacht im Jahr 488 begann die große Wanderung des ostgermanischen Stammes der Markomannen über Böhmen nach Süden.  Ausgelöst wurde diese Völkerwanderung durch das Auftreten der Hunnen im Osten. Die Neuankömmlinge bzw. germanischen Siedler wurden „Bajari“ bezeichnet, was so viel wie „Leute aus Böhmen“ bedeutet. Hiermit läßt sich feststellen, dass der Begriff „Bayern“ keltischen Ursprungs ist und etymologisch die  Bedeutung „Leute aus Böhmen“ bzw. „Leute vom Keltenstamm der Boier“ innehat, auch wenn die Boier in der genetischen Abstammung der Bayern neben Markomannen, Vindelikern und natürlich Römern offenbar nicht die Hauptrolle spielen. Die großen fruchtbaren Täler und Ebenen an Isar, Inn und Donau und den anderen bayerischen Flüssen und Seen wurden dabei selbstverständlich von den germanischen Siedlern eingenommen.

Das Schicksal der romanisierten Kelten

Die stückweise romanisierten Kelten hatten dem massenhaften Ansturm der Germanen wenig entgegenzusetzen, und mußten zwangsläufig in die dünner besiedelten Gebiete Bayerns ausweichen, wie in die Hallertau, den Böhmerwald,  das Allgäu und den Alpenraum. Dort passten sie sich, wie zuvor beim Einmarsch der Römer, zwangsläufig an die neuen Machtverhältnisse an, und überlebten zunächst durch den bescheidenen Ertrag der eigenen Feldarbeit. Zeugnisse der erfolgreichen Sesshaftwerdung der Kelten ist die bäuerliche Struktur in den klimatisch und landwirtschaftlich benachteiligten Gebieten Bayerns, wie zum Beispiel dem Bayerischen Wald, Allgäu, und der Hallertau, insbesondere aber die Almwirtschaft in den Alpen und der Hopfenanbau sind als besondere Leistung hervorzuheben.

Keltisches Erbe in Südbayern

Was verdanken wir heute den Kelten? Die Keltenstämme der Vindeliker und Boier leben auf mannigfaltige Art  im südbayerischen Volk weiter: In Tradition, Gebräuchen, Tracht, Essgewohnheiten, Trinkgewohnheiten,  Handwerk, Viehhaltung, Tierrassen, Ortsnamen, Flussnamen und vielem anderem mehr.

Neukeltische Erscheinungen im Amerika des 19. Jahrhunderts

Absolut erstaunlich ist auch die Tatsache, dass das keltische Tradition und Brauchtum auch den Sprung über den atlantischen Ozean geschafft hat. Viele Keltische Kulturelemente fanden plötzlich Ausdruck in der Cowboy-Kultur im Amerikanischen Westen. Erkennbar an silbernen Rädersporen, ornamental verzierten Gürtelschnallen, Bluegrass, einer Musikrichtung aus dem Genre der Country-Musik mit keltischen Klangbildern, keltische Trachtelemente in Form von bunt karierten und gestreiften Hemden und Hosen und  geschwungene Cowboy-Moustaches als Relikt Keltischer Barttracht.  Die ganze Eroberung des Amerikanischen Westen zu Pferde und in von Zugpferden gezogenen Wagen war eine Art Aufleben der Nomadisierenden, auf Eroberung abzielenden Keltischen Lebensweise auf dem nordamerikanischen Kontinent, auch getragen von zwei Auswanderungswellen aus Bayern um 1840 und 1870, vor allem aus dem Bayerischen Wald.

Ideologischer Missbrauch keltischer Symbole im 20.Jahrhundert

Ein dunkles Kapitel der jüngeren Deutschen Geschichte begann in den Münchener Bierkellern wie dem Löwenbräukeller, Bürgerbräukeller und dem Hofbräuhaus. Die dort gegründete Partei von ehemaligen Frontsoldaten des Ersten Weltkrieges überzog Deutschland, Europa und Teile der damaligen Welt in Krieg und leider auch Völkermord. Es fand einer der größten Raubzüge der Geschichte statt, und der Versuch der Versklavung vieler europäischer Völker. Dies geschah unter Verwendung verschiedener keltischer Symbole: Dem stilisierten Feuerrad, stilisierte Blitze,  Totenköpfe, Eichenlaub, Schwerter und Monumentalplatiken von Schwertkämpfern, Reitern und Pferden, entlehnt aus der keltischen Mythologie. Offiziell wurde das Germanentum idealisiert, es überwogen aber eindeutig die keltischen Elemente. Politischen Ausdruck fand die keltische Geschichte zu dieser Zeit zum Beispiel auch in der Achse Berlin-Rom, und künstlerischen Ausdruck in den monumentalen Pferdeplastiken vor der Neuen Reichskanzlei in Berlin.

Oktoberfest

Das keltische Element im heutigen Volksstamm der Bayern ist einfach nie wirklich verschwunden. Wir können dies alljährlich erleben am größten Volksfest der Welt, der „Wiesn“. Dort auf dem Theresienplatz befindet sich ein künstlicher Berg, die sogenannte Theresienhöhe. Auf dieser Anhöhe steht ein hellenistischer Ruhmestempel, der von Eichen umgeben ist, in dem die Büsten verdienter Bayern aufgestellt sind.  Im Vorhof dieses Tempels steht die Monumentalplastik der „Bavaria“, mit einem Siegeskranz aus Eichenlaub und umgürtet mit einem keltischen Langschwert. Dieses aus der keltischen Mythologie entlehntes Werk des neunzehnten Jahrhunderts stellt ein weithin sichtbares, schönes  Zeichen der Rückbesinnung und Glorifizierung  der keltischen Wurzeln des Bayerischen Volkes dar.  Auf dem Oktoberfest in München finden sich noch viele weitere keltische Zitate: Die mit Blumen geschmückten Brauereiwägen mit Bierfässern und Prunkgeschirren, die ornamentalen Verzierungen an den Trachten, die im Zopfmuster gestrickten Wollstrickjacken, am Spies gebratene ganze Ochsen, öffentliche Schau-Hinrichtungen („zum Schichtl“), und natürlich die mit Birkenreisig und Fichtengirlanden geschmückten Festzelte und Festhallten im alpenländischen Stil.

Europäische Einigung und Friedensprozess

Das keltische Erbe wirkt auch positiv weiter im Prozess der Europäischen Einigung und des Europäischen Friedens.

Chronologie der wichtigsten Ereignisse der Geschichte unserer Kelten

450 Jahre vor unserer Zeitrechnung, also vor ca. 2500 Jahren: Erster schriftlicher Bericht eines antiken Gelehrten über die Kelten an der Donau (Herodotus)

400 Überschreiten der Alpen nach Süden

387 Kelten plündern Rom

369 Kelten dienen als Söldner in Griechenland

335 Alexander der Große trifft sich mit keltischen Abgesandten am Ufer der Donau

283 Sieg der Römer über den Keltenstamm der Senones in Norditalien

279 Plünderung von Delphi durch die Kelten

278 Einwanderung der Kelten nach Kleinasien

275 Sieg der hellenistischen Syrer unter Antiochus über die Kelten

225 Römischer Sieg über die Boier

191 Ein Teil der Boier kehrt über die Alpen zurück nach Böhmen

120 Germanische Stämme überrennen Keltische Territorien

101 Niederlage der Kimbern gegen die Römer

58 Cäsar erobert Gallien

50 Boier erleiden in Pannonien eine Niederlage

15 Alpenexpedition des Römers Drusus mit Eroberung der Keltischen Territorien südlich der Donau, das heutige Altbayern

9 Rom erobert Noricum, das heutige Österreich

Begriffe

  • LaTène Zeit = Jüngere Eisenzeit, beginnend 450 vor unserer Zeitrechnung
  • Hallstattzeit = Ältere Eisenzeit 800 bis 450 vor unserer Zeitrechnung
  • Oppidum = Bezeichnung für einzelnen Städte der keltischen Stämme aus dem Werk „DE BELLO GALLICO“ von Gaius Iulius Caesar (100-44), typische Erscheinung des zweiten bis ersten Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung.
  • Regenbogenschüsselchen = Die Goldmünzen der Keltenstämme der Boier und Vindeliker in Böhmen und Süddeutschland
  • Torques: Halsring, oft aus Gold, Bestandteil der keltischen Tracht
  • Viehdiebstahl: Galt als das größte Verbrechen bei den Kelten
  • Tattoos: Bei den Kelten waren Tätowierungen gebräuchlich
  • Tweed: Aus Wollstoff gewebte Hosen in Karo-, Streifen- und Fischgrätmuster waren sehr gebräuchlich und verbreitet.
  • Menschenhandel: Preis einer Sklavin bei den Kelten: 6 Kälber = 3 Kühe
  • Totenbrauchtum: Grabhügel (Tumuli) waren gebräuchlich.
  • Jagd: Spielte bei den Kelten keine große Rolle mehr, da auf Viehzucht (Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen, Hühner, Hunde, Pferde, Bienen) spezialisiert.
  • Keltische Missionare: Die Bajuwaren, teilweise Nachfahren der Vindeliker, wurden von irisch-schottischen Mönchen missioniert, Nachfahren der Inselkelten. Gründung der ersten klösterlichen Gemeinschaft in Bayern an einer Flussschlinge am Donaudurchbruch bei Weltenburg durch die Kolumbanermönche Eustasius und Agilus in den Jahren 617 bis 620.
  • Kräutertee und Bier: Zwei typische Getränke, die uns von den Kelten überliefert wurden, sind das gehopfte Bier und der Kräutertee.
  • Manching bei Ingolstadt: Hauptstadt des Keltenstammes der Vindeliker
  • Hauptsiedlungsgebiet der Kelten in Deutschland: Württemberg und Altbayern

Literatur

  • THE CELTS. Venedig 1991
  • Rudolf Pörtner: Bevor die Römer kamen. Düsseldorf 1961
  • Wolf-Dieter Storl: Pflanzen der Kelten. Heilkunde. Pflanzenzauber. Baumkalender. Aarau, Schweiz 2000
  • Rudolf Reiser: Bayern und Salzburg um Christi Geburt. Die keltisch-römische Vergangenheit. München 2001
  • Amt der Salzburger Landregierung: Die Kelten in Mitteleuropa. Kultur. Kunst. Wirtschaft. Salzburger Landesausstellung 1.Mai-30.September 1980 im Keltenmuseum Hallein Österreich. Salzburg 1980
  • Herrmann Dannheimer / Roman Fink: Fundort Bayern. Report aus der Vorgeschichte. München 1968
  • Wikipedia

Musik

Hans Georg Oswald

 

 

 

 

 

 

Die Bienen und der blaue Planet

Die Bienen im Kosmos

In diesem Beitrag möchte ich ein wenig die Bienen und ihre vielfältigen Beziehungen zum Kosmos beleuchten. Die Funktion der Biene als Hauptbestäuberin der Blütenpflanzen ist ja weithin bekannt. Die Rolle der Biene in der Entwicklung des Planeten Erde und des Kosmos ist aber seltener Gegenstand der Betrachtung.

Blau ist die Lieblingsfarbe der Bienen

Schon Karl von Frisch und Maurice Maeterlinck haben festgestellt, dass Blau die Lieblingsfarbe der Bienen ist. Diese Tatsache, die sich durch Fütterungsversuche bestätigen läßt, zeigt die enge Verbindung der Bienen zu unserem blauen Planeten.

Bienen haben alle Kontinente (außer Antarktis) erobert

Ähnlich wie die Gattung Ameise sind die staatenbildenden Honigbienen eine sehr erfolgreiche Art. Als sich das erste Deutsche Auswandererschiff, die „Concord“, im Jahre 1683 von Deutschland aus nach Amerika auf den Weg machte, waren neben 13 Familien aus Krefeld auch 5 Bienenvölker mit an Bord, die sich als Schwärme den neuen Lebensraum eroberten. Die Geschwindigkeit, mit der sich die Bienen in Nordamerika ausbreiteten, war sechs Meilen pro Jahr, während sich die Siedler mit nur durchschnittlich drei Meilen pro Jahr von Ost nach West vorankamen. Dadurch erreichten die Honigbienen lange vor den Siedlern die Amerikanische Westküste.

Die Beziehungen der Bienen zum Regenbogen

Ein Regenbogen hat die Form einer umgedrehten Naturwabe, aber auch die Form eines Bienenkorbes. Sein Farbenspiel beinhaltet auch ultraviolett, welches die Bienen als Farbe sehen können, der Mensch jedoch nicht dazu in der Lage ist. Das Farbensehen der Bienen ist im Vergleich zur menschlichen Sehfähigkeit mehr in den ultravioletten Bereich verschoben. Angeblich fliegen Bienenköniginnen, nachdem sie geschlüpft und zum Hochzeitsflug ausfliegen, auf Regenbogenhöhe in 2000 Meter Höhe im Violettbereich des Regenbogens.

Speicherung von kosmischer Energie

Die Biene ist in der Lage kosmische Energie in gespeicherter Form zu bevorraten. Sie tut dies in Form von Wachs und Honig. Gerade Honig ist dafür berühmt, die reinste Form von Energie darzustellen. Honig ist gespeichertes Sonnenlicht. Der Blütennektar, der sozusagen der den Rohstoff der Honigbereitung darstellt, wird nur dann in den Blüten erzeugt, wenn genügend Sonnenwärme bereitsteht. Beim Bienenwachs verhält es sich ähnlich. Bienenwachs kann Wärme und Energie unheimlich lange Speichern. Durch diese Bevorratung von gespeicherter kosmischer Energie ist die Biene in der Lage, im Nestinnern eine konstante Temperatur um 35° Celsius zu halten, welche in der brutlosen Zeit im Winter bei 25° Celsius liegt.

Die Aufgabe der Biene im Kosmos

Das nützliche Wirken zur Erhöhung der Qualität und Qualität der natürlichen Resourcen ist die große Aufgabe der Bienen im Kosmos. Durch die Schlüsselstellung der Bienen in der Bestäubung fördert und initiiert  die Anwesenheit von Honigbienen stabile, artenreiche Pflanzengesellschaften, deren Opimalzustand der Wald ist. Dies erhöht das Vorhandensein von drei essentiellen Resourcen, nämliche die Verfügbarkeit von Wasser, den Aufbau von Dauerhumus (Bodenfruchtbarkeit), und die Produktion von Sauerstoff.

Balance und Ordnung

Jahr für Jahr müssen weltweit etwa zwanzig Millionen Kleinbauern ihre Heimat verlassen, weil die Böden und Brunnen austrocknen. Zuvor wurde meist die Vegetationsschicht entfernt, so dass der karge Boden die Sonnenstrahlen nicht absorbieren kann, sondern zurückstrahlt. Der so erzeugte Aufwind läßt die Wolken nicht mehr abregnen, und in der Folge die Wüsten sich ausbreiten. Der wichtigste Schritt, um wieder intakte, langlebige Pflanzengesellschaften aufzubauen, ist die flächendeckende Bienenhaltung. Damit einher gehen auch signifikant höhere Ernten von qualitativ höherwertigen Früchten und Samen. Auch die Tiergesundheit von Schafen, Ziegen und Rindern wird durch Veränderung hin zu eiweißreicheren Futterpflanzen durch die Anwesenheit von Honigbienen verbessert.

