
Warum schwärmen die Bienen eigentlich?
Auslöser sind entweder Raummangel oder Zerfall der Volksharmonie.
Es ist Schwarmzeit.
Gelegentlich bilden sich Wolken von Bienen, die sich zunächst in der Nähe des Bienenstandes, von dem sie kommen, im Astwerk eines nahen Baumes niederlassen.
Dann ziehen sie weiter übers Land und lassen sich gern in Hausgärten, an Sträuchern oder Bäumen nieder.
Sie bilden dort kleine oder größere Schwarmtrauben, die manchmal auch gigantische Ausmaße haben können.


Gegen Ende der Hauptfrühjahrsblüte sind die Vorratskammern der Bienen gut mit Nektar, Bienenbrot und Honig gut gefüllt.
Währendessen erreicht die Ausdehnung der Brut im Brutnest sein Maximum.
Die meisten Brutzellen sind mit Puppen besetzt, die kurz vor dem Ausschlüpfen stehen. Diese Flächen sind großflächig „verdeckelt“, also mit einem Wachsdeckel verschlossen.
Diese Situation führt dazu, dass ein Großteil der Jung- und Ammenbienen arbeitslos wird, die ja normalerweise die sehr jungen Maden laufend mit Gelée Royale (Bienenmilch) aus Ihren Kopfdrüsen füttern.
Da die Jung- und Ammenbienen normalerweise eine eiweißreiche Pollennahrung zu sich nehmen, erzeugen sie laufend Gelée Royale, das ist Bienenmilch.
Wenn aber die Jungbienen keine neuen Bienenbabys (junge Bienenmaden und Bienenlarven) mehr füttern können, beschließen sie nun mit Hilfe ihrer kollektiven Intelligenz Königinnen aufzuziehen, da Sie mit der Legeleistung der Königin sozusagen unzufrieden sind.
Nachdem die Jungbienen aber aus besagtem Grund -Platzmangel- keine neuen Bienenbabys (junge Bienenmaden und Bienenlarven) mehr füttern können, beschließen sie nun mit Hilfe ihrer kollektiven Intelligenz Königinnen aufzuziehen.
Hierzu bauen sie zunächst sogenannte Spielnäpfchen, dann Weisel-Becher, dann Weisel-Krüge und schließlich Weisel-Zellen, die ungefähr wie ein Fichtenzapfen aussehen.
Darin befindet sich sehr viel Bienenmilch oder Gelée Royale, der als Nahrung für die Prinzessinnen oder zukünftigen Bienenköniginnen dient.
Die Ammenbienen sind aber hier nicht geizig, sondern legen oft sehr viele solche Weisel-Zellen an, meist zwischen drei und achtzehn Stück.
Es gibt bei der Forschung nach den Ursachen nach den Auslösern des Schwarmtriebes verschiedene Ansätze. Vererbung und Umwelt beeinflussen die Schwarmneigung.
Ist der Brutraum zu groß und zu weit ausgedehnt, verlieren die Jung- und Ammenbienen den Kontakt mit ihrer Mutter, der Bienenkönigin.
Sie bekommen dann zu wenig vom Königinnenpheromon, mit dem die Königin das Volk zusammen hält.
Die Folge von diesem unfreiwilligem Entzug von dem Glückshormon „Königinnensubstanz“ führt zu Scharmvorbereitung durch die Jung- und Ammenbienen.
Man nennt diese Schwarmtheorie auch „Pheromontheorie“.
Wenn die Königin keinen Platz mehr zum Eierlegen hat, weil das Brutnest entweder zu klein, verpollt, verhonigt, oder alles zugleich ist, dann verschiebt sich das Verhältnis zwischen offener Brut (Eier, Maden Larven) in Richtung verdeckelter Brut (Puppen).
Wenn aber wegen dem Mangel an freier Zellen es kaum mehr jungen Larven mit Bedarf an Bienenmilch/Futtersaft (Gelée Royale) gibt, staut sich nach der Futtersafttheorie das Gelée Royale im Kopf der Jungbienen.
Dies ist nach der Futtersafttheorie von Altmeister GERSTUNG ein allwa entscheidender Schwarmauslöser.
Der Goldschatz des Imkers sind seine Honigwaben.
Dieser Vorrat an Honigräumen mit ausgebauten Honigrähmchen wird das ganze Jahr gepflegt, sortiert, gehütet, und in einem sauberen, kühlen und trockenem Raum gelagert.
Einerseits durch Beobachtung der Schlehenblüte, welche bei uns die erste reichhaltige Tracht darstellt, andererseits durch genaue Verfolgung der Wetterlage und Wetterprognose.
Entscheidend ist aber die Drohnenbaurähmchen an vorletzter Stelle im Brutnest zwischen der sechsten und achten Dadantwabe.
Sobald das Drohnenbaurähmchen ausgebaut und bestiftet wird, vertauscht es seine Position mit der letzten Wabe (Futterwabe), und das Absperrgitter mit dem ersten ausgebauten Honigraum wird aufgesetzt.
Wenn die Weisel-Zellen nach 15 oder 16 Tagen schlupfreif sind, kommunizieren die Prinzessinnen untereinander doch sogenanntes Tuten, das sind auch für das menschliche Ohr wahrnehmbare Töne, die sich so ähnlich wie der Ton des Shofars (Widderhorn) oder der Gesang der Wale anhört. Hier zeigt sich wieder, dass die größten und die kleinsten Tiere oft Ähnlichkeiten teilen, wie zum Beispiel die Vorliebe der Bären für Honig. Dieses Tuten warnt auch die bereits vorhandene Königin im Volk, vor der bevorstehenden Gefahr des Schlupfes der Jungköniginnen.
Dieses Tuten warnt auch die bereits vorhandene Königin im Volk, vor der bevorstehenden Gefahr des Schlupfes der Jungköniginnen.
Sie ist deshalb in Gefahr, weil das Bienenvolk, das um größtmögliche Einheit bemüht ist, immer nur eine einzige Königin duldet. Würde die alte Königin die Warnsignale ignorieren, müßte sie sich auf einen Zweikampf einstellen, den sie nicht gewinnen kann, denn die jungen Prinzessinen sind schneller und entschlossener und damit weit überlegen.


