Zarte Zweige einer Bienenhecke in der Hallertau in zartem Grün.

Wie die Bienen ökologisch vor gefährlicher VARROA retten? Teil III : Winter

Wie die Bienen biologisch vor gefährlicher VARROA retten?

Teil III : Winter

Minimierung von Völkerverlusten durch Winter-Träufelbehandlung gegen Varroa destructor

Vorrede: Beschreibung des Varroa-Problems

Die Varroatose (auch Varroose genannt) ist in Deutschland flächendeckend verbreitet.
Die Varroose ist eine chronische, unheilbare, untilgbare, stille Parasitose mit seuchenhaftem Chararkter, die ohne helfende Eingriffe des Imkers für Bienenvölker tödlich verläuft.
Es liegt am Charakter dieser Parasitose, im Anfangsstadium nicht erkennbar zu sein.
Der Befall eines Bienenvolkes mit nur einer einzigen Varroa-Milbe führt ohne Eingreifen des Imkers mit Sicherheit zur Erkrankung des Bienenvolkes innerhalb von nur vier Jahren.
Fast immer schaukelt sich der Befall durch Varroa im vierten (unbehandelten) Jahr so hoch, dass erste Standvölker im Herbst oder Winter zusammenbrechen, mit der Zeit 95 % der Völker eines Standes. Überlebende Einzelvölker (das letzte überlebende Volk) sollten unbedingt für die Nachzucht gerettet werden.
Vorbeugen ist besser...als heilen, zumal Heilung sich bei Insekten schwierig gestaltet.
Ich hoffe und wünsche uns allen, dass die Bienen mit imkerlicher Hilfe die Bedrohung durch die Varroatose überwinden. Für dieses Ziel lohnt es, sich die hierzu nötigen Fähigkeiten anzueignen, und alle zur Verfügung stehenden Mittel und Kräfte zu mobilisieren. Denn jedes an die Varroa verlorene Volk ist ein verlorenes Volk zu viel. Denn das Fehlen eines einzigen Bienenvolkes kann das Umkippen eines Ökosystems bewirken.

Übersicht über das Gesamtkonzept zur Erhöhung der Überlebensraten

Das Varroaproblem darf nicht isoliert betrachtet werden.
Denn das Varroaproblem ist gekoppelt an das Pestizid Problem.
Die Varroa fungiert sozusagen als Totengräber bei angeschlagenen Bienenvölkern.
Die Varroa ist das Sekundärproblem, Agrarpestizide, daraus resultierender Nahrungsmangel und bienenschädigende Agrartechnik sind leider heute das primäre Problem.
Beides zusammen führt dann zu hohen Verlustraten bei der Überwinterung der Bienenvölker.
Die Imkerinnen und Imker arbeiten seit 40 Jahren mehr oder weniger erfolgreich an der Lösung des Varroa-Problems.
Auf die Lösung des Pestizid Problems hingegen haben wir Imker nur einen geringen, meist nur indirekten Einfluss.

Bei welchen Bienenvölkern schlägt die Varroa zuerst zu?

Die Varroa schlägt zuerst zu bei Bienenvölkern, welche durch Pestizide ihre Flugbienen verloren haben, und die Brut nicht mehr richtig wärmen können.
Aber auch bei Völkern, welche durch Glyphosat-Herbizideinsatz ihre Nahrungsgrundlage verloren haben und deshalb kurzlebigere Bienen aufziehen,
da gesunder Pollen in ausreichendem Maße fehlt, sind besonders gefährdet durch die Varroa.
Wir Imker würden die Umstellung auf pestizidfreie Landwirtschaft begrüßen, aber der Umbau wird womöglich noch Jahrzehnte dauern.
Deshalb müssen wir uns aktuell leider mit der Bekämpfung der Varroa beschäftigen.
Dies löst nicht das eigentliche Problem, aber gibt uns Zeit, die Völker in bessere Zeiten hinüberzuretten.

Ein Drittel der Imkerschaft ist akut in Not

Ungefähr ein Drittel der Imkerschaft in Deutschland sieht derzeit kein Land mehr.
Die Winterverluste in Deutschland und Europa haben sich bei durchschnittlich 30 % bis 40 % toten Bienenvölkern jeden Winter eingependelt.
Normal wären Winterverluste von 3 %.
Die Winterverluste in Deutschland und Europa haben sich bei durchschnittlich 30 % bis 40 % toten Bienenvölkern jeden Winter eingependelt.
Das bedeutet, dass wir heute eine zehn mal so hohe Verlustrate von Bienenvölkern haben als unter normalen Verhältnissen.
Es ist also unsere Pflicht, dagegen schnell etwas zu tun.
Man spricht dann auch von kontinuierlichem Reparaturbetrieb.
Das ist der hohe Preis, den die Imkerschafft und die Bienen für die billigen Lebensmittelpreise der letzten Jahrzehnte zahlen.

