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Das Titelbild des als Blog Artikel veröffentlichte Kapitel 3 von Oswalds Bayerischem Wörterbuch zeigt einen Ausschnitt von einer Ahnentafel, auf der ein Portrait eines Urrgroßonkels des Verfassers mit dem Familiennamen Loher in Ranoldsberg.

Oswalds Bayerisches Wörterbuch der Bairischen Sprache, Kaptiel 3, Buchstaben F-G ist da!

Friras san mia Niedabayan auf Minga gfon, daß ma a Kultua griang. Jetzad fohr ma nach Minga eini, damid ma noch Minga a bissal a Kultua bringa.

Bayerisches Wörterbuch der Bairischen Sprache

Bayerisches Wörterbuch Kapitel 3, F-G

Bayerisches Wörterbuch Buchstabe F (Anfang)

Ausschnitt von der Rambold-Buchbach-Ranoldsberg-Ahnentafel. Beitragsbild im Kaptitel 3 des Bayerischen Wörterbuches.
Ausschnitt von einer Loher-Ranoldsberg-Ahnentafel des Verfassers, das links ein Portrait seines Urgroßonkels zeigt, welcher den Familiennahmen Loher trug. Die Ahnentafel ist eine runde Scheibe aus Holz, auf welche mit Glaserkitt beschichtet wurde, in den diverse Knöpfe Medaillen, Anstecker, Muscheln und Fundstücke gepresst wurden. Diese Art von Verzierung ist noch echte bäuerliche Volkskunst.
Fäansähschaung (Fernsehen; „Du host ja schoh ganz viereckerte Aung vom Fäansähschaung.“ = Du hast ja schon ganz viereckige Augen vom Fernsehen.)
Fachln (Sterzeln. „Wenns Fachln, dann bassd oiss.“ = Wenn die Bienen nach dem Zusetzen der Königin sterzeln, dann ist das ein Zeichen, dass die Bienen die Königinnen angenommen haben.)
Faggal (Mehrzahl von Ferkel, ca. 14 Ferkel pro Zuchtsau)
Fägasn (Massey-Ferguson; legendäre Traktoren,  die Ersten Traktoren überhaupt, die Hydraulik hatten, gleichzeitig bekannt für perfektes Anspringen des Motors und Schnelligkeit; Farbe: Hellrot/Silber; gefragt und gesucht ist die 100er Serie)
Fäidawad (Feldarbeit)
Fäj (Fell)
Fäjd-Rank’ng (Ackersaum oder Ackerböschung)
Fackesoach („Ferkelharn“; Likör)
Fäid-Awad (Feldarbeit; „Eah hod seh bei dah Fäidawad an Hax vagnaxt“. = Er hat sich bei der Feldarbeit den Fuß verstaucht. )
Fäjggah (Völker; „Fäjggah han kabudd ganga.“ = Es sind Verluste von Bienenvölkern zu verzeichnen.)
Fanny (Weiblicher Vorname, Kurzform von Franziska)
Faulhaifal (Asthaufen; beim Entfernen , dem sogenannten „Schwendten“ von wild aufgegangenen Bäumen oder Sträuchern auf einer Viehweide werden diese auf Haufen aufgeschichtet, sogenannte „Faulheifal“, die dann durch Verrottung allmählich in sich zusammenfallen, und sehr wertvolle Mikrobiotope darststellen.)
Fayahoiz (Feuerholz; „Hoiamoi a Fayahoiz!“ = Hol doch bitte mal Brennholz für den Ofen!)
Fenstahbrell (Fensterbrett, idealerweise aus Eiche)
Fetznrausch (Vollrausch; Heimkehr vom Fest in zerrissener Kleidung)
Fiacht’n (Fürchten; „Ich fiacht…“ = Ich befürchte…)
Fiascht (First, Firstpfette, Oberster Balken, bei dem die Sparren zusammenlaufen, und eine Spitze bilden.)
Fiesch (Fisch; „Ah Fiesch muas schwimmah! = „Ein Fisch muss schwimmen!“ = Ein Fischgericht benötigt reichlich begleitende Getränke wie zum Beispiel einen schönen kalten Riesling oder ein kaltes Pilsener Bier.)

Bayerisches Wörterbuch Buchstabe F (Fortsetzung)

Fieschsemme (Fischsemmel, das Wiesnhendl des kleinen Mannes, bestehend aus einer Kaisersemmel mit wahlweise Lachsersatz, Bismarckhering oder Matjes, jeweils mit haufenweise feinst geschnittenen milden weißen Zwiebeln.)
Fieschwossah (Fischteich oder Fischweiher)
Fieslhaarig (minderwertig; „A soa fieslhaariga Modòhr.“ = So ein windiger, minderwertiger Motor mit zu wenig Leistung.)
Fleiss-Bäidtl (Fleiss-Bildchen; von ca. 1920 bis 1980 belohnten Lehrer ihre fleissigen Lieblingsschüler mit kleinen Bildchen, Postkarten, oder ausgeschnittenen Kalenderblättern.)
Flankald ( „Ees flankald“ = einige Schneeflocken fallen)
Flankehzeig (Minderwertige Kleidungsstücke von dünner Stoffqualität und schlechtem Schnitt. Das Wort hat wahrscheinlich seinen etymologisch Ursprung im Keltischen. Walisisch gwlân = Wolle)
Flak (Stammtisch-Getränk in der Luftwaffenkaserne, bestehend aus einem randvoll mit Tabasco eingeschenkten 4cl Schnappsglas, in das so viel schwarzer Pfeffer eingerührt wird, bis ein Zahnstocher darin senkrecht stehen bleibt. Dieses wird auf „ex“ getrunken. Danach muss eine Mass Bier auf Henkelprobe getrunken werden. Das heißt, nach dem ersten kräftigen Zug wird der auf dem Tisch stehende Krug in Richtung Henkel gekippt, wenn der Krug dabei überläuft, ist die Henkelprobe nicht bestanden, und der Nichtbestandene muss eine Runde für den ganzen Tisch ausgeben.)
D’Flarak (Das Flugabwehrraketenbataillon)
Flaschnkind (Flaschenkind; „I bin a Flaschnkind.“ = Ich bin es gewohnt, Bier aus der Flasche zu trinken.)
D’Fleez (Gepflasterter oder Gefliester Mittelgang zwischen Wohn und Stallbereich)
Foisch (falsch; „Dee foischn Naduaschützah kennd ma am Blassdiggwand.“ = Die falschen Naturschützer erkennt man an ihrer PVC/Polyester/Goretex-Kleidung. Die echten Naturschützer tragen Kleidung aus Wolle, Bio-Leinen oder Hanf)
Foroin (Forelle)
Franzeh (Franziskaner Weißbier; „Mach ma uns a Franzeh auf!“ = Jetzt haben wir uns ein Weißbier verdient.)
Franziskaner (Zum Franziskaner, 1363 gegründet, ältestes bayerisches Wirtshaus im Münchener Stadtgebiet, Residenzstraße 9, 80333 München, https://zum-franziskaner.de/de/ )
Fratzen (Böse Kinder)