Bienen sind Garanten für den Fortbestand der Heimat

Die Honigbiene ist der wichtigste Indikator für den Zustand der Heimat und den Zustand der flächendeckenden, kleinstrukturierten, traditionellen Bauernschaft. Die Biene ist hier eine Art von Seismograph, ähnlich dem Wellensittich der Kohlebergleute. Wenn das Summen der Honigbiene verstummt, ist Alarmstufe rot, rette sich wer kann. Der Agrarpolitik und Agrarwissenschaft kann aus  dieser Perspektive kein gutes Zeugnis ausgestellt werden, denn mittlerweile ist die Honigbiene in breiter Front auf dem Rückzug in der Deutschen Landschaft. Die Zahl der Bienenvölker hat sich von drei Millionen im Jahr 1910 auf ein Sechstel, nämlich fünfhunderttausend bis sechshundertausend im Jahr 2017 reduziert. Die offiziell veröffentlichten Zahlen in den Statistiken sind leider unrichtig, aufgrund der fehlerhaften Zählung von Ablegern als Vollvölker. Es gibt also nur noch einen Bruchteil des ursprünglichen Bestandes. Erschwerend kommt hinzu, dass die noch vorhandenen Bienenvölker immer ungleicher und ungünstiger verteilt sind, mit einem Trend zu großen Völkerdichten in Ballungsgebieten, und zeitgleich zunehmend bienenleeren Gefilden auf dem Lande. Der Trend geht derzeit jedenfalls eindeutig zum urbanen Ein-Volk-Imker, der die Bienenhaltung oft nur wenige Jahre betreibt. Diese Entwicklung gibt zu denken, denn dies würde heißen dass die Zahl der Bienenvölker auf dem Lande weiter dramatisch abnehmen wird, mit Folgen für das Vorhandensein von Schmetterlingen, Hummeln und Vögel, die ja auch Nutznießer von der Tätigkeit der Honigbienen sind. In Deutschland ist das Fernbleiben der Bestäuber bereits jetzt schon bittere Realität. Wohl dem, der durch den Kauf von richtigem Honig von hiesigen Imkern ein klares Zeichen der Wertschätzung für unseren kleinen gestreiften Freunde setzt. Von der so unendlichen kleinen Biene wird so viel für die weitere Entwicklung unseres blauen Planeten Erde abhängen.

Die Bienen und ihr Bienenstock.

Eine alte Bienenwohnung aus dem Bienenmuseum in Weimar. tags: bienenwachs kaufen,    bio bienenwachs,    propolis kaufen,    bio honig kaufen,    bio bienenwachs kaufen,    met kaufen,    propolis vom imker,    bienenwachs bio kaufen,    honig vom imker kaufen,    propolis tropfen kaufen,    propolis imker,    propolis creme kaufen,    www. bio-honig.com,    Imkerei Familie Oswald,     Honigversandtelefon 08782-979-577

Echtes Bienenwachs läßt sich äußerlich leicht unterscheiden von verfälschtem Bienenwachs.

Woran erkennt man reines, unverfälschtes Bienenwachs?

Echtes, unverfälschtes Bienenwachs oxidiert mit der Zeit, vor allem an der kühleren Luft, das heißt, dass die Oberfläche des Wachses beschlägt, bzw. eine weiße Oxidationsschicht bekommt, die sich aber mit einem Tuch leicht wieder abwischen läßt. Dies ist das erste entscheidende Charakteristikum.

Das zweite Merkmal, an dem man echtes Bienenwachs erkennt, ist der Duft. Echtes Bienenwachs verliert an der Oberfläche mit der Zeit den Duft. Das bedeutet, dass wenn man an der Oberfläche riecht, zunächst der Duft kaum warhnehmbar ist. Erst wenn am Wachs gerieben wird, oder es verarbeitet wird, verströmt das Wachs seinen dezenten, angenehmen und edlen Duft.

Wie erkennt man verfälschtes Wachs?

Zum einen fehlt die Fähigkeit, den weißen Belag, den sogenannten “Wachsschimmel”, zu bilden (siehe oben).  Der Wachsschimmel ist kein echter Schimmel, sondern eine Reaktion mit der Luft, vor allem bei kühleren Temperaturen auftritt. Das verfälschte Wachs ist immer gleich gelb, und bekommt diese weiße Schicht an der Oberfläche nicht.

Das zweite Merkmal zur Erkennung von Wachsverfälschungen ist der Duft. Das verfälschte Wachs riecht immer gleich penetrant und intensiv. Eine geübte Nase kann sofort die Mineralölbestandteile, die immer etwas “streng”, “scharf” oder “beißend” nach Lösungsmittel riechen, deutlich erkennen.

Wie weitreichend ist der derzeitige Wachsskandal in Deutschland?

Der derzeitige Wachsskandal in Deutschland ist eine Tragödie gigantischen Ausmaßes, da die junge Brut der Bienen durch dieses verfälschte Wachs abstirbt und die Waben ihre Stabilität verlieren. Die Honigbienenbestände nehmen weltweit ab, und die derzeitige Wachsverfälschung trägt zum weiteren Niedergang der Honigbienen in Deutschland bei. Hunderttausende von Imker tauschten seit den 50er Jahren des vergangen Jahrhunderts bis heute das Altwachs Ihrer Bienen gegen vorgefertigte Mittelwände um. Dabei wurden viele immer wieder bis zum heutigen Tag teilweise unverschuldet Opfer von Wachsbetrug und Wachsverfälschungen, die sich aufgrund des Wachskreislaufes fortlaufend in den Wachsbeständen anreichern konnten. Heutzutage gibt es leider europaweit zunehmend 100% synthetisch hergestelltes, billiges Wachs aus China zu kaufen, das jedoch zur Schande der Kontrollbehörden als reines Bienenwachs angeboten wird, und regelmäßig die Wachskreisläufe der Imker und der Wachsverabeiter gefährdet. Die Gefährdungslage hierfür nimmt laufend immer weiter zu.

Väterchen Frost hat Einzug gehalten.

Väterchen Frost hat im Isar-Hügelland Anfang Dezember Einzug gehalten. Der Winter ist die Zeit, wo jedermann reine und unverfälschte Bienenwachsprodukte besonders wertschätzt. Mit diesem Artikel möchte ich dazu beitragen, dass es auch in Zukunft noch nach reinem Bienenwachs nachgefragt wird, und das echte Bienenwachs nicht vollständig verdrängt wird.

 

Hier sind einige Links zu echten, unverfälschten Erzeugnissen aus reinstem Bienenwachs:

Deutsches Bienenwachs von Honigwaben (100 g reines Entdeckelungswachs aus regionaler Bienenhaltung) in Lebensmittel-Qualität von anerkanntem Imkerei-Fachbetrieb, zur Herstellung von Cremes, Salben, Wachstücher, etc.

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Hoch lebe die Honigbiene und die edlen Gaben der Bienen!

 

Bienen im Fluge an der Fluögffnung des Bienenkastens.

Bienenflug an der Flugöffnung der Bienenbeute. Foto: Markus Wurmer, Hausen

Bahn frei für die Flugkünstlerinnen

Freier Flug ist sehr sehr wichtig und gesund für die Bienenvölker. Nach dem sie längere Zeit nicht geflogen sind, sehnen sie sich nun um so mehr nach Luft und Licht.

Die Strahlen der Sonne sind in der dunklen Jahreszeit eine Wohltat für Mensch und Biene, können aber die Winterruhe verzögern

Noch ist kein Polleneintrag zu erkennen, aber wir Imker müssen jetzt aufmerksam beobachten. Sollte jetzt wieder Pollensammelflug eintreten, verschiebt sich der Beginn der Winterruhe weitere 21 Tage nach hinten.

Bienen im Spätherbst beim Ausflug.

Bienen im Spätherbst. Foto: Markus Wurmer, Hausen

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Hoch lebe die Biene!

Ein Sperber im offenen Laub- und Nadelwald.

Ein Sperber am Bienenstand.

Der Sperber ist ein Baumbrüter wie die Honigbiene

Der Sperber ist ein Baumbrüter, der seinen Horst gut versteckt im unteren Kronenbereich am Stamm anlegt. Diese Vorliebe im Nestbau teilt er mit unserer heimatlichen Honigbiene apis mellifera mellifera, welche ebenfalls ihr Nest bevorzugt im unteren Kronenbereich am Stamm anlegt. Mit dem kleinen Unterschied, dass die Bienen das Nest im Stamm anlegen, also sogenannte Hohlnestbrüter sind.

Aussehen, Nahrungserwerb, Jagd- und Lebensweise

Die Heimat des Sperbers ist sowohl der Nadelwald (Fichten, Tannen) als auch der Mischwald (Eichen, Kirschen). Er beobachtet seine Beute sowohl im Stand als auch im Flug (Stand- und Strichvogel), und schlägt seine Beute hauptsächlich in der Luft (Grifftöter). Der Sperber ist ein sehr wendiger, agiler Kurzstreckenjäger. Seine Beute sind meist Vögel bis Taubengröße (männliche Sperber) oder Drosselgröße (weibliche Sperber), seltener Kleinsäuger. Die Vögel haben ein Gelege von vier bis sechs Eier mit einer Brutdauer von sechsunddreißig Tagen.

Ein Sperber im Flug mit einem Vogel als Beute in seinen Fängen.

Ein Sperber im Flug mit einem Vogel als Beute in seinen Fängen.

Naturprodukte aus unserem Bienengarten

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Wissen wann bei den Bienen Winterruhe einkehrt

Um zu wissen, wie es den Bienen jetzt geht, müssen wir eine kleine Nachtreise zu den Bienenständen unternehmen. Nachdem gestern (14. November 2016) der Supermond aufgegangen war, war es hell genug, um dem Bienengarten einen Besuch abzustatten. Warum Nacht? Der Grund ist folgender: Die ersten beiden Frostnächte sind extrem wichtig für die Berechnung der brutfreien Zeit, auch Winterruhe genannt. Dies geschieht so: Nach den ersten beiden richtigen Frostnächten wird dieses Datum im Kalender markiert und die darauffolgenden Tage bis einundzwanzig durchgezählt. Richtiger Frost ist dann gegeben, wenn Wasser in einer Schale durchgefriert, ich spreche also nicht von Raureif, sondern von Frost. Diese beiden Frosttage waren bei uns im Isar-Hügelland um den 15. November 2016. Zähle ich einundzwanzig Tage hinzu, komme ich auf den sechsten Dezember. Die einundzwanzig Tage markieren die Entwicklungszeit eines Bieneneies zu einer komplett ausgeschlüpften Biene.

Kältereiz ist wichtig

Die Bienenkönigin braucht den Kältereiz um zu wissen, wann sie das Legegeschäft einstellen soll. Eine Bienenkönigin ist gewöhnt, im Prinzip 24 Stunden mit der Anlage von Brutflächen beschäftigt zu sein, dem sogenannten Bestiften. Bieneneier sehen aus wie kleine Stifte, die senkrecht in der Zelle stehen. Die die Zellen aber ungefähr horizontal verlaufen, stehen die Stifte ebenfalls ungefähr horizontal in der Wabe.

Jede Erschütterung, Geräusch oder Störung muss unterbleiben

Jede Störung lockert die Winterkugel und ist daher schlecht. Man achte auch auf Vermeidung von Störungen durch Spechte, Wildschweine, Holzarbeiten, Vibration durch Traktoren und Maschinen, Abgase, Schusswaffen etc.

Stürme und starken Wind abwehren

Schutz vor Stürmen und starkem Wind wird gut durch die Anlage einer Schutzpflanzung, eines sogenannten “grünen Pullovers” auf der Nordseite sowie auf den Seiten erreicht. Dafür haben sich aus eigener Erfahrung folgenden Pflanzengesellschaften bewährt:

  • Stieleichen im Abstand von fünf Metern, dazwischen Buchs, Haselnuss, Weissdorn, Wildrosen, Efeu und Brombeeren. Wenn die Eichen Armdicke erreicht haben, in fünf Meter Höhe kappen und neu austreiben lassen. Ideale Tiefe der Schutzhecke beträgt zehn Meter, die Länge 25 bis 50 Meter.
  • Kiefern im Abstand von fünf Metern, dazwischen Buchs, Haselnuss, Weissdorn, Efeu, Wildrosen und Brombeeren. Wenn die Kiefern armdicke erreicht haben, ebenfalls in fünf Meter Höhe kappen.

Nicht besorgt sein

Wer alle Vorarbeiten zur Einwinterung bei den Bienen ab Juli gewissenhaft erfüllt hat, braucht um seine Bienen während des Winters nicht besorgt sein.

supermond

Nützlicher Link zum Supervollmond am 14.11.2016: https://de.wikipedia.org/wiki/Supervollmond

Ein Wappenfenster in den Farben rot und blau.

Alte Glasmalerei

Rotes Wappenschild mit blauer Taube.

Rotes Wappenschild mit blauer Taube (?)

Ein Stechhelm (Turnierhelm) mit Helmzier.

Ritter-Turnierhelm mit Helmzier

Das Wappenfenster war ursprünglich nur ein Fragment. Nachdem ein altes Fenster im Bauernhaus undicht war, nutzten wir das Wappenfragment zum Einglasen des Bauernfensters. Dass ich früher einmal eine Lehre als Glaser begonnen hatte, und Ruth Glaskünstlerin ist, kam uns hier gelegen.  Aus unserem Fundus von farbigem Antikglas wählte ich für den Rand ein türkisfarbenes, blaues Antikglas aus.

Sodann ging es ans Ermitteln von Lichtmaß, Falzmaß und Zuschnittmaß. Danach erfolgte das Zuschneiden der Glasstücke mit dem Silberschnitt Stahlrädchen Glasschneider. Vorher kommt ein Tropfen Öl aufs Stahlrädchen. Sodann werden die Bleiruten für den oberen und unteren Rand mit dem Bleimesser auf das Lichtmass zugeschnitten und eingesetzt und mit dem Heft des Glasschneiders zugestrichen. Danach werden mit sehr weichen Verstreichkitt die Fugen abgedichtet.

Das nun fertige Wappenbild wird nun in die Nut des Fensters eingeschoben, denn es handelte sich leider um ein sehr primitives Stall-Holzfenster ohne Falz und ohne Kittbett. Danach haben wir das Fenster mit Sägespänen trockengerieben und von Kittresten gereinigt. Dabei bekam das Glas und die Bleiruten wieder ein bischen etwas von ihrem alten Glanz zurück.

Bleiverglasungen und Wappenfenster haben mich schon seit der Schulzeit beschäftigt, als ich zum Beispiel im Kunst Leistungskurs am Hans-Leinberger-Gymnasium in Landshut eine Facharbeit über Glasmalerei geschrieben habe. Vielleicht hat auch dazu beigetragen, dass sich in der Bauernstube meiner Großeltern  ein altes Wappenfenster aus der Mayer´schen Hofkunstanstalt (https://de.wikipedia.org/wiki/Mayer%E2%80%99sche_Hofkunstanstalt) befand. Der  künstlerische Leiter der Hofkunstanstalt war ab 1891 Franz Xaver Zettler, ein gebürtiger Pfeffenhausener (https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Xaver_Zettler).

Franz Xaver Zettler sitzt mit seinen beiden Söhnen am Tisch, eine Zeichnung eines gotischen Maßwerkfensters betrachtend.

Franz Xaver Zettler mit seinen Söhnen. Aus Martin Fahmüllers Buch: “Pfeffenhausen. Die Geschichte des Marktes Pfeffenhausen.”, Pfeffenhausen 2015.