Warum das Beträufeln der Wintertraube im Winter notwendig ist

Dadurch wird die Vermehrung der Varroa vor allem bei neu gebildeten Völkern unterbunden.
Danach käme Teil II (Sommer), wo es um Varroa Minimierung durch Brutdistanzierung, Brutunterbrechung und die Behandlung mit Thymovar geht (noch nicht veröffentlicht, aber geplant für Sommer 2022).
Selbst wenn wir alles richtig gemacht haben, so kommt unweigerlich der Herbst mit ersten Völkerzusammenbrüchen bei manchen Bienenhaltern landauf landab, und infolge dessen die Reinvasion unserer weitgehend unbelasteten Völkern.
Die Winter-Träufel-Behandlung versucht dann in brutloser Zeit die Zahl der auf den Bienen aufsitzenden Varroen mit Oxalsäure (Kleesäure) zu minimieren auf eine einstellige Zahl.

Die Milbe nicht töten, nur Ihre Entwicklung stören

Es wäre völlig falsch, die Varroa-Milbe töten zu wollen.
Denn was die Milbe töten würde, täte auch der Biene großen Schaden zufügen.
Deshalb genügt es, wenn das Milieu, in dem die Milbe ihr Dasein fristet, sich so verschlechtert, dass die Milbe sich aufgrund der leichten Verätzung der Sinnesorgane sich unwohl fühlt und orientierungslos herumläuft, und schlussendlich entkräftet von der Wintertraube herunter fällt.
Es wäre völlig falsch, die Varroa-Milbe töten zu wollen.

Warum eine einigermaßen intakte Wintertraube unbedingte Voraussetzung für das Gelingen der Träufel-Behandlung ist

Die handwarme Oxalsäure-Lösung darf nicht auskühlen.
Nur wenn sie in warmen Zustand direkt ins Innere der Wintertraube gelangt, wird sie vom Bienenvolk absorbiert und innerhalb von 30 Minuten auf alle Bienen in der Wintertraube gleichmäßig verteilt.
Das Säuredampf-Milieu innerhalb der Wintertraube hält circa vier Stunden an.
Da die Milbe sehr viel kleiner als eine Biene ist, ist die Schutzschicht der Sinnesorgane von Varroa destructor dünner als die der Biene.
Da die Milbe sehr viel kleiner als eine Biene ist, ist die Schutzschicht der Sinnesorgane von Varroa destructor dünner als die der Biene.
Die Milbe ist säureempfindlicher als eine Biene.
Darin liegt das Erfolgsgeheimnis der Behandlung.

Warum Verdampfung nicht zum Erfolg führt

Zur Zeit ist wieder das Verdampfen in Mode.
Man könnte auch mit dem Volksmund sagen: "Jedes Jahr wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben", denn die Vorstellung neuer Bekämpfungsmethoden und Apparate nimmt kein Ende.
Aber das Verdampfen von Oxalsäure im Winter kann nicht zum Erfolg führen, aus zwei Gründen.
Aber das Verdampfen von Oxalsäure im Winter kann nicht zum Erfolg führen, aus zwei Gründen.
Erstens kommt der Oxalsäuredampf gar nicht in die Wintertraube hinein, sondern verpufft in der Wirkung außerhalb der Wintertraube.
Zweitens führt die Verdampfung nicht zum gegenseitigen Putzen, wie bei der Beträufelung.
Daher ist es ein Irrglaube zu meinen, die Vedampfung hätte den gleichen Wirkungsgrad wie die Beträufelung.

Im Herbst die Völker nicht stören

Um zu sehen, welche Völker bereits brutfrei sind, und welche nicht, müsste man jedes einzelne öffnen und nachsehen.
Dies wäre aber eine zu große Störung, zumal man meist doch noch Nachzügler findet.
Und dann wäre die Nachschau umsonst, und müsste später wiederholt werden.
Das wollen wir den Bienen aber ersparen.
Denn jede Nachschau kann Aufgrund der Unruhe das Volk wertvolle Energiereserven kosten.
Denn jede Nachschau kann Aufgrund der Unruhe das Volk wertvolle Energiereserven kosten.
Denn  es dauert 48 Stunden, bis sich ein Volk nach so einer Störung wieder beruhigt hat.
Neben großer Kälte ist den Bienen im Winter nichts schädlicher als unnötige Beunruhigungen.

Frühester Beginn der Beträufelung

Behandlungsbeginn ab 5. Dezember

Der früheste Zeitpunkt der Behandlung sollte erfahrungsgemäß nicht vor dem 5. Dezember erfolgen.
Denn nur wenn alle Völker an einem Stand brutfrei sind, ist die Behandlung sinnvoll möglich.
Denn nur wenn alle Völker an einem Stand brutfrei sind, ist die Behandlung sinnvoll möglich.
Falls ein Volk noch brütet, und dies nicht bemerkt wird, dann würde in diesem Volk die Behandlung nicht wirken.
Dieses Volk würde dann im Laufe des nächsten Jahres zu einer Varroaschleuder und Reinvasions-Herd für die anderen Völker.
Dies sollte unbedingt vermieden werden.
Deshalb gibt es die Erkenntnis, immer alle Völker am Stand im gleichen Maße von der Varroa zu befreien, um Ping-Pong-Effekte durch ständige Reinvasion zu unterbinden.