Bayerisches Wörterbuch Buchstabe F (Ende))

Bayerisches Wörterbuch Buchstabe G (Anfang)

Alte Photografie in der Ahnentafel von Anna Rambold, geborene Osl, Schmiedstochter von Angering, geboren am 25.09.1858, verstorben am 10.07.1911 ist die Ururgroßmutter des Verfassers dieses Artikels. Sie heiratete am 16.01.1877 Johann Rambold, Kaufmann in Buchbach 15.05.1845-20.09.1914. Er war als Soldat im Krieg 1870/71 beteiligt. In Sie hatten fünf Kinder. Eine gemeinsame Tochter war Therese Rambold (verwitwet Limmer, verehelicht Loher), geboren am 06.01.1888, die Urgroßmutter des Verfassers.
Anna Rambold, geborene Osl, Schmiedstochter von Angering, geboren am 25.09.1858, verstorben am 10.07.1911 ist die Ururgroßmutter des Verfassers dieses Artikels. Sie heiratete am 16.01.1877 Johann Rambold, Kaufmann in Buchbach 15.05.1845-20.09.1914. Er war als Soldat im Krieg 1870/71 beteiligt. In Sie hatten fünf Kinder. Eine gemeinsame Tochter war Therese Rambold (verwitwet Limmer, verehelicht Loher), geboren am 06.01.1888, die Urgroßmutter des Verfassers.
Fredter (Bauer mit geringen Mitteln)
Freibierletschn („Freibiergesicht“ = Schnorrer, Schmarotzer)
Freindtall (Anrede, „Freundchen“; „Freindtal, glei ruck ma zamm!“ = Letzte Warnung! )
Friras (Früher. „Friras san mia Niedabayan auf Minga gfon, daß ma a Kultua griang. Jetzad fohr ma nach Minga eini, damid ma noch Minga a bissal a Kultua bringa.“ = Früher fuhren wir Niederbayern nach München, um etwas Kultur genießen zu können. Jetzt fahren wir nach München, damit wir nach München etwas Kultur bringen.“)
Frong (fragen; „Hää, braucht ma nimma frong?“ = Du nimmst Dir ganz schön viel heraus, und hättest mich ruhig um Erlaubnis fragen können.)
Fruchtfoing (Fruchtfolge; Zum Beispiel siebengliedrige Fruchtfolge: Kleegras-Weizen-Kartoffeln-Gerste-Bohnen-Hafer-Linsen)
Fuasgrangke Reema (Fuss-kranke Römer; nach einer gängigen Theorie lassen sich die Bayern auf Fuss-kranke Römer zurückführen, die es beim Zusammenbruch des Imperium Romanum nicht mehr zurück über die Alpen nach Italien geschafft haben.)
Fuhrfassl (Ein 1800 Liter Bierfass aus Holz, das auf einem Pferde-Furhwerk befestigt ist, und mit dem ein kompletter Sud vom Sudhaus der Brauerei zum Lagerkeller transportiert wird.)
Fünfgangmenu für Busfahrer (= „Wiena mied Broud, Semv un Essig’guakng, unam Schtampal Schnaps„)
Fuxdeifeswäid („Doh wea Ih fuxdeifeswäid, wenn Ih dehs heah.“ = Da raste ich aus, wenn ich das höre.)
Fuizbandoffe (Filzpantoffel, Hausschuhe)

G (bayerisches Wörterbuch)

Gabelsberger Hof (Traditionsgaststätte in Landshut; Früher Vereinslokal des EVL = Eislaufverein Landshut. In den 1920er Jahren hat meine Großtante Lina dort als Kellnerin gearbeitet und ihren späteren Ehemann, den Zimmerermeister Biberger Wastl kennengelernt.)
Gähd wos ? (Fragt man den Fischer. Antwort: Ja, da Wind!)
Gaibohn (Gäuboden; fuchtbares Schwemm-Ackerland südlich der Donau im Landkreis Straubing-Bogen in Niederbayern; wird auch als Kornkammer Bayerns bezeichnet; nach dem Gäuboden trägt auch das Straubinger Gäubodenvolksfest seinen Namen, bei dem man im Gegensatz zum Oktoberfest überwiegend auf einheimische Besucher trifft. Etwa 1 Millionen Gäste besuchen das Straubinger Gäubodenfest.  https://www.ausstellungs-gmbh.de/gaeubodenvolksfest/fuer-besucher/informationen/)
Gäibsemf (Gelber Acker-Senf; „Gäibsemf vadrohgd seh mim Rabbs ned!“)
Gäibs Zuckahwassah (Orangenlimo)
Gäid (Geld; „Kindah und Gäid machan ah scheene Wäid!“ ( = Kinder und Geld machen eine schöne Welt.)
Gäidsgod-Sengsgod (Vergelte es Dir Gott – Segne es Gott; Normalerweise spricht der Beschenkte „Gäidsgod“, und der Schenkende erwidert darauf „Sengsgod“. Wenn es aber vermutlich ausbleiben wird, weil der andere ein Ignorant ist, kann der Beschenkte auch gleich beides sagen, nämlich „Gäidsgod-Sengsgod“)
Gäjbeiddl (Geldbeutel; „Do hob I scho gsogt, do muasah an Gäjbeiddl aufmacha.“ = Da habe ich ihn schon angemahnt, dass er sich an den Kosten beteiligen muss.)
Gammla (Hippie, Langhaariger; ca. 1972; „Jetz deafan bei da Aisnbohn scho Gammla awadn!“ = Wenn ein Schaffner längeres Haar und Bart trägt.)