“Franz X. Zettler war der Sohn eines Pfeffenhausener Bäckers. Nach der kaufmännischen Ausbildung in München widmete er sich ganz der Kunst. Seine Auffassung, in der Glaskunst wieder zurück zur Blütezeit dieser Kunstform ins Mittelalter zu gehen, und aus dem Formenschatz dieser Epoche zu schöpfen, begründete den Ruhm der Hofkunstanstalt. Bald kamen Aufträge aus dem In- und Ausland. auch die Fenster der Pfeffenhausener Pfarrkirche fertigte seine Werkstatt in München. Aus Verbundenheit mit der Heimat seines Vaters machte er das Mittelfenster der Pfarrei zum Geschenk.”  Aus Konrad und Martin Fahmüllers Buch: “Pfeffenhausen. Die Geschichte des Marktes Pfeffenhausen.”, Pfeffenhausen 2015, Seite 150 im Kapitel “Bäcker und Konditoren”.

 

Mein eigener Ur-Ur-Großvater Josef Kraus, geboren 1846 in Simbach am Inn, war von Beruf Glaser- und Zinngiessermeister, ebenso  auch mein Ur-Großvater Franz Xaver Kraus, geboren 1877. So war die Arbeit an diesem Fenster der willkommene Anlass,  mich an die alte Handwerkstradition meiner Vorfahren zu erinnern.

Ein Gemälde, das das Gründerehepaar der Glaserei Kraus in Altötting zeigt. Der Glaser- und Zinngießermeister Franz Xaver Kraus trägt eine grüne Glaserschürze und hält eine Pfeife in der rechten Hand. Seine Gattin, die Geschäftsfrau Veronika Kraus sitzt schreibend am Schreibtisch, eine Schreibfeder in Ihrer rechten Hand. Im Hintergrund befindet sich in bleiverglastes Fenster, das den Blick auf den Kapellplatz in Altötting, dem berühmten Wallfahrtsort, freigibt. Zu erkennen ist die Gnadenkapelle, die Magdalenenkirche und daneben der Kongregationssaal der Marianischen Männerkongregation.

Glaser- und Zinngießermeister Franz Xaver und Veronika wanderten 1903 von Simbach am Inn nach Altötting aus und gründeten dort eine Glas- und Porzellanwarenladengeschäft mit Devotionalien für Wallfahrer sowie angeschlossener Glaserei, Zinngießerei mit Bierkrugdeckelfabrikation, Spiegelverkauf und Einrahmungen. Die beiden sehr religiösen und fleißigen Gründer kamen in Altötting mit leeren Taschen und nur mit einer Nähmaschine an.  Sie bauten 1903 ein Geschäftshaus mit Werkstatt angrenzend an das Gasthaus Zwölf Apostel (neben der Papstlinde am Bruder-Konrad-Brunnen). Dank Inhaberwechsels existiert die Glaserei bis zum heutigen Tage in Altötting fort (Link: http://glas-kraus.de/unser-team).

Altöttinger Land

Übersichtskarte von Altöttinger Land. Früher gehörte Altötting zum Bistum Salzburg, jetzt jedoch zum Bistum Passau.

Die Papstlinde in Altöttting.

Papstlinde, gepflanzt von Johannes-Paul II. bei seinem Besuch in Altötting, links Bruder-Konrad Brunnen, hinten die Wallfahrer Basilika und rechts Hotel Gasthof Zwölf-Apostel (gelb). Das rosa Haus beherbergt einen Devotionalienladen.

 

 

 

 

Eine Kunstpostkarte mit einem Werk von dem Kinderbuchillustrator Ernst Kreidolfs Werk "Frau Sonnenblume".

Ernst Kreidolf 1863-1956, Frau Sonnenblume, Pastell auf Papier. Privatbesitz, Schweiz.

Diese Postkarte mit der Sonnenblume erreichte uns mit der Post und trug eine handschriftliche Honigbestellung. Der Künstler Ernst Kreidolf illustrierte ab 1898 Kinderbücher. Personifizierte Blumen und Insekten spielen in seinen Werken die Hauptrolle.

Folgende Kinderbücher stammen aus seiner Feder:

  • Blumenmärchen. 1898
  • Fitzebutze. 1900
  • Die schlafenden Bäume. Ein Märchen in Bildern. 1901
  • Die Wiesenzwerge. 1902
  • Schwätzchen für Kinder. 1903
  • Der Buntscheck. 1904
  • Alte Kinderreime. 1905
  • Sommervögel. 1908
  • Gartentraum. 1911
  • Alpenblumenmärchen. 1922
  • Biblische Bilder.
  • Wintermärchen. 1924
  • Lenzgesind. 1926
  • Das Hundefest. 1928
  • Bei den Gnomen und Elfen. 1929
  • Kinderzeit. 1930
  • Grashupfer. 1931

Quelle: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Kreidolf

Illustration mit Waldameisen.

Illustration (Detail) mit gezeichneten Roten Waldameisen, Käfern, Grashüpfern und Schmetterling beim Verteilen von Blütenstaub.

 

Die Blütenuhr zeigt statt Ziffern Blütenpflanzen an

Im Mikrokosmos der Honigbienen geht die Uhr anders. Statt Ziffern zeigt die Blütenuhr der Bienen markante, gut zu beobachtende Blütenpflanzen an, die zur jeweiligen Blütezeit neben vielen anderen beflogen werden. Es geht bei dieser Betrachtung nicht in erster Linie um den Honig, sondern um die Aussagekraft über den aktuellen Zustand der Entwicklung der Bienenvölker. Es handelt sich um Zeigerpflanzen, die exemplarisch Auskunft geben über die Wetterentwicklung und deren Wirkung auf die natürlichen Rhythmen im Bienenvolk.

Haselnuss-Weide-Schlehe-Löwenzahn-Raps-Linde-Springkraut-Aster

Es beginnt mit der Haselnussblüte im Februar. Darauf folgt die Weidenblüte im März, die Schlehenblüte im April, die Löwenzahnblüte ebenfalls im April, die Rapsblüte im Mai, die Brombeerblüte im Juni, die Lindenblüte im Juli, die Springkrautblüte im August und letztendlich die Asternblüte im September und Oktober.

Bilder von den mutigen letzten Blütenbesucherinnen im Herbst

Wenn die Temperatur im Schatten unter 10° Celsius fällt, werden die Ausflüge selten, bei unter 5° Celsius wird der Flugbetrieb normalerweise eingestellt. Unsere Ökologischen Bienenvölker wohnen in dünnwandigen Naturholzbeuten, die die Sonne schnell und gut absorbieren, so daß die Bienen schnell auf Sonnenfenster im Herbst und Winter reagieren können. Für die Bienen sind diese Temperaturspitzen enorm wichtig für die Gesundheit und Wohlbefinden. Die Aufnahmen zeigen einzelne mutige Flugbienen bei den letzten Blütenbesuchen.

Blütenuhr.

Blütenuhr Imkerei Oswald

Bauernhaus Imkerei Oswald.

Bauernhaus Imkerei Oswald

Honigbienchen auf Asternblüte.

Honigbienchen auf Asternblüte

Neuenglische Aster.

Neuenglische Aster

Honig gesund und lecker von Imkerei Oswald: Honig Haus am Bienenhof.

Honig gesund und lecker von Imkerei Oswald

Stärkung vor dem Winter.

Letzte Stärkung vor dem Winter

Die kleine Imkerei der Oswalds.

Kleine Imkerei der Oswalds

Eine Winterbiene auf einer purpurroten Asternblüte.

Eine sogenannte Winterbiene auf purpurroter Asternblüte

Ein Apfelbäumchen der Sorte Rewena (vor 13 Jahren gepflanzt).

Apfel der Sorte Rewena

Eine schöne Biene aus Familie Oswalds Bienenhaltung auf einer schönen Blüte.

Bienen verstehen kann nur, wer etwas von Blumen versteht

Bienengerechte Bienenhaltung in Einzelaufstellung.

Bienengerechte Bienenhaltung in Einzelaufstellung

Pestkapelle Oberlauterbach.

Pestkapelle Oberlauterbach

Eine gestreifte Honigbiene saugt Blütensubstanzen von einer lila Blüte.

In vergangen Zeiten nahm man sich die Zeit, um das Leben der Bienen genauer zu betrachten

Bienenvolk wärend der Sonnung.

Das Bienenvolk absorbiert jeden Sonnenstrahl

Bienen bei der Sonnung.

Honig aus eigener Biokreis Bienenhaltung

Pollensammelnde Biene.

Blütenpollen aus Deutschland von pollensammelnder Biene

Bienen auf einzigartig schönen Blüten.

Bayerischer Biene des Ökotyps Hallertauer Biene sammelt Blütensubstanzen für Bayerischer Blütenhonig

Biene auf Blütenpflanze.

Die Bienen brauchen Blütenpflanzen

Lila ist die Farbe des Herbstes.

Die Farbe des Herbstes

 

 

 

 

Das Naturschutzgebiet “Ehemaliger Standortübungsplatz Landshut mit Isarleite”

Das Zweite Schwere Reiter Regiment bei Landshut

Die Geschichte dieses landschaftlichen Kleinods beginnt 1880, als für das Zweite Schwere Reiter Regiment  bei Landshut ein Exerzierplatz an den Isarhängen etabliert wurde. Dieses militärische Übungsgebiet wurde in den verschiedenen Phasen des Zwanzigsten Jahrhunderts dann immer wieder erweitert. In dem 190 Hektar großem Gebiet befanden sich unzählige Hofstellen mit altem Baumbestand, welche jedoch nicht abgerissen, sondern sich selbst überlassen wurden.

Standarte des 2. Schwere Reiter Regiments.

Zweites Schweres Reiter Regiment

Aus dem Schwere Reiter Regiment wurde in der Zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts die Panzerbrigade 24 “Niederbayern”, ein Verband der 1. Gebirgsdivision des Heeres der Bundeswehr mit Stab in Landshut (Schoch-Kaserne) und Stationierungsraum in Niederbayern. Die Brigade wurde 1994 aufgelöst. Ich selbst habe noch ein Panzermanöver auf dem ehemaligen Standortübungsplatz miterlebt und bin auch im Spähpanzer bei Höchstgeschwindigkeit in welligem Gelände ordentlich durchgeschüttelt worden. Kurz vor dem Abzug der Bundeswehr bin ich dann mit Freunden auf dem Übungsgelände mit einem alten Mercedes herumgekurvt, als dort noch kleine Miniaturdörfer aus Holz aufgestellt waren.

Orientierungstafel Naturschutzgebiet Ehemaliger Standortübungsplatz.

Naturschutzgebiet “Ehemaliger Standortübungsplatz Landshut mit Isarhangleite”

Nach dem Abzug der Panzer wurde ein besonderer Reichtum an seltenen Arten entdeckt. Leider wurde zu dieser Zeit der Wert der Honigbienen für die Biodiversität nicht richtig erkannt, und die Haltung von Honigbienen wurde im Naturschutzgebiet gesetzlich verboten. Ich habe mich persönlich dafür eingesetzt, dass dieser Fehler korrigiert wird, aber leider ohne Erfolg. Die Wahrheit ist, dass zwischen den solitär lebenden Bienen und den Honigbienen keine Nahrungskonkurrenz besteht, im Gegenteil, die beiden Arten haben unterschiedliche Sammelstrategien und ergänzen sich sehr gut, so dass eine Koexistenz einen natürlichen Idealzustand darstellt. Dies sahen einzelne Solitärbienenfanatiker anders. Ein Versuch meinerseits, darüber zu reden, scheiterte an der mangelnden Gesprächsbereitschaft der Solitärbienenfanatiker. Dies stellte eine schwere Niederlage für die Biodiversität im Naturschutzgebiet dar, zumal auf den Hofstellen seit Jahrhunderten Honigbienen gehalten wurden.

Aussichtspunkt im Naturschutzgebiet.

Aussichtspunkt im Naturschutzgebiet.

Ehemaliger Panzerfahrweg.

Ehemaliger Panzerfahrweg

Apfelbäume.

Apfelbäume

Honig im Glas der Sorte Blüten-Honig mit dem Siegel biokreis, regional & fair, Der Grüne Punkt, und Anerkannter Imkerei-Fachbetrieb Siegel vom Berufs-und Erwerbs-Imkerbund.http://bio-honig.com/shop/imkerei-oswald-bio-honig-von-eigenen-bienen/

Wichtiger Beitrag zu Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Biodiversität

Für die Umsetzung der Bio Richtlinien in unserer täglichen Arbeit, und für unser gemeinsames Engagement, die  ökologische Bienenhaltung in Deutschland voranzubringen, haben wir soeben den Anerkennungsbescheid 2016/2017 für das Kontrolljahr 2016 erhalten.

Die Anerkennnungsurkunde für bio-honig.com.

Die Imkerei Oswald wurde 2016 kontrolliert. Es gab keinerlei Beanstandungen. Nach Beurteilung durch das Anerkennungsgremium ist die Imkerei Oswald berechtigt, das eingetragene Verbandswarenzeichen BIOKREIS zu führen.

Hier gehts zu unserer Facebook Seite: https://facebook.com/imkerei.oswald

Hier gehts zu unserer Biokreis Honig Edition “Sonnenvögelchen”: http://bio-honig.com/shop/naturhonig-biohonig-kaufen-oswald/

Zertifikat regional & fair

bio-honig.com wurde ebenfalls auf die Einhaltung der “regional & fair”-Richtlinien kontrolliert. Die Verarbeitung der Erzeugnisse erfolgte ohne synthetischer Zusätze oder gentechnisch veränderter Substanzen, und es wurden umwelt- und resourcenschonende Produktionsmethoden angewendet. Eine positive Grundeinstellung zum Ökologischen Landbau ist dazu ein wichtige Voraussetzung:

  • Erzeugung von Produkten nach ökologischen Richtlinien
  • Bezug der ökologischen Betriebsmittel aus der Region
  • Qualitätsmanagement und Rückverfolgbarkeit
  • Faire Lieferpartnerschaften
  • Faire Preise für kleine Familienbetriebe
  • Soziale Kriterien
  • Förderung alter Rassen (Hallertauer Biene Apis mellifera hallertauensis) und alter Sorten (Kaiser Wilhelm-Apfel, Himbeerapfel von Holowaus, u.v.a.m.)
  • Öffentlichkeitsarbeit und Regionalvermarktung
Zertifikat regional und fair von Imkerei Oswald bio-honig.com.

Honig aus eigener Imkerei, regional & fair

 

 

Der Begriff Isar-Donau-Hügelland bezeichnet die hügelige Landschaft zwischen den Flüssen Donau und Isar. Die Landeshauptstadt Bayerns, die Stadt München, liegt bekanntlich an der Isar. Die nächste größere Stadt isarabwärts ist Landshut, Hauptstadt von Niederbayern. Das Gebiet des Isar-Donau-Hügellandes liegt zwischen der von den Römern gegründeten alten Kaiserstadt Regensburg und der alten Herzogsstadt Landshut.

Isartal

Blick von der Burg Trausnitz zu Landshut auf das Isartal.

Am Donnerstag, den 06.10.2016 lud der Verein “Tradition und Brauchtum” ins Zeughaus auf der Grieserwiese zu einem Vortrag des Landshuter Kreisarchäologen M.A. Thomas Richter. Der Titel des Vortrages lautete “(K)eine Stadt aus dem Nichts”. Dabei erläuterte er anschaulich die neuesten Theorien über die Anfänge der Stadt Landshut.

Titel des Vortrages vom Landshuter Kreisarchäologen Thomas Richter.

Landkreis Landshut. Eine Stadt aus dem Nichts. Die früh- und hochmittelalterliche Besiedelung der Region Landshut im Lichte archäologischer Ausgrabungen.