Welche Völker zu späterem Brut-Ende neigen

Völker mit diesjähriger Königin brüten bis spät in den Herbst hinein

Bei ihnen entspricht der August praktisch dem Mai im Vergleich zu den überjährigen Königinnen.
Deshalb brüten diesjährige Königinnen spät.
Sie haben ja noch keinen Winter mitgemacht und reagieren deshalb verzögert auf Kälte und kürzer werdende Tage.
Die Umstellung von Sommerbetrieb auf Winterbetrieb fällt ihnen schwer.
Die Umstellung von Sommerbetrieb auf Winterbetrieb fällt ihnen schwer.
Außerdem hatten sie auch in eher klimatisch ungünstigen Sommern (trocken, kühl, windig, regnerisch) oft zu wenig Trachttage, um die für die Überwinterung genetisch festgelegte Volksstärke zu erreichen.

Ein anderer Grund für spätes Brüten kann auch ein Mangel an Nahrung im Sommer sein

Ein anderer Grund für spätes Brüten kann auch ein Mangel an Nahrung im Sommer sein infolge falscher Landwirtschaftspolitik (Einseitige Fruchtfolgen mit Weizen und Mais, Mangel an Öko-Landbau-Flächen, fehlende struktureller Landschaftsbestandteile, fehlende Biodiversität und Artenvielfalt).

Auch Völker mit Bienenmangel brüten oft im Herbst weiter

Auch Völker mit Bienenmangel infolge von Bienenabgang durch Varroa, Pestizide , oder rotierender Agrartechnik brüten im Herbst weiter, weil sie verzweifelt versuchen, die nun fehlende Bienenmasse noch durch späte Brut zu ersetzen, was leider oft genug aufgrund der kühlen Temperaturen im Herbst zum Scheitern verurteilt ist.

Wie findet man den optimalen Behandlungszeitpunkt

Der optimale Zeit-Korridor liegt zwischen dem 15. Dezember und dem 31. Dezember

Der optimale Zeitpunkt lässt sich relativ einfach berechnen.
  1. Der Imker beobachtet den Temperaturverlauf im Herbst.
  2. Sobald eine echte Frostnacht stattfindet, bei der es nicht nur Raureif gibt, sondern echten Bodenfrost, und der Boden überall leicht gefroren ist, dann wird dieses Datum im Kalender markiert.
  3. Wenn es drei solcher Frostnächte in Folge stattfinden, wird dies auch im Kalender speziell notiert.
  4. Wenn es drei solcher Frostnächte in Folge stattfinden, wird dies zum Beispiel im Google Kalender speziell markiert.

  5. Vom dritten Tag an zählt man nun 21 Tage, und erhält nun den Tag, an dem die Völker zumindest theoretisch brutfrei sind. Meist liegt dieser Tag im Dezember.
  6. Während dieser Zeitspanne von 21 Tagen beobachtet man die Bienenvölker und stellt sich folgende Fragen: (A) Gibt es Flugbetrieb am Bienenstand? (B) Tragen die Flugbienen Pollen ein?
  7. Findet während der 21-tägigen Beobachtungsphase kein stärkerer Flugbetrieb und kein Polleneintrag statt, bestätigt dies den theoretisch berechneten Termin der Brutfreiheit der Völker.
  8. Findet deutlich Polleneintrag statt, so muss erneut auf drei Frostnächte gewartet werden, welche der Startschuss für einen weiteren 21-tägigen Beobachtungszeitraum ist.
  9. Wenn nun der theoretisch errechnete Brutfreiheits-Termin am Ende der 21-tägigen Beobachtungperiode erreicht wird, beobachte ich täglich die Tages Maximum und Nachts Minimum Temperatur.
  10. Wenn eine Tagestemperatur im deutlich positiven Celsius-Bereich erreicht wird, wäre eine Beträufelungs-Behandlung möglich.
  11. Mehr Details zur Tageszeit und Witterung siehe bitte weiter unten.

Behandlungsende

Behandlung sollte möglichst bis 5. Januar abgeschlossen sein

Der späteste Zeitpunkt für die Behandlung sollte erfahrungsgemäß der 5. Januar sein.
In den meisten Jahren beginnt die Königin am 5. Januar wieder mit der Eilage.
Denn zwei Wochen nach der Wintersonnenwende spürt die Königin (und die Bienen), dass die Tage wieder länger werden, und die Sonne wieder höher steht.

Werkzeug und benötigte Betriebsmittel

  • Stock-Meißel zum Öffnen der Beute
  • Breiten Hut mit Bienenschleier als Gesichts-Stichschutz
  • Truthahn oder Gänsefeder zum Einkehren von Bienen vom Rand vor dem Schließen des Innendeckels.
  • 275 ml Beträufelungs-Lösung Oxuvar 5,7% 1:1 mit 275 g Bio-Rohrzucker für maximal 10 Völker
  • Trichter zum Einfüllen des Bio-Rohrzuckers
  • Heißes Wasser zum Befüllen der Wasserflasche für die Wärme-Box
  • Kühlbox, die hier als Wärmebox fungiert
  • Fünf Liter Wasserflasche gefüllt mit heißem Trinkwasser zur Warmhaltung der Beträufelungs-Lösung in der Wärmebox und zum Händewaschen
  • Kleine Plastiktüte als Auslaufschutz der Träufellösungsbehälter in der Jackentasche
  • Rauchapparat mit milden Rauchmitteln wie Silberweiden-Totholz.
  • Bunsenbrenner zum Anzünden des Rauchapparats
  • Gasfeuerzeug
  • Kleine Taschenlampe zur Lokalisierung des Wintertraube zwischen den Waben bei schlechten Lichtverhältnissen
  • Automatikspritze 150 mm zur Träufelanwendung: Einmal das Volumen eingestellt, immer die gleiche Dosierung. Passt direkt auf die Flasche der angemischten Träufellösung OXUVAR®.
  • Kleiner Gabelschlüssel und Kombi-Zange zum Festschrauben der Sprühlanze auf den Sprühkopf der Automatikspritze.
  • Einmal Nitril-Untersuchungshandschuhe - Links & rechts passend L 8-9 (Marke: MED-COMFORT Blue 300)