Bayerisches Wörterbuch Buchstabe G (Fortsetzung 1)

Gansln (Gänse; „Bai Gansln braucht ma koa Hundt ned.“ = Gänse können Hunde als Hofwächter gut ersetzen.)
Gaudeh (Gaudi; „A fetzn Gaudeh hammah ghabd.“ = Wir haben viel Spaß gehabt.)
Geaschtn (Gerste, älteste Getreidesorte der Welt, anspruchslos im Anbau, Trockenheit und Nährstoffmangel besser tolerierend als Weizen.)
Geaschtnsaft (Gerstensaft, gemeint ist Bier; „I dring liaba an Geaschtnsaft.“ = kann man sagen, wenn einem Limo oder Saft angeboten wird.)
Gegg’nsach („Des ies a Gegg’nsach!“ Etwas Extravagantes zum Essen oder Anziehen für Jecken oder Gecken.)
gfuhna (gefunden)
Gfabbds Zuggazaig (Haribo & Co.; „Vom Verband der Hersteller künstlicher Gebisse zum täglichen Verzehr empfohlen.“)
Gfui (Gefühl; „I hob dees Gfui, ma giaßt ins Faja no Kerosin, und leschd mied Klimazertifikate.“ = Das steuerbefreite Kerosin in Verbindung mit dem CO2-Zertifikatehandel dient dazu, dass noch mehr Flugverkehr die Landschaft optisch beeinträchtigt, und die Atmosphäre verschmutzt.)
Gfuisach (Feingefühl; „Ees ies vui Gfuisach dabei, bei dee Bienen“ = Für die Bienenhaltung braucht man viel Feingefühl und Intuition.)
Ghungad (Gehungert; „Zwäif Schnitzl hob I wegbudzt, und dahnohch hod mie immah noh g’hungad!“ = Zwölf Schnitzel habe ich gegessen, und danach hatte ich immer noch Hunger!)
Giasvogl (Der Wendehals, ein Singvogel der dem Ackerbauern durch seinen charaktaristischen Ruf baldigen Regen anzeigt, daher der Name Giasvogl von dem Verb „gießen“. Der Giasvogl gehört zur Familie der Spechte und ist ein Höhlenbrüter, der sich von Ameisen ernährt. Die Nisthöhlen baut er nicht selbst, sondern nutzt unbenutzte, Baumhöhlen vom Buntspecht.)
Giassahvogl (Wendehals, ein Singvogel, der dem Ackerbauern baldigen Regen ankündigt. Siehe auch unter „Giasvogl“.)
Giggal (Hahn; „Dah junge Giggal ies im Dahf umanand gloffah.“ = Dur junge Hahn lief im Dorf umher.)
Giggalschtoi (Hähnchenmaststall)

Bayerisches Wörterbuch Buchstabe G (Fortsetzung 2)