Die alte römische Fernstraße von Venedig nach Regensburg

Bis ins Hochmittelalter dienten die alten römischen Fernstraßen als Verkehrswege, neue Fernstraßen wurden selten bis gar nicht angelegt. Eine alte wichtige Fernstraße war die Römerstraße von Venedig über Salzburg nach Regensburg. Diese Straße kreuzte die Isar auf einer natürlichen Furt etwas nördlich von Landshut, auf Höhe des Naherholungsgebietes Gretlmühle.

Die römische Fernstraße von Augsburg nach Konstantinopel

Eine weitere wichtige römische Fernstraße, die Straße von Augsburg nach Konstantinopel, verläuft zunächst auf der rechten Isarseite, und kreuzt dann kurz vor Landshut zwischen Niedererlbach, Weixerau und Altdorf die Isar.

Die beiden Römerstraßen kreuzen sich irgendwo links der Isar im Bereich zwischen Ergolding und Altheim

Die Besiedelung Ergoldings, das heute mit der Stadt Landshut zusammenwächst, ist seit 600 archäoloigsch erfassbar. In dem Gebiet war schon in vorgeschichtlicher ein Erdwerk, das zu astronomischen Zwecken diente, eine Art niederbayerisches Stonehenge. Auch wurde bei Altdorf der größte bekannte bayuwarische Friedhof ausgegraben.

Das karolingische Königsgut Ergolding

An der Isar reihten sich die drei karolingischen Königsgüter Moosburg, Ergolding und Landau aneinander. Bei Ergolding ist der Aufenthalt der königlichen Entourage in den Jahren 822-824 nachgewiesen. Die Burg und der Königshof sind baulich nicht mehr vorhanden, aber archäologisch erfaßt. Ergolding war ein komplexes Zentrum mittelalterlichen Lebens, mit reicher Viehzucht, Milchverarbeitung, Metallverarbeitung und mehreren Kirchen und Kapellen.

Ludwig der Kelheimer will einen Territorialstaat gründen

Die römisch-katholische Kirche beanspruchte im Mittelalter Rechtsnachfolger des römischen Reiches zu sein. Der Bischof von Regensburg hatte deshalb im Mittelalter als Kurfürst mehr Macht als die Wittelsbacher Herzöge. Dies missfiel dem bayerischem Herzog Ludwig dem Kelheimer. Im Zuge der Aufbruchstimmung, die mit dem Beginn der Kreuzzüge ins Heilige Land losbrach, gründete Ludwig der Kelheimer genau an der Grenze der Diözese Regensburg eine ganze Zahl von Städten, um die Macht des Bischofs zu schwächen. Darunter befand sich auch die Gründung der Stadt Landshut, die ja rechts der Isar, genau an der Grenze  liegt. In der Mitte der Isar befindet sich nämlich die Grenze zwischen der Diözese Regensburg und der Diözese Freising-München.

Ergoldings Status als Großsiedlung endet um 1150

Das Ende von Ergoldings Status als Großsiedlung im Isar-Donau-Hügelland fällt zeitlich fast zusammen mit der Gründung Landshuts im Jahr 1204. Dies erklärt auch den kometenhaften Aufstieg Landshuts im Mittelalter und dem Bau des höchsten Backsteinturmes der Welt. Die Auflösung  der Großsiedlung Ergoldings kam Landshut, das auf der anderen Isar-Seite liegt, perfekt zugute. Dabei ist festzustellen, dass Ergolding aus politischem Willen des Herzogs aufgelöst wurde, um Resourcen für seinen Traum von einem Bayerischen Territorialstaat im Isar-Donau-Hügelland freizubekommen.

Welche Rolle spielt hierbei die Burg Trausnitz?

Neue archäologische Erkenntnisse belegen eine hölzerne Befestigungsanlage, die seit dem Jahr 900 an der Stelle des heutigen sogenannten Fürstenbaues existierte. Sie war auf diesem Geländesporn nach Norden durch drei imposante Wälle geschützt, von denen zwei heute noch in der heutigen Anlage der Burg erkennbar sind.

Wittelsbacher Turm auf der Burg Trausnitz.

Wittelsbacher Turm auf der Burg Trausnitz


Fürstentreppe und Pulverturm.

Fürstentreppe (Ochsenklavier) und Pulverturm.


Blick isaraufwärts Richtung München.

Blick isaraufwärts Richtung München.


Bildnis der Herzogin Jadwiga mit Taube, Polnische Königstochter und Gemahlin Georgs des Reichen (Landshuter Hochzeit 1475).

Bildnis der Herzogin Jadwiga mit Taube, Polnische Königstochter und Gemahlin Georgs des Reichen (Landshuter Hochzeit 1475).


Bildnis der Herzogin Jadwiga mit Taube, Polnische Königstochter und Gemahlin Georgs des Reichen (Landshuter Hochzeit 1475).

Bildnis der Herzogin Jadwiga mit Taube, Polnische Königstochter und Gemahlin Georgs des Reichen (Landshuter Hochzeit 1475) (Detail).

 

 

 

 

 

Die Kundenbewertungen unserer Kundenumfrage

Die Hauptfrage der Kundenumfrage

Die Hauptfrage unserer Kundenumfrage war: “Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie Bienenprodukte und Naturwaren von Imkerei Oswald´s Onlineshop bio-honig.com einem Freund oder Kollegen weiterempfehlen werden?

  • Wir erhielten Antworten von 99 Kunden.
  • Die sehr große Mehrheit von 78% gab uns Höchstnoten (9-10 von 10)
  • 17% gaben uns eine sehr positive Bewertung (7-8 von 10)
  • 5% gab uns mittlere bis nicht so gute Noten (0-6 von 10)

Die Detailfragen der Kundenumfrage

Die Detailfragen hatten folgenden Einleitungssatz: ” Welche Verbesserungen würden Sie vornehmen beziehungsweise vorschlagen?”

Bei den Detailfragen erhielten wir Antworten von 66 Kunden.

Die Zustimmungsrate verteilte sich folgendermaßen  (nur die besten 7 Ergebnisse):

  • Weitere Zahlungsfunktionen wie Visa, giropay, Sofortüberweisung und abgesichterter Rechnungskauf hinzufügen? Höchste Zustimmung mit 52%
  • Neue Inhalte wie Honigberatung und Tipps hinzufügen? Zweithöchste Zustimmungsrate mit 21,21%
  • Honig von anderen Imkern aus anderen Deutschen Regionen ins Sortiment aufnehmen? Dritthöchste Zustimmungsrate mit 19%
  • Die Zahlungsfunktion Kreditkarte hinzufügen? Zustimmungsrate 14%
  • Die neuen Blogbeiträge als Newsletter versenden? Zustimmungsrate 12%
  • Die Honigauswahl erhöhen? Zustimmungsrate 12%
  • Zahlungsfunktion Sofortüberweisung hinzufügen? Zustimmung 11% 

Kundenstimmen aus dem Dialogfeld am Ende der Umfrage (anonymisiert)

“Wir sind absolut begeistert von Ihrem Honig. Vielleicht können sie spezielle Koch- und Backrezepte mit Honig aufführen. Ihr Honig läßt sich ausgezeichnet verschenken (…) Herzliche Grüße Ihre …”

“Liebe …, euer Honig ist der Beste! Das erfahren auch alle Freunde und Bekannte. Ich nenne ihn LOVE Honig! Herzliche Grüße …”

“Für mich passt alles”

“Etiketten sind super. Bitte nicht ändern! Die Gläser liebe ich. Ich verwende sie im Anschluss weiter. Ich möchte nur Oswald Honig und keine anderen Imker, weil ich keinen Pfusch möchte. Ich vertraue Euch, auch dass die Bienen gut behandelt werden. Da zahle ich den Preis gerne. Bitte weiter so!”

“aber eigentlich auch so alles super”

“Mir hat es sehr gut gefallen, bei Ihnen zu bestellen, die Versanddauer war in Ordnung. Den großen Wachsblock in kleinen Stücken ins Paket zu packen hätte für mich im häuslichen Verbrauch logistische Vorteile gebracht, (…) Viele Grüße”

Eigene Anmerkung: Wir haben den Vorschlag bereits umgesetzt und versenden die 100g Wachsstücke nun auch bei größeren Mengen in 100g Stücken, und nicht mehr als Wachsblock.

“Alles Bestens! Ihr Honig ist einfach wunderbar!”

“Newsletter”

“Ich bin vollkommen zufrieden!”

“Euer Honig ist super.”

“Was gut ist soll man nicht verschlimmbessern”

“Bitte keine ausländischen Honige anbieten, wegen Seuchengefahr”

Eigener Anmerkung: Es ist in der Tat so, dass Importware eine Gefahr für die lokalen Bienenvölker darstellen kann. Deshalb würde ich nie empfehlen, bei einem Händler Honig zu kaufen, sondern nur direkt beim Imker.

“Ich finde den Aufbau der Seite verwirrend. Im Prinzip haben Sie zwei Sorten superleckeren Honig. Dass die Pakete letztlich nur unterschiedliche Zusammenstellungen sind, konnte ich immer nur erraten.”

Eigene Anmerkung: Jedes einzelne Bienenvolk sammelt individuell einen besonderen Honig, den es in genau dieser Zusammensetzung nur einmal auf der Welt gibt. An einem Bienenstand stehen ca. sieben bis acht Völker. Dies ergibt eine Schleudercharge. Es ist jedoch in der Tat so, dass sich die Flugradien der einzelnen Bienenvölker überschneiden, so dass die verschiedenen Chargen und Erntestandorte der Honige sich ähneln. Die verschiedenen Namen der Honigcollectionen (6, 12, 24 Glas) sind ein Abbild der Biotopvielfalt der Landschaft, aus der der Honig stammt, nicht aber verschiedene Honigsorten, wie auch der Kundenkommentar richtig bemerkt.

“Für mich einfach der beste HONIG der WELT! VERSAND: Mit DHL versenden: Ist sicherer, schneller, CO2-neutral und die Angestellten bei DHL werden besser bezahlt. Dafür Versandkosten entsprechend berechnen. Beste Grüße …”

Eigene Anmerkung: Danke, wir nehmen den Hinweis positiv auf.

“Top Qualität. Weiter so. Grüße.”

“Gläser, Etikett und besonders den hübschen Deckel bitte beibehalten. Bei Ihnen ist “weniger mehr”. Ihr eigener, unübertroffener Honig, auf Rechnung, mit kurzen Lieferzeiten, bitte verwenden Sie Ihre Energie weiterhin auf Ihre Bienen und Ihren Honig und nicht auf unnötige Website-Designs etc. Beim Honig entscheiden Geschmack und Qualität. Ihre treuen Honigkunden … und …”

“Bitte machen Sie ja nur nicht Dinge wie “Honig aus dem europäischen Ausland”. Große unpersönliche Portale, bei denen man nichts mehr nachvollziehen kann, gibt es wahrlich genug!”

“Mit dem Honig von Oswald habe ich ein Naturprodukt erworben. Hier habe ich Genuss pur.”

“Waldhonig wieder in der alten, fest werdenden Qualität anbieten”

Eigene Anmerkung: Ab Sommer 2017 hoffen wir diesen feinen Brombeer-Fichten-Eichen Waldhonig wieder anbieten zu können. Wir Imker leben immer von der Hoffnung auf eine Ernte aber Danke für die Geduld.

“Ihr Honig schmeckt einfach köstlich und versüßt jedes Familienfrühstück!”

“Der Honig ist ein Genuß, die Informationen über den Betrieb und der nachhaltige Umgang mit natürlichen Resourcen werden für den interessierten Menschen auf der Webseite erläutert. Onlineshop, Bestellung, Bezahlung und Versand funktionieren aus Kundensicht problemlos. Meiner Ansicht nach gibt es kein Verbesserungspotential.”

“Bin zufrieden. Verbesserungen nicht nötig.”

“Beim letzten Einkauf habe ich Amazon Payments verwendet, was jedoch scheiterte. Im Nachhinein viel mir auf , dass ich keine cookies akzeptiert habe. Möglicherweise hat es deshalb nicht funktioniert. Sollte dem so sein, wäre ein Hinweis darauf angebracht!”

“Wir sind umfassend zufrieden.”

“Lieben den Honig und ich empfehle ständig weiter, bestellen schon zu mehreren…alles gut! Warum gab es keinen Wald- und Sommerhonig?”

Eigene Anmerkung: Es gab leider zum ersten Mal seit 1996 keinen Wald- und Sommerhonig, weil das Wettergeschehen dies heuer bei uns vereitelte. Nach einer guten Frühlingsblütenernte regente es drei Wochen lang mit kaum Flugmöglichkeit. Dadurch stellte die Königin den Legebetrieb weitgehend ein und die Völker lebten auf Sparflamme. Als dann die Brombeerblüte die Wald- und Sommertracht einläutete, brauchten die Völker wieder zwei bis drei Wochen, um sich auf den Wald einzufliegen. Es ist nämlich nicht so leicht für unsere kleinen Flugkünstler, im großen dunklen Wald die Brombeerblüten zu finden, denn es gibt viel zu wenige Waldlichtungen, und die Forstwirtschaft hat diese Tatsache  seit 150 Jahren geflissentlich übersehen. Als die Völker sich wieder eingeflogen hatten, war die Waldtracht jedoch schon zu Ende. Die Waldtracht kam also den Bienenvölkern zugute, der Imker ging diesmal leer aus.

“Der Geschmack Ihres Honigs gefällt mir besonders gut; Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt.”

“Euer Honig ist Klasse! Wir haben inzwischen selbst Bienen, deshalb haben wir nicht mehr bei Euch bestellt. Herzlichen Gruß im Namen … , …”

Eigene Anmerkung: Auch wenn es ungewöhnlich klingt, aber diese Nachricht finde ich ist ein schönes Beispiel für mutiges Handeln zur Verbesserung der Weltsituation. Die Arbeit wird dadurch auf mehr Schultern verteilt.

“Oswald ist der beste Imker, den ich kenne. Oswald-Honig ist der beste Honig, den ich kenne, und zwar aus zwei Gründen: er hat den feinsten Geschmack und die natürliche Struktur; der er wird auf die beste, weil natürlichste Art produziert.”

“Der Honig ist immer lecker- Waldhonig ist mein Spitzenreiter. Vielen Dank – Alles Gute. :))

Ende Kundenstimmen, allen Teilnehmern an der Kundenumfrage ein großes Dankeschön!

Und nach der Kundenumfrage geht es hier endlich zum Honig: http://bio-honig.com/shop/imkerei-oswald-bio-honig-von-eigenen-bienen/

Kundenumfrage: Der historische Bienenhof, Öko-Lämmer auf der Weide, Kinder schauen beim Honigentdeckeln und Schleudern zu, Hofhund Deutscher Mittelspitz, EU-Bio-Logo (Sternenbanner).

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Es ist die Zeit der Hopfenernte in der Hallertau in Bayern. Die zahlreichen Hopfengärten in der Hallertau sind bereits zum großen Teil abgeerntet. Hopfen, lat. Humulus lupulus L. ist eine Lianenart aus der Familie der Hanfgewächse. Eine Bestäubung durch die Bienen kann bei den angebauten Kultursorten nicht erfolgen, da ausschließlich weibliche Pflanzen angebaut werden. Männliche und weibliche Blütenstände befinden sich auf verschiedenen Pflanzen. In den Isarauen kommt jedoch auch noch Wildhopfen vor, dessen Pollen sich auch im Pollenspektrum des Honigs wiederfindet.

Hopfengärten in der Hallertau, eingerahmt von Wald.