Schritt-für-Schritt Vorgehensweise und Checkliste (To-Do-List)

  1. 275 g Bio-Rohrzucker (light golden, ungebleicht) für jeweils 10 Bienenvölker im BioMarkt kaufen oder bestellen.
  2. Einen Trichter zum Einfüllen des Zuckers bereithalten.
  3. Einen 5 Liter Kanister oder Flasche mit heißem Wasser füllen und in eine große Kühlbox bzw. Wärme-Box stellen zum Wärmen und Warmhalten der gebrauchsfertigen Lösung während des Transportes der Lösung zum Bienenstand.
  4. Optimalen Zeitpunkt der Behandlung ermitteln, eventuell mit Hilfe einer guten Wetter-App, zum Beispiel der Google Play App: "Lokale Wettervorhersage - Genaues Wetter und Alarm" von Enjoy-Life-Studio.
  5. Alle Bienenstände vorher einmal abfahren und durch Hören am Flugloch prüfen, ob noch alle Bienenvölker am Leben sind und ob alles am Bienenstand in Ordnung ist. Denn unangenehme Überraschungen oder unvorhergesehene Arbeiten am Behandlungstag möchte man unbedingt vermeiden.
  6. Erst am Morgen des Behandlungstag das Konzentrat anmischen und in der Wärme-Box warmhalten. Vorbereitetes Werkzeug (siehe Liste) mitnehmen und alle Völker ausnahmslos behandeln.
  7. Dabei den Träufellösungs-Behälter in einer Plastiktüte in der Jackentasche mitführen. Dieser ist mit einem Ansaugschlauch mit der Automatikspritze verbunden.
  8. Jede besetzte Gasse mit 5 ml beträufeln.
  9. Langsam beträufeln, pro Gasse muss mehrmals hin-und-her gefahren werden, damit sich die Tröpfchen gleichmäßig und gut auf möglichst vielen Bienen verteilen können.
  10. Übrige Fertig-Lösung über den Ausguss entsorgen, da die angemischte Lösung nicht haltbar ist.
  11. Danach Automatikspritze mit warmen Wasser gut spülen, mit Druckluft ausblasen und sorgfältig trocknen.
  12. Nicht benötigtes Konzentrat (noch nicht angemischt) ist jedoch problemlos 5 Jahre haltbar. Es kann dann für die Sommerbehandlung der brutlosen Einheiten(Sprühanwendung) noch sinnvolle Verwendung finden.

Tageszeit und Witterung

Bei Nebel oder Regen kann Mittags vorteilhaft sein, weil man besser sieht.
Leichter Regen ist kein großes Problem, wenn man die Beute nur wenige Sekunden offen hat.
Bei starken Regen braucht man hingegen einen großen Schirm.
Bei Sonnenschein ist je früher behandelt desto besser, denn die Wintertraube sollte während der Behandlung noch eng sitzen.
Also wenn ein sonniger Tag ansteht, sollte man bei Tagesanbruch zur Stelle sein, bevor die Völker durch die Einwirkung der Sonnenstrahlen zur Auflösung der Wintertraube und zum Ausflug angeregt werden.

Außentemperatur

Eine Außentemperatur von rund +3° Celsius im Schatten wäre optimal.
Aber auch Temperaturen von +5° Celsius bis +11° Celsius wären noch akzeptabel
Entscheidend ist, dass die Wintertraube noch eng zusammen sitzt.
Deshalb gilt die Regel, je wärmer es an dem betreffenden Tag wird, desto früher muß man die Behandlung ansetzen.
Bei einer Tages-Höchst-Temperatur von +11° Celsius sollte man die Beträufelung um 8:00 Uhr morgens ansetzen, weil es dann noch kühler von der Nacht ist.
Jedoch bei einer Tages-Höchst-Temperatur von +3° Celsius wäre der Mittag oder frühe Nachmittag besser, weil es dann am Morgen noch zu kühl ist.

Optimale Temperaturkurve erwünscht

Optimal wäre es, wenn die Behandlung am Anfang einer Wärmespitze durchgeführt wird, damit die Bienen am Tag der Behandlung oder in den Tagen nach der Behandlung ausfliegen können, um Stress abbauen zu können.

Beispiel

Zunächst hat es zwei Wochen lang starken Nachtfrost und am Tage Temperaturen um Null Grad. Es ist Ende Dezember. Noch ist es zu kalt für die Träufelung, da sich die Bienen bei 0° Celsius ohne Brut kaum bewegen. Nun setzt Tauwetter ein, es regnet und wird etwas wärmer bei Tagestemperaturen von +2" bis +5° Celsius. Da Regen die Träufelung erschwert warte ich ab bis der Regen aufhört, da der Wetterbericht noch wärmere Tagestemperaturen bis +12° Celsius vorausgesagt hat. Deshalb ist nun Eile geboten. Am Morgen nachdem der Regen aufgehört hat, fahre ich sofort zu allen Bienenständen, und führe die Behandlung noch bei kühlen +3° bis +4° Celsius durch. Die Bienen sitzen am Morgen noch in der Wintertraube eng zusammen, bekommen aber in den nächsten Stunden und Tagen -wenn es wärmer wird- ausgiebig Gelegenheit sich gegenseitig zu putzen und sich dadurch von der Varroa zu befreien.