Meine Ur-Ur-Grosseltern, der Buchbacher Kaufmann Johann Rambold 15.05.1845-20.09.1914 mit Gattin Anna Rambold geborene Osl, Schmiedstochte von Angering 25.11.1858-10.07.1911. Der Vater von Anna war Georg Osl, Schmied von Angering *16.04.1805 (mein Ur-Ur-Ur-Großvater. In späten Jahren war Johann Rambold ein eifriger Förderer des Buchbacher Vereinslebens, wo er auch der dortigen Feuerwehr viele Jahre vorstand. Ebenso war er beim Veteranenverein als Schriftführer tätig. Am 16.01.1877 verehelichte er sich mit Anna. Aus dieser Ehe gingen folgende Kinder hervor: Josef *17.10.1877, später Bäcker in Neumarkt, bei der Marineartillerie durch einen Granatsplitter am Hinterkopf am 11.05.1915 bei Brügge gefallen. Hans *28.04..1878 Oberleher Frankfurt/Main. Im Krieg 1914/18 als Leutnant bei den Nachrichtentruppen, wo er von Generalfeldmarschall v. Mackensen persönlich das
Meine Ur-Ur-Grosseltern, der Buchbacher Kaufmann Johann Rambold 15.05.1845-20.09.1914 mit Gattin Anna Rambold geborene Osl, Schmiedstochte von Angering 25.11.1858-10.07.1911. Der Vater von Anna war Georg Osl, Schmied von Angering *16.04.1805 (mein Ur-Ur-Ur-Großvater. In späten Jahren war Johann Rambold ein eifriger Förderer des Buchbacher Vereinslebens, wo er auch der dortigen Feuerwehr viele Jahre vorstand. Ebenso war er beim Veteranenverein als Schriftführer tätig. Am 16.01.1877 verehelichte er sich mit Anna. Aus dieser Ehe gingen folgende Kinder hervor: Josef *17.10.1877, später Bäcker in Neumarkt, bei der Marineartillerie durch einen Granatsplitter am Hinterkopf am 11.05.1915 bei Brügge gefallen. Hans *28.04..1878 Oberleher Frankfurt/Main. Im Krieg 1914/18 als Leutnant bei den Nachrichtentruppen, wo er von Generalfeldmarschall v. Mackensen persönlich das "Eiserne Kreuz" überreicht bekam. Georg *22.02.1882 übernahm als selbsständiger Kaufmann das väterliche Geschäft in Buchbach. Therese *06.01.1888 (meine Ur-Großmutter) war zuerst mit Josef Limmer, Kaufmann in Ranoldsberg verehelicht, der 1914 an einer Verwundung im Lazarett in Leverkusen starb. Aus dieser Ehe ging unter anderem meine Oma Resi (Therese Kraus, geborene Limmer) hervor. Diese verehelichte sich am 27.02.1946 mit Eduard Kraus, Glasermeister in Altötting.
Giggi (Georg)
Glabbal (Sandalen, die beim Gehen ohne Socken „klappern“, wie zum Beispiel Flip Flops oder Birkenstocks)
Glai gäi (Gleich gell; „Warte noch ein Weilchen.“)
Glampf’n (Klampfe, Gitarre)
Glei scheng I da oaneh eih! („Gleich schenke ich Dir eine Halbe ein.“ = Gleich bekommst eine eine Watsch’n/Ohrfeige!)
Glezn (Getrocknete Birnen, Dörrbirnen)Gliam (Klieben; Holz spalten)
Glick (Glück; „Dees bringd koa Glick!“ = Wird gesagt, wenn jemand auf unehrliche Weise zu Geld kommen will.)
Gloahaisla („Kleinhäusler“ = Landmann mit Anwesen auf dem Lande und Kleinviehhaltung, z.Bsp. Milchziege, Schwein, Hühner, Gänse, allerdings ohne Rinder, Schafe oder Pferde)
Gloana Bazi (Kleinkrimineller)
Gloanee (Kleinbauern; „Dee Gschicht von da Agrarbirograttie laafd, damit da Gloanee daro zeabrichd, und dee Groußn bessa gääd, und se dee Flächn von dee Gloana griang.“ = Das Fördermodell der Agrarbürokratie läuft dergestalt, dass die kleinbäuerlichen Mischbetriebe mit Viehhaltung daran zerbrechen, und davon die viehlosen Groß-Agrarier profitieren, weil sie die Flächen der weichenden Milchvieh-Kleinbetriebe dann aufkaufen oder zupachten, und Subventionsoptimierung betreiben können.)
Gloasn (wörtlich Gleise = Fahrrinnen/ tiefe Furchen im Weg)
Gloifee (Ungeschickter Tölpel oder Rüpel)
Glopfah (Klopfen, Schüttellähmung; „I griags Glopfah“)
Glos-Schajm (Glasscheibe)
Glumpp (Wertloses Zeug; „I bin z’arm, ois daas I a Glump ies.“ = Ich bin zu arm, als dass ich dass ich die als billig angepriesene Fabrikware der Nahrungsmittelindustrie esse, denn ich brauche meine Gesundheit für die Arbeit, und  esse nur handwerklich hochwertige ökoregional erzeugte, echte Lebensmittel.)
Gmahda Froosch ( „I bi haid beianand wia ah gmaahda Froosch“ = Mir geht es mies,  fühle mich heute wie ein gemähter Frosch.)

Bayerisches Wörterbuch Buchstabe G (Fortsetzung 3)

