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Ein altes Foto mit einer Biergarteszene vor dem Gasthof Hinterdux in Kufstein, heute Alpengasthof und Berghotel Hinterduxerhof.

Ees ies sauwa z’drugga, ees däafad hoid wieda amoi renga.

Bayerisches Wörterbuch

Kapitel C

Dialektbegriffe werden kompakt erklärt, mit Anwendungsbeispielen

Familienfoto der Familie Kraus. Abgebildet sind Theresia Kraus geb. Limmer, ehemals Glaserei-Inhaberin in Altötting mit Tochter Roswitha. (Bayerisches Wörterbuch)
Theresia Kraus geborene Limmer (Oma des Autors) mit Tochter Roswitha (Mutter des Autors) im Garten. (Bayerisches Wörterbuch).
Cäcilienmeess (Kirchenmusikalisches Werk von Charles Gounod; „Messe solennelle en l’honneur de Sainte-Cécile in G-Dur für drei Solostimmen, vier- bis sechsstimmigen Chor, großes Sinfonieorchester mit vier Harfen und Orgel. Uraufführung am 22. Nov. 1855 in Paris. Cäcilia von Rom ist Schutzpatronin der Kirchenmusiker*innen. Das Werk ragt heraus durch seine  triumphalen Sakralklang, und wurde zum Anlass einer Papstkrönung komponiert. Der Autor des Blogs hat dieses Stück als Mitglied des Chors von St. Martin in Landshut gesungen. )
Cormick (In Bayern weit verbreitete, dunkelrot lackierte, leistungsstarke Allround-Traktoren, deren Glanzzeit in den fünfziger und sechziger Jahre lag. Ursprünglich als McCormick Harvesting Machine Company in England gegründet, dann 1902 vom Amerikanischen Traktorenbauer International Harvester – abgekürzt IHC oder IH – übernommen. IHC führte aber die Marke McCormick weiter. 1984 wurde IHC von der Case Corporation übernommen, die sich dann Case IH nannte. Die Europäische Zweig von McCormick wurde 2020 vom Volkswagen Konzern übernommen. McCormick Hochleistungstraktoren sind wieder aktuell.