Kleidung

Im Dezember kann der Untergrund am Bienenstand sehr rutschig sein.
Deshalb sind Stiefel mit gutem Profil vorteilhaft.
Zum Beispiel handwerklich hergestellte Arbeitsstiefel aus natürlichem Gummi, siehe Link (öffnet in eigenem Fenster): https://www.aigle.com/eu/de/p/BISON%202-3650_ambre.html).
Dazu leistet ein Wetterhut aus Filz mit breiter Krempe gute Dienste.
Einen abnehmbaren Schleier aus Schwarzem Geflecht von Lyson sollte man auch dabei haben, für alle Fälle,
falls Bienen unruhig werden und stechen wollen.
Normalerweise sind die Bienen ruhig, dann braucht man den Schleier nicht, nur den Hut.
Handschuhe braucht man bei den Bienen nicht, man hat damit zu wenig Gefühl.
Handschuhe braucht man bei den Bienen nicht, man damit zu wenig Gefühl.
Aber man sollte mit breiten Gummibändern die Jackenärmel zubinden, damit keine Biene versehentlich während dem Träufeln in den Jackenärmel fliegt.
Und es ist gut, wenn man  seine Hände mit Propolistinktur oder Bienensalbe einschmiert,
weil man damit Stiche verhindert und die Hände für die Bienen gut nach Bienenluft duften.
Dadurch werden die Bienen nicht unnötig gereizt und bleiben ruhig.
Das bedeutet weniger Stress für die Bienen und weniger Stress für den Imker.
Die Bienensalbe verhindert zudem das Verkleben mit frischen Propolis beim händischen Ziehen von Waben.
Wenn allerdings Säure ausgelaufen ist, oder Gefahr besteht, mit Säure in Kontakt zu treten, sollte man folgende Einweg-Handschuhe für alle Fälle bereithalten:
Einmal Nitril-Untersuchungshandschuhe - Links & rechts passend L 8-9 (Marke: MED-COMFORT Blue 300)

Behandlungsmittel

Behandlungsmittel ist die Oxuvar-Beträufelungslösung von Andermatt BioVet (frei verkäuflich und zugelassen) auf der Basis von Oxalsäure (Kleesäure).

Vorbereitung  der noch nicht gebrauchsfertigen, konzentrierten Lösung

Einfach das Konzentrat (5,7%) in der Flasche 1 zu 1 mit Bio-Rohrzucker (light golden) mischen.
Dieser Bio-Rohrzucker hat gegenüber dem einfachen Rübenzucker viele große Vorteile, weil weißer Rübenzucker mit Chlor oder Kalk gebleicht wurde, was sich sehr negativ auf die Beträufelungslösung auswirkt.
Normaler konventioneller weißer Rübenzucker kann zudem durch Neonicotinoide kontaminiert sein, welche extrem bienengiftig sind.
Außerdem hat Bio-Rohrzucker einen für Bienen attraktiven Geschmack und Geruch, welcher weißem Rübenzucker nicht zu eigen ist.
Da Honigbienen stark duftgesteuerte Wesen sind, sollte dieser Aspekt nicht unterschätzt werden.
Als weiterer wichtiger Vorteil des Bio-Rohrzuckers (light golden) kommt der warme Farbeton der Lösung hinzu, was der Anwendersicherheit zu gute kommt, da dadurch die Verwechslungsgefahr zwischen Konzentrat und fertig angemischter Lösung deutlich geringer wird.
Zum Einfüllen des Zuckers benötigt man einen Trichter.
In die 275 ml Flasche werden nun noch 275 g Bio-Rohrzucker (light golden) hinzugefügt.
Danach wird der Deckel gut verschraubt, gut geschüttelt, an einen warmen Ort gestellt, 30 Minuten gewartet bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat, und anschließend erneut geschüttelt.
Bei diesem Mischungsverhältnis von 1 : 1 entsteht eine fertige Zuckerlösung mit einem Volumenfaktor von 1,6.
Somit werden aus 275 ml Konzentrat 275 ml x 1,6 = 440 ml gebrauchsfertige Lösung.
Die frisch zubereitete Träufel-Lösung für die Winterbehandlung enthält jetzt 3,5% Oxalsäure-Dihydrat zum Träufeln auf brutfreie Völker.
Bei einer durchschnittlich beidseitig besetzten Wabenzahl von sechs Waben (= 30 ml Aufwandmenge) errechnet sich eine Ergiebigkeit von 440 ml ./. 30 ml = 10 Völker (circa).
In der Praxis reicht eine 275 ml Flasche Konzentrat -wenn angemischt mit 275 g Bio-Rohrzucker- nur für maximal 10 Völker (Praxistest am 01.01.2022), da die Völker in der Praxis meist 8 bis 9 Gassen besetzten, und auch ein kleiner Rest in Flasche und der Spritze als Reserve zurückbleiben sollte.
Der Hersteller gibt zwar eine maximale Ergiebigkeit von 14 Völker an, aber es muss sich dann um sehr kleine Völker handeln, was unrealistisch ist.

