

Meist bringt die Februar- oder Märzsonne die Haselsträucher bei uns zum Blühen








Wie im Zitat am Anfang bereits angedeutet, ist Ruhe für die Bienen von elementarer Wichtigkeit.
Ab 5° Celsius Außentemperatur im Schatten beginnt die Bienenkönigin mit der ersten Eiablage des Jahres, und setzt damit den Startschuss für die Anlage des Brutnestes, an dem alle Bienen auf die eine oder andere Weise beteiligt sind.
Wir Imkernde sollten dabei so wenig wie möglich stören.
Deshalb beschränkt sich die Arbeit zunächst auf Kontrollgänge und wichtige Beobachtungs-Aufgaben bei den täglichen Standbesuchen.
Wie gehen wir bei diesen Standbesuchen und Observierungen genau vor, Schritt-für-Schritt?


Kurze Wärmephasen im Januar, Februar und März sind wichtig für die Stimmung im Bienenvolk. Allerdings ändert sich das Flugwetter machmal abrupt durch Temperaturabfall auf kühle Temperaturen um 0° Celsius, oft noch bevor die Bienen richtig mit dem Sammelflug beginnen können. Deshalb muss man manchmal leider feststellen, dass die früh blühende Haselnuss nur marginal genutzt werden kann. Das Muster der letzten Jahre scheint sich zu wiederholen, nämlich dass der Frühling im Zeitraffer stattfindet, mit sommerlich warmen Tagen schon im April, was dazu führt, dass die Bienenvölker nicht genug Zeit finden, um rechtzeitig ihre großen Flugpopulationen aufbauen zu können. Ein verfrühter Sommer führt bekanntermaßen zum Ausfall der Waldtracht und des Tauhonigs, was 2025 hoffentlich nicht stattfindet.