Kapitel D

Bayerisches Wörterbuch für Landwirtschaft, Handwerk und Familie

Dandla (Hotel zur Post am Altöttinger Kapellplatz, „Da Dandla“ Gehörte ehemaligen Finanzminister Gerold Tandler, jetzt  ist ein Hotelunternehmen neuer Besitzer.)
Dädaräh (DDR, Deutsche Demokratische Republik; „D’Dädaräh“ = DDR)
Dempfa-Klan (Der Denver Clan, Amerikanische Fernsehserie der Achtziger)
Doafbegg (Der Dorfbäcker)
Daggl  (Dackel, eine alte Hunderasse. „Daggl im Biakäja“ = Der Dackel als Kellerhund im Bierkeller. Ein Bierkeller ist ein unterirdischer Lagerkeller, in dem das frisch gebraute Bier ca. 4 Wochen zur Reifung gelagert wird. Früher wurde das untergärige Bier bei 4° bis 8° Celsius gelagert. In  Münchner Bierkellern hielten sich traditionell Dackel auf, die in den Zwischenräumen der Fässern nach Mäusen und Ratten jagten, damit diese nicht Löcher in die Bierfässer fraßen. Gleichzeitig waren die sich bodennah aufhaltenden Dackel gute Indikatoren und Warner für einen zu hohen Kohlendioxid-Gehalt im Bierkeller, denn reifendes Bier gibt CO² ab. Wenn der Dackel umfiel, war Gefahr im Verzug, und die Brauer mussten den Dackel und sich selbst sofort nach draußen an die frische Luft retten. Dackel als Kellerhunde sind klein, äußerst mutig und sehr wendig.)
Dahwahrmd (Erwärmt; „Schau, dasseh s’Kindl schnäj dahwahrmd!“ = Triff Vorkehrungen, dass sich dem kleinen Kind wieder umgehend warm wird.)
Daidschlond (Deutschland)
Dalah, auch Dolah (Taler, bis 1873 Bayerische Währungseinheit und allgemeines Zahlungsmittel; Englisch: Dollar. Im Amerikanischen klingt „Dollar“ fast genau gleich wie im Bayerischen, und so gelang es der Bayerischen Sprache Geltung als Weltsprache zu erlangen, da der Begriff Dollar zweifelsohne Bayerischen Ursprungs ist. Der Dollar ist der Inbegriff des Bayerischen kulturellen Erbes in Amerika.
Dah’schdajng (Ersteigen; „Wemmas dah’schdajng konn, gemma auffi.“ = Wenn man es ersteigen kann, gehen wir hinauf, auf den Berg.)
Familienfoto Familie Kraus: Urgroßmutter Veronika Kraus, Oma Therese Kraus mit Tochter Roswitha.
Die Urgroßmutter des Verfassers, Veronika Kraus, mit Tochter Therese und Enkelin Roswitha.
Das alte Foto aus dem Familienalbum zeigt meine Mutter Roswitha als kleines Kind mit Frau Fuchs und deren Verwandten vor dem Gasthof Hinterdux in Kufstein in Tirol um ca. 1940/1941.
Das alte Foto aus dem Familienalbum zeigt meine Mutter Roswitha als kleines Kind mit Frau Fuchs und deren Verwandten um ca. 1940/41 vor dem Gasthof Hinterdux in Kufstein in Tirol.
Datzn (Schulstrafe, die mit einem Rohrstock auf die flache Hand ausgeführt wurde. „Da Lehrer hod eam a Datz’n ge’m“ (Der Lehrer hat ihm zur Strafe mit Rohrstock, dem Lineal oder Zeigestock auf die Handinnenseite einen sehr schmerzhaften Hieb versetzt, der eine brennende rote Strieme auf der Haut hinterlassen hat.)
Damv-Nu’ll (Dampfnudeln; legendäre österreichisch-bayerische Mehlspeise)
Dannagrammd (Vorgeräumt, zum Beispiel Heureste auf einem Futtertisch, oder einen Kasten beim Putzen.)
Dauanscheggng-Goaß („Dee Dauanscheckn-Goaß is a oide Oimrass’ vo da Hausgoaß (Capra aegagrus hircus), und bassd guad fia dee beagigng Woadn in Bayan.“ = Die Tauernschecken-Ziege ist eine alte Hausziegenrasse von den Viehweiden der Alpen, und ist gut angepasst an bergige Weiden in Bayern.)
Daugt’s (angenehm; „Uns daugts!“ = Uns gefällt’s)
Dausand Mahrg (Tausend Mark)