Behandlungsziel

Das Behandlungsziel ist die 97%ige Dezimierung der auf den Bienen ansitzenden varroa destructor von durchschnittlich 100 Stück auf 3 Stück im Idealfall, beziehungsweise von 1000 auf 30 Stück im Katastrophenfall, das heißt wenn ein Volk übermäßig stark belastet bzw. von varroa destructor stark befallen ist, wie es zum Beispiel in Gegenden von hohem Varroa-Druck der Fall sein kein, wenn eine Imkerei zu viele Völker und zu wenig Abstand zur nächsten Imkerei hat, oder wenn Neu-Bienenhalter zu sorglos sind oder keinerlei Ausbildung im komplizierten Sachgebiet der Bienenzucht vorweisen können.

Große Gefahr für die Bienen durch Falschbehandlung möglich

Ein kleines Zuviel an Säure kann den Dünndarm der Bienen verätzen.
Deshalb muss man sich strikt an die angegebene Dosierung halten, und darf auch keine Doppel- oder Mehrfachbehandlungen durchführen
Unsere lieben Bienen sind keine Versuchstiere, und Experimente jeglicher Art sind zu unterlassen, aus Respekt vor dem bewundernswerten Lebewesen Biene.
Den Experimenten eigensinniger Bienenhalter sollten keine weiteren Bienenvölker mehr geopfert werden.
Es gab schon zu viele Opfer in den letzten Jahrzehnten.

Wirkungszeit

Die Wirkungszeit beträgt vier Stunden.
Die Honigbienen putzen sich nach der Beträufelung gegenseitig.
Dabei verteilt sich die Oxalsäurelösung innerhalb der Wintertraube, und schafft ein gewisses säurehaltiges Milieu, das für die Empfindsamkeit der Sinnesorgane der Varroen abträglich ist.

Öffnen der Beute

Die Freiluftbeuten werden von der Seite bearbeitet, und die Wabenrichtung ist Nord-Süd
Zunächst entferne ich vorsichtig und ohne Erschütterungen den Außendeckel, und lehne in gegen einen Baum.
Dann öffne die Beute behutsam mit dem Stockmeissel an der rechten Seite der Beute.
Dann klappe ich den Deckel vorsichtig auf, so dass eventuell an der Unterseite des Innendeckels ansitzende Bienen wieder zurück auf die Wintertraube fallen, und nicht neben die Beute, wo sie erstarren würden.
Dann entferne schnell einige Wachsbrücken am Innendeckel (sofern vorhanden), damit beim Zumachen keine Biene eingequetscht wird.
Dazu benötigt man eine Feder zum vorsichtigen Abkehren der Bienen vom Rand und von eventuell vorhandenen Wachsbrücken auf dem Innendeckel.
Der aufgeklappte Innendeckel steht jetzt horizontal am linken oberen Rand des Brutnestes mit der Innenseite Richtung Wintertraube.
Das ganze soll nur wenige Sekunden dauern, damit die Bienen möglichst wenig gestört werden, und möglichst wenig Bienen erstarren.

Beträufeln der Wintertraube

Anwendung mit Automatikspritze

Die Automatikspritze wird zusammengebaut.
Dazu wird die kleine 150 mm Sprühlanze in einer leichten 90° Drehung auf den Sprühkopf der Spritze festgedreht unter Zuhilfenahme einer Kombi-Zange, mit der man den Sprühkopf festhält, und einem kleinen Gabelschlüssel, mit dem man die Lanze vorsichtig arretiert.
Die Oxalsäurelösung wird in die Vorratsflasche der Automatikspritze gefüllt und über einen Schlauch angesaugt.
Die gewünschte Dosiermenge von  5 ml kann durch Drehen des Dosierrades eingestellt werden.
Dank dieser einmaligen Einstellung bleibt die Dosierung immer gleich.
Da Milbe und Biene relativ nahe verwandt sind (beide sind Gliederfüßler), kann eine geringe Dosisüberschreitung zum Tod der Bienen führen, deshalb ist eine exakte Dosierung überlebenswichtig.
Dank des ergonomischen Aufbaues der Automatik-Spritze kann man sehr dosiert in tausend kleinen Tropfen die Beträufelung optimal dosiert vornehmen.
Dazu fährt man pro Wabengasse ca. drei bis vier mal hin-und-her, bis zum Anschlag, wenn die 5 ml erreicht sind.
Somit wird die Bienen-Wintertraube in kürzester Zeit mit wenig Wärmeverlust im Bienenstock behandelt.
Gebrauchsfertig angemischte Oxalsäure-Träufellösung mit fertig montierter Automatikspritze.

Gebrauchsfertig angemischte Oxalsäure-Träufellösung mit fertig montierter Automatikspritze von Andermatt Biovet. Die mit Bio-Rohrzucker gebrauchsfertig angemischte Träufellösung läßt sich leicht von dem durchsichtigen Konzentrat durch seinen warmen Farbton unterscheiden. Siehe links im Bild die gebrauchsfertig angemischte Lösung, darunter die Automatikspritze mit Träufellanze.