Gmias (Gemüse)
Gmiad (Gemüt, Lebensart)
Gmiadtlich (gemütlich; „Deh Gmiadtlichen“, Name des urkundlich belegten ältesten Stammtisches Bayerns in Rottenburg an der Laaber)
D’Gmoa (Die Marktgemeinde)
Gnedlwasser (Knödelwasser; „Dees ies ja a Gnellwossah“ = Scherzhafter Ausdruck für klare, hochprozentige Spirituosen mit wenig oder fadem Geschmack wie zum Beispiel Korn, Wodka oder Aquavit)
Gnogler (Hofname. „Da oide Gnogler wor a Schwoaga.“ = Ein Schwaiger war ein Bauer auf einer Schwaige. Eine Schwaige war ein Milchviehhof mit Käseherstellung und Gemüseanbau, welcher seine Adligen oder Kirchlichen Besitzer mit frischer Milch , Käse, Wachs, Honig, und Gemüse versorgte, teilweise als jährlich festgelegte Abgabe)
Gnobv (Knopf. „Habts olleh an Gnobv im Hosnsog?“ = “ Habt ihr auch alle einen Knopf eingesteckt in der Hosentasche?“ sagte scherzhaft meine Tante, wenn wir zur Messe gingen, um diesen anstatt Geld in den Klingelbeutel zu werfen, denn sie wuchs mit 7 Geschwistern auf. )
Gnua (genug; „Miah wahs gnuah!“ (Darauf kann ich getrost verzichten.)
Goasslde, obgrichte Weiwa (Unterdrückte Frauen in Behörden und Unternehmen)
Goaßfuaß (Geißfuß, ein Küchenhelfer für Almütten. „A Goaßfuß is a gusseisans Gstäj mied drei Fiaß, dees ma unta an Doobf oder a Pfann stäjn ko, damit’s am offana Faja oda am Ofa warm bleibt und need oo’breend.„)
Goaß-Maßß (Dunkles Bier mit Cola und Edelkirschlikör)
Gobehwendtah (Gabelwender mit 4 oder 8 Gabeln mit Bodenantrieb zum Heuwenden)
Goggolores (Getue, aufgebauschte Umstände, aber auch Schokolade)
Goidwossah (Likör, Danziger Goldwasser)
Goiwe Ruam (Gelbe Rüben, Karotten)Gomoing ( Guten Morgen)
Goodan (Gatter; Hühnerdichte Gatter-Türe aus Holzgitter zum Stall)
Gräana (Parteimitglied oder Anhänger der Partei Bündnis 90 / Die Grünen bzw. des Landesverbandes der Grünen Bayern )
Grachal (Limonade; „Mogsd a weiss‘ oder a gäibs Grachal?“ = Möchtest Du ein Zitronenlimo oder ein Orangenlimo?)
Graddla (Kommt von Kratt’n = Kraxn und ist eine herablassende Bezeichnung für verwahrloste Menschen. Ursprünglich waren damit Tiroler gemeint, die mit Handkarren und Rückentragen weite Wege zurücklegen mußten, um ihre selbst produzierten Waren in Bayern feilbieten zu können, also frühe Direktvermarkter.)
Graffeh-Doneh (Der Geraffel-Toni, Bauer mit viel Gerümpel auf und um den Hof herum)
Gragln (Klettern. „Da Unimog gragld wia a Maikäfer„)
Greiff-ma-oo! (Packen wir’s an! Die Antwort darauf lautet: „Wia da Deifeh deh arma Bauan-Säjn!“ = Wie der Teufel die armen Bauern-Seelen.)
Gramfhehna (Schrille weibliche Person mit ungewöhnlichen Einfällen und Projekten)
Grambbus (Knecht Rupprecht ist ein Begleiter des Nikolo, dem Bischof von Myra, einem der ersten Märtyrer der Christenheit. Er darf keine Eigeninitiative ergreifen, sonder muss auf Nikolo hören. Sein Attribut ist das Rasseln einer mitgeführten Eisenkette, und er läuft auf einem Menschenfuß und einem Geißfuß daher. Er ist ein Sinnbild des gezähmten Bösen.)
Grantlahvahrein (Grantlerverein in Rottenburg an der Laaber und Hatzkofen, Stammtisch im Wolfsteiner, Burger und Privat.)
Graudarah (Alleinstehender ältere Junggeselle, der sich überwiegend von Kraut, also Kohl ernährt.)
Graudwickal (Krautwickerl, Kohlrouladen: Weißkohlblätter in Salzwasser kochen, in der Pfanne Zwiebeln, Knoblauch, Pilze und Rinderhack anbraten, und dann mit eingeweichten und ausgedrückten Brotstückchen ohne Rinde zusammen mit gehackter Petersilie zu einer Fleischfüllung verkneten, und davon jeweils zwei Esslöffel in ein Kohlblatt einschlagen, und in eine feuerfeste Form geben, und mit heißer Rinderbrühe aufgießen; im Ofen bei 200° Celsius für 30 Minuten garen und mit Pfeffer und Salz servieren.)
Grawattl (Kravatte. „Glei bagg I di beim Gravattl!“ = Letzte Warnung!)
Greiff’ma ooh! (Packen wir es an!)
Greisleh (hässlich)
Griagst (kriegst, bekommst; „Wennsd‘ blääd daher redsd, griagsd nix!“ = Mit Höflichkeit kommt man weiter.)
Griasdegod (Es grüße Dich GOTT)
Grias God (Grüß Gott, bzw. „Es grüße Dich GOTT“ im Sinne von „Gott wende sich Dir wohlwollend zu“.
Grias Di God“. Der Gruß entstammt den Gebieten des Erzstift Salzburg und des Herzogtum Bayern-Landshut mit der wichtigen Wallfahrtsstätte Altötting, deren liturgischer Dienst sich bis 1491 am Ritus des Salzburger Domkapitels orientierte, wo er der Gruß vermutlich im ausgehenden Mittelalter zwischen 1450 und 1500 entstanden ist. Er entstand aus klerikalen, religiösen Grußformeln, die später vom Volk verkürzt wurden.   Das Wort „grüßen“ im Mittelhochdeutschen („grüezen“) bedeutete ursprünglich nicht nur „jemanden willkommen heißen“, sondern auch „jemanden segnen“ oder „sich jemandem wohlwollend zuwenden“.
GriassEichGod (Es grüße Euch GOTT.)

Bayerisches Wörterbuch Buchstabe G (Fortsetzung 4)