Dareissn (Sich plagen und mühevoll durchkämpfen; „Mia ham gmoand, dahs mas mied da Arwad dareissn, bis ma gschpand ham, dahs ma bschissn worn han. Dees  System fahd voiständig gega dee Wand.“ = Wir haben gedacht, uns in der Landwirtschaft durch Produktionssteigerungen in die Gewinnzone durch zu kämpfen. Heute wissen wir, dass die bäuerlichen Familien betrogen wurden. Durch die Produktionssteigerung ist nur die Abhängigkeit von der Bank und der Industrie gestiegen, nicht aber der Gewinn. Deshalb wird die derzeitige Flächenförderpolitik spätestens mit dem Beitritt der Ukraine zur EU vollständig zusammenbrechen.)
Daxn (Zweige, Dieses Bayerische Wort ist eindeutig keltischen Ursprungs.)
Deama (Wollen wir tun?  „Deama Blockies vahaun?“ = Wollen wir die Kinder vom Wohnblock verhauen? „Deama Telefonkastn obglabban?“ = Wollen wir Telefonhäuschen nach heruntergefallenem Kleingeld abklappern?)
Deah schiabt mim Hiarn ooh! (Der schiebt mit dem Hirn an – Er schafft es, schnell schwierige Aufgaben zu bewältigen)
Deen (Tenne oder Dreschboden; der Dreschplatz befindet sich logischerweise in der Nähe des Stroh- und Getreidelagers. Wegen  der Staubentwicklung braucht der Platz einen guten Luft-Durchzug.)
Daiflischa (Teuflischer; „Je heiliga dee Zeit, desto daiflischa dee Leit“ = An heiligen Festzeiten drehen die Atheisten gerne durch, weil ihnen der Sinn für die Festzeiten fehlt, und die innere Herzenskammer leer ist.“)
Deifee (Teufel. „Dehs hod an Deifeh g’seng.“  = Das hat den Teufel gesehen. Das sagt man, wenn in einer Angelegenheit der Wurm drin ist.)
Dengebog (Dengelbock, ein Hackstock, in dem dein Dengelamboss zum Schärfen von Sicheln und Sensen steckt)
Dengehammer (Speziell halbrund geformter Hammer zum Dengeln von Sicheln und Sensenblättern)
Dengeamboss (Mini-Amboss zum Einschlagen auf einem Hackstock, auf dem Sicheln und Sensen gedengelt werden)
Debb’m-Haufah (Deppenhaufen = Drastische Kritik an der Politik der Ära Kohl wegen der Ostpolitik, insbesondere der endgültigen, freiwilligen Abtretung von Pommern, Schlesien, und Ostpreussen mit der Hauptstadt Königsberg.)
Dellah-Fleisch (Gekochtes Rindfleisch mit Salzkartoffeln und Meerettich-Sauce; typisches Wallfahrer-Essen)
Des mog i (Das mag ich. Slogan der Brauerei Stöttner in Pfaffenberg, Landkreis Straubing)
Diann (Dienstmagd. Unverheirate, dienstbare weibliche Person auf dem Hof, oft auch ein Leben lang. Auch: „Obadiann“ = Leitende Dienstmagd)
Dierägda (Direktor; beamtendeutsch)
Diethatti (Spitzname von Diethard)
Dinglfing (Dingolfing)
Dohdschn (Steckrübe; im Steckrübenwinter des Kriegsjahres 1917 konnte ein Verhungern von Teilen der Bevölkerung durch den Anbau und Verzehr von Steckrüben verhindert werden, da der Anbau von Rüben den höchsten Energieertrag von allen Feldfrüchten aufweisen kann.)
Kinder in Lederhosen vor dem Devotionalenladen in der Kapuzinerstr. 3e in Altötting. (Bayerisches Wörterbuch)
Vor dem Devotionalienladen meiner Großtante Maria Gschöderer in der Kapuzinerstraße in Altötting. Es wurden auch Einrahmungen, Spiegel, Porzellan, Petroleumlampen, Gartenzwerge und handbemalte Biergläser angeboten, siehe Schaukasten im Bild hinter den Kindern. (Bayerisches Wörterbuch)
Doh feit se nix (alles okay)
Do hogga dee do de woo oiwei do hogga. (Da hocken die da, die wo immer da hocken) Name eines Stammtisches im Gasthaus Josef Landendinger, Tollbach, Markt Siegenburg
Doikad (ungeschickt)
Do is griawe (Hier ist‘ gemütlich)
Domois, ois da Adeh no wohr. (Damals, vor 1945).