Dosierung

5  pro besetzter Wabengasse (12er Einraumbeute nach ADAM)
Beispiel
5 ml pro Volk bei einer besetzten Wabengasse
10 ml pro Volk bei zwei besetzten Wabengassen
15  ml pro Volk bei drei besetzten Wabengassen
20 ml pro Volk bei vier besetzten Wabengassen
25 ml pro Volk bei fünf besetzten Wabengassen
30 ml pro Volk bei sechs besetzten Wabengassen
35 ml pro Volk bei sieben besetzten Wabengassen
40 ml pro Volk bei acht besetzten Wabengassen
45 ml pro Volk bei neun besetzten Wabengassen
Maximal 50 ml pro Volk bei 10 oder 11 besetzten Wabengassen
(Bezogen auf die 12-er Einraumbeute nach ADAM)

Dosiertipps

Rand wenig - Mitte viel
Nicht unterdosieren - Nicht überdosieren
Immer tröpfchenweise träufeln - nicht im Strahl
Bienen nicht durchnässen - nur leicht benetzen

Schließen der Beute

Da der Innendeckel nicht beiseite gestellt wurde, sondern nur aufgeklappt, ist es einfach, den Deckel wieder in exakt die gleich Position zu rücken wie er vorher war.
Denn die Bienen dichten ja den Randschluss des Innendeckels mit Tausend kleinen Propolisstückchen ab, die, wenn nicht in der richtigen Position, eine Durchzug verursachen würden.
Deshalb ist es sehr wichtig, dass der Deckel wieder in exakt der ursprünglichen Position aufgesetzt wird.
Sehr wichtig ist auch, dass keine Biene übersehen wird, und vor allem keine einzige Biene unnötig eingequetscht wird, was eine große Unsitte ist.

Wirkungsweise

Die Wirkdauer der Oxalsäurelösung beträgt vier Stunden. Dabei werden die feinen Sinnesorgane der Milbe durch die Säure leicht verätzt.
Dadurch findet die Milbe den Wirt nicht mehr.
Nach drei Stunden hungert die Milbe, dann fällt Sie ab.

Allgemeines

Die Träufellösung ist kein systemisch wirkendes Mittel, sondern ein Pflegemittel, da die Milben ursächlich durch den Putzprozess der Bienen in ihrem Wohlbefinden gestört werden.

Führung eines Behandlungsbuches

Behandlungen mit zugelassenen Varroosemitteln sind laut Gesetz tagesaktuell schriftlich wie folgt zu dokumentieren:
  1. Standort der Bienen
  2. Anwendungsdatum
  3. Außentemperatur
  4. Uhrzeit der Anwendung
  5. Beutennummern
  6. Verabreichungsart
  7. Dosiermenge pro Wabengasse
  8. Anzahl der durchschnittlich von Bienen besetzten Wabengassen
  9. Name des Anwenders
Nun folgen Zitate von Andermatt BioVet, teilweise ergänzt und verbessert

Beschreibung der Träufel-Lösung für die Winterbehandlung

Handelsname

Oxuvar 5,7 %

OXUVAR® 5,7%
41,0 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Lösung für Honigbienen (Oxalsäure als Oxalsäure 2 H2O)
Oxuvar 5,7% ist in einer 275 g Flasche erhältlich, welche für bis zu 10 Völker reicht.
Die Oxalsäure wirkt bei direktem Kontakt auf die Varroamilbe.
Varroa in verdeckelten Brutzellen werden beim Träufeln nicht erreicht.
Die zubereitete Lösung muss in wenigen Tage aufgebraucht werden.

Hersteller

Andermatt BioVet GmbH

Bezugsmöglichkeit / Shop

Homepage

Wirkstoff

1 ml enthält: Oxalsäure 41,0 mg (entspricht 57,4 mg Oxalsäure 2 H2O), sonstige Bestandteile: enthärtetes Wasser.

Anwendungsgebiet

Zur Behandlung der Varroose bei Honigbienen (Apis mellifera) hervorgerufen durch die Varroa-Milbe (Varroa destructor).

Gegenanzeigen

Die Oxalsäuredihydrat-Lösung darf nicht an Völkern mit Brut angewendet werden, da die Lösung nicht auf Varroa in Brutzellen wirkt.

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln

Nicht gleichzeitig mit anderen Akariziden gegen Varroose anwenden.
Mit kalziumhaltigen Lösungen kann es zu Ausfällungen kommen. Korrosionsempfindliche Materialien sollten nicht mit Oxalsäuredihydrat-Lösungen in Kontakt kommen.

Nebenwirkungen

Das Bienenvolk kann während der Behandlung etwas unruhig reagieren. Die Träufelanwendung kann zu einer leichten Schwächung der Volksentwicklung im Frühling führen. Die Sprüh- oder Träufelanwendung kann den Bienentotenfall erhöhen. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

Wartezeit

Honig 0 Tage für korrekt behandelte Völker. Behandlung ohne aufgesetzte Honigräume ausführen.

