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Eine Herde von etwa zehn braunen Highland Rindern grast auf einer weitläufigen, hügeligen, goldenen und grünen Wiese unter einem weiten Himmel.

Ungewöhnlicher Besuch am Bienenstand: Hochlandrinder | Imkerei Oswald | Bienenalm

In diesem alten keltischen Stammland stellt die Haltung der urigen Hochlandrinder eine lebendige Hommage an das landwirtschaftliche Wissen und die Naturverehrung der Kelten dar.

Ungewöhnlicher Besuch am Bienenstand: Hochlandrinder

Wo Imker und Hochlandrinder sich begegnen

Einblicke in das harmonische Miteinander von Hochlandrindern und den Bienen der Imkerei Oswald – Natur pur am Waldrand.

Wärend ich an den Bienenvölkern mit der Einwinterung beschäftigt war, und mich ganz auf die Bienen konzentrierte, wurde es langsam Dunkel, weshalb ich mich sehr beeilen mußte, um vor Einbruch der Dunkelheit fertig zu werden.

Plötzlich standen sie da: Eine ganze Herde neugierige Hochlandrinder, die mich aus aus kurzer Distanz beobachteten.

Ihre vollkommene Ruhe und völlige Gelassenheit wirkten fast magisch in der abendlichen Stille.

Für einen Moment vergaß ich die Hektik und spürte nur noch die Verbindung zu den Tieren und des mich umgebenden Waldes.

„Die Natur ist das einzige Buch, das auf allen Blättern großen Gehalt bietet.“

(Johann Wolfgang von Goethe)

Es ist Abenddämmerung. Reglos starrt ein langfelliges Rind mit weit ausladenden Hörnern durch den Weide-Drahtzaun auf den Imker bei seinen Bienenvölkern.
Jede Begegnung mit den urigen Rindern gleicht einer Zeitreise um zweitausend Jahre zurück auf der Zeitachse.

Gelassene Gäste im Abendlicht

Eine kleine Herde Hochlandrinder zieht stoisch und würdevoll an den Bienenkästen der Imkerei Oswald vorbei – ein stilles Schauspiel der Natur.

Eine Herde Hochland-Weiderinder zieht in der Abenddämmerung vorbei an den Ökologischen Bienenvölkern von Imkerei Oswald.

Manchmal schreibt die Natur die schönsten Geschichten – ganz ohne Worte.

Während ich hochkonzentriert mit dem Wohlergehen der Bienen beschäftigt war, und  an den Bienenkästen kontrollierte, ob die Völker genug Vorräte für den Winter Haben, hörte ich ein gleichmäßiges Schnauben hinter mir, ohne zu wissen, was das sei.

Ohne Hast, mit der Ruhe jahrhundertealter Gewohnheit, zog eine kleine Gruppe Hochlandrinder vorbei – als wären sie ein fester Teil dieses Platzes, dieser Arbeit, dieses Abends.

Sie warfen mir kaum einen Blick zu, als wollten sie sagen: „Kümmere Dich um Deine Bienen, wir kümmern uns um das Unsere.“

Solche Begegnungen erinnern mich immer daran, warum ich diesen Weg als Imker und ökologischer Landwirt gehe: Weil es um mehr geht als Ertrag, es geht um Einklang.

„Was die innere Stimme spricht, das täuscht den Menschen nicht.“

(Friedrich Schiller)

Auf leisen Sohlen

Hochlandrinder zwischen Bienen und Bäumen – stille Begegnungen in der Dämmerung

Plötzlich fühlte ich die Anwesenheit einer unbekannten Gefahr, drehte mich um, und starrte verwundert in 12 Augenpaare, die mich regungslos anstarrten.

Es waren wieder die Hochlandrinder.

Sie kamen auf leisen Sohlen, aus Neugier, um zu sehen, was los ist.

Am Bienenstand gibt es auch Rauch, das ist natürlich interessant.