Mein Ur-Ur-Grossvater, der Buchbacher Kaufmann Johann Rambold 15.05.1845-20.09.1914. Kriegsteilnehmer 1870/71. In späten Jahren war Johann Rambold ein eifriger Förderer des Buchbacher Vereinslebens, wo er auch der dortigen Feuerwehr viele Jahre vorstand. Ebenso war er beim Veteranenverein als Schriftführer tätig.
Mein Ur-Ur-Grossvater, der Buchbacher Kaufmann Johann Rambold 15.05.1845-20.09.1914. Kriegsteilnehmer 1870/71. In späten Jahren war Johann Rambold ein eifriger Förderer des Buchbacher Vereinslebens, wo er auch der dortigen Feuerwehr viele Jahre vorstand. Ebenso war er beim Veteranenverein als Schriftführer tätig.
Grousbaua (Großbauer, Farm Boss)
Grünhopfen-Bier (Ein regionales und saisonales Bier, das mit frischem Hopfen anstatt mit Hopfen-Pellets eingebraut wurde.)
Grüns Goid (Grünes Gold, Hopfen; „Grünes Gold der Hallertau“
Gschammig (Schüchtern. „Brauchsd need gschammig saj, mia dann’da nix.“ = Du brauchst vor uns keine Scheu zu haben, wir meinen es gut mit Dir, und akzeptieren Dich so wie Du bist. )
Gschbäj (Spiel)
Gschdarrad (erstarrt, unbeweglich, steif gefroren. „I bin ganz gschdarrad“ = Ich kann mich vor Kälte fast nicht mehr rühren.)
Gschdomm (Gestorben. „Ees ruaft koana mea o‘, olleh san gschdomm.“ = Es ruft niemand mehr an, alle sind gestorben.)
Gschmaadz (Geschwätz; „Überoi dees gleiche Gschmaadz.“ = Überall das gleiche Geschwätz.)
Gschmaggig (schmackhaft; „Franziskaner Weißbier und Schneider Weisse san gschmaggige Weisse.“ = Die Weizenbiere von Franziskaner in München und Schneider in Kelheim sind schmackhafte Biere.)
Gschmoass (Schmelztiegel, kultureller Mischmasch. „Wos san die bestn Bayan? Dee Niedabayan. Minga ies a Gschmoass.„)
Gschwerrl („A so ah Gschwerrl, wos seh doh aufhoidt.“ wörtlich: Fliegengeschwirr; damit sind zweifelhafte Halbkriminelle gemeint.)
Gschwoine (Wollwürste; wörtlich „Geschwollene“, Kalbsbratwürste ohne Darm)
D’Greed (Der durch alte Ziegelsteine gepflasterte trockene Umgang ums Bauernhaus unter dem Dachüberstand)
Da Gree’moah war a a Schwoaga (Der Gredmaier war auch ein Schwaiger = Ehemals Herzogliche Milchvieh- und Gemüsebauern im Landshuter Westen)
Grahchal („Kracherl“ = Limonade oder Brause, die beim Öffnen „kracht“)
Graislhaiah (Kreiselheuer; dient zum Schwaden von Heu)
Graita-Sepp (Der Oberbayerische Kräuter- und Wurzel-Sepp, Kräuterparadies seit 1887, Blumenstraße, München; https://www.seit1887.de/ )
Grausen (Schaudern, ekeln; „Doh mechts ja ana oidn Sau grausen.“ = Sogar eine alte Sau würde es beim Anblick dieser Unordnung und Schmutz ekeln.“)
Greichad’n Fiesch („Am Kahfreidtog gibts a greichade Laxforoin“; Am Karfreitag gibt es eine geräucherte Lachsforelle.)
Griachaltar (Schlupfaltar oder auch Buckligenaltar; zur Linderung von Rückenschmerzen legten sich die Wallfahrer in der Wallfahrtskirche St. Corona in Koppenwall bei Pfeffenhausen einen eisernen Gürtel und eiserne Tatzen an, und krochen durch einen schmalen tunnelartigen Höhlung durch den Altar, in dem ein Ledersäckchen mit Gebein der im 2. Jahrhundert in Damaskus hingerichteten 16-jährigen Märtyrerin „Hl. Corona“ eingemauert war. Der Name der jungen Märtyrerin ist nicht überliefert. Da sie vor ihrem Martyrium in einer Vision zwei goldene Kronen vom Himmel herabfallen sah, wurde ihr Attribut und ihr Name „Corona“.)
Greaneh (Grüne; „Deh greaneh Isar“ = Die grüne Isar, im Gegensatz zur blauen Donau)
Gribbäh (Krüppel)
Grong (Kragen; mit „Grong“ der Hals von Geflügel bezeichnet, welcher vor dem Braten entfernt wird.)
D’Grouskopfert’n (Die Großkopferten; Politiker)
Dagrahwed (verdorben, verschimmelt, erstickt, insbesondere Lagerschäden bei Getreide; Beispiel: „Da Hoban in dem Sog in da Fleez ies dagrahwed“ = Der Hafer in dem Sack im Hausgang ist verdorben.).
Grantln (nörgeln, schimpfen; „Da Groußvottah hod hoid oiwei so dahie‘-grant’ld.“ = Der Großvater hat halt immer so dahin-gegrantelt/ vor sich hin geschimpft)
Gobbvried (Gottfried)
Gockerlwirt (Restaurant mit Biergarten, Café Wien und Pilgerpension in Altötting. Spezialität: Grillhendl Gockerlwirt https://gockerlwirt.de/ )
Gohr (Schluss und Ende. „Aus is’s und gohr is’s!“ = Wir sind nun am Ende angelangt. Zum Beispiel, wenn man gemeinsam eine schwierige und anstrengende Arbeit bewältigt und abgeschlossen hat, wenn zum Beispiel das gesamte Winterheu unter Dach gebracht hat.)

Bayerisches Wörterbuch Buchstabe G (Fortsetzung 5)

Grahb (grau)
Grahbah Kommiss („Grauer Kommiss“ = Mischbrot aus Roggen und Weizen in Kastenform; vergleiche auch mit „Schwarzer Kommiss“; Der Begriff Kommiss hängt mit dem Ersten Weltkrieg zusammen, da Kastenbrote in der alten Armee aus Effizienzgründen gebräuchlich waren. )
Graizglenk (Kardangelenk der Zapfwelle eines Schleppers; „Im Graizglenk voda Zapfwäjn ies a Schmianibbe, dea ghead jeds Johr abgschmiad.“ = Im Kreuzgelenk der Zapfwelle befindet sich ein Schmiernippel, der jedes Jahr abgeschmiert werden sollte.)
Grellmäy (Gretelmühle; Naherholungsgebiet bei Landshut; es treibt sich dort ein Biber namens Gretl herum.)
Griachal (Kriecherl, Kirschpflaume, Prunus cerasifera; Kirschpflaumen blühen weiß, innen zartrosa sehr früh im Jahr ein bis zwei Wochen vor dem Schlehdorn, duften nach Blütenhonig und sind eine sehr wichtige erste Nektar-Nahrungsquelle für Honigbienen.Die Kirschpflaume trägt massenweise vier Zentimeter große, runde Steinfrüchte von gelber oder blauer Farbe. Die Früchte sind sehr saftig, süß und aromatisch, und eignen sich zum Frischverzehr und zum Einkochen. )
Griagsgfanganschafd (Kriegsgefangenschaft, „Wia mei Vaddah von da Griagsgfanganschfd hoamkemma ies, hoda zeaschd im Schdoodl a Sau gschlong. Von da Sau hams a hoibads Johr g’lebt. Mei, dees Kesslfleisch ies wos guads, und s’Heaz dees ies dees Ollabestee, mied am Gump Soiz und an Gump Pfeffa aufm Diesch newan Brozaidbredl.“ = Als mein Vater von der Kriegsgefangenschaft nach Hause gekommen ist, hat er zuerst ein Schwein in der Scheune geschlachtet. Von dem geschlachtetem Schwein hat sich die Familie ein halbes Jahr lang versorgt. Eine Schlachtschüssel ist etwas Gutes, und davon ist das Herz das Allerbeste, mit einem Häuflein Salz und einem Häuflein Pfeffer auf dem Tisch neben dem Brotzeitbrett. )

Bayerisches Wörterbuch Buchstabe G (Schluss)

