
Der Imker ist von alters her Universalhandwerker.
Imkern bedeutet weit mehr, als Bienenkästen zu betreuen und Honig zu ernten. Wer mit Bienen arbeitet, bewegt sich inmitten eines hochkomplexen Naturgeschehens. Das Summen am Flugloch, das Wachsen und Abnehmen der Völker im Jahreslauf und die Abhängigkeit vom Wettergeschehen machen die Arbeit am Bienenstand zu einem unmittelbaren Naturerlebnis.
Gleichzeitig erfüllt die Imkerei eine Aufgabe, die über den einzelnen Betrieb hinausreicht: Bienen sichern die Bestäubung zahlreicher Kultur- und Wildpflanzen. Ohne sie gäbe es in unseren Regalen ein Drittel weniger Nachrungsmittel, Obst, Gemüse und Nüsse, aber auch keine schöne Landschaft mehr. Die Deutschen Imkerinnen und Imker leisten einen unersetzlichen Beitrag zur Ernährungssicherheit und zum Erhalt der Stabilität der ökologischen Systeme.
Der Imkerberuf ist daher nicht nur Handwerk, Landwirtschaft oder Tierhaltung, sondern die Schnittstelle zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und Gesellschaft.
„Ohne die Honigbiene verlieren wir ein Drittel unserer Nahrungsmittel.“
— Thomas Radetzki, Imker und Vertreter der Aurelia-Stiftung


Waldzeidler (Zeidler mit Bienenvölkern in lebenden Beutenbäumen)
Strohbeutennäher (Markus Hilfenhaus; https://www.aurelia-stiftung.de/2024/06/22/workshop-freibeute/ )
cidelariis (Zeidler, Zeidelgüter)
Zeidler (SITULA / sidelin / seidel /Zeidler / honigsammelnde Leute)

Wenn man vom Imker spricht, denkt man selten an das große Ganze. Man sieht Honiggläser im Hofladen, vielleicht ein paar Bienenkästen am Waldrand. Doch in Wahrheit geht es um nichts Geringeres als das Gemeinwohl – um die Grundlage unserer Ernährung, um die Gesunderhaltung einer Gesellschaft, die sich längst daran gewöhnt hat, dass Obst und Gemüse ganzjährig verfügbar sind.
Ohne Bienen und die Arbeit der Imker würde diese Selbstverständlichkeit schnell bröckeln. Das ist keine romantische Schwärmerei, sondern eine nüchterne Tatsache: Bestäubung ist ein Service, der auf keiner Rechnung auftaucht, aber Milliarden wert ist.
Man könnte es so sagen: Der Imker ist kein Lieferant für Honigbrote, er ist ein unscheinbarer Mitspieler im System der öffentlichen Daseinsvorsorge. Wer seine Arbeit belächelt, darf sich beim nächsten leeren Obstkorb wundern.
Und wer meint, das Problem lasse sich durch den Griff ins Aldiregal lösen, wo Honig für 2,49 in der Plastik-Shampoo-Flasche angeboten wird, sollte wissen: Dort steht Fabrikhonig, produziert in Chinesischen Sirupfabriken. Die Aldisierung des Lebensmittels Honig – samt globaler Fälschungsindustrie – ist ein Weltproblem. Heilung kommt vom unscheinbaren, lokalen, naturnahen Bienenstand am Waldrand.
„Billighonig mag harmlos wirken. Doch wenn er gestreckt und verfälscht wird, betrifft das nicht nur Imker, sondern uns alle – denn hier geht es um Vertrauen in Lebensmittel und um die Gesundheit der Bevölkerung.“
— Bernhard Heuvel, Berufsimker und Mitinitiator des Honigretten-Projekts







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