Donisl ( Legendäre Gastwirtschaft am Münchner Marienplatz ; zweitältestes Traditionswirtshaus Münchens; benannt nach dem Pächter Dionysius Härtl, seit 1715; Ausschank von Hacker-Pschorr-Edelhell; Gruppen können auch vom 20 oder 30 Liter Holzfass selbst zapfen in geeiste Gläser; Platz für 500 Gäste, Generalsanierung 2015; Donisl, Weinstr. 1; 80333 München)
Doudngleggal (Totenglöckchen; „S’Doudngleggal laidt, ies wea gschtomm?“ (…) = Das Totenglöckchen läutet, ist jemand gestorben? )
Drack (Frechdachs)
„Deamah d’Leit drah’zn?“ (Wollen wir Leute ärgern, zum Beispiel mit einer Münze oder einem Geldbeutel, der an einer Angelschnur hängt, und vom Fenster herab auf den Gehsteig herabgelassen wird. Wenn sich dann jemand danach bückt, wird die Münze oder der Geldbeutel langsam oder schnell weggezogen.
Diandln („Meine Diandln“ = Meine Töchter. Auch: „Deandln“)
Diesel (Colaweizen 0,5l; im Weißbierstutzen, zur Hälfte aus Weißbier und Cola)
Diroia Bauanschbegg (Tiroler Bauernspeck; ist geräuchert mit Buchenholzrauch und Wacholderholzrauch. https://www.kaissenhof.at/)
Doagmandl (Teigmännchen; „Deen baidlds umanand wia ah Doagmandl“ sagt man, wenn ein schlechter Reiter auf einem Pferd im Trab oder Galopp keinen richtigen Sitz oder Halt findet, und er mit Armen und Beinen schlenkert und durchgeschüttelt wird.)
Dobbehfenstah (Doppelfenster; auf die die eine Scheibe des Fensters ist eine zweite Scheibe mit einem Befestigungsmechanismus aufgedoppelt. Doppelfenster sind mit 3 mm oder 4 mm Floatglas verglast und werden mit Leinölkitt eingeglast. der Leinölkitt muss regelmäßig mit Leinöl nachgestrichen oder nachgekittet werden. Doppelfenster sind seit ca. 1950 in Bauernhäusern üblich.
Doiboch (Tollbach, „Das Doiboch Open Air – oder kurz D.O.A – ein kleines Heavy Metal Festival im niederbayerischen Tollbach.)
Dorrv (Dorf)
Draamhappad (Schlaftrunken oder Traumtrunken)
Drachdln (Tracht als Hobby. „I dua drachdln, wei I sei mog, dea I bin. Need de Drachd deaf mi drong, sondan I leeb de Drachd.„)
Draudl (Koseform des Vornamens „Edeltraud“)
Dreegawad (Schmutzarbeit; „Koana mog deh Dreegawad machah!“)
Dreeghammeh (Dreckhammel, Bezeichnung für rücksichtslose Person. “ Der Dreeghammeh hod mi b’schissn.)
Dreegluadah (Dreckiges Luder; Abwertende Bezeichnung für eine aggressive Kuh.)
Dreegsai (Dreckschweine; „Ees Dreegsai!“ = Ihr Dreckschweine; Beleidigung, kann auch ironisch gemeint sein)
drendt (da drüben)
Driabs (Natürtrübes Helles Bier. „A Driabs!“ = Ein naturtrübes helles Bier bitte.)
Dringds no! (Keine falsche Bescheidenheit bei den Getränken!)
Droadboon (Getreideboden zum Trocknen und Lagern von Getreide)
Dr. Schönferber (Figur in der Bayerischen Kultserie Monaco Franze, dargestellt durch Alexander Hegarth; er erscheint in den Folgen 1, 3 und 5; )
Dreigangmenu für Busfahrer (= „Wiena mied Broud und Semv“ = Wiener Würstl mit Brot und Senf„)
Drugana’Nu’l (Trockener Kuchen)
Drugga (Trocken; „Ees ies sauwa z’drugga, ees däafad hoid wieda amoi renga.“ = Es hat viel zu lange nicht geregnet.)
Dua an Schroa, wenns so weid is. (Melde dich lautstark, wenn es Zeit ist.)
Dudln (einfachere, leisere Variante des Yodelns im Wirtshaus)
Duin (Delle im Auto oder am Kopf)
Dunkls Häjs („Ah dunkls Häjs bitte!“ = Kellnerin, bringen Sie mir bitte ein Dunkles Bier, aber kein Dunkles Weißbier, sondern ein Dunkles Helles.)
Duschara (Starkregen. „Ees hod an Duschara owalossn.“ = Es gab ein Starkregen-Ereignis.)
diffisiel (schwierig)