Wenn die schweren Schritte der Hochlandrinder kaum hörbar über den weichen Waldboden ziehen und nur das Summen der Bienen bleibt, offenbart sich eine stille Harmonie, wie man sie nur draußen in der Natur findet.

Solche Momente lassen uns ahnen, dass wir Teil eines viel größeren Ganzen sind.

„In every walk with nature, one receives far more than he seeks.“

(John Muir)

Seitenansicht des Kopfes eines Highland Rinds mit markanten, gebogenen Hörnern und zotteligem Fell, hinter einem Zaun.
Zwei Highland Rinder mit zotteligem Fell und Hörnern stehen auf einer grünen Wiese, das vordere Tier blickt direkt in die Kamera, im Hintergrund sind Bäume und leichter Dunst zu sehen.
Die Rinder fragen sich: Was tut sich da am Waldrand bei den Bienen?

Auf dem Eichstetter Hof in der Hallertau weiden heute robuste Hochlandrinder, deren ruhige Präsenz an eine Zeit erinnert, in der keltische Stämme diese Landschaft prägten.

Die Keltenschanze von Oberlauterbach ist ein eindrucksvolles Bodendenkmal, über das es einen eigenen Artikel auf bio-honig com gibt.

Es gibt eine tief verwurzelte Verbindung zwischen den Menschen der Hallertau, den Hochlandrindern, und der dem Hopfenland Hallertau.

In diesem alten keltischen Stammland stellt die Haltung der urigen Hochlandrinder eine lebendige Hommage an das landwirtschaftliche Wissen und die Naturverehrung der Kelten dar.

So lebt auf dem Eichstetter Hof ein Stück keltische Tradition in moderner Form wieder auf.

„Die Keltenschanzen sind stille Zeugen einer Zeit, in der das Leben noch eng mit den Rhythmen der Natur verbunden war – wer sie heute bewahrt, bewahrt ein Stück unserer kulturellen Identität.“

T.  B.

Behörnte Gäste

Die behörnten Gäste wissen anscheinend instinktiv, daß von den Honigbienen keine Gefahr ausgeht, sondern daß die Honigbienen für einen kräuterreichen, artenreichen Wiesenbestand sorgen, durch Ihre Bestäubung.

Die unmittelbare Anwesenheit von Honigbienen in großer Zahl auf den Naturschutzweiden des Eichstetterhofes sorgt für stabile, artenreiche Pflanzengesellschaften aus Kräutern, Leguminosen und Gräsern.

Gerade die Kräuter sind wichtig für die Gesundheit der Hochlandrinder.

Und die Legimosen sorgen für eine gute Durchwurzelung und natürliche Stickstoffbildung im Boden durch die Symbiose mit den Knöllchenbakterien.

Eine kräuterreiche Wiese ist besser geschützt vor Trockenheit als eine kräuterarme Wiese, denn die Kräuter können im Gegensatz zu den Gräsern mit ihren Wurzeln in große Tiefen vordringen.

Wenn Dich hier eine Biene sticht, geh leise fort und schimpfe nicht. Bedenke vielleicht, dass Du es bist, der hier jemandem im Wege ist.

Drei braune Highland Rinder grasen auf einer Weide, teilweise verdeckt durch die Nadeln und Äste eines Nadelbaumes im Vordergrund.
Die Herde bleibt zunächst auf Distanz.

Die Kelten haben unschätzbare wertvolle Impulse für die Europäische Kultur hinterlassen und prägen bis heute unsere Symbolwelten

Ein einzelnes braunes Highland Rind mit langen Hörnern und zotteligem Stirnfransen steht auf einer grünen Wiese und blickt in die Kamera, umrahmt von herabhängenden Ästen.
Auch über Nacht bleiben die Rinder draussen. Es wird langsam dunkel.

Die Kelten hinterließen keine Paläste aus Stein, doch ihre tierwirtschaftlichen Errungenschaften behaupten sich weiter, im Almwesen, in der Rinder- und Bienenzucht.