Hopfengärten in der Hallertau. In der Mitte des Bildes sind die Hopfenstangen eines bereits abgeerneten Hopfengartens zu sehen. Dahinter ist ein weiterer, noch nicht abgeernteter Hopfengarten zu sehen.

Bei den Bienen ging es in den letzten Wochen darum, die Bienenvölker winterfest zu machen. Dies erfordert eine kontinuierliche Beobachtung des Bienenfluges und ein fortlaufendes Wiegen des Gewichtes des Bienenstockes, um Rückschlüsse auf die Befindlichkeit machen zu können, aber vor allem, um Gefahren aller Art abzuwehren.

Rauch bei den Bienen am Waldbienenstand.

Rauchwolke bei den Bienen am Waldbienenstand.

Im Walde bei den Bienen.

Im Walde bei den Bienen. Foto: Imkerei Oswald

Bienen im Wald.

Der Wald ist die Urheimat der Biene. Leider gab es 2016 bei uns keinen Waldhonig, das ist das erste Mal seit achtzehn Jahren(!).

Slow Food: Der Honig ist ein Spiegelbild der mitteleuropäischen, voralpinen Landschaft des Isar-Hügellandes.

Slow Food: Der Honig ist ein Spiegelbild der mitteleuropäischen, voralpinen Landschaft des Isar-Hügellandes.

Das war der Beitrag anläßlich der Hopfenernte im Hopfenland Hallertau. Hier kommt noch unser Tagwerk Hofschild mit Angaben darüber, in welchen lokalen Geschäften es unseren guten Blütenhonig zu kaufen gibt: Für freuen uns über Ihre Entscheidung, dem Honig unserer Bienen Ihre Aufmerksamkeit zu schenken.

Unsere Imkerei ist seit vielen Jahren Erzeugergenossenschaftsmitglied bei der Verbraucherinitiative Tagwerk eG, die sich für naturgemäßes Leben sowie regionale und ökologische Lebensmittelerzeugung im Raum Dorfen, München, und Umgebung einsetzt. Der Landshuter Naturkostladen Frisch & Fein (jetzt: Tagwerk Biomarkt Frisch&Fein, http://www.biofrischundfein.de/ ) war der erste Laden, in dem es unseren Honig seit 1998 ununterbrochen zu kaufen gab.

Unsere Imkerei ist seit vielen Jahren Erzeugergenossenschaftsmitglied bei der Verbraucherinitiative Tagwerk eG, die sich für naturgemäßes Leben sowie regionale und ökologische Lebensmittelerzeugung im Raum Dorfen, München, und Umgebung einsetzt. Der Landshuter Naturkostladen Frisch & Fein (jetzt: Tagwerk Biomarkt Frisch&Fein, http://www.biofrischundfein.de/ ) war der erste Laden, in dem es unseren Honig seit 1998 ununterbrochen zu kaufen gab. Er ist neben unserem eigenen Versand http://bio-honig.com/shop/naturhonig-biohonig-kaufen-oswald/einer von vier lokalen Verkaufsstätten, wo es unseren Honig zu kaufen gibt: http://www.biohof-butz.de/ in Viehhausen bei Rottenburg, Café Gräf in Pfeffenhausen,  und BellaVita in Landshut.

Am 22. September 2016 ist der kalendarische oder astronomische Herbstanfang. Ab diesem Datum werden die Nächte länger und die Tage kürzer. Das Licht bekommt ebenso eine neue Qualität, es wird weicher und die Farben werden durch den schrägeren Sonneneinfallswinkel wärmer, goldener. Die Nächte werden empfindlich kalt, so dass am Morgen sich die Tautropfen wie kleine Diamanten an den Spinnennetzen aneinanderreihen.

Tautropfen im Morgensonnenlicht an einem Spinnennetz.

Kleine Tautropfen reihen sich wie Svarovski-Kristalle an die Fäden eines Spinnennetzes.

Wie geht es unseren kleinen gestreiften Honigsammlerinnen um diese Zeit zum Herbstanfang? Nach dem schönsten Spätsommer aller Zeiten geht es den Honigbienen ausgezeichnet. Die Honigbienen konnten sich gänzlich selbst mit Wintervorräten versorgen, sogar über alles bisherige Mass. So eine Wetter- und Futterkonstellation hat es zumindest seit Beginn meiner Imkertätigkeit nicht gegeben. Die Völker hatten in den letzten Wochen bestes Flugwetter bei Temperaturen deutlich über 25°Celsius. So haben sie ordentlich Nektar eingetragen, zuletzt vermutlich von Ölrettich (https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96lrettich), einer schnellwachsenden Pflanze für den Zwischenfruchtbau, die heuer zum ersten Male auf auffällig vielen Feldern gesät wurde.  Zwischenfrüchte heißen so, weil sie zwischen zwei Hauptfrüchten angebaut werden.  Zwischenfrüchte können als Erosionsschutz und zum Schutz vor Humusauswaschung dienen, indem sie den Boden beschatten und Wurzelmasse bilden. Auch Buchweizen, eine legendäre Bienenpflanze, war heuer auffallend häufig als Zwischenfrucht zu sehen, teilweise auch als Mischkultur mit Phacelia und Sonnenblumen und Lein. Markiert 2016 eine Trendwende für die Situation der Bienen in unserem Lande? Das läßt sich noch nicht eindeutig sagen, denn vielleicht war die gute Nektarversorgung allein dem außergewöhnlich heißen September geschuldet. Nächstes Jahr werden wir mehr wissen, ob die gute Nektarversorgung im Spätsommer eine Eintagsfliege war, oder ob wir Imker uns auf eine neue, positivere Nahrungssituation für unsere Bienen einstellen dürfen.

"Es sind die kleinen, unscheinbaren Dinge, die den Charme der Wildnis ausmachen." Grey Owl (Kanadischer Trapper und Poet)

“Es sind die kleinen, unscheinbaren Dinge, die den Charme der Wildnis ausmachen.” Grey Owl (Kanadischer Trapper und Poet)

Die Bienen müssen nun vor den Herbststürmen gesichert werden. Dazu werden vereinzelt schlecht sitzende Innendeckel ausgetauscht und dann in der Werkstatt wieder instand gesetzt. Hierzu wird die Auflagefläche von Hand nachgehobelt, eventuelle Ritzen oder Sprünge durch Einspannen in der Hobelbank geschlossen und verschraubt. Von Innen werden Hohlräume mit Bienenwachs ausgegossen und von Außen mit Stopf-Hanf alle Ritzen abgedichtet. Zum Schluss werden die Köpfe der Dachpappnägel mit Korkstücken isoliert. Eine Menge Arbeit, aber dafür haben die Bienen im Winter einen warmen Kopf, was meiner Meinung nach entscheidend für Ihre Winterfestigkeit ist.

Spinnennetz mit Tautropfen in einem Zaunsegment eines Schafnetzes auf der Schafweide von Imkerei Oswald. Foto: bio-honig.com

Spinnennetz mit Tautropfen in einem Zaunsegment eines Schafnetzes auf der Schafweide von Imkerei Oswald. Foto: bio-honig.com, September 2016

Die Bedeutung des Herbstanfang für die Bienen

Ein altes Sprichwort aus Schuberts Winterreise sagt: “Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keins mehr”. Dies gilt sinngemäß für die Bienen ab Mitte September. Der Wabenbau ist errichtet, die Vorräte eingedickt, eingelagert und sorgsam verdeckelt. Im Zentrum des Brutnestes leeren sich die Brutzellen durch die schlüpfenden Winterbienen, so dass die berühmte Gerstung´sche Hohlkugel entsteht. Die Bienen Überwintern bekanntlich schlecht auf gefüllten Zellen. Nun kehr langsam Ruhe ein. Wehe dem, der jetzt die Bienen stört, durch unnötige Erschütterungen, Eingriffe, zu spätes Füttern, Manipulationen oder ähnlichem Unfug. Die Bienen sollen möglichst bald die Flüge auf ein Minimum reduzieren, damit sie in ungeschmälert in voller Volksstärke in den Winter gehen können, ohne unnötigen Verlust an Flugbienen.

 

 

 

 

 

Die Wiesen-Flockenblume Centaurea jacea L. ist auf der Ökofläche, auf der wir unsere Bienenhaltung betreiben, eine bestandsbildende Bienenpflanze, die sich seit vielen Jahren sehr gut etabliert hat. Sie verträgt Trockenheit und Schafbeweidung sehr gut. Die horstbildende Pflanze treibt nach der Schafbeweidung sehr dicht und kräftig wieder aus. Sie hat relativ harte Stengel, die die Schafe gerne stehenlassen. Für die Bienen sind die schönen, rosafarbenen zahlreichen Blüten leicht zu finden und offenbar auch sehr attraktiv. Sie saugen offenbar Wiesen-Flockenblumennektar und sammeln davon reichlich blaßgelben Wiesen-Flockenblumen-Pollen. Die krautige Pflanze kann sehr lang blühen von Juli bis September.

 

Eine Öko-Blumenwiese mit rosa Blüten-

Ökologische Wiese mit Wiesen-Flockenblumen, Bienen sammeln Nektar für unseren guten regionalen Honig

Diese Blume erfüllt einen wichtigen Zweck, weil sie eine Trachtlücke ausfüllt, da zu dieser Zeit die Bienen leider oft hungern

Blumenwiese mit leuchtenden Blüten in Magenta.

Deutlich ist in der linken Hälfte des Bildes  eine unserer Honigbienen zu erkennen.

Echter Honig stammt von echten Bienen auf echten Blüten und nicht von der Honigindustrie (erkennbar am Label: Mischung aus EU- und Nicht-EU).

Echter Honig stammt von echten Bienen auf echten Blüten und nicht von der Honigindustrie. Nur wenn der genaue Standort der Bienenvölker, von denen der Honig stammt, bekannt ist, hat man echten Naturhonig in Händen. Wenn auf dem Etikett jedoch “Mischung Honig aus EG- und Nicht-EG-Ländern” steht, handelt es sich um Industriehonig aus der Fabrik, der nur aussieht wie Honig, aber zu 75% nachweislich nicht von Blüten stammt.

Vielblütenhonige sind immer einseitigen Sortenhonigen vorzuziehen, das weiß eigentlich jeder Imker

Vielblütenhonige schmecken so phantastisch, weil sie eine echte Geschmacksexplosion hervorrufen. Biodiversität und intakte Lebensräume sind die Vorbedingung für diesen köstlichen Blumenhonig.

Die Aufschlüsselung der Abbildungen auf unseren Honigglasdeckeln

Deshalb sind auf unseren Honigglasdeckeln schon seit achtzehn Jahren (!) exemplarisch die wichtigsten Bienenpflanzen abgebildet:

  • Wiesen-Flockenblume, rosa, unten und links oben
  • Robinie, weiß, oben
  • Lavendel, blau, rechts unten
  • Palmkätzchen oder Salweide, mitte mit Stengel, teilweise überklebt
  • Löwenzahn, gelb, rechts oben
  • Apfel oder Obstblüte, weiß, mitte rechts
  • Klee, hellrosa, unten mitte
  • Sonnenblume, gelb, unten links
  • Haselnusskätzchen, links am Rand, auf Foto nicht sichtbar
Honig, ein Glas Blütenhonig mit dem gelben, hofeigenen Etikett von Imkerei Oswald und dem bunten Blütendeckel, der ein Aquarell von den wichtigsten Trachtpflanzen zeigt.

Vielblütenhonig schmeckt Kleinkindern, Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und älteren Menschen am Besten von allen Honigen. Es ist auch der gesundheitlich wertvollste Honig, den es gibt (nach Steiner).

Eine lederbraune Biene auf einer lilaffarbenen Blüte.

Die Form und Farbe der Blüte ist perfekt abgestimmt auf die Honigbiene.

Eine pollensammelnde Biene.

Am rechten Hinterbein der Pollensammlerin ist ein blaßgelbes Pollenpaket im Körbchen.

Die Farbigkeit einer ökologischen Naturwiese steht den Pflanzen aus tropischen Gefilden nicht unbedingt nach, wenn es die Wetter- und Lichtverhältnisse zulassen. Dieses Foto wurde von mir um 12:00 Uhr Mittags aufgenommen, in der Zeit größter Lichtintensität.

Die Farbigkeit einer ökologischen Naturwiese steht den Pflanzen aus tropischen Gefilden nicht unbedingt nach, wenn es die Wetter- und Lichtverhältnisse zulassen. Dieses Foto wurde von mir um 12:00 Uhr Mittags aufgenommen, in der Zeit größter Lichtintensität.

Wiesen-Flockenblume in der Wiese im Bienengarten der Bio-Honig Imkerei Oswald.

Wiesen-Flockenblume Centaurea jacea L. auf dem Tagwerk / Biokreis Öko-Bienenhof der Oswalds

https://facebook.com/imkerei.oswald

Hier gibts den guten Vielblütenhonig in begrenzter Menge zu erwerben: http://bio-honig.com/shop/naturhonig-biohonig-kaufen-oswald/

 

Auch nach der Sommersonnenwende kann es vereinzelt noch Schwärme geben. Einem dieser späten Bienenschwärme dokumentieren diese Bilder:

Die Bienen haben die Schlüsselfunktion in unseren Ökosystemen inne, da sie für die Vermehrung der Pflanzen eine unverzichtbare Rolle als Pollinatoren wahrnehmen.

Zum Trocknen ausgebreitetes Heu auf der Bienenhof Bienenkräuterweide. Dahinter die Pestkapelle mit einer mit Holzschindeln gedeckter Apsis und sieben barocken Pilastern in goldgelb, erbaut um 1650. Hier lies sich der späte Schwarm im Astwerk eines kleinen Zwetschgenbäumchen nieder.

Ein Schwarm!

Ein Schwarm sammelt sich um das kleine Bäumchen, wo sich bereits kleine Trauben von Bienen niedergelassen haben.

Eine alte Kapelleim Barockstil mit Holzschindeldeckung am historischen Bienenhof.

Ein neuer Bienenstaat an historischer Stätte. Napoleon ist nach der gewonnenen Schlacht von Abensberg hier vorbeigekommen, wo es auch etliche Gefechte gab.

Die schön gestreiften Honigbienen der Oswalds.

Nahaufnahme von Schwarmbienen der einheimischen Landbiene Apis mellifera hallertauensis aus Ökologischer Bienenhaltung auf dem Ökohof von Oswalds Honigshop, Imkerei und Bienenzucht.

Ökologische Schwarmbienenhaltung: Ein Bienenschwarm zieht in den Bienenkasten ein.

Unsere Honigbienenvölker stammen zu 100% aus natürlicher Schwarmvermehrung auf unserem Öko-Bienenhof. Hier zeiht gerade ein Naturschwarm nach der Sommersonnenwende in seine neue Behausung ein: Ein von uns in Handarbeit individuell gefertigte sogenannte Bienenbeute (Bienenkasten) aus hier gewachsenem Strobenholz. Ein Ast ist ans Flugbrett gelehnt, damit Bienen, die ins Gras gefallen sind nicht den Anschluß verlieren und auch zu Fuß in die Beute einziehen können.

 

 

 

Wärend der Honigschleuderung nützen wir die Gelegenheit, um bestimmte Honigwaben auszusortieren, und das darin enthaltene Wachs von den Bienen zurückzugewinnen. Denn reines und unverfälschtes  Wachs von den Bienen ist mittlerweile ein sehr seltenes und edles Bienenerzeugnis, mit dem sehr behutsam umgegangen werden muss (Discount Bienenwachs aus Importbienenwachs enthält durchschnittlich zwischen 17% und 25% nicht deklarierte billige Paraffinbeimischungen). Aus diesem Grunde haben wir seit 16 Jahren keinen Wachszukauf mehr getätigt, sondern ausschließlich Wachs von den eigenen regionalen Bienenvölkern gewonnen.