Kapitel E

Bayerisches Wörterbuch: kulturell wertvoll und inhaltlich tiefgründig

Historisches Foto der Gründerfamilie Kraus vor ihrem Laden in der Kapuzinerstraße 3e in Altötting.
Im Türrahmen stehend mein Urgroßvater, der Glaser-und Zinngießermeister Franz Xaver Kraus, der mit seiner Gattin Veronika (mit Brille) und Geschäftsmitinhaberin 1903 die Glaserei und Porzellanwarenhandlung in Altötting gründete. Das Bild wurde ca. 1939 oder 1940 aufgenommen. Links im Bild die Älteste ihrer sieben Kinder, Karolina Biberger, geborene Kraus. Die anderen Kinder sind alles Enkel. Frau Fuchs (ganz rechts mit meiner Mutter im Arm) war während des Krieges die Pflegemutter meiner Mutter. (Bayerisches Wörterbuch)
Eabadinga (Ergoldinger; Einwohner der Marktgemeinde Ergolding am linken Isar Ufer bei Landshut in Niederbayern; „D’Eabadinga, d’Dinglfinga, und d’Agilolfinga“ = Die Ergoldinger, die Dingolfinger, und die Agilolfinger. Der Archäologische Verein ArLan in Landshut hatt durch Ausgrabungen und Bodenmessungen die genaue Lage einer frühmittelalterlichen Burg in Ergolding dokumentiert. Diese Burg befand sich in der Nähe einer hölzernen Isarbrücke und spielte eine bedeutende Rolle, bevor Landshut im Jahr 1204 gegründet wurde. Bezüglich der fränkischen Kaiser und ihrer Pfalzen ist bekannt, dass sie ein Netzwerk von Residenzen entlang wichtiger Flussrouten unterhielten. Die Pfalz in Dingolfing, östlich von Ergolding gelegen, war eine solche Residenz und diente als wichtiger Stützpunkt für die Herrscher. Die Existenz dieser Pfalzen entlang der Flüsse ermöglichte es den Kaisern, effizient zu reisen und ihre Herrschaftsgebiete zu verwalten. Die Steine der abgebrochenen Ergoldinger Burg fanden Verwendung bei der Gründung der Stadt Landshut am rechten Ufer der Isar. Ergolding verlor mit dem Aufstieg der Stadt Landshut ab 1204 völlig an Bedeutung,  schaffte aber wieder einen Bedeutungsgewinn als Landshuter Industriegebiet unter anderem mit einem BMW Motorenwerk, bei dessen Bau ich als Anlagenmechaniker-Helfer selbst mitgearbeitet habe. https://www.arlan.de/ )
Eabeah (Erdbeeren)
Eadepfe (Erdäpfel, Kartoffeln)
Ead’epfee’saggee (Sack Kartoffeln, Kartoffelsäcke: „Ead’epfee’sägg„)
Eahatti-Zaidtl (St. Erhard Lebzelten; St. Erhard war ein Wanderbischof, der im 7. Jahrhundert in Bayern unterwegs war. Viele Anzeichen deuten darauf, dass er den keltisch-gallikanischen Ritus pflegte, also nicht katholisch war. Die kleinen runden „Erhardi-Zeltl“ sind kleine runde, abgeflachte, ungesäuerte und geweihte  Mini-Roggenfladen von ca. 20 mm Durchmesser, welche an die Teilnehmer des Erhardi-Rittes -eine Art Pferdewallfahrt- am Erhardi-Tag, dem 8. Januar ausgegeben werden. Den Erhardi-Zeltl wird vom Volksglauben eine magische tiermedizinische Wirkung zugeschrieben, die Viehkrankheiten heilt, und das Vieh vor Seuchen schützt, wenn diese vom Vieh aufgenommen werden.  Sankt Erhard ist der zweite Patron des Bistums Regensburg.)
