
In diesem alten keltischen Stammland stellt die Haltung der urigen Hochlandrinder eine lebendige Hommage an das landwirtschaftliche Wissen und die Naturverehrung der Kelten dar.
Wärend ich an den Bienenvölkern mit der Einwinterung beschäftigt war, und mich ganz auf die Bienen konzentrierte, wurde es langsam Dunkel, weshalb ich mich sehr beeilen mußte, um vor Einbruch der Dunkelheit fertig zu werden.
Plötzlich standen sie da: Eine ganze Herde neugierige Hochlandrinder, die mich aus aus kurzer Distanz beobachteten.
Ihre vollkommene Ruhe und völlige Gelassenheit wirkten fast magisch in der abendlichen Stille.
Für einen Moment vergaß ich die Hektik und spürte nur noch die Verbindung zu den Tieren und des mich umgebenden Waldes.
„Die Natur ist das einzige Buch, das auf allen Blättern großen Gehalt bietet.“
(Johann Wolfgang von Goethe)


Manchmal schreibt die Natur die schönsten Geschichten – ganz ohne Worte.
Während ich hochkonzentriert mit dem Wohlergehen der Bienen beschäftigt war, und an den Bienenkästen kontrollierte, ob die Völker genug Vorräte für den Winter Haben, hörte ich ein gleichmäßiges Schnauben hinter mir, ohne zu wissen, was das sei.
Ohne Hast, mit der Ruhe jahrhundertealter Gewohnheit, zog eine kleine Gruppe Hochlandrinder vorbei – als wären sie ein fester Teil dieses Platzes, dieser Arbeit, dieses Abends.
Sie warfen mir kaum einen Blick zu, als wollten sie sagen: „Kümmere Dich um Deine Bienen, wir kümmern uns um das Unsere.“
Solche Begegnungen erinnern mich immer daran, warum ich diesen Weg als Imker und ökologischer Landwirt gehe: Weil es um mehr geht als Ertrag, es geht um Einklang.
„Was die innere Stimme spricht, das täuscht den Menschen nicht.“
(Friedrich Schiller)
Plötzlich fühlte ich die Anwesenheit einer unbekannten Gefahr, drehte mich um, und starrte verwundert in 12 Augenpaare, die mich regungslos anstarrten.
Es waren wieder die Hochlandrinder.
Sie kamen auf leisen Sohlen, aus Neugier, um zu sehen, was los ist.
Am Bienenstand gibt es auch Rauch, das ist natürlich interessant.
Wenn die schweren Schritte der Hochlandrinder kaum hörbar über den weichen Waldboden ziehen und nur das Summen der Bienen bleibt, offenbart sich eine stille Harmonie, wie man sie nur draußen in der Natur findet.
Solche Momente lassen uns ahnen, dass wir Teil eines viel größeren Ganzen sind.
„In every walk with nature, one receives far more than he seeks.“
(John Muir)


Auf dem Eichstetter Hof in der Hallertau weiden heute robuste Hochlandrinder, deren ruhige Präsenz an eine Zeit erinnert, in der keltische Stämme diese Landschaft prägten.
Die Keltenschanze von Oberlauterbach ist ein eindrucksvolles Bodendenkmal, über das es einen eigenen Artikel auf bio-honig com gibt.
Es gibt eine tief verwurzelte Verbindung zwischen den Menschen der Hallertau, den Hochlandrindern, und der dem Hopfenland Hallertau.
In diesem alten keltischen Stammland stellt die Haltung der urigen Hochlandrinder eine lebendige Hommage an das landwirtschaftliche Wissen und die Naturverehrung der Kelten dar.
So lebt auf dem Eichstetter Hof ein Stück keltische Tradition in moderner Form wieder auf.
„Die Keltenschanzen sind stille Zeugen einer Zeit, in der das Leben noch eng mit den Rhythmen der Natur verbunden war – wer sie heute bewahrt, bewahrt ein Stück unserer kulturellen Identität.“
T. B.
Die behörnten Gäste wissen anscheinend instinktiv, daß von den Honigbienen keine Gefahr ausgeht, sondern daß die Honigbienen für einen kräuterreichen, artenreichen Wiesenbestand sorgen, durch Ihre Bestäubung.
Die unmittelbare Anwesenheit von Honigbienen in großer Zahl auf den Naturschutzweiden des Eichstetterhofes sorgt für stabile, artenreiche Pflanzengesellschaften aus Kräutern, Leguminosen und Gräsern.
Gerade die Kräuter sind wichtig für die Gesundheit der Hochlandrinder.
Und die Legimosen sorgen für eine gute Durchwurzelung und natürliche Stickstoffbildung im Boden durch die Symbiose mit den Knöllchenbakterien.
Eine kräuterreiche Wiese ist besser geschützt vor Trockenheit als eine kräuterarme Wiese, denn die Kräuter können im Gegensatz zu den Gräsern mit ihren Wurzeln in große Tiefen vordringen.
Wenn Dich hier eine Biene sticht, geh leise fort und schimpfe nicht. Bedenke vielleicht, dass Du es bist, der hier jemandem im Wege ist.


Die Kelten hinterließen keine Paläste aus Stein, doch ihre tierwirtschaftlichen Errungenschaften behaupten sich weiter, im Almwesen, in der Rinder- und Bienenzucht.
Ihre Vorstellung von der beseelten Natur, vom Kreislauf des Lebens und von der heiligen Ordnung der Welt wirkt immer noch nach.
In verschlungenen Ornamenten, rätselhaften Spiralen und uralten Flurnamen lebt ein Sinn für das Verborgene weiter, der rationaler Weltdeutung trotzt.
Die keltische Verbindung von Spiritualität, Kunst und Lebenspraxis hat das europäische Denken tief geprägt, zwar leise, aber nachhaltig.
Die Keltische Kultur ist nicht nur Vergangenheit, sondern lebendige Quelle kultureller Inspiration in unserer Gegenwart, zumal es ja noch viele Gegenden gibt, in denen Keltische Sprachen noch gesprochen werden, wie in Irland, Schottland und Wales.


Die ursprünglich in Mitteleuropa und speziell in Bayern autochthon lebende Biene war die Dunkle mitteleuropäische Honigbiene Apis mellifera mellifera.
Sie wurde leider ausgerottet, die Gründe dafür sind vielschichtig.
Das letzte Bienenvolk der Dunklen Biene in Bayern wurde 1977 am Großen Arber vernichtet.
Zum Glück hat in den Salzburger Alpen eine kleine Population überlebt, wenn auch nicht genetisch ganz rein, aber das macht nichts, Hauptsache überlebt.
Die Dunkle Biene war im Gebiet nördlich der Alpen 8000 Jahre lang die einzige autochthone Honigbiene.









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