Um der alten Königin zu einer Chance zur Flucht zu verhelfen, wurde sie von Ihrem Hofstaat aus Jungbienen auf Diät gesetzt. Durch diese unfreiwillige Schlankheitskur hat die alte Königin an Gewicht verloren, um wurde dadurch wieder flugfähig. Sie ist nun in der Lage, mit exakt der Hälfte der Bienen -einem Gemisch aus Bienen aller Altersstufen- als Schwarm auszuziehen zu einem noch ungewissen Bestimmungsort.
Durch die Prinzessinnen gewarnt, gleichzeitig begünstigt durch eine bestimmte Wetterkonstellation -schwülwarmes Wetter- geraten die Bienen wie auf Kommando in einen Art Schwarmrausch bzw. Schwarmtaumel, und stürzen Hals über Kopf aus dem Flugloch ins Freie hinaus. Sie steigen in die Lüfte und fliegen in einem unüberhörbaren lautem Summton in wilden Lemniskaten scheinbar durcheinander (Eine Lemniskade ist eine schleifenförmige geometrische Kurve in der Form einer liegenden Acht). Das ganze Spektakel erinnert an Himmelskörper und Galaxien, die sich durch das Universum auf bestimmten Bahnen bewegen. Die Wolke schwebt dann langsam Richtung eines bestimmten Baumes, meist ein Bienenbaum wie die Eiche, Kirsche, Weissdorn, Mispel oder Kiefer.
Die Wolke schwebt dann langsam Richtung eines bestimmten Baumes, meist ein Bienenbaum wie die Eiche, Kirsche, Weissdorn, Mispel oder Kiefer.
Die westlichen Honigbienen sind sogenannte Kulturfolger, das heißt sie profitieren von der Anwesenheit von menschlichen Siedlungen. Daher wissen die Bienen durch ihre kollektive Intelligenz instinktiv, dass ihre Überlebenschance in Hausgärten und Siedlungen und Gehöften höher ist, als in der leeren, ausgeräumten Landschaft oder im öden Plantagenwald.