Anwendung/Dosierung

Die Siegelfolie auf der Flasche komplett aufschneiden und entfernen. Kristallzucker 1 zu 1 hinzufügen. Für die 275 g Flasche, 275 g Kristallzucker.
Gut schütteln.
5 bis 6 ml der klaren und handwarmen Lösung pro besetzte Wabengasse gleichmässig über die Winterbienen träufeln.
Ausschliesslich die brutfreien Völkern behandeln.
Die Umgebungstemperatur während der Behandlung sollte zwischen +2° Celsius und +5 ° Celsius sein, damit die Bienen geschlossen in der Wintertraube sitzen.
Wenn die Wintertraube sich aufglöst hat, macht die Beträufelung keinen Sinn mehr, da die Lösung dann zwischen den Bienen hindurch lediglich auf das Bodenbrett tropfen würde, und nicht auf die eigentlichen Bienen.

Behandlungskonzept/Empfehlung

Die Träufelbehandlung ist Bestandteil des integrierten Behandlungskonzepts mit unterschiedlichen Wirkstoffen während des Jahres.
Somit können sich die Varroa nicht an einen Wirkstoff gewöhnen.

Sonstige Hinweise

Der Umgang mit Oxalsäure erfordert große Vorsicht. In jedem Fall Schutzbrille, säurefeste Handschuhe und langärmlige Bekleidung tragen.

Spezifikationen

Anwendungsperiode

November bis Januar

Haltbarkeit

5 Jahre ab Produktionsdatum, Die zubereitete Zuckerlösung sofort aufbrauchen, Sie ist nicht lagerfähig.

Lagerhinweise

Frostfrei lagern, nicht über 30 °C lagern, vor Sonne schützen, von Kindern fernhalten.

Inhaltsstoffe

Oxalsäure

Zulassungsnummer

402355.00.00

Warnhinweise

Wirksamkeit kann variieren

Die Wirksamkeit kann aufgrund der Anwendungsbedingungen (Vorhandensein von Brut, Temperatur, Reinfestation usw.) zwischen den Bienenvölkern variieren.

Integriertes Varroa-Bekämpfungsprogramm

Das Tierarzneimittel sollte als Bestandteil eines integrierten Varroa-Bekämpfungsprogrammes .

Resistenzbildung

Die Anwendung von unterschiedlichen Substanzen im Laufe des Jahres wird empfohlen, um das Risiko der Resistenzbildung zu vermeiden.

Bedingung brutfreie Völker

Die Träufelanwendung muss am brutfreien Volk im Herbst/Winter als einmalige Behandlung bei Temperaturen zwischen +2° C und +5 °Celisus durchgeführt werden.

Exakte Dosierung extrem wichtig

Die Anwendung großer Mengen von Oxalsäure kann zu erhöhter Bienensterblichkeit und Königinnenverlust führen.
Eine exakte Dosierung ist extrem wichtig.

Störungen vermeiden

Störungen der Bienenstöcke in den Tagen nach der Behandlung sind unbedingt zu vermeiden.

Keine mehrmaligen Behandlungen

Eine mehrmalige Behandlung der gleichen Bienengeneration führt zur Schädigung der Bienen und wird die Volksstärke verringern.

Ätzend

Dieses Tierarzneimittel ist ätzend und kann auf Haut, Augen, Mundschleimhaut und in den Atemwegen schwere Reizungen verursachen.
Direkten Kontakt und versehentliche Einnahme des Tierarzneimittels vermeiden.
Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollte der Anwender eine Schutzausrüstung bestehend aus säurebeständigen Handschuhen und Sicherheitsbrille tragen.
Bei versehentlicher Einnahme den Mund mit Wasser ausspülen und viel Wasser oder Milch trinken.
Kein Erbrechen herbeiführen. Bei Haut- oder Augenkontakt sofort mit viel Wasser spülen und Kontaktlinsen entfernen.
Wenn die Haut- und Augenreizung anhält oder wenn das Tierarzneimittel eingeatmet oder verschluckt wurde, ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Freiverkäuflich

Zul.-Nr.: 402355.000.00.

Packungsbeilage

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.

Pharmazeutischer Unternehmer

Andermatt BioVet GmbH, Franz-Ehret-Straße 18; 79541 Lörrach

Schlussbemerkung

von Hans Georg Oswald
Eine Biene, die gerade noch am Leben ist, reicht nicht für die große Aufgabe der Bestäubung der weiten Landschaften.
Das gesellschaftliche Gemeinwohl braucht dringend starke, zum Überleben tüchtige Bienenvölker für die Entstehung artenreicher, stabiler Pflanzengesellschaften.
Dieser Imkerkurs als Teil des Imker Oswald Blogs bietet spezielles, exklusives Wissen.
Denn Wissen macht im weiten Feld der Bienenzucht den großen Unterschied.
Dieser Imkerkurs als Teil des Imker Oswald Blogs bietet spezielles, exklusives Wissen.
Denn Wissen macht im weiten Feld der Bienenzucht den großen Unterschied.
Mein Ziel ist, Dich als Leserin / Leser und Imkerin / Imker fit dafür zu machen, Deine Bienenvölker Jahr für Jahr lebendig und stark zu erhalten.
Jede / Jeder einzelne soll erfahren, was genau zu tun ist, wann was zu tun ist, mit allen kleinen Geheimnissen der Bienenzucht in klarer, übersichtlicher und einprägsamer Form.
Ich wünsche allen Imkern und Imkerinnen eine glückliche Bienensaison 2022.
Hoch lebe die Honigbiene!
Schauen Sie doch wieder mal rein,
und vielen Dank fürs Lesen!
Ihr
Hans Georg Oswald (Imkermeister)
bio-honig.com

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