Angepasste Biene (Eine an die örtlichen Verhältnisse angepasste Biene wird immer seltener gefunden, da fast nur noch überzüchtete Königinnen angeboten und verkauft werden)
Anpassungsfähige Biene (Dunkle Mitteleuropäische Biene)
Arbeitswärme (entsteht durch Verzehren oder Umtragen von Futter)
Besonnung (in Winter und Frühjahr ist ein Standortvorteil)
Besonnung der Vorräte (bei Freiaufstellung fördert die Entwicklung positiv)
Bestäuberinsektengehölze (Haselnuss, Kornelkirsche, Weide, Schlehe, Vogelkirsche, Wildapfel, Wildbirne, Robinie, Weißdorn, Brombeere)
Bienenausgleich (im Frühjahr zur Unterstützung schwach ausgewinterter Völker, meist durch Platztausch)
Bienenflora (Bienennahrungspflanzen)
Bienenland (Nicht jeder für Bienen bereitgestellte Blühstreifen oder Stilllegung ist echtes Bienenland. Bienenland zeichnet sich durch ein Trachtfliessband von Massentrachten aus, welches mindestens 20 Bäumen pro Bienenvolk folgender Pflanzenarten aufweist: Haselnuss, Salweide, Schlehe, Vogelkirsche, Ahorn, Löwenzahn, Apfel, Robinie, Raps, Klee, Himbeere, Brombeere, Fichte, Eiche, Kiefer, Tanne, Himbeere, Brombeere, Sommerlinde, Winterlinde, Efeu, Goldrute Riesenbalsamine, Wilder Wein.)
Dadant Beute ( Ab ca. 1875 erfunden von Charles Dadant; hat die Breite von Langstroth und die Höhe von Quinby, also 448 mm x 286 mm. Der geniale Gedanke Dadants war der Bau einer quadratischen Einraumeute mit 12 Waben, welche in der Breite mit Langstroth kompatibel ist. Dadant ist perfekt für Ertragsvölker. „Die Beute ist ein Arbeitsinstrument.“)
Dreiklang Wald-Wiese-Weide (ausgesucht harmonisches Plätzchen für die Bienen)
Dunkle Mitteleuropäische Honigbiene ( Die Dunkle Europäische Honigbiene ist die einzige heimische Honigbiene. Sie ist bedrohte Wildbiene und Kulturerbe zugleich. „Neben der unbestrittenen klimatischen Anpassung besitzt die Dunkle Mitteleuropäische Biene Eigenschaften, die mit der heimischen Flora aufs engste verbunden sind. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass viele einheimische seltene Pflanzen von der Dunklen Mitteleuropäischen Biene bestäubt werden, nicht aber von anderen, südlicheren Honigbienen-Hochzuchten. Die heimische Pflanzenwelt ist somit auf die Dunkle Mitteleuropäische Biene neben Solitärbiene und Hummel als ökologisch angepasste Bestäuberin angewiesen. Die Dunkle Biene war mit dem Mitteleuropäischen Wald aufs Engste verflochten. Im Zusammenspiel mit den hügelbauenden Waldameisen erfüllte sie eine unersetzbare Schlüsselrolle in allen Mitteleuropäischen Ökosystemen. Die Dunkle Mitteleuropäische Biene ist zugleich bedrohtes Wildtier, alte Nutztierrasse und Europäisches Kulturerbe.“ Zitat aus dem Youtube-Video: Die dunkle Biene – eine Vorstellung, veröffentlicht am 21. November 2022.)
Entwicklungsrythmus der Bienen (Der Imker trägt Sorge über die Beachtung und Unterstützung der natürlichen Entwicklungsrythmen in jedem einzelnen Bienenvolk.)
Flächenabhängigkeit des Nutzinsekts Honigbiene (Das landwirtschafliche Nutztier Honigbiene ist flächenabhängig, da es als absolutes Freilandinsekt im Freiland Nahrungsflächen existenziell benötigt.)
Farbtabelle der Pollenfarben: https://www.imker-klosterneuburg.at/index.php/infos/18-pollenfarben
Folgen des Bienensterbens (Angebotsverknappung aller Nahrungsmittel, vor allem der höherwertigen Eiweiß- und fetthaltigen Nahrungsmittel, Preiserhöhung bei allen Nahrungsmitteln; Austrocknung der Böden durch fehlende Artenvielfalt und damit Durchwurzelung; Wasserknappheit und sinkende Grundwasserspiegel; Verteuerung der Wasserversorgung; Zusammenbruch des Ökosystems, dadurch Rückgang der Einnahmen durch Tourismus; Zunahme physischer und psychischer Erkrankungen der Bevölkerung, insbesondere bei Kindern; Dadurch Sinken der Geburtsrate ; Weitere Degeneration der Landwirtschaft, des Gartenbaues und der Forstwirtschaft. Zunehmende Betriebsaufgaben und Insolvenzen bei Landwirten, Gärtnern, Gemüsebauern, Milchviehbetrieben, sowie deren nachgelagerten Bereichen, dem Lebensmittelhandwerk und Lebensmittelfachhandels; Verödung der Landschaft, infolgedessen Sinken der Kauf- und Konsumlaune; Rezession, Geldentwertung, Abwanderung und Desinvestition).
Frühjahrsforcierung (geschieht am besten durch Platztausch, Futterausgleich, Brutausgleich, Bienenverstärkung und Honigraumtausch)
Honigbogen (und Pollenkranz)
Honigsattel (Der Honigsattel sitzt über dem Pollenkranz bzw. Pollengürtel.)
Innensitzenmüssen (Innensitzenmüssen schadet den Bienen im Winter nicht, im Gegenteil, es schont die Bienensubstanz)
Lebensflamme (Der Tod arbeitet im Bienenvolk sehr rasch. Bienen sterben innerhalb von 60 Minuten infolge von Heimweh, Unterkühlung, Hunger, Durst oder Sauerstoffmangel.)
Leichenfall (Der Leichenfall während des Winters ist ein Gradmesser für die Langlebigkeit der Bienen, für die Qualität der Wintervorräte und für die baubiologische Qualität der Bienenbehausung).
Lokalrasse (Die einheimische Lokalrasse benötigt dort, wo sie noch vorhanden ist, dringend Schutzgebiete. die einheimische Biene ist in ihrer eigenen Heimat fremd geworden, und findet sich in Monokultur-Güllewüsten nicht mehr zurecht, vom „modernen“, ausgeräumten Plantagen-Fichtenstangen-Forst ganz zu schweigen.)
Luftnot (Tote Bienen, die die Eingangsöffnung der Beute versperren können zur Erstickung des Wintervolkes führen.)
Nährstoffe der Bienenwelt (Blütenstaub, Blumennektar und Honigtau)
Naturtränke (windstill und besonnt)
Pelzbienen (Eine dicke Wulst aus Bienen, die eine wärmende Hülle um das Brutnest oder die Bauwabe bilden.)
Pelztier (Pelzinsekt; Die Bienen und insbesondere darunter die Hummeln tragen Pelz, und werden auch als Teddys der Lüfte oder als pelzberockt bezeichnet.)
Pollenborsten (zum Festhalten von Pollenklümpchen an den Hinterbeinen und am Körper)
Pollenbürste (zum Auskämmen des Pollens aus dem Haarkleid der Biene)
Polleneiweiß (Vornehmlich Jungbienen des Herbstes verzehren eine Menge dieses Pollens und gewinnen dadurch Reserven für ihren Körper. Mit diesen Reserven bilden sie dann im zeitigen Frühjahr die Ammenmilch für die erste Brut.)
Pollengrübchen (zum Abstreifen von Pollen von den Fühlern)
Pollengürtel
Pollenhöschen
Pollenklümpchen
Pollenkörbchen
Pollenkranz (und Honigbogen)
Pollenlast (einer Biene; 100 Milligramm wiegt eine lebende Arbeitsbiene; 150 Milligramm wiegt eine lebende Trachtbiene mit Pollenlast)
Pollenlieferanten im April (Weide, Pappel, Taubnessel, Ahorn, Kirsche, Löwenzahn, Apfel, Raps)
Pollenscheibe (Auf den das Brutnest direkt umschließenden Waben sind Pollenscheiben angeordnet, also mehr oder weniger runde Pollenflächen.)
Pollenspendende Pflanzen
Pollenstäubchen (im Gemülle)
Pollentisch („Die Natur deckt den Pollentisch im März“.)
Pollentrachtkurve
Pollenvorräte (werden nahe an die Brutflächen getragen)
Pollenzehrung (Nur durch kräftige Blütenpollenzehrung werden Bienen stark.)
Pollination (Bestäubung )
Primäre und sekundäre Ursachen des Bienensterbens (Primäre Ursachen sind Total-Herbizide wie Glyphosat, Insektizide bei Raps und anderen Feldfrüchten, sowie und rotierende Agrar-Technik, wie zum Beispiel das Mulchen. Sekundäre Ursachen sind der Schwund der Lebensräume der Bienen, wie durch das Häckseln von artenreichen Waldrändern, sowie die zu geringe Berücksichtigung und Schutz der Bienen in den Entscheidungen zur Agrarpolitik und Kommunalpolitik.)
Produktionsintegrierter Naturschutz (Die Bienenhaltung ist klassisches Beispiel für produktionsintegrierten Naturschutz)
Salweidenhonig (speichern die Bienen in dicken Kränzen im Monat März)
Strauchblüte (Z. Bsp. Haselnussblüte)
Temperaturgefühl (Das natürliche Temperaturgefühl darf der Biene nicht genommen werden durch zu warme Verpackung oder Abschirmung.)
Wärme-Gemeinschaft („Wärme ist Alles“)
Wärmesitz (Der Wärmesitz der Bienen ist in Kugelform)
Winterausfälle (Winterausfälle von 3% sind normal, darüber muss geforscht werden, warum die Ausfälle höher liegen. Aktuell liegen die Winterausfälle zwischen 25% und 50% weltweit, deshalb spricht man von weltweitem Bienensterben. Normal wären 3%. Auch in 2023 wird deutschlandweit wieder mit hohen Winterverlustraten deutlich über 30% im Durchschnitt gerechnet.








Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen
Hallo Thomas,
zum Thema Varroamilbe habe ich drei Blog-Artikel geschrieben (hier im Blog zu lesen, unter > unsere Bienen > Tipps für Imkernde):
Wie die Bienen ökologisch vor gefährlicher VARROA schützen? Teil I : Frühling und Frühsommer
Wie die Bienen vor der VARROA Invasion bewahren? Teil II : Sommer und Herbst
Wie die Bienen im Winter 2023/2024 ökologisch vor gefährlicher VARROA retten? Teil III der Varroa-Reihe im Imkermeister Oswald Blog
Leider gibt es in Deutschland noch keine resistenten Völker, auch bei mir nicht. Es ist sinnvoll, einen Plan für das ganze Jahr zu haben, um die Varroa auch wirklich dauerhaft in Schach zu halten.
Es ist schön, dass Ihnen der Artikel, und die Art zu Imkern gefällt.
Viele imkerliche Grüße,
Hans Georg Oswald
Hallo. Wie machen Sie das mit der varoamilbe in Ihrer Imkerei.
? Haben Sie schon weitgehend resistente fölker.? Muss mehrfach im Jahr behandelt werden oder reicht einmal im Herbst? Oder haben Sie das große Glück garnicht mehr behandelt zu müssen.
Ihr Artikel ist im übrigen sehr interessant . Mir gefällt ihre Art zu Imkern und eigenen Honig als Futter zu verwenden . Auch wen es ein enormer Verlust in der Bilanz ist .
Gruß Thomas Lachenmaier
Bitte beteiligen Sie sich an der Diskussion.
Durch jede Interaktion tragen Sie entscheidend zur Verbreitung, Verbesserung und Ergänzung des Artikels bei.
Jede kleine Anmerkung kann unser gemeinsames Anliegen voranbringen,
den großen Leistungen der Honigbiene für das Gemeinwohl zu mehr Wertschätzung zu verhelfen.
Vielen Dank im voraus,
H.G.O.