Bienenwachs direkt ab regionaler Imkerei & Bienenhof. Die Imkerei von Imker Familie Oswald in Bayern.

Bienenwachs Bio direkt ab regionaler Imkerei & Tagwerk Bienenhof (biokreis)

Es gibt immer manchmal einzelne Honigwaben, die  bei der Schleuderung brechen, man spricht dann von Wabenbruch. Neben diesen werden auch Honigwaben aussortiert, die nicht ganz ausgeschleudert werden konnten, und noch etwas kristallisierten Honig enthalten. Das kommt vor, wenn das Bienenvolk vor Beendigung der Ernte sich durch Schwärmen verausgabt hat, und die Honigwaben nicht mehr ausreichend wärmen konnte. Neben diesen zwei Kategorien von aussortierten Honigwaben gesellt sich dann noch die dritte Kategorie, das sind Honigwaben, die etwas Blütenpollen enthalten. Honigwaben die Pollen enthalten, sind nicht lagerfähig und müssen daher auch gleich eingeschmolzen werden. Dafür eignet sich hervorragend der einfache Sonnenwachsschmelzer aus Holz,  wie er seit mindestens hundert Jahren fast unverändert gebaut wird.

Wachs von den Bienen beziehungsweise Bienenwachs kaufen: Drei Sonnenwachsschmelzer im Einsatz zur Gewinnung von Sonnenwachs.

Drei Sonnenwachsschelzer im Einsatz. Der Älteste hat schon zwanzig Jahre auf dem Buckel und tut immer noch gute Dienste in der Gewinnung von Biowachshttp://bio-honig.com/shop/bienenwachs-bio-kaufen-vom-imker-oswald/.

Das Schmelzen der Honigwaben im Sonnenwachsschmelzer geschieht ohne jegliche Zugabe von Wasser, damit das reine, unverfälschte Bienenwachs seine Ursprüngliche, ihm eigene Geschmeidigkeit behält. Das trapezförmige Bienenwachs vom Imker in Barrenform kommt nur mit dem reinen Honig in Verbindung. Die Sonnenwachsschmelzer sind nur für lebensmittelechte Honigwaben und reines Wachs reserviert. Altwaben werden nicht geschmolzen.

Wachs von den Bienen. Wo Biowachs kaufen? Biowachs-Barren in der Sonne zum Trocknen ausgelegt.

Nachdem die Auffangschalen mit dem Honig und Wachs von den Bienen über Nacht in einem Honigabfüllhälter mit perforiertem Boden gestanden sind, und der Honig weitgehend abgetropft ist, werden die erkalteten Wachsbarren mit lauwarmen Wasser abgewaschen und zum Trocknen wieder in der Sonne gestapelt.

Nachdem die Wachsbarren getrocknet sind, wird mit einem Zieheisen die Unterseite bearbeitet, an der ein Gemisch aus Propolis und Blütenpollen haftet. Dann werden die Bienenwachsbarren mit einem kleinen  Edelstahlspaten in verkaufsgerechte Stücke gebrochen und in kleinen Mengen an die Kunden versendet, die das feine Bienenwachs für viele unterschiedliche Verwendungen brauchen, wie zum Beispiel das Herstellen von Mittelwänden für die Bienen, für die Herstellung von Salben und Cremes, sowie für das Wachsen von Fußböden, Tischplatten und vieles andere mehr.

Wachs in Barrenform ab Imkerei.

Wachs von den Bienen in Barrenform vor dem Abziehen mit dem Stockmeissel.

So sehen dann die Fertigen,  mit dem Stockmeissel abgezogene Wachsbarren aus:

Bienenwachs bio kaufen; Reines Bienenwachs im Stück bzw. Block, gelb bis goldgelb.

Reines, unverfälschtes Bienenwachs aus regionaler und ökologischer Bienenhaltung.

Bleibe auf dem Laufenden, diskutiere mit  über die Bienenthemen und verbinde Dich mit uns auf unserer Facebook Fanseite: https://facebook.com/imkerei.oswald

 

 

Die Waldblüte nach der Sonnenwende markiert eine Änderung im Geschehen rund um den Mikrokosmos Bienenstaat. Bereits jetzt, einige Tage beziehungsweise zwei Wochen nach der Sommersonnenwende merken die Bienen, dass die Tage kürzer werden und die Sonne jeden Tag ein wenig niedriger steigt als einen Tag vorher. Dies veranlasst die Bienen, Ihren bisherigen Plan zu ändern, und nicht mehr auf die Vermehrung und Expansion des eigenen Volkes ihr Augenmerk zu Richten, sondern auf die Vorbereitung auf das Überleben des Volkes während der dunklen Jahreszeit. Dies versuchen die Bienen umzusetzen, indem Sie die Vorräte an Honig näher ans Brutnest umschichten, das heißt, sie Tragen die Vorräte näher Richtung Brutnest um. Gleichzeitig fangen Sie an, das Nest mit Bienenkittharz oder Propolis abzudichten, und es dadurch wasserdicht, keimfrei, und angenehm duftend  zu machen.

Gestreifte Bienen in lustiger Geselligkeit.

Das Kleinste der landwirtschaftlichen Nutztiere erfüllt die größte Aufgabe: Die Bestäubung von Billionen von Blüten, die verstreut in Wald, Feld und Flur von den Bienen exakt im richtigen Zeitpunkt aufgesucht werden müssen. Werden die Blüten nicht beflogen, stirbt die Landschaft einen leisen Tod. Einst blühende Landschaften können öde werden, wie man am Beispiel der Sahara sieht,  die früher die Kornkammer des Imperiums Romanum war. Erst fiel der Wald, dann blieben die Bienen aus, so dass sich die verbliebenen Pflanzen nicht mehr vermehren konnten. Die fehlende Vegetation lies die Wolken nicht mehr abregnen, so dass auch das Wasser zuletzt ausblieb.

Nach der Sommersonnenwende beginnt der Hochsommer. Die Temperaturen liegen konstant über 20° Celsius, so dass die Bienen bei Ihren Ausflügen mutiger werden, und auch in den Wald hineinfliegen können, wo es normalerweise immer kühler ist. Dort finden Sie die für Bienen ungemein attraktive Waldbrombeere Rubus fruticosus.

Honig kaufen Waldblüte; Brombeeerstraäucher im Wald.

Waldbrombeeren Strauch an einer Forststraße durch das Sauwinkelholz bei Baldershausen.

Wenn wir die unzähligen Blüten der wilden Waldbrombeere genauer betrachten, fällt uns auf, dass sich dort eine große Vielfalt an Bestäuberinsekten eingefunden hat, wobei die Honigbienen natürlich nicht fehlen dürfen.

Gartenhummel auf Brombeerblüte.

Die Blüten der wilden Brombeere werden gelichzeitig von Hummeln und Honigbienen beflogen. Die Honigbienen sind freundliche Geschöpfe, deshalb machen sie Platz, wenn eine behäbige, pelztragende Hummel kommt.

Die wilde Brombeere ist sehr auffällig durch ihre markanten Ranken und das immergrüne Laub, das roh gegessen werden kann, und früher im Winter sowhl eine billige Vitaminnahrung war, als auch ein leckerer Kräutertee, vor allem wenn er mit leckerem Honig schön süß war.

Brombeerwaldhonig Waldhonig 2016, Die Ranken der wilden Brombeere.

Der Fichten-Eichen-Kirschen- Brombeerwald ist ein Charakteristikum unserer Landschaft hier im Isar-Hügelland. Die Ranken der Bromeere wachsen gerne waagrecht über die Äste der Bäume hinweg, idealerweise an Kirsche und Eiche. Sie bilden Zusammen die perfekte Pflanzengesellschaft des Bienenwaldes. Hier ist weniger mehr. Man braucht nicht viele Baumarten für einen Bienenwald. Es genügen Haselnuss, Salweide, Schlehe, Vogelkirsche, Wildapfel, Weissdorn, Robinie, Eiche, Sommerlinde, Winterlinde, Efeu und Wilder Wein.

Blütenhonig neue Ernte. Blüten der Waldbeere.

Die Waldblüte der Brombeere öffnet sich nicht zugleich sondern nach und nach, was den Blütenbesuchern entgegenkommt.

Dornen der Brombeere

Dornen der wilden Brombeere, die auf bairisch früher “Brabeah” geheißen hat (Himbeere war “Moibeah”, und Erdbeere “Roubeah”)

Die weiße Blüte der Brombeere.

Wunderschöne Waldblumen auf einer Lichtung.

Der Wald in der Nähe unserer Imkerei birgt noch weitere Waldblüte weit abseits von den Wegen.

Imkerei Oswald bio honig com

Waldblüte; Imkerei Oswald bio honig com https://facebook.com/imkerei.oswald

 

Holunder & Honig

In den ungewöhnlich vielen Regentagen, die wir in den letzten Wochen erlebt haben, mußten die Bienen viel leiden. Die Honigbiene ist sehr vorsichtig, was Regenwetter betrifft. Ein einziger großer Wassertropfen, der eine Biene wärend des Fluges trifft, kann das Aus bedeuten. Deshalb warten die Bienen lieber die nächste Sonnenscheinphase für einen Ausflug ab. Die kollektive Intelligenz, welche die Honigbienen innehaben, schützt sie vor unweisen Entscheidungen. Normalerweise ist das auch richtig, weil sich ja statistisch in Deutschland das Wetter durchschnittlich alle drei Tage ändert. Da wir diesen Juni drei Wochen lang Regenwetter hatten, und dies gleichzeitig mit der höchsten Populationsdichte im Bienenstock zusammenfiel, schmolzen die Vorräte der Bienen an Blütenpollen und Bienenhonig zusehends zusammen. Zufällig blüht zur selben Zeit der Holunder. Was hat es auf sich mit Holunder & Honig ? Liefert der Holunder überhaupt Honig? Warum erleben wir immer diese seltsame Übergangszeit (engl.: june gap)  genau dann, wenn der Holunder blüht?

Honig produzierendes Bienenvolk neben einem Schwarzen Holunder im Wald.

Schwarzer Holunder (Sambucus nigra L.) und Waldbienenvolk von Imkerei Oswald. Juni 2016.

Nun ist schon die letzte Junidekade angebrochen, und der schwarze Holunder blüht. Seine Erscheinung markiert den Frühsommer. Der Frühsommer fällt in Deutschland meist in den Juni. Der Frühsommer ist auch die Zeit der Heuernte. Auf dem Bienenhof erfolgt der erste Heuschnitt, dieses Jahr relativ spät. Heute, am einundzwanzigsten Juni, haben wir das erste Heu gemäht.

 Ein alter Holunderbusch ist eine Zeigerpflanze für einen intakten Waldrand.

Ein alter Holunderbusch an einem intaktem, naturgemäßem Waldrand. Altes Holunderholz wird gern von Flechten besiedelt. Nach altem Volksglauben hält Holunder Blitzschläge vom Haus (und Bienenstand) fern.

Vom Rohverzehr der Holunderbeeren wird abgeraten, da die schwarzen Holunderbeeren Brechreiz hervorrufen können. Versaftete Beeren bzw. Holundersaft ist jedoch sehr lecker mit Honig oder Apfelsaft gemischt. Holunder & Honig sind ein gutes Team. Vanilleeis mit Holundersaft ergibt einen phantastischen Waldbeerensmoothie.

Holunderblüten können für eine Bowle Verwendung finden, oder als Holunderküchel. Die ganzen Blütendolden werden in Teig getunkt und in heißem Fett herausgebacken, und anschließend mit Honig bestrichen.

Holunderblüten können für eine Bowle Verwendung finden, oder als Holunderküchel. Ganze Blütendolden werden dabei am Stiel gehalten und in Teig getunkt und in heißem Fett herausgebacken, anschließend mit Honig bestrichen und noch heiß verzehrt.

Für die Bienen ist der Holunder wenig interessant. Obwohl die Blüten stark duften, so liefern sie offenbar keinerlei Nektar, sondern nur Pollen. Dieser wird von den Bienen in kleinen, blaßgelben Höschen eingetragen, und findet sich im Honig aus Deutschland als Einzelpollen wieder, insbesondere in späten Schleuderungen von Frühtrachthonigen.

Laubmischwald im voralpinen Isar-Hügelland. Waldbinenenstand von bio-honig.com H.G.u.R.Oswald GbR. Deutschland, Juni 2016.

Laubmischwald im voralpinen Isar-Hügelland. Waldbinenenstand von bio-honig.com H.G.u.R.Oswald GbR. Deutschland, Juni 2016.

Keltischer Häuptlingsbaum Holunder (kelt. scobiém)

Nach Wolf-Dieter Storl: “Pflanzen der Kelten. Heilkunde. Pflanzenzauber. Baumkalender.” Aarau, Schweiz 2000. gehörte der Holunder zu den Häuptlingsbäumen. Für das frevelhafte Fällen der Häuptlingsbäume sah das Gesetz drakonische Strafen vor. Noch im mittelalterlichen Irland galt für das widerrechtliche Schlagen eines Haselnussstrauchs oder eines Apfelbaums die Todesstrafe. Auch unter Karl dem Großen galt im Nürnberger Reichswald die Todesstrafe für das Fällen eines Bienenbaums, wie zum Beispiel einer Linde, die von Bienen bewohnt war oder wurde. Zu diesen Häuptlingsbäumen gehörte der Schwarze Holunder.

“Der Holunder sucht die Nähe des Menschen, ja, er drängt sich den Menschen regelrecht auf. Ungerufen und eigenwillig besiedelt er die stillen Ecken des Gartens oder setzt sich dicht an die Haus- oder Stallmauer. Niemals war der Holunder Strauch wie jeder andere. Er hat eine magische, manchmal richtig unheimliche Ausstrahlung, die den naturnahen Menschen früher nicht entgangen ist.”           Zitat aus Wolf-Dieter Storl: Pflanzen der Kelten.

Holunder & Honig : Waldbienenvölker

Waldbienenvölker zur Sommersonnenwende 2016

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Kommentare, und “Likes” auf Facebook sehr wilkommen.