Auf echtem Bienenweideland oder im Naturschutz-Bienenwald ist die Chance größer, dass sich ein Mensch findet, der Verantwortung übernimmt, der sich kümmert, der einen Imker anruft, damit die Bienen gerettet werden können.
Die Größe des Schwarmes bestimmt die Größe der Beute. Der erste Schwarm, der sogenannte Vorschwarm mit der Altkönigin, nimmt etwa 50% der Bienen mit, der Zweite, der sogenannte Nachscharm mit der Jungkönigin nimmt von den verbleibenden Bienen nochmals die Hälfte an Bienen mit, also 25% des Ausgangsvolkes. Dann folgen weitere kleine Bienenschwärme zu 12,5% und 6,25%, jedoch ist dann oft die Untergrenze der Existenzfähigkeit eines Schwarmes erreicht, so dass wir im Regelfall auf vier Schwärme pro Volk kommen.
Der erste Schwarm, der sogenannte Vorschwarm mit der Altkönigin, nimmt etwa 50% der Bienen mit, der Zweite, der sogenannte Nachscharm mit der Jungkönigin nimmt von den verbleibenden Bienen nochmals die Hälfte an Bienen mit, also 25% des Ausgangsvolkes.


Wenn alle abgeflogenen Schwärme eine neue Behausung finden würden, wären mit unserem Alt-Volk insgesamt 5 Völker geworden. Die vier Nachschwärme haben die Chance einen völlig neuen Waben-Bau und Brut-Nest zu errichten, mit neuer Genetik. Sie haben auch die Chance, sich im Standort, Geländeklima und Kleinklima zu verbessern. Dies alles ist Teil der Antwort auf die Frage: Warum schwärmen die Bienen. Ein weiterer Aspekt ist jedoch dieser: Wenn all die Bienen im Alt-Volk verblieben wären, würden diese einen enormen Futterbedarf und Wärmebedarf darstellen, deshalb ist es für das Alt-Volk besser, die überschüssigen Bienen auf die Reise nach neuen Honigjagdgründen zu schicken.
Wenn all die Bienen im Alt-Volk verblieben wären, würden diese einen enormen Futterbedarf und Wärmebedarf darstellen, deshalb ist es für das Alt-Volk besser, die überschüssigen Bienen auf die Reise nach neuen Honigjagdgründen zu schicken.
Das Dilemma der großen Bienenschwärme ist Folgendes: Sie sind meist sogenannte Vorschwärme, das heißt, sie beinhalten die alte Königin.
Das ist zwar zunächst ein Vorteil, weil sich die Königin am Leistungshöhepunkt befindet, und sehr schnell ein neues, großes Brutnest aufbauen kann.
Allerdings läßt die Leistung dann mit ersten kühleren Tagen im September merklich nach. Die Folge davon ist, dass Schwärme meist im Herbst schwächeln.
Zum Glück gibt es ein Mittel dagegen: Man logiert auch die ganz kleinen Nach-Schwärmchen mit den Jungköniginnen ein, und vereinigt diese später im Jahr mit den Vorschwärmen.
Dadurch kann man den großen Nachteil der großen Schwärme, den Einbruch der Legeleistung im Spätsommer komponsieren, und die alte Königin durch eine junge Königin ersetzen.
Der kleine Schwarm bringt nicht nur die junge Königin, sondern auch zusaätzliche Bienenmasse und viel Honig mit.
Die Mini-Schwärmchen wurden während der Schwarmzeit alle einzeln in Mini-Plus Magazine aus Holz einlogiert, die Kästen farblich individuell gekennzeichnet, und in Einzelfreiaufstellung auf speziellen Anpaarungsplätzen aufgestellt, für eine optimierte Begattung.








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Beste Grüße aus Oberlauterbach
Ihr Hans Georg Oswald