Ihre Vorstellung von der beseelten Natur, vom Kreislauf des Lebens und von der heiligen Ordnung der Welt wirkt immer noch nach.

In verschlungenen Ornamenten, rätselhaften Spiralen und uralten Flurnamen lebt ein Sinn für das Verborgene weiter, der rationaler Weltdeutung trotzt.

Die keltische Verbindung von Spiritualität, Kunst und Lebenspraxis hat das europäische Denken tief geprägt, zwar leise, aber nachhaltig.

Die Keltische Kultur ist nicht nur Vergangenheit, sondern lebendige Quelle kultureller Inspiration in unserer Gegenwart, zumal es ja noch viele Gegenden gibt, in denen Keltische Sprachen noch gesprochen werden, wie in Irland, Schottland und Wales.

 

 

Nahaufnahme des Kopfes eines Highland Rinds mit braunem, zotteligem Fell, langen Hörnern und den charakteristischen Stirnfransen, die die Augen bedecken. Das Tier blickt direkt in die Kamera.
Rinder könne ein stoische Ruhe ausstrahlen, wenn Sie unbeweglich dastehen und schauen.
Ein großes, braunes Highland Rind mit langen Hörnern und zotteligem Fell steht im Vordergrund auf einer Wiese und blickt direkt in die Kamera. Im Hintergrund sind weitere Rinder zu sehen.
Die Tiere werden langsam zutraulicher und vergessen etwas ihre Vorsicht.

Die beste Biene? In der Tat, die Dunkle, ein guter Rat!

Die ursprünglich in Mitteleuropa und speziell in Bayern autochthon lebende Biene war die Dunkle mitteleuropäische Honigbiene Apis mellifera mellifera. 

Sie wurde leider ausgerottet, die Gründe dafür sind vielschichtig.

Das letzte Bienenvolk der Dunklen Biene in Bayern wurde 1977 am Großen Arber vernichtet.

Zum Glück hat in den Salzburger Alpen eine kleine Population überlebt, wenn auch nicht genetisch ganz rein, aber das macht nichts, Hauptsache überlebt.

Die Dunkle Biene war  im Gebiet nördlich der Alpen 8000 Jahre lang die einzige autochthone Honigbiene.

 

 

 

Imker Hans Georg Oswald von der Imkerei Oswald arbeitet an einem Bienenstock am Waldrand; im Hintergrund befinden sich Hochlandrinder in einem schattigen Waldstück.
Tierwirtschaftsmeister Hans Georg Oswald bei der Arbeit an den Bienenstöcken der Imkerei Oswald – im nahen Umfeld grasen robuste Hochlandrinder in der naturnahen Umgebung.

Hochlandrind und Dunkle Biene sind beide außergewöhnliches Europäisches Kulturerbe

Herde von Highland Rindern

Eine Herde von etwa zehn braunen Highland Rindern grast auf einer weitläufigen, hügeligen, goldenen und grünen Wiese unter einem weiten Himmel.
Logo Imkerei Oswald Bienenhof in der Hallertau: Ein Bienenstock mit dem Namen Oswald Bienenhof inmitten der idyllischen Hallertau.

Danke fürs Lesen

Der Unterschrift von Hans Georg Oswald
Hans Georg Oswald
Imkermeister
Eine Cartoon-Grafik eines altmodischen Bienenstocks, um den Honigbienen herumschwirren.

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Der Imkermeister Hans Georg Oswald in seinem lieblings Hut.

Geschrieben von

Imkermeister. 1969 in Burghausen an der Salzach in Oberbayern geboren. 1990 Studium in Passau und Colorado. 1997 Gründung der ersten ökologischen Berufsimkerei Niederbayerns. 2000 Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung. 2002 Gemeinsam mit seiner Frau Ruth Aufbau des Bienenhofes im Isar-Hügelland. 2010 Prämierung für herausragende Produktqualität und Ökologische Besonderheiten des Betriebes, Nachhaltigkeit am Hof und soziale Verantwortung.
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