Hier ist die Rambold-Ahnentafel mit dem Kaufmann Johann Rambold aus Buchbach und Anna Osl, Schmiedstochter aus Angering mit ihren gemeinsamen 5 Kindern Josef, Hans, Therese, Georg, und Anna. links unten mit Studentenmütze vermutlich Hans Rambold *1878 (Oberlehrer). Unten mit Kaiser-Wilhelm-Bart vermutlich Josef *1877 Bäcker, und rechts unten vermutliche Georg Rambold *1882 selbständiger Kaufmann in Buchbach. Rechts oben ist meine Ur-Großmutter Therese Rambold *06.01.1888 zu sehen. Links oben deren Schwester Anna Rambold * 1891, verehelicht mit Obersekretär Valentin Limmer (Ahnenforscher, von seiner
Hier ist die Rambold-Ahnentafel mit dem Kaufmann Johann Rambold aus Buchbach und Anna Osl, Schmiedstochter aus Angering mit ihren gemeinsamen 5 Kindern Josef, Hans, Therese, Georg, und Anna. links unten mit Studentenmütze vermutlich Hans Rambold *1878 (Oberlehrer). Unten mit Kaiser-Wilhelm-Bart vermutlich Josef *1877 Bäcker, und rechts unten vermutliche Georg Rambold *1882 selbständiger Kaufmann in Buchbach. Rechts oben ist meine Ur-Großmutter Therese Rambold *06.01.1888 zu sehen. Links oben deren Schwester Anna Rambold * 1891, verehelicht mit Obersekretär Valentin Limmer (Ahnenforscher, von seiner "Geschichte der Familie Limmer und ihrer Heimat. Gewidmet meiner lieben Nichte Resi Kraus Altötting vom Onkel Valentin Limmer Pfingsten 1947." stammen diese Informationen.) Die Limmer stammen von zwei Anwesen, dem Limmer-Hof in Steeg und dem Anwesen "beim Limmer" in Bonbruck. Heute existiert nur noch der "Limmer in Bonbruck. Laut Valentin Limmers Forschung stammt der Name Limmer von "Bauer auf auf der Linden". Die älteste Schreibweise ist "Limber".
Griaglhausn (Krügelhausen von Griagl= Bierkrug; Krügelhausen ist ein alter, umgangssprachlicher Name der Hopfensiegelgemeinde Pfeffenhausen in der Hallertau, die in früheren Zeiten mit 6 Brauereien und 14 Wirtshäusern aufwarten konnte. Da Pfeffenhausen nach an einem alten Salz-Handelsweg zwischen Salzburg und Nürnberg lag, machten die Fuhrwerke nach der langen Steigung am Zornhofer Berg in Pfeffenhausen Rast. Auf dem Rückweg luden Sie ihre Fuhrwerke mit Pfeffenhausener Bier, und verkauften es auf dem Rückweg.)
Grousboin (Großballen, Quaderballen von gepreßtem Heu, „Da Grousboin raucht!“ = Das Heu wurde zu feucht gepresst, so dass sich nun der Großballen durch den Gärprozess erhitzt, wodurch eine fortschreitende Feuergefahr herbeigeführt wird.)
Grunzing (Grünzing, Weiler bei Velden)
Grunzoxn (Yak-Rinder Bos grunniens, ein Hochgebirgsrind mit sehr langen Haaren, die fast zum Boden reichen. Es liefert neben fettreicher Milch und magerem, wohlschmeckenden Fleisch auch wertvolle Yak-Wolle.)
Grupfte Sau (pulled pork = sehr langsam über Buchenholzrauch gegartes, aufgefasertes Schweinefleisch in einem Burger-Bun mit spezieller Southern-style American barbecue sauce .)
Gsäichds (Geselchtes; geräuchertes und leicht gepökeltes Schweinefleisch, welches unter Zugabe von Salz, zerstossenen Wacholderbeeren und Koriander erst drei Wochen im Holzfass reift, und anschließend in der Räucherkammer „geselcht“ wird. „In da Raichahkammah wead gsäichd.„)
Gschaftln (Sich wichtig machen)
Gschdroachdheid (Leichtsinn, Übermut, Ausgelassenheit; „Doo hauds mi glei dee Dräbbm owee, voa lauta Gschdroachdheid.“ = Jetzt wäre ich beinahe die Treppe hinuntergefallen vor lauter Leichtsinn.“)
Gscheadah Hammeh („Gescherter Hammel“ = Grober und rücksichtsloser Mann)
G’schmeideh bleim  („Lass Dich nichts ins Bockshorn jagen“  oder „Handle nicht unüberlegt, bleibe locker und anpassungsfähig.“)
Gschneggladeh Hoh (Dauerwelle)
Gschwerrl („A so ah Gschwerrl, wos seh doh aufhoidt.“ wörtlich: Fliegengeschwirr; damit sind zweifelhafte Halbkriminelle gemeint.)
Gsteggldeh Muich (Gestöckelte Milch; Sauermilch; Frisch gemolkene Rohmilch, die nicht abgeliefert, verkauft oder verbraucht werden kann, wird entweder in große Töpfe oder in eine Keramik-Schüssel, einen sogenannten Weidling gegossen, und warm in der Nähe des Holzherdes bzw. auf den warmen Herd gestellt, bis sich der Sauerrahm an der Oberfläche abgesetzt hat, und die Milch gestöckelt ist, also eine Konsitzenz ähnlich wie Wackelpudding hat. Dafür genügen gesunde Bakterien aus der Luft. Der entstandene Sauerrahm kann auf Brot gegessen werden, und die Sauermilch kann mit Honig und/oder Haferflocken gegessen werden. Bleibt etwas übrig, so kann der Rest als wertvolles Hühnerfutter dienen.)
Gstumpfadah („A Gstumpfadah“ = ein kleiner untersetzter Mann)
Guadn Rutsch („An guadn Rutsch“ wünscht  man sich zwischen Weihnachten und Neujahr; „Rutsch“ ist die Verballhornung des  hebräischen Wortes    ראש השנה = „Rosch ha shana“,  was  übersetzt „Neujahr“ oder Anfang bzw. „Kopf des Jahres“ heißt. Wörtlich übersetzt heißt „Einen guten Rutsch“ also „Einen guten Jahresanfang“)
Guidt aah (Gilt auch; sagt man, wenn jemand mit Wasser anstoßen will.)
Guidt need (Gilt nicht; keine Schwindeleien)
Gumpf (Kleine Erhebung, kleiner Berg, z.Bsp. Häuflein Salz, „A Gumpf Soiz“ = eine kleine Pyramide Salz auf dem Holztisch zur Schlachschüssel)
Gustl (Youtuber „muchogustl“, Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/@muchogustl , Beschreibung: Bayrischer Gaudibursch auf Solo Weltreise im Mercedes Düdo Oldtimer Wohnmobil )
Gwand (Gewand; „Er ies  a ehrliche Haut in seim Gwand.“ = Man kann ihm durch und durch vertrauen.)
Gwardtl (Ein Viertel / 0,25; „Aa Gwardtl Wein“ =Ein Viertel Liter Wein)
Gweide Schbeis (Geweihte Speise ; Das Osterfrühstück besteht aus geweihten Oster-Speisen, die zugedeckt in einem geschmückten Oster-Weidenkorb im Oster-Festgottesdienst geweiht werden, im Zuge dessen vom Priester mit Weihwasser besprengt werden, und daheim als erste Speise des Tages nach dem Festgottesdienst zuhause gemeinsam gegessen werden. Es wird darauf geachtet, dass jeder im Haushalt von jeder der einzelnen Speisen kosten kann. Die Speisen sind: (1) Schwarzgeräucherter Bauernspeck. (2) Hartgekochte Eier. (3) Meerrettich, auch Kren genannt.  (4) Holzofen-Schwarzbrot. (5)Salz. (6) Brunnenkresse oder Gartenkresse. Die einzelnen Speisen haben tiefgehende spirituelle Bedeutungen, die auf den Seder-Teller des Pessach-Mahles zurückgehen. Dabei symbolisiert das Schwarzgeräucherte das Pessach-Opfer, welches ursprünglich ein einjähriger Schafbock war. Das hartgekochte Ei symbolisiert den Tempel in Jerusalem. Die bitteren Kräuter wie Meerrettich oder Brunnenkresse symbolisieren die bittere Fronarbeit vor der Befreiung. Das Salz symbolisiert die vergossenen Tränen über den Untergang der Ägypter im Meer. Das Brot symbolisiert das Brot der Freiheit, die ungesäuertes Mazzen-Brot.)
Gwiadt (Gewütet; „Hams doh wiedah gwiadt!“ = Wie sie hier wieder gewütet haben“)

