Gmias (Gemüse)
Gmiad (Gemüt, Lebensart)
Gmiadtlich (gemütlich; „Deh Gmiadtlichen“, Name des urkundlich belegten ältesten Stammtisches Bayerns in Rottenburg an der Laaber)
D’Gmoa (Die Marktgemeinde)
Gnedlwasser (Knödelwasser; „
Dees ies ja a Gnellwossah“ = Scherzhafter Ausdruck für
klare, hochprozentige Spirituosen mit wenig oder fadem Geschmack wie zum Beispiel Korn, Wodka oder Aquavit)
Gnogler (Hofname. „
Da oide Gnogler wor a Schwoaga.“ = Ein Schwaiger war ein Bauer auf einer Schwaige. Eine Schwaige war ein Milchviehhof mit Käseherstellung und Gemüseanbau, welcher seine Adligen oder Kirchlichen Besitzer mit frischer Milch , Käse,
Wachs,
Honig, und Gemüse versorgte, teilweise als jährlich festgelegte Abgabe)
Gnobv (Knopf. „Habts olleh an Gnobv im Hosnsog?“ = “ Habt ihr auch alle einen Knopf eingesteckt in der Hosentasche?“ sagte scherzhaft meine Tante, wenn wir zur Messe gingen, um diesen anstatt Geld in den Klingelbeutel zu werfen, denn sie wuchs mit 7 Geschwistern auf. )
Gnua (genug; „Miah wahs gnuah!“ (Darauf kann ich getrost verzichten.)
Goasslde, obgrichte Weiwa (Unterdrückte Frauen in Behörden und Unternehmen)
Goaßfuaß (Geißfuß, ein Küchenhelfer für Almütten. „A Goaßfuß is a gusseisans Gstäj mied drei Fiaß, dees ma unta an Doobf oder a Pfann stäjn ko, damit’s am offana Faja oda am Ofa warm bleibt und need oo’breend.„)
Goaß-Maßß (Dunkles Bier mit Cola und Edelkirschlikör)
Gobehwendtah (Gabelwender mit 4 oder 8 Gabeln mit Bodenantrieb zum Heuwenden)
Goggolores (Getue, aufgebauschte Umstände, aber auch Schokolade)
Goidwossah (Likör, Danziger Goldwasser)
Goiwe Ruam (Gelbe Rüben, Karotten)Gomoing ( Guten Morgen)
Goodan (Gatter; Hühnerdichte Gatter-Türe aus Holzgitter zum Stall)
Gräana (Parteimitglied oder Anhänger der Partei Bündnis 90 / Die Grünen bzw. des Landesverbandes der Grünen Bayern )
Grachal (Limonade; „Mogsd a weiss‘ oder a gäibs Grachal?“ = Möchtest Du ein Zitronenlimo oder ein Orangenlimo?)
Graddla (Kommt von Kratt’n = Kraxn und ist eine herablassende Bezeichnung für verwahrloste Menschen. Ursprünglich waren damit Tiroler gemeint, die mit Handkarren und Rückentragen weite Wege zurücklegen mußten, um ihre selbst produzierten Waren in Bayern feilbieten zu können, also frühe Direktvermarkter.)
Graffeh-Doneh (Der Geraffel-Toni, Bauer mit viel Gerümpel auf und um den Hof herum)
Gragln (Klettern. „Da Unimog gragld wia a Maikäfer„)
Greiff-ma-oo! (Packen wir’s an! Die Antwort darauf lautet: „Wia da Deifeh deh arma Bauan-Säjn!“ = Wie der Teufel die armen Bauern-Seelen.)
Gramfhehna (Schrille weibliche Person mit ungewöhnlichen Einfällen und Projekten)
Grambbus (Knecht Rupprecht ist ein Begleiter des Nikolo, dem Bischof von Myra, einem der ersten Märtyrer der Christenheit. Er darf keine Eigeninitiative ergreifen, sonder muss auf Nikolo hören. Sein Attribut ist das Rasseln einer mitgeführten Eisenkette, und er läuft auf einem Menschenfuß und einem Geißfuß daher. Er ist ein Sinnbild des gezähmten Bösen.)
Grantlahvahrein (Grantlerverein in Rottenburg an der Laaber und Hatzkofen, Stammtisch im Wolfsteiner, Burger und Privat.)
Graudarah (Alleinstehender ältere Junggeselle, der sich überwiegend von Kraut, also Kohl ernährt.)
Graudwickal (Krautwickerl, Kohlrouladen: Weißkohlblätter in Salzwasser kochen, in der Pfanne Zwiebeln, Knoblauch, Pilze und Rinderhack anbraten, und dann mit eingeweichten und ausgedrückten Brotstückchen ohne Rinde zusammen mit gehackter Petersilie zu einer Fleischfüllung verkneten, und davon jeweils zwei Esslöffel in ein Kohlblatt einschlagen, und in eine feuerfeste Form geben, und mit heißer Rinderbrühe aufgießen; im Ofen bei 200° Celsius für 30 Minuten garen und mit Pfeffer und Salz servieren.)
Grawattl (Kravatte. „Glei bagg I di beim Gravattl!“ = Letzte Warnung!)
Greiff’ma ooh! (Packen wir es an!)
Greisleh (hässlich)
Griagst (kriegst, bekommst; „Wennsd‘ blääd daher redsd, griagsd nix!“ = Mit Höflichkeit kommt man weiter.)
Griasdegod (Es grüße Dich GOTT)
Grias God (Grüß Gott, bzw. „Es grüße Dich GOTT“ im Sinne von „Gott wende sich Dir wohlwollend zu“.
„Grias Di God“. Der Gruß entstammt den Gebieten des Erzstift Salzburg und des Herzogtum Bayern-Landshut mit der wichtigen Wallfahrtsstätte Altötting, deren liturgischer Dienst sich bis 1491 am Ritus des Salzburger Domkapitels orientierte, wo er der Gruß vermutlich im ausgehenden Mittelalter zwischen 1450 und 1500 entstanden ist. Er entstand aus klerikalen, religiösen Grußformeln, die später vom Volk verkürzt wurden. Das Wort „grüßen“ im Mittelhochdeutschen („grüezen“) bedeutete ursprünglich nicht nur „jemanden willkommen heißen“, sondern auch „jemanden segnen“ oder „sich jemandem wohlwollend zuwenden“.
GriassEichGod (Es grüße Euch GOTT.)