 

 

 

Mit Himbeerhonig schließt sich der Reigen der Frühlingsblüher und es beginnt die Sommerblüte

Die gestreiften Honigbienen richten sich bekanntlich nicht nach dem Kalender, sondern nach der Sonne und nach der Blütenuhr. Jedes Jahr blühen die einzelnen Arten von Blütenpflanzen nach bestimmten Naturgesetzen, nämlich nach einer bestimmten Intensität und Dauer des Sonnenscheins. Wenn der imposante und extrem stark duftende Weissdorn “durch” ist –so sagt man in der Imkersprache, wenn eine Blütentracht von den Bienen genutzt wurde und am Abblühen ist- dann blühen hierzulande die wilden Himbeerstauden, die sich gerne an Waldrändern, Waldlichtungen und in Naturgärten ansiedeln und Himbeerhonig liefern. Weil es aber wenig Waldlichtungen gibt, und auch in den letzten fünf bis zehn Jahren mindestens die Hälfte der naturnahen Waldränder beseitigt wurden, müssen die Bienen wie so oft weit fliegen und suchen, bis sie die Himbeerflächen, die meist an Windwurfflächen entstehen, finden können. Diese Windwurfflächen, wie sie zum Beispiel bei dem Sturm “Wiebke” entstanden sind, zeigen auf wie die Natur sich regenieriert, die sich durch Unwetter und Sturm Luft macht, und sich befreit von einem zu engen Korsett.  Die Himbeerblüte ist ziemlich unscheinbar, aber sehr ergiebig für die Bienen. Der Nektar ist mehr oder weniger farblos, aber sehr attraktiv durch einen hohen Zuckergehalt. Die Himbeere, lateinisch Rubus idaeus L., französisch Framboisier, englisch raspberry,  ist ein Beerenstrauch, der auf dem ganzen Planeten Erde in mehreren hundert Arten vorkommt, laut Dr. Friedgard Schaper, die in ihrem Trachtpflanzenbuch der Himbeere einige Seiten gewidmet hat:

“Die Himbeeren sind Halbsträucher, d.h. die Schößlinge tragen im zweiten Jahr Blüten und sterben dann ab. Ihr Wuchs ist aufrecht, nur zuletzt überhängend. Die Vermehrung erfolgt über Wurzelbrut aus dem ausdauernden Wurzelstock. Wilde Himbeeren besiedeln gerne Waldlichtungen, Waldränder, Hecken, Staudenfluren der Auen und des Gebirges. Fruchtbare, nicht zu trockene Lagen werden bevorzugt, sind aber nicht Bedingung der Besiedelung. (…) Die Blütenanlage erfolgt bereits im Frühsommer und Herbst des Vorjahres. Bei Himbeeren ist ein gewisser Kälteeinfluß für die entgültige Entwicklung der Blüte nötig. (…) Von der europäischen Art begann die Himbeerkultur vor etwa 400 Jahren. (…) Die Nektarienfläche ist in der Himbeerblüte wesentlich größer als in der Brombeerblüte und sondert entsprechend mehr Nektar ab. Nektar, Pollen: Die Rubus-Arten gehören zu den beliebtesten und ausgiebigsten Pollen- und Nektarspendern der Bienen. Besonders die kultivierten und wildwachsenden Himbeeren spielen als Honigquelle eine wichtige Rolle. (…) Der Honigwert reiner Himbeerbestände wird auf 117-122 kg/ha, der von Brombeeren auf 5-26 kg/ha geschätzt. (…) Die Blüten sind pollenreich. Die Pollendarbietung dauert vom Morgen bis in die späten Nachmittagsstunden (Ganztagstypus). Der Pollen wird in mittelgroßen hell- bis dunkelgrauen Höschen eingetragen.”

Anna Maurizio und Friedgard Schaper: Das Trachtpflanzenbuch. Nektar und Pollen – die wichtigsten Nahrungsquellen der Honigbiene. 4.Auflage. Müchen 1994.

Dichte Bienenhecke aus Wildrose und wilder Himbeere am Bienenstand zur Erzeugung von Himbeerhonig.

Wilde Himbeeren in der Bienenhecke des Bienengartens der Imkerei Oswald. Foto Bienenhof Oswald Juni 2016

Die wilde Himbeere wird idealerweise in eine siebenreihige Hecke im Randbereich auf der Südseite oder der Westseite (Nachmittagssonne) gepflanzt, auch gut in Kombinationen mit kriechender Wildrose.

Ein Honigbiene auf einer Himbeerblüte sitzend.

Eine Honigbiene auf wilder Himbeerblüte sammelt für unseren natürlichen Himbeerhonig.

Himbeerhonig wird von den Bienen am Ende der Blütenhonigtracht eingetragen und ist sowohl Bestandteil des Blütenhonigs von Imkerei Oswald,  als auch Bestandteil unseres Sommer- und Waldhonigs.

Himbeerblüte und Himbeerblütenknospen.

Deutlich ist zu sehen, wie an einer Himbeerpflanze aufgeblühte Blüten als auch Knospen zeitgleich nebeneinander zu finden sind. Dadurch erstreckt sich die Blüte über einen längeren Zeitraum.

Orange-goldfarbene Biene auf weißer Himbeerblüte

Hier ist schön zu sehen, wie harmonisch die Himbeerblüte in Größe und Farbe zur Honigbiene abgestimmt it ist.

Oft wird gefragt, was ist der Unterschied zwischen Biohonig aus der Region und anonymer Massenware vom Discounter? Der Unterschied ist, dass der Biohonig aus der Region eine Visitenkarte hat, und auf dieser Visitenkarte steht zum Beispiel die Wilde Himbeere. Denn beim Discounter stehen viel große Worte auf dem Honigetikett, wie zum Beispiel Wildblütenhonig, Berghonig, Landhonig, Imkerhonig, Auslesehonig und vieles andere mehr. Aber stimmt das wirklich? In Wahrheit dürften diese Bezeichnungen nur verwendet werden, wenn die Aussage zu 100% stimmt. Das ist aber nicht der Fall. Es ist wie mit dem Olivenöl. Der Bedarf an erstklassigem Olivenöl ist weltweit ca. einhundert Mal größer als die weltweit erzeugte Menge. Die Folge ist, dass das Olivenöl im Discounter durchnittlich weniger als 10% echtes Olivenöl enthält, da es mit speziell aufbereitetem Palmöl gestreckt wurde, ohne dass der Verbraucher oder die Lebensmittelaufsicht einschreiten kann. Ähnlich verhällt es sich mit anonymer Billighonig-Handelsware. Laut einer aktuellen Studie enthält die Billigware durchschnittlich nur etwa 25% echten Honig. So gesehen ist die Billigware in Wirklichkeit viel viel teurer als richtiger Honig vom Imker von echten Bienenvölkern in der heimischen Region.

Biene sammelt kopfüber Himbeerblütennektar an einer Wildblüte

Die fleissigen Honigbienen sammeln in jeder Position

Die Bienen sind so beschäftigt und schnell unterwegs, dass sie den Fotograf gar nicht bemerken. Das macht es mir einfach, die kleinen gestreiften “girls” zu fotografieren.

Pollensammelnde Biene mit kleinem runden Pollen am hinteren Beinpaar.

Hier erkennt man das kleine runde, hellgraue Himbeerpollenpaket am hinteren Beinpaar der Pollensammlerin.

Das Pollenhöschen ist relativ klein. Himbeere ist vor allem interessant für Nektar und Himbeerhonig, weniger für Pollen.

Apis mellifera hallertauensis auf einer Wildblüte.

Himbeerblütenhonig ist Wildblütenhonig. Foto Imkerei Oswald Juni 2016.

Es sind die Staubgefäße der Blüten mit dem hellgrauen Pollen deutlich zu sehen.

Das Bienenauge ist in der Nahaufnahme gut zu sehen.

Auf diesem Bild ist gut zu erkennen wie gut die Bienen farblich an die Blüte angepaßt ist. Auch das Leuchten des Bienenauges ist phantastisch zu sehen.

Bei den Augen der Bienen unterscheidet man zwei Arten: Punktaugen und Facettenaugen. Letzteres ermöglicht prismatisches Sehen, das heißt es ermöglicht das Sehen der einzelnen Sonnenstrahlen. Gegenstände werden in einzelne Punkte zerlegt und wie ein Mosaik wargenommen. Dadurch wird das Sehen von sich schnell bewegenden Bildern ermöglicht (200 Bilder pro Sekunde).

Eine Biene saugt Nektar von einer Blüte.

Den Nektar saugt die Biene mit dem Rüssel so wie mit einem Strohhalm.

Aus jeder bestäubten Blüte entwickelt sich eine süße Himbeere. Deshalb sind alle Produkte aus Himbeeren bienenfreundliche Produkte, als da wären Himbeersaft, getrocknete Himbeeren, Himbeersirup, Himbeereis, gefrorene Himbeeren, frische Himbeeren, Himbeermarmelade, Honig mit Himbeere und Himbeerhonig. Gut schmecken heiße Himbeeren mit Honig, aber auch Honig mit Himbeeren oder Himbeersaft mit Honig.

Historisches Imker-Holzhaus.

Danke, dass Sie von unserer kleinen, regionalen Imkerei Honig direkt beziehen. Foto: Historisches Imker-Holzhaus.

Hier geht´s nun endlich zum Top-Angebot an Blütenhonig, für den unsere hier abgebildeten Bienen-Stars unter anderem fleissig Himbeerblüten beflogen haben: http://bio-honig.com/shop/naturhonig-bienenhof-edition-sonnenvogelchen-6-x-500g-bio-bienenhonig-aus-dem-isar-hugelland/

 

Über unsere fb-Fanseite bleiben Sie darüberhinaus informiert über neue Blog Beiträge von Imkermeister Oswald: http://facebook.com/imkerei.oswald

Warum brauchen wir Imker bei den Bienen Rauch?

Wie wird der Rauch richtig gebraucht?

Bevor ich mich einem Bienenstand nähere, entzünde ich zuallererst den Rauchapparat, und erzeuge etwas Rauch. Falls dieser aus irgendeinem Grund nicht verfügbar sein sollte, tut es auch ein Stück glimmendes Holz. Mit dem Rauchapparat umkreise ich dann den gesamten Bienenstand einmal 360° Grad, während ich den Rauchapparat gleichmäßig paffen lasse, so dass jedes Bienenvolk über die normale Atmung und Luftaustausch ein klein wenig von dem Aroma des pflanzlichen Räuchermaterials registrieren kann. Das einzelne Bienenvolk bekommt also zunächst keinen direkten Rauchstoß, sondern nur einen indirekten ersten Kontakt mit dem Naturrauch. Es dauert nämlich vom ersten Kontakt circa fünf Minuten, bis der Rauch vom Bienenvolk realisiert wird. Ist der Rauchkontakt zu stark und zu aprupt, löst dies nur Unruhe aus. Erst kurz vor dem Öffnen gebe ich ein wenig Rauch in die Nähe des Flugloches, weil sich dort die Wächterinnen befinden. Der Rauch kann sich dann innen kurz verteilen, bevor die Beute geöffnet wird. Dadurch stelle ich sicher, dass sich der Rauch etwas verteilt. Nachdem dann die Beute geöffnet ist, lasse ich den Rauch behutsam in alle Wabengassen wabern. Die lieben Bienen sollen ja schließlich nicht in die Flucht getrieben werden, sondern die Wahrnehmung des Alarmpheromons soll verzögert werden. So gesehen ist die Anwendung des Rauches eine Art Verwirrungstaktik, und die Bienen spielen dieses Spielchen gerne mit, weil es Ihrem Staate nützt, und somit vielen Bienen und auch dem ganzen Volk das Überleben sichern hilft. Wären der kurzen, maximal dreiminütigen Behandlung stelle ich den Rauchapparat so in der Nähe der Beute auf, dass der Rauch sanft vom Wind in Richtung der Bienen geblasen wird.

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Am Waldbienenstand: Rauchapparat (geöffnet) mit Kiefernzapfen gefüllt, daneben liegen verstreut am Boden weitere Kiefernzapfen (Fundmaterial)

Honigbienen suchen die Obhut des Menschen

Honigbienen sind Kulturfolger und leben gern unter der Obhut des Menschen, weil der denkende Mensch die Bienen hegt und pflegt, weil er weiß, dass die Qualität seines Lebensraumes (Wasser, Böden, Artenvielfalt, Vogelgesang, Schmetterlinge, blühende Landschaften), die Qualität seiner Nahrung (Früchte, Nüsse, Gemüse, Salate) und generell die Lebensqualität von der Anwesenheit von Honigbienen sehr sehr positiv beeinflusst wird. Um die Verteidigungsbereitschaft der Bienen herabzusetzen, wird seit der Altsteinzeit Rauch eingesetzt, auch um die Bienen selbst zu schonen. In unserer ökologischen Imkerei haben wir noch nie chemische Repellents, Pappkartons, paraffingetränkte Anzündewürfel oder ähnliche problematische Mittel eingesetzt, sondern ausschließlich Naturstoffe, wie zum Beispiel Silberweidentotholz (sonnengetrocknet), Kiefernzapfen, getrocknetes Salweidenlaub, getrocknete Himbeerstengel und manches Anderes, welches direkt am Bienenstand, an dem sich auch die Bienen befinden nach Bedarf gesammelt werden.

Kiefern sind Wärmeindikatoren und deren getrocknete Nadeln und Zapfen ergeben ein intensiv aromatisches Räuchermaterial
Die Anwesenheit von Kiefern ist ein sogenannter Klima- und Wärmeindikator. Die Bienen lieben den Duft von Kiefernharz, deshalb haben die alten Waldimker die Kiefern vornehmlich als Behausungen für Bienen ausgesucht. Die Kiefernnadeln sorgen für einen trockenen Laufhorizont und ein trockenes Kleinklima.

Späte Schwärme im Juni: "Schwarm im Jun, der Wert beträgt ein Huhn", wie die alten Imker sagten (ist nicht viel wert, diese Meinung teile ich jedoch nicht)

Späte eigene Naturschwärme an den kräfigen Ästen einer Waldkiefer. So lange die Schwärme sich in Sichtweite des Bienenstandes bleiben, sind sie in der Verfügungsgewalt des Imkers, und sein Eigentum. Erst wenn die Schwärme die Umgebung des Bienenstandes verlassen und der Imker die Verfolgung aufgegeben hat, werden die Schwärme herrenlos.

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Für jeden der sich beteiligen möchte, haben ich eine Facebook Seite als Kommunikationsplatform eigngerichtet: https://www.facebook.com/Imkerei.Oswald/

Gesundung, Erneuerung, Aufteilung, Vermehrung, und Ausbreitung

Warum schwärmen die Bienen eigentlich? Es ist Schwarmzeit. Gelegentlich bilden sich Wolken von Bienen, die sich zunächst in der Nähe des Bienenstandes, von dem sie kommen, im Astwerk eines nahen Baumes niederlassen. Dann ziehen sie weiter übers Land und lassen sich gern in Hausgärten, an Sträuchern oder Bäumen nieder. Sie bilden dort eine kleine oder größere Schwarmtraube, die manchmal auch gigantische Ausmaße haben kann.

Zwei kleine Bienenschwärme an einer Eiche hängend.

Zu Beginn des Schwarmaktes ist der noch ungeordnete Schwarm oft aufgeteilt in mehrere lose Trauben von Bienen. Foto Imkerei Oswald Ende Mai 2016

Gegen Ende der Hauptfrühjahrsblüte -das ist in Deutschland meist gegen Ende der Rapsblüte- sind die Vorratskammern der Bienen gut gefüllt und alle Brutzellen mit schlupfreifen Bienen besetzt, so dass der Großteil der Jung- und Ammenbienen arbeitlos wird. Da die Jungbienen normalerweise eine eiweißreiche Pollennahrung zu sich nehmen, erzeugen sie laufend Gelée Royale, das ist Bienenmilch. Nachdem die Jungbienen aber aus besagtem Grund -Platzmangel- keine neuen Bienenbabys (junge Bienenmaden und Bienenlarven) mehr füttern können, beschließen sie nun mit Hilfe ihrer kollektiven Intelligenz Königinnen aufzuziehen. Hierzu bauen sie zunächst sogenannte Weiselbecher, dann Weiselkrüge und schließlich Weiselzellen, die ungefähr wie ein Fichtenzapfen aussehen. Darin befindet sich sehr viel Bienenmilch oder Gelée Royale, der als Nahrung für die Prinzessinen oder zukünftigen Bienenköniginnen dient. Die Ammenbienen sind aber hier nicht geizig, sondern legen oft sehr viele solche Weiselzellen an, meist  zwischen zehn und dreissig Stück.

Schwarmfang: Für den Schwarmfang verwendet der Fachmann eine hölzerne Obstbauleiter mit Treppenstufen, die man in jedem Gelände, auch im Hang sicher aufstellen kann. Imkerei Oswald 2016

Schwarmfang: Für den Schwarmfang verwende ich zur Sicherheit eine hölzerne Obstbauleiter mit Treppenstufen, die man in jedem Gelände, auch im Hang sicher aufstellen kann. Bienenhof Oswald im Isar-Hügelland, 2016.