Ebba (jemand; „Gäht ebba hie!“ =Es gehe jemand ans Telefon“)
ebs (etwas)
Eem voi (randvoll)
Eicher („Eicher war gut, ist gut und bleibt gut.“ Historische Bayerische Bauernschlepper-Legende, Ackerschlepper-Zugmaschine, Bulldog; Sieh auch: https://old.bio-honig.com/eicher-traktoren-eichertreffen-tuerkenfeld/ )
Eidrong (Eintragen von Pollen, Nektar oder Honigtau durch die Bienen; „Wos hamn dee Viecha wieda eidrong?“ = Welche Trachtpflanzen befliegen die Bienen aktuell?)
Eifohrn (Einfahren, die Ernte einfahren bzw. einbringen.)
Eifuxn (Schlau machen;  „ I‘ muas mi do easd no eifuxn.“ = Bevor ich mit dieser speziellen Arbeit anfange, muss ich mich erst noch schlau machen.)
Ei’gloosn (Einglasen. „Dehs ghead ei’glohst.“ = Das gehört eingeglast = Es gehört eine Glas-Scheibe eingesetzt. „A Scheimm ei’glosn“ = Eine Fensterscheibe einglasen.)
Ei’gwandtn (Einkleiden)
eihoween (Kraut einhobeln: „Mia dean seiwah Graud eihoween.“ = Wir machen unser Sauerkraut selbst.)
Eini  (hinein; „Mia fohn noch Minga eini.“ = Wir fahren nach München in die Innenstadt hinein.)
Ei’schbannah (Einspannen, Zugpferde einspannen, ihnen also das Geschirr anlegen, das etweder aus einem Kummt = Kummet oder einem Brustblatt besteht. „Jetz weans ei’gschbannd, dass’s a bissal Bewegung griang, de Buaschn.“ = Jetzt werden Sie eingespannt, damit sie ein bisschen Bewegung bekommen, die Burschen.)
eischuastan („einschustern“; „Oiwei soi I in Betrieb eischuastan“. = investieren; ähnlich dem Schuster, der sehr viel Zeit, Material und Geld aufwenden muss, um ein Paar Schuhe herzustellen, und bangen muss, ob er den „eingeschusterten“ Aufwand monetarisieren kann.)
Emmendaler (Drei Monate gereifter Bergkäse mit Löchern, vom Laib geschnitten, gesalzen und gepfeffert zum Bier; „Do hob I an Emmendaler fir’n ganz’n Disch b’schdäid, aba noch’n erst’n Bladl hod koana mehr oan g’nomma, wei’s a foischah, viereckada Emmendaler vom Fliasbandl wor, der koam g’schmeggd hod; und de grousse Brez’n wor a aufblosna Doag-Batz’n ohne Gschmog.“ = Beim Volksfest habe ich Emmentaler für den ganzen Tisch bestellt, aber nach der ersten Scheibe hat keiner mehr einen genommen, weil es ein viereckiger Industrie-Emmentaler vom Fliesband war, und die Grosse Breze war ein von Chemie aufgeblasener Teig-Kloss ohne Geschmack.)
Empfehboch (Open Air Empfenbach)
endtadrendt (ganz da drüben oder weiter drüben)
Enk (Euch; „I grias enk olleh midanand.“ = Ich grüße Euch alle zusammen.)

