Bienenvölker und Imkerei in glitzernden Schnee gehüllt

Nun möchte ich doch noch einige Worte verlieren zum vergangenen Bienenjahr.
Es verlief sehr ungewöhnlich.
Der Frühling 2020 im April war heiß und brachte hochsommerliche Temperaturen, was die meisten Imker überraschte.
Viele Imker verpassten die Blütenhonigernte, weil sie die Honigräume zu spät aufsetzten, als es bereits schon wieder empfindlich kühl wurde.
Man musste diesmal mit den Honigräumen sehr schnell sein.
Ein kompaktes, gut durchwärmtes Brutnest,die Ökologische Einraumbeute  sowie eine sonnige Aufstellungsweise half in dieser Hinsicht den Bienen und Imkern sehr.
Vermutlich auch aufgrund des heißen Frühlings gab es auch zufriedenstellend etliche Schwärme.
Aber das Jahr war kein Vermehrungsjahr, sondern eher ein Honigjahr, da es sowohl Blütenhonig, Sommerhonig, als auch Waldhonig gab.
Gerade der Sommerhonig war von hervorragender Qualität aber relativ geringer Menge, und ist jetzt aber leider schon ausverkauft.
Leider musste ich schon im Frühjahr im April  bei einem Bienenstand ein Verschwinden von Flugbienen feststellen, dessen Ursache ich jedoch nicht lokalisieren konnte.
Allerdings habe ich das Verschwinden der Bienen schriftlich dokumentiert.
Dieses unerklärliche Verschwinden von Flugbienen nimmt leider in den letzten Jahren zu, stelle ich fest, und bereitet nicht nur mir große Sorgen.
Der Herbst 2021 verlief ungünstig für die Bienen. Sie konnten die allerorten angebauten Gründüngungen überhaupt nicht befliegen.
Auch andere Spättrachten wurden nicht genutzt oder konnten aufgrund der Witterung nicht genutzt werden.
Vermutlich hing dies mit den ausgetrockneten Böden zusammen.
Aber die Völker kamen auch nicht zur Ruhe, da es im Dezember und davor nicht richtig kalt wurde.
Der Dezember war zwar warm, aber windig und regnerisch. Er lies die Bienen nicht zur Ruhe kommen.
Wie war die Überwinterung bis jetzt und wie geht es den Bienen jetzt aktuell?
Die Bienenvölker sind dieses Jahr zum Glück wieder brutfrei, was mittlerweile bei den oftmals sehr warmen Wintern nicht mehr selbstverständlich ist.
Brutfrei bedeutet, dass die Königin eine Legepause einlegt und die Ammenbienen für eine Weile keine Brut mehr pflegen müssen, sondern eine Pause einlegen, die sogenannte Brutpause.
Diese Brutpause oder brutfreie Phase bringt den Bienen große Vorteile:
1.) Die Völker haben dadurch eine geringere Winterzehrung, verbrauchen also deutlich weniger Honig in den Wintermonaten.
2.) Es gibt geringeren Totenfall, da der Stoffwechsel der Bienen geschont wird und sich weniger Bienen beim Heizen verausgaben.
3.) Die Varroa (Parasit) wird durch die Brutpause dezimiert und dadurch verringert sich die Varroa-Gefahr im laufenden Jahr.
4.) Die Königinnen werden durch die Pause geschont und können sich erholen, und werden dadurch langlebiger. Die Gefahr des plötzlichen Verlustes von Königinnen im zeitigen Frühjahr wird dadurch geringer.
5.) Durch den Kältereiz und die Brutpause wird die Frühjahrsentwicklung stimuliert und dadurch entwickeln sich die Völker im April rasanter als ohne diesen Kältereiz.
Fazit: Die Wetterentwicklung im Januar 2021 ist bisher für den Bienen-Kosmos und uns gut gewesen.
Jetzt wo ich dies schreibe, ist der Winter doch noch eingekehrt.
Es liegt eine glitzernde Schneedecke über der Landschaft, das ist ein hoffnungsvolles Zeichen für ein gutes Vermehrungs-Jahr für die Bienen.
Das Schneewasser tut auch dem Boden und den Pflanzen gut.
Mit hoffnungsvollen Bildern vom Bienenhof im glitzernden Schnee grüße ich Sie herzlich als Leser dieser Zeilen zu Beginn dieses Neuen Jahres 2021.
Wird das Jahr 2021 eine Trendwende für die Bienen und die bedrohte Artenvielfalt bringen?Die Hoffnung des Imkers dreht sich immer um Erneuerung der Pflanzenwelt und des Bienenvölker-Bestandes und wird durch den die Tausenden Lichtreflexe auf dem Schnee symbolisiert.
Wasser wird uns in Form von Schnee gegeben, damit es nicht sofort abfließt, sondern langsam den Boden durchweichen kann um ihn mit Segen und neuer Fruchtbarkeit zu erfüllen.
Dieser Monat ist der inneren Erneuerung gewidmet.
Wir sind eingeladen, uns die Dinge in unserem Leben anzuschauen.
Sind wir hier, um etwas Ökologisch Wichtiges zu tun, anderen ein Segen zu sein und zerstörte Natur wieder zu reparieren? Nur wenn wir nach innen schauen, werden wir die Antwort finden und an unsere wahren Aufgaben erinnert.
Es folgt die Foto-Galerie: “Bienenvölker und Imkerei in glitzernden Schnee gehüllt”
Herzlich willkommen bei der Imker Familie Oswald

Eine neue, verzauberte Landschaft aus glitzerndem Schnee in Blau und Weiß.

 

 

Regionale Direktvermarktung vom Imkerhof Oswald zwischen Regensburg, Ingolstadt, München und Landshut.

Unser Imker-Hofladen für die Direktvermarktung von Honig, einem Produkt der Natur.

 

Sonnige Aufstellung der Bienenvölker.

die sonnige Aufstellung der Bienenvölker hilft diesen, den Honig aus den Randbezirken der Waben nach innen zu tragen.

 

Noch im Dezember pflanzten wir eine Bienenhecke aus Weissdorn.

Noch Ende Dezember pflanzte ich eine Bienenhecke als Windschutz für die Völker aus autochthonen Weissdornpflanzen, die mir ein lieber Imkerfreund schenkte. Die kleinen Weissdornbäume habe ich mit einem Verbiss-Schutz versehen, da sonst Gefahr besteht, dass die Leittriebe von Feldhasen verbissen werden.

 

Das alte Bienenhaus.

Die Bienenzüchtungsstation der Hallertauer Biene trotzt den winterlichen Elementen.

 

Bauernhof im Schnee

Mitten im Januar keimt die Hoffnung auf einen bienenfreundlichen Frühling.

 

Die Schafe sind jetzt hochträchtig, und brauchen zur Gesunderhaltung auch bei Schnee etwas leichte Bewegung und Sonnenlicht.

 

Alte Kapelle mit Glockenturm im Schnee.

Die alte Pestkapelle aus dem 17. Jahrhundert mit Glockentürmchen im Januar-Schnee.

 

Die Imkerei Oswald ist in eine glitzernden Schneedecke gehüllt.

Die Imkerei Oswald ist in eine glitzernde Schneedecke gehüllt. Der Januar bringt den Bienenvölkern eine kleine Brutpause, die den Völkern guttut. Foto: Imker Oswald

Hoch lebe die Honigbiene! Wir wüschen allen Lesern ein Gutes Jahr 2021! Ihr Hans Georg Oswald, Imkermeister

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