Wenn die Weiselzellen nach 15 oder 16 Tagen schlupfreif sind, kommunizieren die Prinzessinen untereinander doch sogenanntes Tuten, das sind auch für das menschliche Ohr wahrnehmbare Töne, die sich so ähnlich wie der Ton des Shofars (Widderhorn) oder der Gesang der Wale anhört. Hier zeigt sich wieder, dass die größten und die kleinsten Tiere oft Änlichkeiten teilen, wie zum Beispiel die Vorliebe der Bären für Honig. Dieses Tuten warnt auch die bereits vorhandene Königin im Volk, vor der bevorstehenden Gefahr des Schlupfes der Jungköniginnen. Sie ist deshalb in Gefahr, weil das Bienenvolk, das um größtmögliche Einheit bemüht ist, immer nur eine einzige Königin duldet. Würde die alte Königin die Warnsignale ignorieren, müßte sie sich auf einen Zweikampf einstellen, den sie nicht gewinnen kann, denn die jungen Prinzessinen sind schneller und entschlossener und damit weit überlegen. Um der alten Königin zu einer Chance zur Flucht zu verhlefen, wurde sie von Ihrem Hofstaat aus Jungbienen auf Diät gesetzt. Durch diese unfreiwillige Schlankheitskur hat die alte Königin an Gewicht verloren, um wurde dadurch wieder flugfähig. Sie ist nun in der Lage, mit exakt der Hälfte der Bienen -einem Gemisch aus Bienen aller Altersstufen- als Schwarm auszuziehen zu einem noch ungewissen Bestimmungsort.

Schwärmendes Bienenvolk im Rondell der Imkerei Oswald. Die Königin befindet sich irgendwo in dem Getümmel. 2016.

Schwärmendes Bienenvolk im Rondell der Imkerei Oswald. Die Königin befindet sich irgendwo in dem Getümmel. Im Vordergrund der blühende Wiesensalbei, eine typische und charakteristische Bienenpflanze unserer Bienenkräuterweide. Eine der schönsten und besten Wiesenkräuter die es gibt.

Durch die Prinzessinen gewarnt und durch eine bestimmte Wetterkonstellation -schwülwarmes Wetter- geraten die Bienen wie auf Kommando in einen Art Schwarmrausch und stürzen Hals über Kopf aus dem Fluloch ins Freie hinaus. Sie steigen in die Lüfte und fliegen in einem unüberhörbaren lautem Summton in wilden Lemniskaden scheinbar durcheinander. Das ganze erinnert an Himmelskörper und Galaxien, die sich durch das Universum auf bestimmten Bahnen bewegen. Die Wolke schwebt dann langsam Richtung eines bestimmten Baumes, meist ein Bienenbaum wie die Eiche, Kirsche, Weissdorn, Mispel oder Kiefer.

Majestätisches Astwerk einer Eiche, schönes Streulicht fällt durchs junge Laub.

Die Eiche liefert nicht nur Eichenhonig, sondern sie ist auch ein guter Schwarmbaum. Waldbienenstand Imkerei Oswald 2016. Schönes Streulicht fällt durchs junge Laub.

Die westlichen Honigbienen sind sogenannte Kulturfolger, das heißt sie profitieren von der Anwesenheit von menschlichen Siedlungen. Daher wissen die Bienen durch ihre kollektive Intelligenz instinktiv, dass ihre Überlebenschance in Hausgärten und Siedlungen und Gehöften höher ist, als in der leeren, ausgeräumten Landschaft oder im öden Plantagenwald. Hier ist die Chance größer, dass sich ein Mensch findet, der Verantwortung übernimmt, der sich kümmert, der einen Imker anruft, damit die Bienen gerettet werden können.

Eine Bienenwohnung, vorbereitet für die Ein logierung eines Bienenschwarmes.

Eine Bienenwohnung, vorbereitet für die Ein logierung eines Bienenschwarmes. Das Innere der Bienenwohnung wurde abgeflammt und dadurch keimfrei gemacht. Um die Bienenwohnung vom Duft her attraktiv zu machen, wird von mir etwas Klosterfrau Melissengeist -Geheimtipp- auf die vier Wände und den Deckel gespritzt.

Die Größe des Schwarmes bestimmt die Größe der Beute. Der erste Schwarm, der sogenannte Vorschwarm mit der Altkönigin, nimmt etwa 50% der Bienen mit, der Zweite, der sogenannte Nachscharm mit der Jungkönigin nimmt von den verbleibenden Bienen nochmals die Hälfte an Bienen mit, also 25% des Ausgangsvolkes. Dann folgen weitere kleine Bienenschwärme zu 12,5% und 6,25%, jedoch ist dann oft die Unterrgrenze der Esistenzfähigkeit eines Schwarmes erreicht, so dass wir im Regelfall auf vier Schwärme pro Volk kommen.

Wenn Jungköniginnen ausfliegen, geben daheimgebliebene Bienen oft Duftsignale für eine sichere Rückkehr ab.

Wenn Jungköniginnen ausfliegen, geben daheimgebliebene Bienen oft Duftsignale für eine sichere Rückkehr ab.

Wenn alle abgflogenen Schwärme eine neue Behausung finden würden, wären mit  unserem Altvolk insgesamt 5 Völker geworden. Die vier Nachschwärme haben die Chance einen völlig neuen Wabenbau und Brutnest zu errichten, mit neuer Genetik. Sie haben auch die Chance, sich im Standort, Geländeklima und Kleinklima zu verbessern. Dies alles ist Teil der Antwort auf die Frage: Warum schwärmen die Bienen. Ein weiterer Aspekt ist jedoch dieser: Wenn all die Bienen im Altvolk verblieben wären, würden diese einen enormen Futterbedarf und Wärmebedarf darstellen, deshalb ist es für das Alvolk besser, die überschüssigen Bienen auf die Reise nach neuen Honigjagdgründen zu schicken.

Der neu einlogierte Bienenschwarm in seiner neuen Behausung.

Der neu einlogierte Bienenschwarm in seiner neuen Behausung.

Beim Einzug ins neue Heim ist das Gedränge groß. Apis mellifera hallertauensis, Imkerei Oswald 2016

Beim Einzug ins neue Heim ist das Gedränge groß. Apis mellifera hallertauensis, Imkerei Oswald 2016

Geben Sie kleinen und regionalen Imkereien eine Chance.  Regionalen Öko-Honig gibts bei Vollcorner Biomarkt in München oder hier bestellen: http://bio-honig.com/shop/naturhonig-bienenhof-edition-sonnenvogelchen-6-x-500g-bio-bienenhonig-aus-dem-isar-hugelland/

Um auf dem laufenden über neue Blog Beiträge zu bleiben, klicken Sie bitte “gefällt mir” auf unserer Facebook Seite von Imkerei Oswald. Dort wird jeder neue Blog Beitrag angekündigt:http://facebook.com/imkerei.oswald

 

Keine Honigernte ist etwas Selbstverständliches

Seit Jahrzehnten ist die Zahl der Bienenvölker weltweit rückläufig

In diesen Tagen der Honigernte wird uns neu bewußt, wie viele kleine Dinge zusammenspielen müssen, damit  eine Honig möglich wird. Da ist an erster Stelle natürlich die Überwinterung zu nennen, die Ungestörtheit der Bienenvölker in den Monaten Dezember, Januar und Februar. Dann die Auswinterung, die hohe Anforderung an den Wärmehaushalt und die Situation der Vorräte stellt. Wenn dann die Schlehe, der  Löwenzahn, die Obstblüte und der Raps zu blühen beginnen, muss dann alles sehr schnell gehen, sonst gibt es keine Honigernte. Ein alter Imker, mein damaliger Mentor, Josef Sittenauer, hat einmal gesagt, dass er auf die häufige Frage: “Kann man von der Imkerei leben?” immer geantwortet hat: “Imker leben ein Dreiviertel Jahr von der Hoffnung auf eine gute Ernte, und dann ein Viertel Jahr von der Enttäuschung einer kleiner als erwarteten Ernte”. In diesen Worten von Josef Sittenauer liegt natürlich viel Wahrheit, weil es sich bei der ökologischen Bienenzucht um eine Form der Tierhaltung handelt, bei der Wildtiere, die Wildnis und der Wetterverlauf die Hauptrolle spielen, also nur begrenzt beeinflussbar sind. Darin liegt aber auch das Wunderbare der Bienenzucht.

Foto von einem Bienenstand im Monat Mai. Zu sehen sind zehn Bienenvölker in hölkzernen Bienenkästen mit Honigaufsätzen und langen Anflugbrettern aus Holz am Waldrand unter einer großen Buche.

Die Bienenvölker zu Beginn der Ernte. Foto Imkerei Oswald Mai 2016

Ein Foto von einem selbstgebauten Bienenkasten, der von einem Bienenvolk bewohnt ist.

Erntevolk der Imkerei Oswald im Mai 2016

Jetzt Honig (Blütenhonig aus dem Isar-Hügelland) kaufen: http://bio-honig.com/shop/imkerei-oswald-bio-honig-von-eigenen-bienen/

Honigbestelltelefon: 08782-979-577 (gegebenenfalls Anrufbeantworter mit Rückruf)

Kleine Rapsfelder blühen, die Bienen bereiten Rapshonig und freuen sich

Dieser Monat hat eine enorme Heilungsenergie für Mensch, Tier- und Pflanzenreich. Die Wärme und Sonnenstrahlen lassen den leuchtend gelben Raps, die Ölpflanze des Nordens erblühen. Die Bienen können Farben sehr gut sehen und unterscheiden. Gleich nach Blau ist Gelb Ihre zweite Lieblingsfarbe. Die Bienen können ca. 20 verschieden Gelbtöne voneinander deutlich unterscheiden.

Weinberg mit einem phantastisch blauem Himmel und einem Streifen leuchtend gelbem Raps, der Ölpflanze des Nordens im Mai 2016. Foto: Imkerei Oswald

Weinberg mit einem phantastisch blauem Himmel und einem Streifen leuchtend gelbem Raps, der Ölpflanze des Nordens im Mai 2016. Foto: Imkerei Oswald

Ein phänomenales, wellenförmiges Farbspiel ergibt sich durch das hügellige Land. Foto Imkerei Oswald 2016

Ein phänomenales, wellenförmiges Farbspiel ergibt sich durch das hügellige Land. Foto Imkerei Oswald 2016

Die Völker stehen im Halbschatten und befinden sich in einem harmonischen, heilsamen Zustand. Ihnen tut die Wärme und die Aktivität sichtlich gut. Im Mai freuen sich alle Waldtiere einschließlich den Honigbienen, unseren gestreiften kleinen Honigsammlerinnen. Foto: bio-honig.com H.G.u.R.Oswald GbR 2016

Die Völker stehen im Halbschatten und befinden sich in einem harmonischen, heilsamen Zustand. Ihnen tut die Wärme und die Aktivität sichtlich gut. Im Mai freuen sich alle Waldtiere einschließlich den Honigbienen, unseren gestreiften kleinen Honigsammlerinnen. Foto: bio-honig.com H.G.u.R.Oswald GbR 2016

Honig Rapsblüte

Link zur Blütenhonig Seite “Honig finden”: http://bio-honig.com/produkt-kategorie/honig-finden/blueten-honig/

Birnenhonig ist etwas ganz Feines

Birnennektar ist wichtiger Bestandteil unseres Blütenhonigs. Eigener Birnensortenhonig kann zwar nicht geerntet werden, denn dafür bräuchten wir mindestens 300 Birnenbäume in unmittelbarer Nähe der Bienenvölker, aber dennoch ist Birnennektar ein konstituierendes Element unseres Bienenhonigs.

Die prachtvolle Blüte der Kirchensaller Mostbirne mit einer unserer gestreiften "girls" beim Pollensammeln und Nektar trinken. Den Baum haben wir 2003 an der Einfahrt zur Imkerei gepflanzt.

Die prachtvolle Blüte der Kirchensaller Mostbirne mit einer unserer gestreiften “girls” beim Pollensammeln und Nektar trinken. Den Baum haben wir 2003 an der Einfahrt zur Imkerei gepflanzt.

 

Der starke Wuchs dieser Sorte verrät ihre Robustheit. Sie eignet sich auch für rauhe Lagen und ist bis 1000 m Höhe in den Österreichischen Alpen anzutreffen.

Der starke Wuchs dieser Sorte verrät ihre Robustheit. Sie eignet sich auch für rauhe Lagen und ist bis 1000 m Höhe in den Österreichischen Alpen anzutreffen Bild: Imkerei Oswald

 

Die Birnbäume haben immer einen aufrechteren Wuchs als dies bei den Apfelbäumen der Fall ist. Hier wird auch nicht mehr geschnitten, damit der Baum ungebremst Blühen kann, zum Wohle der Bienen

Die Birnbäume haben immer einen aufrechteren Wuchs als dies bei den Apfelbäumen der Fall ist. Hier wird auch nicht mehr geschnitten, damit der Baum ungebremst Blühen kann, zum Wohle der Bienen. Bild: Imkerei Oswald bio-honig.com

 

"what a wonderful life"

“what a wonderful life”

Bild: Imkerei Oswald bio-honig.com

Wer sich schon einmal die Frage gestellt hat, warum der Honig so gut schmeckt, braucht sich eigentlich nur diese Bilder ansehen. Diese Bilder sagen mehr als tausend Worte

Wer sich schon einmal die Frage gestellt hat, warum der Honig so gut schmeckt, braucht sich eigentlich nur diese Bilder ansehen. Diese Bilder sagen mehr als tausend Worte.

 

Die Schafe der Imkerei weiden die Bienenkräuterweide zwischen den Streuobstbäumen ab. Für ein intaktes Biotop "Streuobstwiese" ist eine regelmäßige Schafbeweidung unerläßlich

Die Schafe der Imkerei weiden die Bienenkräuterweide zwischen den Streuobstbäumen ab. Für ein intaktes Biotop “Streuobstwiese” ist eine regelmäßige Schafbeweidung unerläßlich. Im Hointergrund sieht man noch zwei der mit Holzschindeln gedeckten Zwiebeltürmen von Schloss Oberlauterbach

Bild: Imkerei Oswald, bio-honig.com

Liebe Freunde des Honigs und der Bienen. Alle guten Dinge gehen auch einmal zuende. So auch die besonders gute Waldhonigernte des Jahrhundertsommers 2015. Seit heute ist er leider ausverkauft. Es gibt aber auch eine gute Nachricht:

Es gibt noch Frühlingsblütenhonig.

Und die Bienen werden auch bestimmt 2016 wieder den Wald befliegen und Waldhonig bereiten. Dazu bedarf es jedoch noch vieler Arbeitsstunden und vor allem viel mehr Wärme, als es jetzt bei der aktuellen kurzzeitigen Rückkehr des Winterwetters der Fall ist. Sie können aber auch gerne frischen Waldhonig 2016 telefonisch oder per E-Mail vorbestellen. Dieser wird frühestens im Juli 2016 wieder verfügbar sein. Wir hoffen, dass Sie sich bis dahin mit unserem Blütenhonig eindecken. Der Frühlingsblütenhonig ist zeitlich zur Jahreszeit des Frühlings zugeordnet, da ja bekanntlich die meisten Blütenpflanzen im Frühjahr blühen.

Honig Info Bestelltelefon: 08782-979-577

E-Mail: oswald@bio-honig.com

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