Fragen & Antworten

Woher kommt der Name Rambold?

Der Name Rambold kommt in verschiedenen Varianten vor.

Es gibt folgende alte Schreibweisen in verschiedenen Regionen oder Provinzen Europas:

Rambold (Altbayern)

Rambouillet (Normandie, Frankreich)

Rembault (La Rochelle, Frankreich)

Rimboldt (unbekannt)

Rembold (Elsaß)

Rumbold (Yorkshire, Großbritannien)

Rimbaldesi (Florenz, Norditalien)

Remboldt (Augsburg)

Reinboldtin (Elsass, Frankreich)

Reinbold (unbekannt)

Rambauld (Provence)

Rambaldo (Verona, Norditalien)

Rambaldi (Verona, Norditalien)

Die geographische Verteilung lässt eindeutige Schlüsse zu, da es sich übereinstimmend ausschließlich um alte Stammesgebiete der Kelten, Langobarden und Normannen handelt. Man kann also durchaus behaupten, dass der Name Rambold in keltischen Stämmen sowie deren Nachfolgern Verwendung fand, auch wenn er ethymologisch einfacher mit althochdeutsch oder altgermanisch entschlüsselt werden kann.

Der Name setzt sich aus zwei althochdeutschen oder altgermanischen Teilen zusammen, einer Vorsilbe, und einer Nachsilbe.

Die Vorsilbe „Ram“ kommt von „Ragin“ = Schicksalsbeschluss der Götter und „Hramn“ = Rabe, Weisheit und Übersicht.

Die Nachsilbe „bold“ kommt von „kühn, tapfer“.

Die zusammengesetzte Bedeutung ist „der kühne Rabe“ oder „der durch Schicksalsbeschluss der Götter Kühne“

 

 

 

 

Der kühne Rabe Rambold. Digital art by Hans Georg Oswald bio-honig com
Der kühne Rabe Rambold im Walde in der Nähe der Keltenschanze.
Logo Imkerei Oswald Bienenhof in der Hallertau: Ein Bienenstock mit dem Namen Oswald Bienenhof inmitten der idyllischen Hallertau.

Danke fürs Lesen

Der Unterschrift von Hans Georg Oswald
Hans Georg Oswald
Imkermeister
Eine Cartoon-Grafik eines altmodischen Bienenstocks, um den Honigbienen herumschwirren.

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Der Imkermeister Hans Georg Oswald in seinem lieblings Hut.

Geschrieben von

Imkermeister. 1969 in Burghausen an der Salzach in Oberbayern geboren. 1990 Studium in Passau und Colorado. 1997 Gründung der ersten ökologischen Berufsimkerei Niederbayerns. 2000 Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung. 2002 Gemeinsam mit seiner Frau Ruth Aufbau des Bienenhofes im Isar-Hügelland. 2010 Prämierung für herausragende Produktqualität und Ökologische Besonderheiten des Betriebes, Nachhaltigkeit am Hof und soziale Verantwortung.
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Das Titelbild des als Blog Artikel veröffentlichte Kapitel 3 von Oswalds Bayerischem Wörterbuch zeigt einen Ausschnitt von einer Ahnentafel, auf der ein Portrait eines Urrgroßonkels des Verfassers mit dem Familiennamen Loher in Ranoldsberg.
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