Bayerisches Wörterbuch Kapitel E (Schluss)

Historisches Foto mit der Geschäftsfrau Maria Gschöderer geb. Kraus, welche sich aus einem geöffnetem Fenster herauslehnt, das bereits für die Frohnleichnamsprozession in Altötting geschmückt ist. Rechts oben im Bild ist ein Firmenschild zu sehen, auf dem zu lesen ist:
Meine Großtante und Geschäftsfrau Maria Gschöderer geb. Kraus, welche sich aus dem geöffnetem Fenster in der Kapuzinerstr. 3e herauslehnt, das bereits für die Frohnleichnamsprozession in Altötting geschmückt ist. Rechts oben im Bild ist das Firmenschild zu sehen, auf dem zu lesen ist: "Xaver Kraus Zinngießer u. Glaser-Meister." Die Aufnahme stammt vermutlich aus den 1930er Jahren. (Bayerisches Wörterbuch)
Entn (drüben; „Do entn han’s“ = Da drüben sind sie)
eppah (etwas)
Eskimo Grog (Mineralwasser mit einem Schuss heißem Wasser)
Essehwuaschd („Essigwurst“ = Bayerischer Wurstsalat; Für dieses typische Handwerkeressen braucht man einen großen weiß-blauen Teller, der nicht zu flach sein sollte. Eine feine Lyoner im Ring wird fein geschnitten und auf dem Teller flächig aufgelegt, möglichst ordentlich und geometrisch. Anschließend wird ein Mischung aus Wasser und Essig darüber gegossen, bis die Essigwurst zur Hälfte bis fast ganz mit Essigwasser bedeckt ist. Dann sehr fein geschnittene Ringe einer großen rohen Gemüsezwiebel darüber schichten. Ordentlich groben Pfeffer und Alpensalz über die ganze Fläche darüberstreuen. Am Rand ein kleines Sträußchen Petersilie zur Dekoration hinzufügen. Brot kann man sich sparen. Dazu passt ein Münchner Helles Bier wie zum Beispiel ein Löwenbräu Hell.
Etz oder Ötz (Jungviehweide im Übergang zwischen Hof und Alm)
Ebasbeaga Fayaschitznhuad (Dieser originelle, dunkelolivbraune Wollfilzhut hat eine schmale, nach unten gebogene Krempe, und eine hohe, leicht konisch zulaufende Krone. Das elegante Hutband besteht aus einer dreifachen schmalen Kordel aus grüner Seide. Dieser Trachtenhut wird leicht schräg nach rechts am Kopf getragen, während links die Krempe über dem Ohr aufgeschlagen ist. Der Hut hat eine militärische Anmutung, welche an einen Helm erinnert.)
Eberwein (Trachtenschneiderei und Musikdynastie in der Hallertau)
Epfe brogga (Äpfel pflücken)
Ed („3thedward“, „Da Edd“ Bayerischer Youtuber; @3thedward, 277.000 Abonnenten, 2091 Videos, Kanalinfo: Kanalinfo: Motorräder fahren und schrauben ,Pfeife rauchen, alte Zigarettenmarken, Tabakanbau die Zeit der 70er und 80er Jahre, Zeit als Soldat, Feldkoch, Flohmarktbesuche, Funde, altes Werkzeug; Link zum Kanal: https://www.youtube.com/@3thedward/featured )
Eisboog (Weizen-Eisbock 12,0 % vol. ; der Aventinus Eisbock von der Schneider Weisse G. Schneider & Sohn GmbH erhält seine Stärke dadurch, dass das Bier eingefroren wird, und dann dem Bier das zu Eis gefrorene Wasser als Eisblock entnommen wird. https://www.craftbeer-shop.com/Aventinus-Eisbock )
Eigflaschelt (Bier abgefüllt; „Mit Liebe eigflaschelt“ bei Brauerei Röhrl, Straubing“)
Epfee brogga (Äpfel von Hand ernten, bzw. von Hand pflücken und auflesen)
Epfe glaum (Falläpfel aufklauben)
Erhöre unser Gebet (Schild auf einer Almhütte. Text: „Halte Blitzschlag und Hagel, Überschwemmung und Dürre, Gentechnik und Pestizide, Gülle und Klärschlamm, Politiker, Bürokraten, Lobbyisten, Investoren und Profitgierige, Aldi und Lidl, und alles, was uns schaden mag, von uns fern. Schenke uns alles was wir zum Leben brauchen. Amen.“)
Er’is’wia’sie’is Sie’is’wia’er’is (Sie sind sich beide sehr ähnlich)
Essah (Esser; „I bin a guada Essah!“ = Ich bin kein Kostverächter.)
Esst’s no! (Greift zu und esst alles auf, keine falsche Bescheidenheit!)
Winterlicher Heimbienenstand von Imkerei Oswald auf ökologischer artenreicher Schafweide mit Weidenbiotop.
Winterlicher Heimbienenstand von Imkerei Oswald auf ökologischer artenreicher Schafweide mit Weidenbiotop.
Logo Imkerei Oswald Bienenhof in der Hallertau: Ein Bienenstock mit dem Namen Oswald Bienenhof inmitten der idyllischen Hallertau.

Danke fürs Lesen

Der Unterschrift von Hans Georg Oswald
Hans Georg Oswald
Imkermeister
Eine Cartoon-Grafik eines altmodischen Bienenstocks, um den Honigbienen herumschwirren.

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Der Imkermeister Hans Georg Oswald in seinem lieblings Hut.

Geschrieben von

Imkermeister. 1969 in Burghausen an der Salzach in Oberbayern geboren. 1990 Studium in Passau und Colorado. 1997 Gründung der ersten ökologischen Berufsimkerei Niederbayerns. 2000 Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung. 2002 Gemeinsam mit seiner Frau Ruth Aufbau des Bienenhofes im Isar-Hügelland. 2010 Prämierung für herausragende Produktqualität und Ökologische Besonderheiten des Betriebes, Nachhaltigkeit am Hof und soziale Verantwortung.
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